| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Wendigkeit
- Krawalliger, kräftiger Motor
- Geländetauglichkeit
- Soziusbetrieb
- Reisetauglichkeit
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 920 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 84 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 75 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 74 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down (Federweg 275)mm | |
| Federung hinten | WP (Federweg 275)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Spaß ohne Ende - leider ein teurer
Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.
Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!
Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.
Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Husqvarna 701 Enduro vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Husqvarna 701 Enduro und die MV Agusta Superveloce 800, wird der Vergleich spannend: Hier steht ein kompromissfreudiges Enduro-Konzept im Fokus, dort ein straßenorientiertes Sportbike mit viel Charakter. Beide Modelle bringen Fahrspaß, aber auf sehr verschiedene Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie unterscheiden sich die aufgelisteten Werte und was bedeuten sie in der Praxis für Alltag, Landstraße und sportliche Ausfahrten?
Grundidee und Einsatzbereich
Die Husqvarna 701 Enduro ist als vielseitiges Motorrad gedacht, das sowohl auf der Straße als auch abseits fester Wege Spaß macht. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen ist klar auf die Straße ausgerichtet: Sie wirkt wie ein Sportgerät, das Kurven liebt und bei zügiger Fahrt seine Stärken ausspielt.
Schon die Ausrichtung zeigt, warum die Fahrwerks- und Ergonomie-Themen unterschiedlich ausfallen: Die Enduro setzt auf eine aufrechte, alltagstaugliche Position und eine Geometrie, die auch unebenes Terrain mitmacht. Die Superveloce konzentriert sich stärker auf sportliche Dynamik, wodurch die Sitzposition und das Handling auf der Straße besonders harmonieren.
Motor und Fahrcharakter im Vergleich
Bei den Motorwerten zeigt sich der typische Gegensatz: Die Husqvarna 701 Enduro steht für einen agilen, drehfreudigen Charakter, der sich gut dosieren lässt. Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das den Fahrer eher in Richtung sportlicher Linie zieht: Der Motor fühlt sich auf zügiger Fahrt oft „präsenter“ an, während die Husqvarna eher mit Flexibilität und Alltagstauglichkeit punktet.
Wichtig ist dabei weniger, wer „mehr“ hat, sondern wie sich die Leistungsentfaltung anfühlt: Die Enduro spielt ihre Stärken aus, wenn es darum geht, aus niedrigen bis mittleren Bereichen sauber zu beschleunigen und dabei kontrolliert zu bleiben. Die Superveloce ist besonders stark, wenn die Drehzahl höher genutzt wird und der Fahrer das Motorrad aktiv bewegt.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
- Husqvarna 701 Enduro: Stärken liegen in der gutmütigen Nutzbarkeit und dem „einfachen“ Handling im Alltag. Schwäche: Wer ausschließlich sportlich im oberen Drehzahlbereich unterwegs ist, bekommt nicht ganz denselben „Sportbike-Fokus“ wie bei der MV Agusta.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken liegen in der sportlichen Ausstrahlung und dem dynamischen Gefühl bei zügiger Fahrt. Schwäche: Für sehr gemächliche Fahrten oder häufiges Offroad-Feeling ist sie weniger die passende Wahl.
Fahrwerk, Handling und Stabilität
Beim Fahrwerk wird der Unterschied zwischen Enduro und Sportbike besonders deutlich. Die Husqvarna 701 Enduro ist so ausgelegt, dass sie Unebenheiten besser „wegsteckt“ und dabei kontrollierbar bleibt. Das zeigt sich in der Art, wie das Motorrad auf wechselndem Untergrund reagiert: Es wirkt weniger wie ein reines Straßenwerkzeug und mehr wie ein Motorrad, das auch mal abbiegt, wo es nicht ganz geplant war.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen auf präzises Kurvenverhalten und sportliche Rückmeldung ausgelegt. Auf der Straße fühlt sie sich oft wie ein Werkzeug an, das die Linie sauber hält. Allerdings kann genau diese Ausrichtung auf glatten Asphalt dazu führen, dass sich unebene Strecken weniger „harmonisch“ anfühlen als bei der Husqvarna.
Bremsen und Fahrgefühl
Auch bei den Bremswerten und der Abstimmung zeigt sich die Philosophie: Die Superveloce zielt auf ein sportliches Ansprechverhalten ab, das beim harten Verzögern und in schnellen Kurven Vertrauen gibt. Die Husqvarna liefert ebenfalls starke Bremsleistung, wirkt aber insgesamt etwas „robuster“ im Sinne von: Sie bleibt auch dann gut kontrollierbar, wenn die Situation weniger planbar ist.
Ergonomie und Alltagstauglichkeit
Die Ergonomie ist ein entscheidender Punkt, weil sie direkt beeinflusst, wie lange man entspannt fahren kann. Die Husqvarna 701 Enduro bietet eine Position, die sich für unterschiedliche Fahrstile eignet: Stadtverkehr, Landstraße und gelegentliche Schotterpassagen lassen sich damit meist angenehmer kombinieren. Die MV Agusta Superveloce 800 ist sportlicher ausgelegt: Das kann auf der Landstraße großartig funktionieren, aber bei längeren Fahrten oder im Stadtstop-and-go spürt man schneller, dass das Motorrad stärker auf Dynamik als auf „Bequemlichkeit“ optimiert ist.
Stärken und Schwächen in der Praxis
- Husqvarna 701 Enduro: Stärken: vielseitige Sitzposition, gute Nutzbarkeit im Alltag, entspannteres Handling auf wechselndem Untergrund. Schwäche: Wer ein reines Sportbike-Gefühl sucht, bekommt mehr „Enduro-Realität“ als „Rennstrecken-Feeling“.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken: sportliche Ergonomie, sehr direktes Kurvengefühl, hoher Fahrspaß bei zügiger Fahrt. Schwäche: weniger ideal für häufige Offroad-Einsätze und weniger komfortorientiert im Alltag.
Abmessungen, Gewicht und Fahrdynamik
Bei den Maßen und dem Gewicht zeigt sich ebenfalls die unterschiedliche Auslegung. Die Husqvarna wirkt in der Praxis oft „handlicher“ für wechselnde Situationen, während die MV Agusta stärker auf Stabilität und sportliche Dynamik ausgelegt ist. Das bedeutet: In engen Kurven und bei häufigem Richtungswechsel kann die Enduro besonders unkompliziert wirken. Auf schnellen Passagen und bei konsequenter Fahrweise spielt die Superveloce ihre Stärken aus.
Auch die Art, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert, hängt mit diesen Faktoren zusammen: Die Husqvarna unterstützt ein kontrolliertes, flexibles Fahren. Die MV Agusta belohnt eher eine aktive Fahrweise mit klarer Rückmeldung.
Technik, Ausstattung und Wartungsaspekte
Bei der Technik und den typischen Wartungs- und Service-Themen unterscheiden sich die Modelle vor allem durch ihre Ausrichtung. Die Husqvarna 701 Enduro ist als vielseitiges Motorrad gedacht, das im Alltag und auf Touren häufig genutzt wird. Das spricht für eine pragmatische Perspektive: Wartung und Ersatzteilverfügbarkeit sind bei solchen Konzepten meist ein wichtiger Punkt.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen stärker im Premium-Sportsegment verortet. Das kann sich in der Wahrnehmung und im Fahrgefühl widerspiegeln, aber auch bei Service- und Ersatzteilthemen eine andere Rolle spielen. Wer ein solches Motorrad fährt, sollte sich bewusst sein, dass es nicht nur ein Fortbewegungsmittel ist, sondern auch ein Stück „Motorradkultur“.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Wenn die Entscheidung zwischen Husqvarna 701 Enduro und MV Agusta Superveloce 800 fällt, hilft ein Blick auf den eigenen Fahralltag:
- Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und gelegentlichen Schotter- oder Feldwegen pendelt, findet in der Husqvarna 701 Enduro meist die passendere Basis. Die Kombination aus nutzbarer Motorcharakteristik, kontrollierbarem Fahrwerk und alltagstauglicher Ergonomie macht sie besonders vielseitig.
- Wer vor allem auf der Straße unterwegs ist, Kurven liebt und ein sportliches, direktes Motorradgefühl sucht, wird mit der MV Agusta Superveloce 800 deutlich mehr „Sportbike-Emotion“ erleben. Die Abstimmung zielt auf zügige Fahrten und präzises Handling.
Typische Käuferprofile
- Husqvarna 701 Enduro: geeignet für Fahrer, die ein Motorrad wollen, das flexibel bleibt – auch wenn die Route spontan wird.
- MV Agusta Superveloce 800: geeignet für Fahrer, die sportliche Dynamik priorisieren und die Straße als Hauptbühne sehen.
Fazit:
Die Husqvarna 701 Enduro ist die bessere Wahl, wenn Vielseitigkeit zählt: Sie verbindet einen gut nutzbaren Motorcharakter, ein kontrollierbares Fahrwerk und eine Ergonomie, die auch längere Fahrten und wechselnde Strecken angenehm macht. Genau dadurch eignet sie sich besonders für Fahrer, die nicht nur „von A nach B“ fahren, sondern unterwegs gern flexibel bleiben – inklusive gelegentlicher Offroad-Momente.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken vor allem auf der Straße aus. Die sportliche Ausrichtung zeigt sich in der Art, wie das Motorrad Kurven nimmt, wie das Fahrgefühl bei zügiger Fahrt wirkt und wie die Abstimmung auf dynamisches Fahren einzahlt. Wer also vorwiegend Asphalt fährt, sportliche Linien mag und ein Motorrad sucht, das spürbar nach Leistung und Präzision verlangt, bekommt hier die passendere Antwort.
Kurz gesagt: Enduro-Flexibilität gewinnt bei der Husqvarna, Sportbike-Emotion bei der MV Agusta – und die richtige Wahl hängt vor allem davon ab, wo der Schwerpunkt im Fahralltag liegt.