| UVP | 5.695 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2009 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- sehr leicht
- einfaches Fahrverhalten
- nichts lenkt ab
- schöne Retro-Optik
- Leistung reicht nur zum Bummeln
- Sitzposition für große Leute etwas kurz
- zickiger Seitenständer
- Extrem gute Bremsen
- Fährt sich wie ein Intercity
- Touring-tauglich
- guter Soziuskomfort
- bulliger Motor
- Traktionskontrolle erst ab 2012
- schwere Maschine, nix für Anfänger
- Drehmomentschwäche bis 3.500 UMin
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 143 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.125 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 740 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 267 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 815 | mm |
| Höhe | 1.220 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Takt-Einzylinder-Motor | |
| Hubraum | 233 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Viertakt-V-Motor | |
| Hubraum | 1.237 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 18 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 19 NM bei 5.800 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 115 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 2 | l pro 100km |
| Reichweite | 480 | km |
| Leistung | 173 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 129 NM bei 8.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | 37-mm-Teleskopgabel (Federweg 117)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 95)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90-18M/C 51S | |
| Reifen hinten | 110/90-17M/C 60S | |
| Federung vorne | Teleskopgabel mit 43 mm Rohrdurchmesser (Federweg 109)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzel-Bremsscheibe, Doppelkolbenbremssattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibenbremse, Einkolbenbremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse vorn mit Sechskolben-Festsättel, schwimmend gelagerte Bremsscheiben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse hinten mit Doppelkolbenbremszange ( Ø 276 mm) | |
Fazit
Wunderbar, dass Kawasaki im Jahr 2025 so eine Maschine auf den Markt bringt. Sie predigt mit jeder Faser ihres Daseins den Verzicht auf so gekonnte Weise, dass man sich für hochmoderne und komplizierte Motorräder fast schämt. Die Meguro S1 erinnert uns daran, was Motorradfahren eigentlich ausmacht: Der schöne Klang aus einem schönen Auspuff eines schönen, luftgekühlten Einzylinders, der frei sichtbar in einem schönen Motorrad hängt. Klarer Fall -> das ist nur was für Ästheten und Langsamfahrer. Info für nervöse Heizer: Geht bitte weiter, es gibt hier nichts zu sehen. Jedenfalls nicht für Euch.Die Testmaschine wurde uns im Rahmen der Kawasaki-Wochen bei Motorradtest.de von Heller & Soltau zur Verfügung gestellt. Dieser Kawasaki-Händler befindet sich im schönen Sankt Michaelisdonn in Dithmarschen. Wer dort den Vorführer der Meguro S1 zu einer Probefahrt ausführen möchte, dem empfehlen wir eine entspannte Ausfahrt zum Meldorfer Hafen. Dort ein wenig Kaffee & Gebäck und dann gemütlich zurück zu Heller & Soltau - das Leben kann doch so wunderbar sein!
Fazit - was bleibt hängen
Die Honda VFR 1200 F zählt für mich zu den schönsten Motorrädern überhaupt. Sie ist nicht weniger als eine Design-Ikone und es gibt kein Motorrad, dass ihr auch nur annährend ähnlich sieht. Zugegeben: Design ist Geschmackssache, aber zumindest dürfte die VFR niemanden kalt lassen. Ihr Aussehen weckt Emotionen und genau das sollten Motorräder doch auch tun, oder?Die VFR ist sicherlich kein Anfänger-Motorrad, dafür hat sie viel zu viel Leistung und ist auch zu schwer. Doch wer schon Motorrad-Erfahrung mitbringt und auf Dickschiffe steht, der wird begeistert sein von der absolut souveränen Vorstellung, die die VFR auf Autobahn und Landstraße abliefert. Wer dagegen ein kleines, wendiges Motorrad für die Stadt sucht, wird diesen Testartikel vermutlich sowieso nicht bis hier gelesen haben. ;-)
Das Testmotorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Meguro S1 vs. Honda VFR1200F: Vergleich für Alltag, Kurven und Tour
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, steckt dahinter oft genau die richtige Frage: Will man eher den entspannten, stilvollen Charakter eines Retro-Bikes oder die souveräne Mischung aus Leistung, Stabilität und Langstreckenkomfort eines sportlichen Tourers? Im Vergleich Kawasaki Meguro S1 gegen Honda VFR1200F zeigt sich schnell, dass beide Modelle ihre Stärken an unterschiedlichen Stellen ausspielen – und damit auch unterschiedliche Fahrertypen ansprechen.
Erster Eindruck: Stil und Philosophie
Kawasaki Meguro S1 – Retro, leicht und nah dran
Die Kawasaki Meguro S1 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst auf „Weniger ist mehr“ setzt. Das Design und die insgesamt stimmige Anmutung zielen auf Fahrspaß im Alltag: kurze Wege, Stadtverkehr, Landstraße – dort fühlt sich das Bike besonders stimmig an. Die Sitzposition und das Handling sind so ausgelegt, dass man sich schnell wohlfühlt und das Motorrad nicht „überreden“ muss.
Honda VFR1200F – sportlich-tourend, souverän und erwachsen
Die Honda VFR1200F steht dagegen für eine andere Idee: ein Motorrad, das auch bei höheren Geschwindigkeiten ruhig bleibt und auf langen Strecken eine klare Linie fährt. Die VFR wirkt wie ein kompromissloses Sporttourer-Paket: sportliche Dynamik, aber mit dem Anspruch, dass Komfort und Stabilität nicht auf der Strecke bleiben.
Motorcharakter: Wie sich die Leistung anfühlt
Meguro S1: Drehfreude und unkomplizierte Fahrbarkeit
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich, dass die Kawasaki Meguro S1 eher auf ein direktes, gut dosierbares Ansprechverhalten setzt. Das macht sie besonders angenehm, wenn es im Alltag häufig um Beschleunigen aus niedrigen bis mittleren Drehzahlen geht. Statt „nur“ Tempo zu liefern, steht das Gefühl im Vordergrund: Gas geben, reagieren lassen, sauber durchziehen – ohne dass man ständig am Limit arbeiten muss.
VFR1200F: Kraftentfaltung für zügiges Reisen
Die Honda VFR1200F spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um gleichmäßiges, kräftiges Vorankommen geht. Die Charakteristik wirkt erwachsener und „tourentauglicher“: Man kann entspannt fahren und trotzdem schnell reagieren, wenn die Situation es verlangt. Gerade auf Autobahnabschnitten oder bei längeren Überlandetappen zeigt sich der Vorteil eines Motors, der nicht nur Leistung hat, sondern sie auch kontrolliert in Bewegung umsetzt.
Fahrwerk und Handling: Kurven vs. Strecke
Meguro S1: Agilität und Leichtigkeit
Im Handling ist die Kawasaki Meguro S1 klar im Vorteil, wenn es um Wendigkeit und ein leichtes Gefühl geht. In engen Kurven und bei häufigem Richtungswechsel wirkt das Motorrad handlich und spontan. Das ist ein großer Pluspunkt für Fahrten, bei denen nicht die maximale Distanz im Fokus steht, sondern der Weg dorthin.
VFR1200F: Stabilität und Ruhe bei Tempo
Die Honda VFR1200F punktet vor allem mit Stabilität. Bei höheren Geschwindigkeiten bleibt das Motorrad spürbar gelassen, was das Fahrgefühl auf längeren Strecken deutlich entspannter macht. In schnellen Kurven und beim zügigen Überholen fühlt sich die VFR wie ein „auf Schiene fahrendes“ Gesamtpaket an – weniger hektisch, mehr souverän.
Komfort und Alltag: Wie gut lässt es sich leben?
Meguro S1: Komfort für kurze bis mittlere Einsätze
Die Kawasaki Meguro S1 ist besonders dann überzeugend, wenn das Motorrad nicht als „Dauer-Reisegerät“, sondern als vielseitiger Begleiter genutzt wird. Der Komfort ist auf Alltag und Landstraße abgestimmt: Man sitzt angenehm, kommt gut durch den Verkehr und bleibt auch bei längeren Ausfahrten in einem Bereich, der sich nicht nach „Arbeit“ anfühlt.
VFR1200F: Langstreckenkomfort als Schwerpunkt
Die Honda VFR1200F ist deutlich stärker auf längere Strecken ausgelegt. Das zeigt sich im Gesamtgefühl: Das Motorrad wirkt darauf optimiert, dass man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert und entspannt fahren kann. Wer häufig größere Distanzen abspult oder regelmäßig Autobahnanteile hat, wird die Ruhe und die sportlich-tourende Abstimmung besonders zu schätzen wissen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Praxis
Beim Bremsen-Vergleich zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten: Die Kawasaki Meguro S1 wirkt darauf ausgelegt, präzise und gut dosierbar zu sein – ideal, um im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken sicher zu reagieren. Die Honda VFR1200F hingegen spielt ihre Stärken bei höheren Geschwindigkeiten und bei häufigem zügigem Fahren aus: Das System vermittelt mehr „Biss“ und vor allem ein Gefühl von Kontrolle, wenn man aus Tempo heraus schnell wieder in den gewünschten Bereich zurück will.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Kawasaki Meguro S1
- Stimmiges Retro-Konzept mit Fokus auf Fahrspaß im Alltag
- Agiles Handling für Kurven, enge Straßen und häufiges Rangieren
- Unkomplizierte Fahrbarkeit – gut dosierbar und alltagstauglich
- Leichtes, nahes Fahrgefühl, das schnell Lust auf Ausfahrten macht
Schwächen der Kawasaki Meguro S1
- Weniger Fokus auf maximale Langstrecken-Souveränität im Vergleich zur VFR
- Bei sehr hohen Tempi steht eher das „Fahren mit Gefühl“ als die reine Autobahnruhe im Vordergrund
Stärken der Honda VFR1200F
- Sporttourer-Charakter mit starker Eignung für lange Strecken
- Stabilität bei Tempo und souveränes Fahrverhalten
- Kraftvolle, kontrollierte Motorcharakteristik für zügiges Reisen
- Mehr Reserven für Überholmanöver und dynamisches Fahren
Schwächen der Honda VFR1200F
- Weniger „leichtfüßig“ im Handling als ein klassisch agiles Konzept
- Für reine Stadt- und Feierabendrunden kann der Fokus auf Tourenkomfort überdimensioniert wirken
Für wen passt welches Motorrad?
Meguro S1: Ideal für den Alltag mit Stil
Die Kawasaki Meguro S1 ist besonders passend, wenn das Motorrad vor allem als Alltagsmaschine und für kurze bis mittlere Ausfahrten genutzt wird. Wer ein Motorrad sucht, das schnell Spaß macht, gut in den Verkehr passt und auf Landstraßen lebendig wirkt, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket. Auch wer Wert auf ein Retro-Feeling legt und nicht ständig das Maximum ausreizen möchte, wird sich schnell zurechtfinden.
VFR1200F: Ideal für lange Strecken und zügiges Reisen
Die Honda VFR1200F ist die bessere Wahl, wenn regelmäßig längere Touren anstehen oder häufig Autobahn und zügige Überlandfahrten im Plan stehen. Wer ein Motorrad bevorzugt, das bei Tempo ruhig bleibt, Reserven bietet und auch nach Stunden noch entspanntes Fahren ermöglicht, trifft mit der VFR den richtigen Nerv. Sie ist besonders für Fahrer geeignet, die Sportlichkeit und Komfort in einem Paket wollen.
Fazit:
Die Kawasaki Meguro S1 gewinnt vor allem dort, wo Agilität, unkomplizierte Fahrbarkeit und ein stimmiges Retro-Gefühl zählen. Sie passt besonders gut zu Fahrten im Alltag, zu kurvigen Landstraßen und zu Menschen, die ein Motorrad möchten, das schnell anspricht und sich leicht bewegen lässt. Die Honda VFR1200F ist dagegen die bessere Wahl, wenn längere Strecken, Autobahnanteile und souveränes, kraftvolles Reisen im Vordergrund stehen. Sie bietet mehr Stabilität bei Tempo und ein erwachsenes Gesamtpaket, das auch bei längeren Etappen entspannt bleibt. Wer also eher „kurz, spontan und mit Stil“ fährt, ist mit der Meguro S1 gut bedient. Wer dagegen regelmäßig „weiter, schneller und komfortabler“ unterwegs ist, findet in der VFR1200F den passenderen Begleiter.