| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 16.949 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Wendigkeit
- Krawalliger, kräftiger Motor
- Geländetauglichkeit
- Soziusbetrieb
- Reisetauglichkeit
- komplette technische Ausstattung in Serie
- prächtiger Triple mit reichlich Dampf
- semi-aktives Fahrwerk
- starke Bremsen
- 30 Liter Koffer inklusive
- eingeschränkte Offroad-Fähigkeiten
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 920 | mm |
| Gewicht | 223 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 845-860 | mm |
| Höhe | 1.430 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 84 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 75 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 74 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 218 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down (Federweg 275)mm | |
| Federung hinten | WP (Federweg 275)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | 41mm Upside-Down-Telegabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 137)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 267 mm) | |
Spaß ohne Ende - leider ein teurer
Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.
Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!
Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.
Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit
Die neue Tracer 9 GT+ von Yamaha ist ein großer Wurf. Die Maschine ist sportlich, dabei aber komplett reisetauglich. Insofern verspricht die Bezeichnung Cross-Over oder wie Yamaha sagt "Sport-Tourer" nicht zu viel: Diese Maschine kann wirklich viel und bringt jede Menge Fahrspaß mit. Wer hier Kritik sucht, den müssen wir leider vertrösten. Es gibt nichts zu kritisieren. Wer auf einfach gestrickte Maschinen steht, der ist hier allerdings falsch. Die neue Tracer 9 GT+ brennt ein Feuerwerk an Technik und innovativen Systemen ab und benötigt daher auch wenig Einarbeitungszeit bei der Bedienung.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die Tracer 9 GT+ als Vorführer und freut sich auf Probefahrten. Außerdem gibt es bei Motorrad Ruser auch die anderen Tracer 9 Modelle sowie eigentlich alle Yamahas zum Probefahren. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgibiege Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser - und den guten Kaffee probieren!
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Husqvarna 701 Enduro vs Yamaha Tracer 9 GT Plus: Vergleich für Straße, Tour und Abenteuer
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Husqvarna 701 Enduro und die Yamaha Tracer 9 GT Plus, lohnt sich ein genauer Blick. Die eine Maschine steht für unmittelbares, leichtes Handling und einen klaren Offroad-Charakter, die andere für komfortables Tourenfahren mit moderner Elektronik und viel Ausstattung. Genau hier setzt dieser Vergleich an: nicht nur auf dem Papier, sondern im Fahrgefühl – also dort, wo sich entscheidet, welches Motorrad im Alltag wirklich besser passt.
Grundidee: Enduro-Fokus vs. Sporttourer-Anspruch
Die Husqvarna 701 Enduro ist als vielseitige Enduro gedacht: Sie soll auf der Straße flott wirken, aber auch abseits des Asphalts nicht sofort an Grenzen stoßen. Das merkt man vor allem an der Art, wie sie auf Gasbefehle reagiert und wie direkt das Motorrad auf Richtungswechsel eingeht.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus verfolgt dagegen eine andere Philosophie. Sie ist als Sporttourer konstruiert, der lange Strecken entspannt abspulen kann. Dabei spielt nicht nur der Motor eine Rolle, sondern auch die Gesamtabstimmung: Sitzposition, Windschutz, Fahrmodi und die Art, wie das Motorrad Stabilität aufbaut.
Motorcharakter und Fahrbarkeit: Wie sich die Leistung anfühlt
Im Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Husqvarna wirkt stärker auf „Antritt und Kontrolle“ ausgelegt, während die Yamaha eher „Durchzug und gleichmäßige Kraftentfaltung“ vermittelt. Das bedeutet nicht, dass eine Maschine grundsätzlich schneller ist – aber die Art, wie Leistung nutzbar wird, unterscheidet sich deutlich.
Die Husqvarna 701 Enduro spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn häufiges Beschleunigen, kurzes Auf- und Absteigen der Drehzahl sowie ein aktiver Fahrstil gefragt sind. Auf kurvigen Strecken fühlt sich das Motorrad lebendig an: Gas geben, Linie halten, wieder Gas – ohne dass man ständig „große Drehzahlbereiche“ suchen muss.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist dagegen prädestiniert für gleichmäßiges Tempo. Der Motor unterstützt das Tourenfahren, indem er Kraft über breite Bereiche bereitstellt und das Motorrad auch bei konstantem Fahrstil ruhig wirken lässt. Wer häufig Autobahn oder zügige Landstraßen fährt, profitiert davon, dass die Yamaha weniger „Fahrstil-Intensität“ verlangt.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Beim Fahrwerk-Vergleich wird klar, warum die beiden Maschinen unterschiedliche Einsatzprofile haben. Die Husqvarna ist spürbar darauf ausgelegt, leichtfüßig zu bleiben und Richtungswechsel schnell umzusetzen. Das hilft vor allem auf kurvigen Straßen und bei wechselndem Untergrund, weil das Motorrad nicht „träg“ wirkt, sondern eher wie ein Werkzeug, das man aktiv führt.
Die Yamaha setzt dagegen auf Stabilität und ein souveränes Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten. Gerade bei längeren Touren macht sich das bezahlt: Das Motorrad bleibt ruhig, die Linie lässt sich sauber halten, und Unebenheiten werden so verarbeitet, dass man nicht ständig nachkorrigieren muss.
Stärken und Schwächen lassen sich hier gut zusammenfassen: Die Husqvarna punktet mit Agilität und direktem Feedback, während die Yamaha mit Gelassenheit und Langstreckenkomfort überzeugt. Wer viel in engen Kehren unterwegs ist, wird die Husqvarna oft als „einfacher zu fahren“ empfinden. Wer dagegen häufig lange Strecken fährt, merkt schnell, dass die Yamaha weniger anstrengend sein kann.
Bremsen und Kontrolle: Vertrauen im Alltag
Beim Thema Bremsen zeigt sich im Vergleich vor allem der Unterschied zwischen „sportlich-direkt“ und „tourentauglich-konstant“. Die Husqvarna wirkt in der Bremsdosierung sehr unmittelbar: Man kann fein dosieren und das Motorrad lässt sich gut in Schräglage stabilisieren. Das ist besonders praktisch, wenn die Strecke unruhig ist oder wenn häufiges Verzögern in kurzen Abständen vorkommt.
Die Yamaha setzt auf eine Bremswirkung, die auch bei wiederholten Bremsmanövern zuverlässig bleibt. In der Praxis bedeutet das: Wer zügig fährt, aber nicht ständig am Limit arbeitet, bekommt ein sehr berechenbares Gefühl. Die Schwäche liegt eher nicht in der Bremsleistung, sondern in der Erwartungshaltung: Wer eine „Enduro-typische“ Direktheit sucht, muss sich bei der Yamaha etwas umstellen.
Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung vs. Purismus
Ein großer Unterschied im Vergleich liegt bei der Elektronik. Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist deutlich stärker auf Assistenz und Fahrmodi ausgelegt. Das hilft im Alltag, weil sich die Charakteristik anpassen lässt: je nach Untergrund, Wetter oder Fahrstil. Gerade bei wechselnden Bedingungen kann das die Fahrbarkeit spürbar verbessern.
Die Husqvarna 701 Enduro ist zwar ebenfalls modern, wirkt aber insgesamt „mechanischer“ im Gefühl. Die Elektronik unterstützt, aber das Motorrad bleibt stärker auf das direkte Zusammenspiel von Fahrer, Gas und Fahrwerk fokussiert. Das ist eine Stärke für alle, die gern selbst arbeiten und das Motorrad als Werkzeug nutzen.
Schwächen ergeben sich aus dem jeweiligen Ansatz: Wer maximale Assistenz und Komfort durch Elektronik erwartet, wird bei der Husqvarna weniger „Software-Feeling“ finden. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das sich ohne viele Einstellungen schnell und intuitiv bewegt, wird die Yamaha manchmal als „zu viel“ empfinden – obwohl sie genau das Gegenteil sein will: entspannter.
Komfort, Ergonomie und Windschutz: Wie anstrengend wird die Tour?
Im Vergleich der Ergonomie und des Komforts zeigt die Yamaha klar ihre Sporttourer-Stärken. Die Tracer 9 GT Plus ist darauf ausgelegt, dass man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert fährt. Sitzposition, Windschutz und die Art, wie das Motorrad Vibrationen und Fahrgeräusche verarbeitet, sind auf Langstrecke getrimmt.
Die Husqvarna 701 Enduro ist nicht „schlecht“ im Komfort, aber sie ist anders gedacht: eher als vielseitiges Motorrad, das man auch für spontane Ausfahrten nutzt. Auf langen Autobahnabschnitten kann sie sich im Vergleich weniger entspannt anfühlen, während sie auf kurvigen Strecken und bei wechselndem Untergrund oft genau richtig liegt.
Wer also häufig Touren mit viel Strecke fährt, bekommt bei der Yamaha mehr „automatischen Komfort“. Wer dagegen gern öfter abbiegt, Nebenstraßen sucht und auch mal unbefestigte Abschnitte einplant, wird die Husqvarna als flexibler erleben.
Ausstattung und Praxis: Was man im Alltag wirklich merkt
Beim Ausstattungs-Vergleich fällt auf, dass die Yamaha Tracer 9 GT Plus stärker auf „ready to ride“ setzt: moderne Features, die das Tourenfahren erleichtern, und eine Gesamtanmutung, die auf Alltag und Komfort ausgelegt ist. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht jedes Mal anpassen möchte, sondern einfach losfährt.
Die Husqvarna 701 Enduro ist dagegen eher auf das Fahrgefühl und die Vielseitigkeit im Gelände/halbwegs Gelände ausgelegt. Das bedeutet: weniger „Touren-Overkill“, mehr Motorrad-Charakter. Wer gern selbst plant, Routen variiert und das Motorrad als aktives Erlebnis sieht, wird das schätzen.
Für welchen Untergrund passt welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten so zusammenfassen: Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist die bessere Wahl für Straße, lange Touren und zügiges Fahren mit Komfort. Sie fühlt sich auf Asphalt souverän an und bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten angenehm kontrollierbar.
Die Husqvarna 701 Enduro ist die passendere Wahl, wenn die Route nicht nur aus perfektem Asphalt besteht. Sobald es holpriger wird, Schotter auftaucht oder die Strecke „unberechenbarer“ wird, spielt die Husqvarna ihre Stärken aus: Agilität, Direktheit und ein Fahrgefühl, das eher nach „mitmachen“ als nach „entspannt zurücklehnen“ verlangt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
- Husqvarna 701 Enduro: stark in Agilität, direktem Feedback und vielseitigem Einsatz. Schwäche eher dort, wo maximaler Langstreckenkomfort und „Tourenkomfort durch Elektronik“ im Vordergrund stehen.
- Yamaha Tracer 9 GT Plus: stark in Stabilität, Komfort, moderner Elektronik und entspannter Langstrecke. Schwäche eher dort, wo man ein besonders „endurotypisches“ Handling und maximale Unkompliziertheit ohne viele Assistenz-Optionen sucht.
Fazit:
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist das Motorrad für alle, die vor allem auf Straße unterwegs sind, regelmäßig lange Strecken fahren und dabei Komfort, Stabilität und moderne Elektronik schätzen. Wer zügig unterwegs ist, aber nicht ständig „arbeiten“ möchte, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die Husqvarna 701 Enduro passt besser, wenn die Touren abwechslungsreich sein sollen: kurvige Nebenstraßen, wechselnder Untergrund und der Wunsch nach einem Motorrad, das direkt auf Fahrstil und Gas reagiert. Sie ist ideal für Fahrer, die ein aktives, agiles Handling bevorzugen und gelegentliche Offroad-Abschnitte nicht als Ausnahme sehen.
Kurz gesagt: Asphalt-Touren mit Komfort sprechen eher für die Yamaha – vielseitige Strecken mit Abenteuer-Feeling eher für die Husqvarna.