UVP 9.695 €
Baujahr von 2024 bis 2026~
UVP 13.000 €
Baujahr von 2018 bis 2023
Vorstellung und Probefahrt
Weiter zum Testbericht
Deutlich erwachsener und nicht mehr weit von der großen Boxer-Schwester entfernt.
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Optik
  • Sound
  • Fahrverhalten
  • Bremsen
Kontra:
  • Untenrum wenig los
  • Sozius - lass man
Pro:
  • erhabene Sitzposition
  • gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
  • reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
  • gelungene Optik
Kontra:
  • Windschild könnte etwas größer ausfallen
  • Preis schnellt durch Extras in die Höhe
  • nicht ganz so wendig

Abmessungen & Gewicht

Gewicht189kg
Radstand1.380mm
Länge1.990mm
Radstand1.380mm
Sitzhöhe: 800 mm
Höhe1.110mm
Gewicht229kg
Radstand1.593mm
Länge2.305mm
Radstand1.593mm
Sitzhöhe: 860-880 mm
Höhe1.356mm

Motor

Motor-BauartViertakt-Reihenvierzylinder
Hubraum399ccm
Hub39mm
Bohrung57mm
Kühlungflüssig
AntriebO-Ring Kette
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum853ccm
Hub77mm
Bohrung84mm
Kühlungwassergekühlt
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung77 PS bei 14.500 U/Min
Drehmoment39 NM bei 13.000 U/Min
Tankinhalt15Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite333km
Leistung95 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment92 NM bei 6.250 U/Min
Höchstgeschw.204km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite341km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorne37-mm-Upside-Down-Kabel (Showa SFF-BP) mit einstellbarer Federbasis und Top-Out-Federn (Federweg 120)mm
Federung hintenHorizontaler-Back-Link-Gasdruckstoßdämpfer (Showa-BFRC-Lite) mit einstellbarer Zug-und Druckstufe sowie einstellbarer Federbasis und Top-Out-Federn (Federweg 124)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten160/60ZR17M/C (69W)
RahmenbauartStahlbrückenrahmen in Schalenbauweise
Federung vorneUpside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 219)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne90/90 21
Reifen hinten150/70 R17

Bremsen

Bremsen vorneHalbschwimmend gelagerte 290-mm-Doppel-Bremsscheiben, radial montierte Vierkolben-Bremssättel ( Ø 290 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibenbremse mit Doppekolben-Bremssattel ( Ø 220 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 265 mm)

Fazit - was bleibt hängen

An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".

Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.

Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.

MotorradTest.de auf YouTube

Kawasaki Ninja ZX-4RR vs. BMW F 850 GS: Welches Motorrad passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Kawasaki Ninja ZX-4RR und die BMW F 850 GS, wird der Vergleich spannend: Hier trifft ein sportlich ausgelegtes Konzept auf ein Reise- und Abenteuer-orientiertes Gesamtpaket. Beide Maschinen können im Alltag überzeugen, aber sie setzen ihre Schwerpunkte an unterschiedlichen Stellen. Genau darum geht es in diesem Vergleich: nicht darum, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches Motorrad besser zu den eigenen Erwartungen passt.

Grundidee: Sportlichkeit vs. Reise- und Abenteuerfokus

Die Kawasaki Ninja ZX-4RR ist klar auf dynamisches Fahren ausgelegt. Die Sitzposition und die Auslegung des Fahrwerks zielen darauf, dass sich das Motorrad zügig bewegt, Kurven schnell annimmt und ein sportliches Gefühl vermittelt. Wer gern sportlich unterwegs ist, wird hier schnell das passende Temperament finden.

Die BMW F 850 GS verfolgt dagegen eine andere Philosophie: Sie ist als vielseitiges Reise- und Tourenmotorrad gedacht, das auch auf längeren Strecken komfortabel bleibt und mit wechselnden Untergründen zurechtkommt. Das Motorrad wirkt weniger „auf Tempo getrimmt“, sondern eher „auf Distanz“ – mit dem Anspruch, dass sich Touren entspannt anfühlen.

Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Im Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich der Unterschied im Einsatzprofil. Die Kawasaki Ninja ZX-4RR wirkt besonders dann stimmig, wenn das Motorrad aktiv bewegt wird: Gas auf, Drehzahl nutzen, Schwung in die Kurve bringen. Das Fahrgefühl ist direkt und sportlich, wodurch sich die Maschine gut für dynamische Fahrten eignet – auch wenn die Strecke mal kürzer ausfällt.

Die BMW F 850 GS spielt ihre Stärken eher in der gleichmäßigen, tourentauglichen Art aus. Das Motorrad lässt sich oft souverän fahren, ohne dass ständig maximaler Eingriff nötig ist. Gerade auf längeren Strecken oder bei wechselndem Tempo wirkt die GS-typische Abstimmung angenehm: Sie unterstützt einen ruhigen Rhythmus und bleibt dabei flexibel.

Stärken und Schwächen im Fahralltag

Kawasaki Ninja ZX-4RR: Stärke ist das sportliche Ansprechverhalten und das Gefühl, dass das Motorrad „mitarbeitet“, sobald man es zügig bewegt. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf sportliche Dynamik nicht jedem Komfortanspruch entspricht – vor allem dann, wenn lange Strecken oder entspanntes Cruisen im Vordergrund stehen.

BMW F 850 GS: Stärke ist die Vielseitigkeit und die Reiseorientierung. Die Maschine wirkt oft dann besonders passend, wenn Alltag, Tour und gelegentlich auch unebenere Strecken zusammenkommen. Schwäche: Wer ausschließlich sportliche Kurvenagilität im Vordergrund sieht, kann das sportliche „Krawallgefühl“ der Ninja eher vermissen.

Fahrwerk und Handling: Kurvengefühl vs. Stabilität

Beim Handling unterscheiden sich beide Motorräder deutlich. Die Kawasaki Ninja ZX-4RR ist darauf ausgelegt, präzise zu reagieren und Kurven zügig zu durchfahren. Das Motorrad vermittelt ein sportliches, eher „leichtes“ Gefühl, wenn man es aktiv führt. Gerade auf kurvigen Strecken macht das Spaß, weil das Zusammenspiel aus Lenkansprache und Fahrwerksabstimmung einen schnellen Wechsel zwischen den Linien unterstützt.

Die BMW F 850 GS setzt stärker auf Stabilität und Kontrolle – besonders bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen. Das Handling ist nicht „weniger“, aber anders: Die GS fühlt sich oft dann besonders sicher an, wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn man mit Gepäck unterwegs ist. Das Motorrad bleibt dabei ruhig und berechenbar.

Bremsen und Fahrstabilität

Beide Modelle sind so ausgelegt, dass sie im Alltag und auf Touren zuverlässig funktionieren. Im Vergleich zeigt sich jedoch: Die Ninja ZX-4RR wirkt tendenziell sportlicher in der Dosierbarkeit, während die F 850 GS vor allem durch ihre Gesamtstabilität punktet. Wer häufig hart bremst und sportlich in die Kurve geht, wird die sportliche Auslegung der Ninja stärker spüren. Wer dagegen regelmäßig lange Strecken fährt und dabei Wert auf souveräne Kontrolle legt, wird die GS-typische Ruhe schätzen.

Elektronik und Assistenzsysteme: Unterstützung im richtigen Moment

Elektronik ist bei beiden Motorrädern ein Thema, aber sie wird unterschiedlich „gefühlt“. Die Kawasaki Ninja ZX-4RR unterstützt das sportliche Fahren, ohne das Motorrad zu sehr zu „verkleben“. Dadurch bleibt das Gefühl erhalten, dass man das Motorrad direkt steuert und das Ansprechverhalten nicht zu stark geglättet wird.

Die BMW F 850 GS setzt stärker auf ein Gesamtpaket, das Komfort und Sicherheit über verschiedene Situationen hinweg verbessern soll. Gerade auf Touren, bei wechselndem Wetter oder wenn die Fahrbedingungen nicht konstant sind, kann diese Art von Unterstützung einen spürbaren Unterschied machen. Die Elektronik wirkt hier eher wie ein „Sicherheitsnetz“, das das Motorrad alltagstauglicher macht.

Komfort und Ergonomie: Wie lange macht das Fahren Spaß?

Der Komfort ist einer der größten Unterschiede. Die Kawasaki Ninja ZX-4RR ist sportlich positioniert. Das bedeutet: Für kurze bis mittlere Fahrten und für Fahrer, die gern aktiv fahren, ist die Ergonomie oft genau richtig. Wer jedoch häufig lange Strecken fährt oder regelmäßig entspannt cruisen möchte, kann die sportlichere Haltung als weniger ideal empfinden.

Die BMW F 850 GS ist auf längere Einsätze ausgelegt. Die Sitzposition wirkt meist so, dass man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert fahren kann. Zusätzlich spielt die Reiseausrichtung eine Rolle: Das Motorrad ist darauf vorbereitet, dass man es nicht nur „für die Runde um die Ecke“ nutzt, sondern auch für Touren mit Gepäck oder längeren Etappen.

Alltagstauglichkeit: Stadt vs. Landstraße

In der Stadt kann die Ninja ZX-4RR durch ihre sportliche Agilität punkten. Sie fühlt sich reaktionsfreudig an und macht das schnelle Vorankommen leicht. Die GS ist ebenfalls alltagstauglich, wirkt aber eher wie die Maschine, die man auch dann gern nimmt, wenn der Tag länger wird und die Strecke später „raus“ geht.

Design, Ausstattung und Praxis: Was man wirklich merkt

Beim Thema Ausstattung geht es weniger um einzelne Features, sondern um das Gesamtgefühl. Die Kawasaki Ninja ZX-4RR wirkt wie ein Motorrad, das man gern „spürt“: sportliche Optik, sportliche Linienführung und ein Setup, das auf Fahrspaß ausgelegt ist. In der Praxis bedeutet das: Das Motorrad macht Lust auf dynamisches Fahren und belohnt aktives Führen.

Die BMW F 850 GS wirkt wie ein Werkzeug für Touren. Das Design ist funktional, die Ausrichtung auf Alltag und Reise ist klar erkennbar. In der Praxis heißt das: Das Motorrad passt gut zu Menschen, die nicht nur Kurven suchen, sondern auch Ziele – und dabei gern flexibel bleiben.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Kawasaki Ninja ZX-4RR – Stärken

  • Sportliches Fahrgefühl mit direkter Reaktion
  • Kurvenorientiertes Handling, das aktives Fahren belohnt
  • Fühlt sich besonders auf dynamischen Strecken stimmig an

Kawasaki Ninja ZX-4RR – Schwächen

  • Sportliche Ergonomie kann bei langen Strecken weniger entspannend wirken
  • Wenn der Fokus stark auf Reise-Komfort liegt, ist die GS oft im Vorteil

BMW F 850 GS – Stärken

  • Reise- und Tourenorientierung mit souveränem Gesamtpaket
  • Stabilität und Kontrolle auch bei wechselnden Bedingungen
  • Komfort und Vielseitigkeit für längere Einsätze

BMW F 850 GS – Schwächen

  • Weniger „reines Sportgefühl“ als bei einer klar sportlich ausgelegten Maschine
  • Wer ausschließlich kurvenagil und maximal sportlich fahren will, könnte die Ninja stärker bevorzugen

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie gefahren wird. Wer gern sportlich unterwegs ist, Kurven sucht und das Motorrad aktiv bewegt, findet in der Kawasaki Ninja ZX-4RR eine Maschine, die genau dieses Gefühl in den Vordergrund stellt. Sie passt besonders gut, wenn der Fahrspaß durch Dynamik entsteht – und wenn längere Touren zwar vorkommen, aber nicht zwingend den Hauptanteil ausmachen.

Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Komfort legt und ein Motorrad möchte, das Alltag und Touren gleichermaßen gut abdeckt, ist mit der BMW F 850 GS oft besser beraten. Die GS ist besonders attraktiv, wenn Flexibilität zählt: unterschiedliche Strecken, wechselnde Bedingungen und die Möglichkeit, das Motorrad auch für größere Vorhaben zu nutzen.

Fazit:

Die Kawasaki Ninja ZX-4RR ist die bessere Wahl für Fahrer, die sportliche Dynamik suchen und ein Motorrad möchten, das Kurven und zügiges Fahren besonders direkt unterstützt. Das Handling und das sportliche Fahrgefühl stehen klar im Mittelpunkt, während der Komfort eher dem sportlichen Konzept folgt. Die BMW F 850 GS gewinnt dagegen dort, wo Alltagstauglichkeit, Reise-Komfort und souveräne Stabilität wichtiger sind. Sie eignet sich besonders für längere Touren, für wechselnde Bedingungen und für alle, die ein vielseitiges Motorrad wollen, das nicht nur auf perfekten Straßen Spaß macht. Kurz gesagt: Wer den Fokus auf Fahrspaß durch sportliche Aktivität legt, findet in der Ninja den passenden Charakter. Wer ein Motorrad für Distanz, Vielseitigkeit und entspanntes Ankommen sucht, wird mit der GS glücklicher.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙