| UVP | 18.995 € | |
| Baujahr | von 2005 bis 2026~ | |
| UVP | 20.299 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- brachiale Leistung
- exzellentes Fahrwerk
- moderne Elektronik
- hochwertige Verarbeitung
- starke Bremsen
- extreme Ergonomie
- brutale Kraftentfaltung
- Sozius geht gar nicht
- Kraftvoller Motor
- Stabiles Fahrwerk
- Bedienung
- Elektronische Helfer
- Bremsen
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 209 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Länge | 2.085 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.180 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 998 | ccm |
| Hub | 55 | mm |
| Bohrung | 76 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V2 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 196 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 110 NM bei 11.400 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 330 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 274 | km |
| Leistung | 180 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 140 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 287 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Balance Free Front Fork) mit externer Druckkammer, Top-Out-Federn, Druck-/ Zugstufendämpfung und Federbasis einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Horizontale Back-Link-Hinterradfederung (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 190/55ZR17M/C (75W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | WP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | 2 halbschwimmend gelagerte 330-mm-Doppel-Bremsscheiben, radial montierte Vierkolben Brembo M50-Bremssättel ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | 220-mm-Einzel-Bremsscheibe, Einkolbenbremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein Alleskönner, sondern ein Spezialist mit Gänsehaut-Faktor
Die Kawasaki Ninja ZX-10R Modell 2026 ist ein Motorrad für Leute, die wissen, was sie wollen. Sie ist nicht die bequemste, nicht die günstigste und ganz sicher nicht die vernünftigste Wahl. Aber sie ist eine verdammt faszinierende. Der Motor hat Druck und Charakter, das Fahrwerk arbeitet präzise, die Bremsen sind stark, die Elektronik ist umfangreich und die neue Aerodynamik verleiht ihr noch mehr Ernsthaftigkeit. Im Alltag fordert sie Kompromisse, auf der Rennstrecke zahlt sie diese mit breitem Grinsen zurück.
Wer einen entspannten Sporttourer sucht, sollte weitergehen. Wer aber einen echten Supersportler will, der nach Rennstrecke riecht, nach Drehzahl schreit und bei jeder schnellen Kurve klar macht, warum Kawasaki mit der Ninja-Historie so viel Prestige aufgebaut hat, bekommt hier ein richtig starkes Paket. Die ZX-10R 2026 ist keine Maschine für halbe Sachen. Sie ist laut in ihrer Haltung, präzise in ihrer Technik und herrlich unvernünftig in ihrer Wirkung. Kurz gesagt: Sie ist genau das Motorrad, das man nicht braucht, aber ziemlich dringend fahren möchte.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die neue ZX-10 R als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgiebige Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser.
Fazit - doch kein Biest
Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.
Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.
Ansonsten: Daumen hoch!
Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Ninja ZX-10 R vs KTM 1290 Super Duke R: Vergleich der zwei Charakterköpfe
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die beide für Fahrspaß stehen, aber aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend: Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist die sportliche Antwort aus dem Supersport-Regal – präzise, drehfreudig und auf Dynamik getrimmt. Die KTM 1290 Super Duke R dagegen ist ein kompromissloses Naked Bike mit V2-Charakter, das seine Stärke aus der Kraftentfaltung und dem direkten Ansprechverhalten zieht. Beide Maschinen wirken auf den ersten Blick wie „Sport“, aber sie liefern das Erlebnis auf sehr unterschiedliche Art.
Im folgenden Vergleich schauen wir nicht nur auf einzelne Daten, sondern darauf, wie sich die jeweiligen Stärken und Schwächen im Fahralltag bemerkbar machen: beim Anfahren, in der Kurve, beim Bremsen, auf der Landstraße und auf längeren Touren. So wird klar, welches Motorrad eher zu welchem Fahrstil passt.
Grundcharakter: Supersport-Präzision vs. Naked-Dynamik
Die Kawasaki Ninja ZX-10 R fühlt sich vor allem dann richtig an, wenn es zügig wird und die Maschine in den „Sportmodus“ rückt. Die Sitzposition ist sportlich, die Linie wirkt aufgeräumt und die Maschine will geführt werden. Das ist typisch für Supersport: Du bekommst ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug anfühlt – präzise, stabil und auf Tempo ausgelegt.
Die KTM 1290 Super Duke R spielt dagegen die Stärken aus, die man bei einem Naked Bike besonders spürt: mehr Unmittelbarkeit, mehr „Punch“ aus dem Drehmoment und ein Fahrgefühl, das weniger nach „auf Schiene“ und mehr nach „direkt reagieren“ klingt. Das Motorrad wirkt agiler im Kopf, auch wenn es sich in der Praxis je nach Situation natürlich auch wie ein großes, kräftiges Bike verhält.
Motor und Kraftentfaltung: Drehzahl-orientiert vs. Drehmoment-orientiert
Der größte Unterschied zwischen Kawasaki und KTM liegt im Motorcharakter. Die Ninja ZX-10 R ist stark darauf ausgelegt, Leistung über Drehzahl aufzubauen. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig hochgedreht wird, wenn Gangwechsel schnell und sauber passieren und wenn die Beschleunigung aus dem oberen Drehzahlbereich kommt. Wer gerne „arbeitet“ – also schaltet, plant den nächsten Schwung und nutzt die Drehzahl – bekommt hier ein sehr stimmiges Paket.
Die Super Duke R setzt eher auf Drehmoment und Ansprechverhalten. Dadurch wirkt die Beschleunigung oft spontaner, besonders aus niedrigeren bis mittleren Drehzahlen. Das ist im Alltag und auf Landstraßen mit wechselnden Geschwindigkeiten ein echter Vorteil: Man muss nicht zwingend ständig in hohe Drehzahlen, um zügig voranzukommen. Gleichzeitig kann das Motorrad natürlich auch sportlich gefahren werden – nur eben mit einem anderen „Takt“.
Was bedeutet das im Vergleich?
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Kawasaki belohnt konsequentes sportliches Fahren mit viel Drehzahl und klaren Linien. Die KTM belohnt eher das „Druck machen“ aus dem Drehmoment heraus – auch dann, wenn die Strecke nicht perfekt planbar ist. Wer häufig im Stadtverkehr oder auf kurvigen Landstraßen unterwegs ist, erlebt die KTM oft als entspannter. Wer dagegen gezielt sportliche Runden fährt und das Motorrad in den passenden Drehzahlfenstern bewegt, wird mit der Ninja sehr glücklich.
Fahrwerk und Handling: Präzision für die Linie vs. Kontrolle für den Punch
Beim Fahrwerk geht es nicht nur um „hart oder weich“, sondern um das Zusammenspiel aus Federung, Dämpfung und der Art, wie das Motorrad in Kurven Stabilität aufbaut. Die Ninja ZX-10 R ist spürbar darauf ausgelegt, in schnellen Passagen ruhig zu bleiben und die Linie zu halten. Das hilft besonders, wenn man zügig fährt und das Motorrad nicht „ständig neu sortieren“ möchte.
Die Super Duke R bringt ebenfalls viel Kontrolle mit, aber der Fokus liegt stärker auf dem Zusammenspiel aus Kraftübertragung und Fahrstabilität. Gerade beim Herausbeschleunigen aus Kurven ist das Gefühl oft: Das Motorrad zieht, und das Fahrwerk sorgt dafür, dass die Kraft nicht „verloren“ geht. Dadurch wirkt die KTM in dynamischen Situationen sehr souverän – vorausgesetzt, man nutzt die Stärken passend.
Stärken und Schwächen im Alltag
Die Kawasaki kann im Alltag dann etwas fordernder wirken, wenn man selten im sportlichen Bereich fährt. Die sportliche Auslegung und die Art, wie das Motorrad geführt werden will, passen am besten zu Fahrern, die bewusst zügig unterwegs sind. Dafür ist die Rückmeldung in schnellen Kurven und bei klarer Fahrweise sehr überzeugend.
Die KTM ist im Vergleich oft „leichter“ zu fahren, weil die Kraftentfaltung weniger Drehzahl-Fokus hat. Gleichzeitig kann die direkte Art des Motorrads dazu führen, dass man bei sehr entspanntem Fahren mehr „Gefühl“ braucht, um die Leistung genau zu dosieren. Wer aber genau das mag, bekommt ein Bike, das Spaß macht, ohne dass man ständig in den Sportmodus wechseln muss.
Bremsen und Sicherheit: Kraft dosieren vs. standfest verzögern
Bei beiden Motorrädern spielt das Thema Bremsen eine große Rolle, weil die Motorleistung und das Fahrtempo entsprechend hoch sind. Die Ninja ZX-10 R wirkt beim Verzögern sehr kontrolliert. Das hilft, wenn man in sportlicher Fahrweise bremst und die Maschine möglichst stabil in die Kurve bringen möchte. Die Bremsleistung ist dabei nicht nur „da“, sondern lässt sich in der Praxis gut in die Fahrdynamik integrieren.
Die Super Duke R zeigt ebenfalls starke Bremsen und ein gutes Gefühl für Verzögerung. Gerade bei kräftigem Anfahren und sportlichem Fahren ist wichtig, dass das Motorrad die Geschwindigkeit zuverlässig reduziert und dabei die Stabilität hält. Im Vergleich wirkt die KTM dabei oft sehr direkt: Man spürt schnell, was passiert, und kann die Verzögerung gut anpassen.
Vergleich der Bremswirkung
Beide Bikes sind für ambitioniertes Fahren ausgelegt. Die Kawasaki punktet eher mit der „Sport-Linie“: stabil, präzise und gut kalkulierbar. Die KTM punktet mit der unmittelbaren Rückmeldung und dem souveränen Umgang mit hoher Antriebskraft – besonders beim Wechsel zwischen Beschleunigen und Verzögern.
Elektronik und Fahrmodi: Assistenz für unterschiedliche Fahrstile
Moderne Sport- und Naked-Bikes leben stark von der Elektronik. In der Praxis bedeutet das: Traktionskontrolle, Wheelieschutz, verschiedene Fahrmodi und oft auch eine fein abgestimmte Motorsteuerung. Die Ninja ZX-10 R nutzt Elektronik, um die sportliche Performance berechenbar zu machen – besonders, wenn man stark beschleunigt oder die Haftung nicht perfekt ist. Das hilft, die Leistung kontrolliert abzurufen.
Die Super Duke R setzt ebenfalls auf ein Elektronikpaket, das die Charakteristik des V2-Motors unterstützt. Dadurch kann die KTM je nach Modus sehr zahm wirken oder sehr aggressiv. Das ist praktisch, weil das Motorrad dadurch sowohl für dynamische Ausfahrten als auch für „einfach mal rausfahren“ geeignet bleibt.
Stärken und Schwächen der Elektronik
Die Kawasaki wirkt in der Abstimmung oft wie ein „präziser Regler“: Du bekommst ein sehr sportliches Setup, das sich gut anfühlt, wenn man das Motorrad konsequent bewegt. Die KTM wirkt dagegen wie ein „Charakterverstärker“: Je nach Modus wird das Fahrgefühl deutlich anders, was für Abwechslung sorgt.
Sitzposition und Ergonomie: Sportlichkeit vs. Naked-Komfort
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie beeinflusst, wie lange man entspannt fahren kann und wie gut man das Motorrad in Kurven „mitnimmt“. Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist sportlich ausgelegt. Das bedeutet: mehr Druck auf den Oberkörper, mehr Fokus auf eine aktive Fahrhaltung und ein Gefühl, das für zügige Fahrten gemacht ist. Für kurze Touren oder sportliche Ausfahrten ist das ideal. Für lange Strecken kann es je nach Körperbau und Fahrtempo etwas mehr Anpassung erfordern.
Die KTM 1290 Super Duke R bietet als Naked Bike meist eine etwas natürlichere Haltung. Das kann die Ermüdung reduzieren, vor allem wenn die Fahrt nicht ausschließlich aus „Vollgas und Kurven“ besteht. Gleichzeitig bleibt die KTM natürlich sportlich – nur eben mit einer anderen Grundhaltung, die sich oft alltagstauglicher anfühlt.
Fazit: Welches Bike passt zu wem?
Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist die bessere Wahl, wenn sportliches Fahren im Vordergrund steht: Wer gerne hochdreht, präzise Linien fährt und das Motorrad als Werkzeug für dynamische Kurven nutzt, bekommt eine sehr stimmige Supersport-Performance. Die Stärken liegen in der sportlichen Abstimmung, der kontrollierten Brems- und Fahrdynamik sowie in der Elektronik, die die Leistung berechenbar macht. Schwäche im Vergleich: Wer eher entspannt unterwegs ist oder selten in sportliche Drehzahlbereiche kommt, spürt die sportliche Auslegung stärker als nötig.
Die KTM 1290 Super Duke R ist ideal, wenn ein Naked Bike gesucht wird, das Kraft direkt spürbar macht und auch im Alltag viel Fahrspaß liefert. Die Drehmoment-orientierte Art, die unmittelbare Rückmeldung und die Elektronik als Charakterverstärker machen sie besonders attraktiv für abwechslungsreiche Strecken und dynamisches Fahren ohne ständiges Hochdrehen. Schwäche im Vergleich: Wer maximale „Supersport-Präzision“ in sehr sportlicher Linie erwartet, muss sich stärker an den Charakter der KTM gewöhnen.
Kurz gesagt: Kawasaki für sportliche Präzision und Drehzahl-Fans, KTM für direkte Kraft, Naked-Feeling und vielseitigen Fahrspaß.