| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 6.999 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Wendigkeit
- Krawalliger, kräftiger Motor
- Geländetauglichkeit
- Soziusbetrieb
- Reisetauglichkeit
- eigenständiges Design
- komfortabler Tourer
- auffällig stabile Straßenlage
- Preis / Leistung
- Windschild macht Geräusche
- knapp bemessene Leistung
- Getriebe etwas hakelig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 920 | mm |
| Gewicht | 213 | kg |
| Radstand | 1.470 | mm |
| Länge | 2.200 | mm |
| Radstand | 1.470 | mm |
| Sitzhöhe: | 820-845 | mm |
| Höhe | 1.390 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 84 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 75 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 74 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
| Leistung | 60 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 54 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down (Federweg 275)mm | |
| Federung hinten | WP (Federweg 275)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
| Rahmenbauart | Stahlbrückenrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down Marzocchi 50 mm, Federweg 175 mm, einstellbar in Federvorspannung, Dämpfungseinstellung in Zug- und Druckstufe (Federweg 175)mm | |
| Federung hinten | Kayaba Monofederbein, Federweg 165 mm, einstellbar für Federvorspannung, Dämpfungseinstellung in Zugstufe (Federweg 165)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80-19 | |
| Reifen hinten | 150/70-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe 298 mm, Brembo Schwimmsättel, 2 Kolben ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 255 mm) | |
Spaß ohne Ende - leider ein teurer
Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.
Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!
Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.
Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - was bleibt hängen
Die Moto Morini X-Cape 650 ist ein gutes Adventure-Bike für kleines Geld. Es gibt noch Verbesserungs- und Update-Potenzial, aber so richtig schlimme Dinge sind uns nicht aufgefallen. Die Maschine fährt sich klasse und besticht mit einer sehr gut austarierten Straßenlage und einer bequemen Sitzposition. Einzig die etwas beschränkte Leistung trübt den Eindruck ein wenig - aber natürlich nur dann, wenn man diese überhaupt von einem Adventure-Bike fordert.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Stephan aus Lübeck zur Verfügung gestellt. Stephan ist ein "alter Hase" was Motorräder angeht und weiß die X-Cape als Tourer zu schätzen - genau wie seine Frau, die sich nach eigenen Angaben als Sozia hier besonders wohl fühlt...
MotorradTest.de auf YouTube
Husqvarna 701 Enduro vs. Moto Morini X-Cape 650 – welcher Vergleich passt zu welchem Fahrstil?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Allround“ aussehen, wird der Unterschied oft erst beim genaueren Hinsehen klar. Die Husqvarna 701 Enduro steht für kompromissloses Enduro-Feeling mit viel Offroad-Gen. Die Moto Morini X-Cape 650 zielt stärker auf den Reise- und Tourenalltag ab, ohne dabei den Spaßfaktor zu verlieren. Genau hier lohnt sich der Vergleich: Nicht nur, was die Daten versprechen, sondern wie sich die Konzepte im Alltag anfühlen.
Grundidee im Vergleich: Enduro-Fokus vs. Reise-Adventure
Husqvarna 701 Enduro: leicht, direkt, endurotypisch
Die Husqvarna 701 Enduro ist als Enduro gedacht, die auch dann Spaß macht, wenn der Asphalt nur der Anfang ist. Das Konzept wirkt auf der Straße lebendig und im Gelände besonders stimmig: Das Motorrad reagiert zügig auf Gasbefehle, bleibt dabei aber kontrollierbar. Wer gerne dynamisch fährt und das Motorrad als Werkzeug für Kurven, Schotter und Waldwege sieht, findet hier eine sehr passende Basis.
Moto Morini X-Cape 650: komfortabler für längere Strecken
Die Moto Morini X-Cape 650 ist stärker auf „von A nach B und dann noch ein bisschen weiter“ ausgelegt. Der Charakter ist weniger auf reines Enduro-Training getrimmt, sondern auf Touren, bei denen man auch nach vielen Kilometern noch entspannt ankommt. Das zeigt sich vor allem im Gesamtpaket aus Sitzposition, Fahrgefühl und dem, was man beim täglichen Nutzen als angenehm empfindet.
Motor und Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Beim Vergleich der Motoren geht es weniger darum, wer „mehr“ hat, sondern wie sich die Kraft nutzbar macht. Die Husqvarna 701 Enduro wirkt im Ansprechverhalten sehr direkt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig beschleunigt, gebremst und wieder beschleunigt wird – etwa auf kurvigen Landstraßen oder bei wechselndem Untergrund. Gleichzeitig hilft die Art der Kraftentfaltung dabei, das Motorrad auch im Gelände kontrolliert zu bewegen.
Die Moto Morini X-Cape 650 setzt dagegen auf einen gleichmäßigeren, tourentauglichen Rhythmus. Das ist ein Vorteil, wenn man längere Strecken fährt und nicht ständig „arbeiten“ möchte, um den Motor in den passenden Bereich zu bringen. Für ruhigeres Fahren, flüssige Drehmomentnutzung und entspannte Überlandetappen ist das Konzept sehr stimmig.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. souveräne Stabilität
Husqvarna 701 Enduro: wendig und endurotypisch
Die Husqvarna 701 Enduro spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo es unruhiger wird: Kopfsteinpflaster, Schotter, leichte Offroad-Passagen oder auch einfach Straßen, die nicht perfekt sind. Das Fahrwerk fühlt sich so an, als würde es dem Fahrer mehr „Feedback“ geben. Dadurch lässt sich das Motorrad aktiv bewegen – ein Plus für alle, die gerne mit dem Bike arbeiten statt nur darauf zu sitzen.
Moto Morini X-Cape 650: komfortorientiert, aber nicht träge
Die X-Cape 650 wirkt im Vergleich eher auf Stabilität und Komfort ausgelegt. Das bedeutet nicht, dass sie langsam oder unhandlich ist – vielmehr ist das Fahrgefühl darauf optimiert, dass man auch bei längeren Fahrten weniger ermüdet. In der Praxis ist das besonders dann spürbar, wenn die Strecke „einfach läuft“: Landstraße, Autobahnabschnitte und längere Touren profitieren von dieser Art der Abstimmung.
Bremsen und Sicherheit: Dosierbarkeit im Alltag
Im Bremsvergleich zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen Enduro- und Tourenfokus. Die Husqvarna 701 Enduro punktet mit einem direkten Gefühl an der Bremse, das beim häufigen Wechsel zwischen zügigem Fahren und kontrolliertem Verzögern hilft. Gerade wenn man in unebenem Terrain oder auf wechselndem Grip unterwegs ist, ist die Dosierbarkeit entscheidend.
Die Moto Morini X-Cape 650 spielt ihre Stärken eher in der gleichmäßigen, alltagstauglichen Bremsperformance aus. Das ist besonders angenehm, wenn man viel im Stadtverkehr unterwegs ist oder längere Strecken mit konstanten Geschwindigkeiten fährt. Insgesamt wirkt das Setup so, dass es sich „leicht“ bedienen lässt, ohne dass man ständig nachjustieren muss.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Windschutz, Bedienung
Bei der Ergonomie trennt sich die Spreu schnell. Die Husqvarna 701 Enduro ist eher auf eine aktive Fahrhaltung ausgelegt. Das kann im Gelände ein Vorteil sein, weil man sich leichter aus der Sitzposition heraus bewegen kann. Auf langen Strecken kann das aber auch bedeuten, dass man häufiger die Position wechselt oder Pausen einplant, um die Muskulatur zu entlasten.
Die Moto Morini X-Cape 650 wirkt dagegen von der Grundidee her tourentauglicher. Sitzposition und Gesamtabstimmung sind so gewählt, dass man auch über längere Zeit entspannt bleibt. Wer häufig pendelt, Wochenendtouren plant oder einfach gerne „durchfährt“, wird die Alltagstauglichkeit stärker gewichten.
Reichweite, Verbrauch und Reichweitengefühl
Im Vergleich von Reichweite und Verbrauch zeigt sich, wie unterschiedlich die Konzepte an die Nutzung herangehen. Die Husqvarna 701 Enduro kann je nach Fahrweise sehr lebendig sein – und das wirkt sich auf das Reichweitengefühl aus. Wer sportlich fährt oder viel im Gelände unterwegs ist, merkt schneller, dass der Fahrstil den Verbrauch beeinflusst.
Die Moto Morini X-Cape 650 ist im Alltag oft die entspanntere Wahl, weil der Motorcharakter und die Fahrweise tendenziell gleichmäßiger ausfallen. Dadurch entsteht häufig ein ruhigeres Reichweitengefühl, besonders auf längeren Strecken. Das ist ein Plus, wenn man Touren plant und nicht ständig an Tankstopps denken möchte.
Stärken und Schwächen: Was der Vergleich wirklich zeigt
Husqvarna 701 Enduro – Stärken
- Enduro-Feeling mit direktem Ansprechverhalten und viel Fahrspaß
- Agiles Handling und gutes Feedback auf wechselndem Untergrund
- Aktive Fahrweise wird belohnt – ideal für Kurven, Schotter und Offroad-Anteile
Husqvarna 701 Enduro – Schwächen
- Aktive Ergonomie kann auf sehr langen Strecken mehr Aufmerksamkeit erfordern
- Fahrstilabhängigkeit bei Verbrauch und Reichweitengefühl ist spürbar
Moto Morini X-Cape 650 – Stärken
- Tourenorientiertes Gesamtpaket mit komfortablerem Fahrgefühl
- Gleichmäßiger Motorcharakter für entspanntes Fahren
- Alltagstauglichkeit besonders auf längeren Strecken
Moto Morini X-Cape 650 – Schwächen
- Weniger „reines Enduro“ im Vergleich zur Husqvarna – Offroad macht Spaß, aber der Fokus ist anders
- Aktive Fahrweise fühlt sich weniger „eingebaut“ an als bei einer echten Enduro-Philosophie
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich wird am Ende vor allem eine Frage: Wie wird gefahren? Die Husqvarna 701 Enduro ist besonders dann die bessere Wahl, wenn das Motorrad nicht nur für die Straße gedacht ist, sondern auch für Schotter, Waldwege und spontane Offroad-Momente. Wer gerne dynamisch fährt, das Motorrad aktiv bewegt und das direkte Feedback schätzt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtbild.
Die Moto Morini X-Cape 650 ist dagegen ideal, wenn Touren, Komfort und ein ruhigeres Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf entspannte Ergonomie legt und ein Motorrad sucht, das sich im Alltag unkompliziert anfühlt, findet in der X-Cape 650 eine sehr passende Basis.
Fazit:
Die Husqvarna 701 Enduro ist die richtige Wahl für alle, die ein Motorrad mit klarer Enduro-Ausrichtung suchen: direktes Ansprechverhalten, agiles Handling und viel Spaß auf wechselndem Untergrund. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die das Bike aktiv bewegen und Offroad-Anteile nicht nur „gelegentlich“, sondern als festen Bestandteil der Tour sehen.
Die Moto Morini X-Cape 650 passt besser zu dem, was viele unter „Adventure“ verstehen: Tourenkomfort, ein gleichmäßiger Motorcharakter und ein Gesamtpaket, das auch nach vielen Kilometern noch entspannt wirkt. Wer vor allem Straße und längere Strecken fährt und dabei ein Motorrad möchte, das unkompliziert und souverän bleibt, trifft mit der X-Cape 650 die passendere Entscheidung.