| UVP | 9.695 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Optik
- Sound
- Fahrverhalten
- Bremsen
- Untenrum wenig los
- Sozius - lass man
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 189 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 1.990 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.110 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 399 | ccm |
| Hub | 39 | mm |
| Bohrung | 57 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 77 PS bei 14.500 U/Min | |
| Drehmoment | 39 NM bei 13.000 U/Min | |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 333 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | 37-mm-Upside-Down-Kabel (Showa SFF-BP) mit einstellbarer Federbasis und Top-Out-Federn (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Horizontaler-Back-Link-Gasdruckstoßdämpfer (Showa-BFRC-Lite) mit einstellbarer Zug-und Druckstufe sowie einstellbarer Federbasis und Top-Out-Federn (Federweg 124)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Halbschwimmend gelagerte 290-mm-Doppel-Bremsscheiben, radial montierte Vierkolben-Bremssättel ( Ø 290 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibenbremse mit Doppekolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Ninja ZX-4RR vs. Kawasaki W 800: Vergleich der Gegensätze
Wenn zwei Motorräder aus dem gleichen Hersteller-Regal stammen, aber völlig unterschiedliche Philosophie verfolgen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Ninja ZX-4RR steht für sportliche Dynamik, modernes Setup und ein agiles Fahrgefühl. Die Kawasaki W 800 dagegen setzt auf klassischen Look, entspanntes Tempo und eine Charakteristik, die eher nach „Genießen“ als nach „Drücken“ klingt. Genau diese Gegensätze machen die Entscheidung nicht nur zu einer Frage der Technik, sondern vor allem zu einer Frage des eigenen Fahrstils.
Im Folgenden werden die im Vergleich genannten Eckdaten beider Modelle miteinander eingeordnet. Dabei geht es nicht darum, ein Motorrad pauschal als „besser“ zu deklarieren, sondern darum, die Stärken und Schwächen dort sichtbar zu machen, wo sie im Alltag wirklich zählen: beim Fahren in der Stadt, auf der Landstraße und auf längeren Strecken.
Grundcharakter: Sportlichkeit vs. klassisches Cruiser-Feeling
Die Ninja ZX-4RR ist klar auf sportliche Performance ausgelegt. Das zeigt sich bereits im Gesamtpaket: Die Ausrichtung zielt auf zügiges Beschleunigen, dynamisches Einlenken und ein Fahrgefühl, das Lust auf Kurven macht. Wer häufig kurze Strecken fährt, gern zügig unterwegs ist oder das Motorrad als „Werkzeug“ für Fahrspaß nutzt, wird hier schnell warm.
Die W 800 verfolgt einen anderen Ansatz. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man nicht „abarbeitet“, sondern das man erlebt. Der Fokus liegt auf einem ruhigen, gleichmäßigen Rhythmus, der sich besonders auf längeren Fahrten und bei entspanntem Tempo auszahlt. Das Motorrad lädt dazu ein, die Umgebung wahrzunehmen – und nicht nur den nächsten Bremspunkt.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der angegebenen Motorwerte zeigt sich der Unterschied in der Auslegung: Die Ninja ZX-4RR ist auf sportliche Fahrweise getrimmt. Das bedeutet in der Praxis: mehr „Biss“ beim Beschleunigen und ein Antrieb, der bei dynamischer Gangart deutlich mehr Freude macht. Gerade wenn es darum geht, aus Kehren heraus zügig Tempo aufzubauen oder auf Landstraßen schnell zu reagieren, spielt die sportliche Ausrichtung ihre Stärken aus.
Die W 800 wirkt dagegen eher wie ein Motorrad für gleichmäßige Fahrt. Die im Vergleich genannten Werte sprechen für einen Charakter, der nicht auf maximale Spitzenperformance ausgelegt ist, sondern auf souveränes Dahingleiten. Das ist kein Nachteil, sondern eine bewusste Stärke: Wer nicht ständig Drehzahlen „jagen“ möchte, bekommt ein Motorrad, das sich angenehm dosieren lässt und dabei trotzdem genügend Reserven für Alltag und Touren bietet.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- Ninja ZX-4RR: Stärken liegen in der sportlichen Reaktion und im dynamischen Vortrieb. Schwäche bzw. „Grenze“ ist dort, wo man eher entspannt fahren möchte: Der Fokus auf Performance kann im Alltag manchmal weniger entspannend wirken.
- W 800: Stärken liegen im ruhigen Fahrgefühl und im Genussfaktor. Schwäche bzw. „Grenze“ zeigt sich, wenn konsequent sportlich gefahren wird und schnelle Beschleunigungsmanöver im Vordergrund stehen.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Gelassenheit
Auch beim Fahrwerk und den fahrdynamischen Eigenschaften unterscheiden sich die Modelle deutlich. Die Ninja ZX-4RR ist so konzipiert, dass sie in Kurven präzise reagiert und das Motorrad beim sportlichen Fahren „mitzieht“. Das Handling wirkt dadurch besonders dann überzeugend, wenn die Strecke kurvig ist und das Tempo bewusst höher gewählt wird. Das Motorrad unterstützt eine aktive Fahrweise: einlenken, aufrichten, beschleunigen – ohne dass das Gefühl entsteht, man müsse das Motorrad „überreden“.
Die W 800 ist dagegen auf Stabilität und Komfort ausgelegt. Das Fahrwerk vermittelt eher Ruhe, statt maximale Sportlichkeit zu liefern. Auf unruhigen Straßen oder bei längeren Fahrten ist das ein Vorteil, weil das Motorrad weniger „arbeitet“ und die Fahrt dadurch entspannter bleibt. Wer häufig im Stadtverkehr unterwegs ist und dabei nicht ständig hart arbeiten möchte, profitiert ebenfalls von dieser gelassenen Abstimmung.
Kurven und Alltag
Im Vergleich der relevanten Werte wird klar: Die Ninja ZX-4RR spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man das Motorrad aktiv bewegt. Die W 800 punktet dort, wo man gleichmäßig unterwegs ist und das Motorrad nicht permanent in den Fokus der Fahrtechnik rückt.
Ergonomie und Sitzposition: Wer fühlt sich wo wohl?
Ein oft unterschätzter Punkt im Motorradvergleich ist die Ergonomie. Die Ninja ZX-4RR bringt eine sportlichere Sitzhaltung mit, die den Fahrer näher an eine aktive, kurvenorientierte Position heranführt. Das ist ideal, wenn das Motorrad als sportliches Alltagsgerät genutzt wird oder wenn Touren mit zügigem Tempo geplant sind.
Die W 800 setzt auf eine entspanntere Haltung. Das wirkt besonders dann angenehm, wenn die Fahrt länger dauert oder wenn der Fokus auf Komfort liegt. Auch im Stadtverkehr kann das ein Plus sein, weil man weniger „angespannt“ fährt und sich besser auf den Verkehr konzentriert.
Bremsen und Fahrstabilität: Sicherheit im richtigen Kontext
Beim Vergleich der Brems- und Fahrstabilitätswerte zeigt sich: Die Ninja ZX-4RR ist auf sportliche Anforderungen ausgelegt. Das bedeutet, dass sie bei zügiger Fahrweise ein gutes Gefühl für Kontrolle vermittelt. Wer häufig dynamisch unterwegs ist, wird die Bremsperformance und das insgesamt „sportliche“ Sicherheitsgefühl zu schätzen wissen.
Die W 800 ist ebenfalls auf sichere Verzögerung ausgelegt, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Die Abstimmung passt besser zu einer ruhigen Fahrweise. Für den Alltag und für Touren ist das in der Regel genau richtig: stabil, berechenbar und nicht übertrieben sportlich.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Tour
Im Alltag entscheidet selten ein einzelner Wert. Entscheidend ist das Gesamtgefühl aus Motorcharakter, Ergonomie und Handling. Die Ninja ZX-4RR eignet sich besonders, wenn häufig kurze Strecken gefahren werden, wenn Ampeln und Beschleunigungsphasen eine Rolle spielen und wenn das Motorrad nicht nur „transportieren“, sondern auch „motivieren“ soll.
Die W 800 ist dagegen die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem für entspannte Fahrten gedacht ist: Landstraße, Feierabendrunde, Wochenendtour. Das klassische Konzept sorgt dafür, dass man sich schnell wohlfühlt und die Fahrt eher als Erlebnis betrachtet.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Ninja ZX-4RR: Stärken: dynamische Reaktion, sportliches Handling, macht Lust auf zügige Fahrweise. Schwächen: weniger „cruisig“ im Gefühl, sportliche Sitzposition kann bei sehr entspanntem Fahren weniger passend sein.
- W 800: Stärken: Komfort und Gelassenheit, klassischer Fahrspaß, angenehme Ergonomie für längere Strecken. Schwächen: wer konsequent sportliche Performance sucht, wird die sportliche Auslegung der ZX-4RR vermissen.
Design und Charakter: Nicht nur Optik, sondern Fahrgefühl
Die Ninja ZX-4RR wirkt wie ein Motorrad, das man anschaut und sofort an sportliche Szenarien denkt. Das Design unterstützt die Idee von Agilität und Performance. Die W 800 dagegen ist ein Motorrad, das sofort nach Tradition und Stil aussieht. Der Look passt zur Art, wie man damit fährt: weniger hektisch, mehr Rhythmus.
Gerade bei der Kaufentscheidung spielt dieser Punkt oft eine größere Rolle als man denkt. Denn ein Motorrad, das optisch und charakterlich zum eigenen Fahrstil passt, wird häufiger gefahren – und das ist am Ende der wichtigste „Wert“.
Welche Kaufentscheidung passt? Ein klares Bild
Beide Motorräder haben ihren Platz. Die Ninja ZX-4RR ist die Wahl, wenn sportliche Dynamik, aktives Handling und ein Antrieb im Vordergrund stehen, der bei zügiger Fahrweise besonders viel Spaß macht. Sie ist ideal für Fahrer, die Kurven mögen, gerne beschleunigen und das Motorrad als sportliches Gesamtpaket erleben wollen.
Die W 800 ist die Wahl, wenn Komfort, klassischer Charakter und ein entspanntes Fahrgefühl wichtiger sind als maximale Sportlichkeit. Sie passt besonders zu Fahrern, die Touren genießen, gleichmäßig unterwegs sind und ein Motorrad suchen, das sich nicht nach „Training“ anfühlt, sondern nach „Urlaub auf zwei Rädern“.
Fazit:
Die Kawasaki Ninja ZX-4RR ist für alle die richtige Wahl, die ein sportlich ausgerichtetes Motorrad suchen: dynamischer Vortrieb, agiles Handling und ein Fahrgefühl, das bei zügiger Gangart besonders überzeugt. Wer Kurven aktiv angeht, gern beschleunigt und das Motorrad als Spaßmaschine im Alltag betrachtet, wird mit der ZX-4RR deutlich mehr „Sport“ im täglichen Erleben finden.
Die Kawasaki W 800 empfiehlt sich dagegen für Fahrer, die Komfort, klassischen Stil und eine entspannte Art zu fahren priorisieren. Das Motorrad passt besonders gut zu Touren, ruhigem Tempo und einer Fahrweise, bei der das Motorrad nicht ständig „gefordert“ wird, sondern einfach souverän mitmacht. Wer Genuss statt Adrenalin sucht, bekommt mit der W 800 ein stimmiges Gesamtpaket.
Kurz gesagt: Sportlicher Fokus führt zur Ninja ZX-4RR, klassischer Genuss zur W 800.