| UVP | 8.195 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 15.190 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wendiges Bike mit viel Fahrspaß
- vernünftige Sitzposition
- gute Verarbeitung
- TFT-Display mit Handy-Connect
- Leistung okay, aber kein Burner
- Bremsen und Fahrwerk
- nicht zu schwer
- technisch gut ausgestattet
- toller Motor mit ordentlich Bums
- handlich dank tiefem Schwerpunkt
- Tank polarisiert optisch
- Turbulenzen und Lärm am Helm
- Tempomat-Schalter zwar vorhanden, Funktion muss aber freigeschaltet werden (Aufpreis)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Länge | 2.055 | mm |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.135 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 889 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 91 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 68 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 66 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 205 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 100 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 239 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 444 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX USD 43mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Monoshock (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Radialfestsattel, Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Wir haben die Kawasaki Ninja 650 deutlich unterschätzt. Der Fahrspaß auf diesem Sportler ist enorm, auch wenn wir sie nicht als Super-Sportler bezeichnen würden. Dafür ist die Sitzposition (zum Glück!) nicht so radikal und eben deshalb eignet sich die Ninja 650 auch nicht nur für die Rennstrecke, sondern vor allem auch für Landstraße, Autobahn und Stadt. Sie ist gut verarbeitet und technisch einfach ausgestattet. Da wird kaum etwas kaputt gehen können, man wird jahrelang Spaß haben können mit diesem günstigen Bike. Preis/Leistung ist wirklich Top!Das Testbike wurde uns wieder einmal von Heller & Soltau zur Verfügung gestellt. Heller & Soltau ist ein großer Kawasaki-Händler in Norddeutschland (St. Michaelisdonn) und stellt viele Kawasaki-Bikes als Vorführer zur Verfügung - und übrigens auch Husqvarna-Maschinen, wie die neue Norden 901 Expedition, die wir demnächst auch mal unter unsere Fittiche nehmen werden.
Fazit - was bleibt hängen?
Mehr Dampf, mehr Technik, mehr Spaß? Diese Eingangsfrage können wir nach unserem Test mit Ja beantworten. Allerdings müssen Inhaber einer 790 Adventure jetzt nicht gleich zum KTM-Händler laufen und sich eine 890er kaufen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Bikes sind nicht so groß, wie KTM es gerne darstellt. Trotzdem: Die 890 Adventure ist das bessere Motorrad.Wettbewerber sind die Triumph Tiger 900, die Suzuki V-Strom 1050 und die Ducati Multistrada 950 - also die Reise-Enduros der gehobenen Mittelklasse. Der Unterschied zu den Oberklasse-Dickschiffen wie BMW GS 1250 und 1290 SAS ist deutlich spürbar, was aber wie oben beschrieben sowohl Vor- als auch Nachteile hat.
Das Test-Motorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad-Ruser aus Haseldorf - vielen Dank.
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Kawasaki Ninja 650 vs KTM 890 Adventure: Vergleich für Straße, Alltag und Tour
Wer zwischen der Kawasaki Ninja 650 und der KTM 890 Adventure schwankt, entscheidet im Grunde über zwei unterschiedliche Motorrad-Philosophien. Die Ninja 650 steht für sportlich-elegantes Fahren mit klarer Straßenorientierung, während die 890 Adventure als Reiseenduro gedacht ist: mehr Bodenfreiheit, mehr Vielseitigkeit und ein Setup, das auch abseits der perfekten Asphaltlinie Spaß machen soll. Im Vergleich zeigt sich schnell, dass beide Modelle ihren Platz haben – aber eben in unterschiedlichen Szenarien.
Grundidee und Charakter: sportlich vs. reiseenduro
Die Kawasaki Ninja 650 wirkt wie ein Motorrad, das man gern täglich bewegt: kompakt, handlich und mit einem Motor, der sich auf der Straße gut dosieren lässt. Der Fokus liegt auf einem dynamischen, aber alltagstauglichen Fahrgefühl. Die KTM 890 Adventure dagegen ist von der Grundidee her „weiter“ gedacht – für lange Strecken, wechselnde Untergründe und Fahrer, die auch mal spontan die Route ändern. Das merkt man nicht nur am Look, sondern auch an der Art, wie das Motorrad auf Tempo, Lastwechsel und Unebenheiten reagiert.
Motor und Fahrgefühl: wie sich die Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich unterscheiden sich beide Motorräder vor allem im Charakter. Die Ninja 650 bietet eine eher gleichmäßige, gut nutzbare Leistungsentfaltung. Das macht sie besonders angenehm, wenn häufiges Beschleunigen im Stadtverkehr oder zügiges Fahren auf Landstraßen gefragt ist. Sie wirkt dabei „ruhiger“ und lässt sich oft leichter in den passenden Drehzahlbereich bringen, ohne dass man ständig nachjustieren muss.
Die KTM 890 Adventure spielt dagegen stärker die Karte „Durchzug und Reserven“. Gerade beim Überholen oder beim Fahren mit Gepäck bzw. auf längeren Etappen zeigt sich, dass die 890 Adventure mehr Reserven mitbringt. Der Motor fühlt sich dadurch oft souveräner an, wenn es nicht nur um kurzes Tempo geht, sondern um anhaltende Leistung über längere Zeit. Das kann ein Vorteil sein, wenn die Tourplanung nicht nur aus Autobahn und Landstraße besteht, sondern auch aus wechselnden Bedingungen.
Fahrwerk und Komfort: Alltagstauglichkeit vs. Abenteuer-Setup
Beim Fahrwerk zeigt sich die unterschiedliche Auslegung. Die Kawasaki Ninja 650 ist auf straßenorientiertes Handling ausgelegt. Das bedeutet: spürbare Stabilität beim zügigen Fahren, ein gutes Gefühl für die Linie und ein Setup, das Kurvenfahrten angenehm unterstützt. Gleichzeitig bleibt sie so abgestimmt, dass sie im Alltag nicht „zu hart“ wirkt – wichtig, wenn man nicht nur am Wochenende fährt.
Die KTM 890 Adventure ist dagegen klar auf Vielseitigkeit getrimmt. Das Fahrwerk ist darauf ausgelegt, Unebenheiten besser zu schlucken und auch auf schlechterem Untergrund kontrolliert zu bleiben. Das ist ein Plus, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Allerdings kann das je nach Fahrstil und Untergrund dazu führen, dass sich das Motorrad auf glatter Straße etwas „größer“ anfühlt als die Ninja 650 – nicht schlechter, aber anders. Wer primär sportlich auf der Straße unterwegs ist, merkt den Unterschied schneller.
Sitzposition und Ergonomie: wer sitzt wie gut?
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die Ninja 650 bietet eine sportlichere Haltung, die das Motorrad näher an die „Kurvenmaschine“-Kategorie rückt. Das erleichtert dynamisches Fahren, kann aber bei sehr langen Etappen oder bei häufigem Stadtverkehr je nach Körpergröße und Gewohnheit stärker fordern.
Die KTM 890 Adventure setzt auf eine aufrechtere, tourentaugliche Ergonomie. Dadurch wirkt sie oft entspannter, wenn die Fahrt länger dauert oder wenn man öfter anhalten und umplanen muss. Gleichzeitig ist die aufrechte Haltung nicht automatisch „besser“ – sie ist einfach anders. Wer sehr sportlich und nah am Vorderrad fahren möchte, wird die Ninja 650 meist als unmittelbarer empfinden.
Handling und Wendigkeit: in der Stadt und in Kurven
Im Alltag zählt vor allem, wie leicht sich ein Motorrad bewegen lässt. Die Kawasaki Ninja 650 punktet hier häufig mit ihrer handlichen Art. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufiges Rangieren, enge Straßen oder häufiges Stop-and-go Teil des Fahralltags sind. In Kurven fühlt sie sich oft „direkt“ an, was das Vertrauen in die Linie stärkt.
Die KTM 890 Adventure ist ebenfalls agil, aber sie bringt durch ihre Reiseenduro-Auslegung mehr „Motorrad“ mit. Das bedeutet: In engen Situationen braucht sie etwas mehr Aufmerksamkeit, während sie auf offener Strecke und bei gleichmäßigem Tempo ihre Stärken ausspielt. Auf kurvigen Landstraßen kann sie sehr viel Spaß machen – vor allem, wenn der Untergrund nicht perfekt ist oder wenn man bewusst etwas mehr Spielraum für Fahrfehler einplant.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es weniger um „besser oder schlechter“, sondern um das Gefühl. Die Ninja 650 vermittelt meist ein sportliches, gut dosierbares Bremsverhalten, das zu ihrem straßenorientierten Charakter passt. Die KTM 890 Adventure zielt stärker auf kontrolliertes Verzögern in wechselnden Situationen: Nässe, Schotter-ähnliche Untergründe oder längere Bremsphasen auf Tour. Wer häufig außerhalb der reinen Komfortzone fährt, wird die KTM oft als beruhigender empfinden.
Elektronik und Ausstattung: moderne Helfer im Alltag
Beide Motorräder sind heute nicht mehr „nur mechanisch“. Im Vergleich zeigt sich, dass die KTM 890 Adventure tendenziell stärker auf Tour- und Abenteuerfeatures setzt. Das kann sich in Assistenzsystemen, Fahrmodi und einer insgesamt „reiseorientierten“ Bedienlogik zeigen. Das ist besonders praktisch, wenn die Bedingungen wechseln und man nicht jedes Mal alles manuell anpassen möchte.
Die Kawasaki Ninja 650 wirkt dagegen oft als klarer, unkomplizierter Begleiter. Das ist kein Nachteil: Wer sich nicht von zu vielen Optionen erschlagen lassen möchte, bekommt ein Motorrad, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Für viele Fahrer ist das genau die richtige Balance.
Alltagstauglichkeit: Werkstatt, Kostengefühl und Nutzbarkeit
Im Alltag zählt, wie gut ein Motorrad in den Tagesablauf passt. Die Ninja 650 ist häufig die „einfach zu nutzende“ Option: Sie ist straßenorientiert, wirkt im Handling unkompliziert und eignet sich gut für Pendeln, Wochenendtouren und sportliche Ausfahrten ohne großen Aufwand.
Die KTM 890 Adventure ist eher die Wahl, wenn das Motorrad nicht nur für die Standardroute gedacht ist. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Gepäck mitnimmt oder auch mal eine unbefestigte Abkürzung nimmt, profitiert von der Reiseenduro-Ausrichtung. Das kann bedeuten, dass man mehr „Motorrad“ mit sich führt – dafür bekommt man aber auch mehr Einsatzmöglichkeiten.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Ninja 650 – Stärken
- Straßenfokus: sportliches, direktes Fahrgefühl für Kurven und Landstraße.
- Alltagstauglichkeit: handlich und angenehm im täglichen Betrieb.
- Leistungsnutzung: gut dosierbar, wodurch sich viele Situationen entspannt fahren lassen.
Kawasaki Ninja 650 – Schwächen
- Weniger Abenteuer-Anspruch: abseits der Straße ist sie nicht die erste Wahl.
- Sportliche Ergonomie: bei sehr langen Etappen kann die Haltung je nach Fahrer fordernder sein.
KTM 890 Adventure – Stärken
- Reise- und Vielseitigkeitsfokus: souverän bei wechselnden Bedingungen.
- Durchzug und Reserven: besonders angenehm für lange Touren und zügiges Fahren.
- Komfort für Distanz: aufrechtere Ergonomie und tourorientiertes Setup.
KTM 890 Adventure – Schwächen
- Mehr Motorradgefühl: in engen Situationen kann sie weniger „leichtfüßig“ wirken.
- Straßen-Fokus nicht maximal: wer rein sportlich auf Asphalt sucht, findet die Ninja oft unmittelbarer.
Welche Wahl passt besser? Kaufempfehlung nach Fahrprofil
Die Entscheidung zwischen Kawasaki Ninja 650 und KTM 890 Adventure hängt stark davon ab, wie die Fahrten wirklich aussehen. Wer überwiegend auf der Straße unterwegs ist, Kurven liebt und ein Motorrad sucht, das sich im Alltag leicht bewegen lässt, wird mit der Ninja 650 sehr wahrscheinlich glücklicher. Sie ist ein stimmiger Allrounder für sportliche Landstraßenfahrten, ohne dabei den Alltag aus den Augen zu verlieren.
Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, Touren plant, bei denen auch mal Schotter, Baustellen oder unbefestigte Wege vorkommen, und dabei ein Motorrad möchte, das Reserven und Komfort kombiniert, trifft mit der KTM 890 Adventure häufig die bessere Wahl. Sie ist besonders dann überzeugend, wenn das Motorrad nicht nur „von A nach B“ soll, sondern die Reise selbst Teil des Plans ist.
Fazit:
Die Kawasaki Ninja 650 ist die bessere Wahl für Fahrer, die vor allem Straße fahren: dynamisch, direkt und unkompliziert. Sie punktet mit ihrem straßenorientierten Charakter, der handlichen Art im Alltag und einer Leistungsentfaltung, die sich gut dosieren lässt. Wer Kurven mag, gern spontan auf Landstraßen unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das nicht nach „großer Reise“ verlangt, findet in der Ninja 650 einen sehr stimmigen Begleiter.
Die KTM 890 Adventure passt am besten zu Fahrern, die mehr Vielfalt wollen: lange Touren, wechselnde Untergründe und ein Setup, das auch abseits des perfekten Asphalts souverän bleibt. Ihr Vorteil liegt in den Reserven, dem tourorientierten Komfort und dem Abenteuer-Ansatz. Wer häufig plant, aber auch gern improvisiert, wird die KTM als deutlich passender empfinden.