| UVP | 17.245 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2024 | |
| UVP | 6.249 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- umfangreiche Ausstattung
- gelungenes semi-aktives Fahrwerk (KECS)
- Kombination aus Zeigerinstrument und TFT toll gelöst und gut ablesbar
- recht hohes Gewicht
- Windschild nur manuell und mit beiden Händen verstellbar
- relativ hoher Preis
- wendiges und wuseliges Bike
- einfache Bedienung
- angenehm aufrechte Sitzposition
- Bedienungsanleitung braucht man nicht
- startet nur im Leerlauf
- Sound könnte besser sein
- Sitzbank etwas straff
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
| Gewicht | 207 | kg |
| Radstand | 1.460 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.460 | mm |
| Sitzhöhe: | 815 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | R2-Zylinder, 4 Ventile/ Zylinder, 4-Takt | |
| Hubraum | 500 | ccm |
| Hub | 67 | mm |
| Bohrung | 69 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
| Leistung | 48 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 46 NM bei 6.000 U/Min | |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 302 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | einstellbare Upside Down Gabel Ø 50mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | einstellbares Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Doppelrohr-Profil-Schwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 - 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Halbschwimmende 310-mm-Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 schwimmend gelagerte Bremsscheiben mit 4 Kolben-Radialbremszangen und ABS ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Benelli Leoncino 500 hat so ziemlich genau unsere Erwartungen erfüllt. Sie ist wendig und macht im Stadtverkehr genau deshalb richtig viel Spaß. Das Wartungsintervall ist mit 7.000 km zwar etwas knapp bemessen, aber einmal im Jahr sollte man sein Bike ja sowieso checken lassen.Der Preis für die Maschine geht in Ordnung. Als Wettbewerber fällt uns einzig die Brixton Crossfire 500 ein, die etwas teurer ist. Die Honda CB 500 F hat zwar keine Retro-Anleihen, muss als 500er Klassiker (gefühlt seit den Siebzigern) und als extrem zuverlässiges Bike hier ebenfalls genannt werden, zumal sie auch nicht teurer ist als die Benelli.
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Legenday Cycles in Hamburg. Dort steht die Benelli Leoncino 500 als Vorführer und wartet sehnsüchtig auf weitere Probefahrer. Wer ein A2-Bike sucht, auf Style steht und Bock auf Retro-Naked-Scrambler Design hat: Anchecken.
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Kawasaki Versys 1000 SE vs. Benelli Leoncino 500 – welcher Allrounder passt besser?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Alltag und mehr“ klingen, aber aus völlig unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Versys 1000 SE steht für große Tourenambitionen, viel Reserven und eine Ausstattung, die auf längere Strecken ausgelegt ist. Die Benelli Leoncino 500 dagegen wirkt wie ein sympathischer Einstieg in die Welt der modernen, leichten Motorräder: kompakt, alltagstauglich und mit einem Charakter, der Lust auf kurze Ausfahrten macht.
Im Folgenden geht es darum, die Stärken und Schwächen beider Modelle anhand der typischen Vergleichspunkte gegenüberzustellen – also dort, wo sich im Alltag wirklich entscheidet, welches Motorrad besser zu den eigenen Plänen passt.
Grundidee im Vergleich: Reiseenduro vs. urbaner Spaß
Die Versys 1000 SE ist als Reiseenduro gedacht: Sie soll auf der Landstraße genauso funktionieren wie auf längeren Etappen. Das merkt man an der Ausrichtung: Komfort, Stabilität und ein Motor, der auch bei höheren Geschwindigkeiten souverän bleibt. Die Leoncino 500 ist eher der Typ „leicht zu bewegen, schnell im Kopf, unkompliziert im Alltag“. Sie spielt ihre Vorteile dort aus, wo man häufig stoppt, anrollt, durch die Stadt navigiert oder spontan eine Runde dreht.
Stärken der Kawasaki
- Tourenfokus: Die Versys 1000 SE ist auf längere Strecken und entspannteres Fahren ausgelegt.
- Reserve im Fahrbetrieb: Der größere Hubraum sorgt für Durchzug und entspanntes Tempo.
- Komfortorientierte Ausstattung: Die SE-Variante zielt auf mehr Alltagserleichterung und bessere Langstreckenbedingungen.
Stärken der Benelli
- Handlichkeit: Das 500er-Konzept wirkt im Alltag oft leichter und „agiler“.
- Einfacher Einstieg: Für viele ist die Leoncino 500 ein Motorrad, das schnell Vertrauen schafft.
- Fahrspaß im Kurzformat: Sie macht Lust auf häufige Fahrten statt nur auf große Touren.
Motor und Fahrgefühl: Mehr Hubraum vs. leichteres Handling
Beim Motorcharakter trennt sich die Spreu schnell. Die Kawasaki Versys 1000 SE bringt durch den 1000er-Ansatz deutlich mehr Leistungs- und Drehmomentreserven mit. Das zeigt sich vor allem beim Beschleunigen aus niedrigeren Drehzahlen und beim Fahren mit Gepäck oder auf längeren Strecken. Die Benelli Leoncino 500 ist dagegen stärker auf ein „lebendiges, gut dosierbares“ Fahrgefühl ausgelegt. Sie fordert weniger Kraftaufwand beim Rangieren und wirkt dadurch im Stadtverkehr oft entspannter.
Im direkten Vergleich bedeutet das: Wer häufig lange Strecken fährt, möchte oft nicht ständig am Gas „arbeiten“, sondern einfach gleichmäßig vorankommen. Genau hier spielt die Versys 1000 SE ihre Stärke aus. Wer dagegen überwiegend kurze Strecken fährt, häufig um die Ecke muss oder sich an ein Motorrad herantasten möchte, profitiert eher von der leichteren, direkteren Art der Leoncino 500.
Fahrwerk und Stabilität: Autobahn-Tempo vs. Alltagsagilität
Auch das Fahrwerk ist ein entscheidender Punkt. Die Versys 1000 SE ist auf Stabilität ausgelegt: Gerade auf längeren Etappen, bei wechselnden Fahrbahnbelägen und bei höheren Reisegeschwindigkeiten wirkt sie oft „ruhiger“ im Gesamteindruck. Das ist ein Vorteil, wenn man nicht nur schnell, sondern auch komfortabel ankommen möchte.
Die Leoncino 500 ist dagegen eher die Maschine, die sich in engen Situationen und bei häufigem Richtungswechsel leichter anfühlt. Das kann ein echter Pluspunkt sein, wenn der Alltag aus Stadtverkehr, Landstraßen mit vielen Kurven und spontanen Stopps besteht. Die Schwäche liegt weniger im Fahrspaß als vielmehr in der Erwartungshaltung: Wer dauerhaft sehr hohe Reisegeschwindigkeiten oder lange Autobahnphasen plant, wird bei einem 500er-Konzept schneller an Grenzen stoßen als bei einem 1000er-Reisegerät.
Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke vs. unkompliziertes Aufsteigen
Die Sitzposition ist bei beiden Modellen ein typischer Vergleichspunkt. Die Kawasaki Versys 1000 SE zielt auf eine entspanntere Haltung für längere Fahrten. Das hilft besonders, wenn man nicht nur 30 Minuten fährt, sondern mehrere Stunden am Stück. Die Benelli Leoncino 500 wirkt im Vergleich oft „zugänglicher“: Aufsteigen, losfahren, wohlfühlen – gerade dann, wenn man ein Motorrad sucht, das nicht zu viel Konzentration auf die perfekte Haltung verlangt.
Als Schwäche der Versys kann man eher den „Reisecharakter“ nennen: Wer ein sehr leichtes, urbanes Gefühl sucht, kann die Kawasaki im Alltag manchmal als weniger verspielt empfinden. Bei der Benelli ist es umgekehrt: Wer lange Touren mit viel Tempo und Gepäck plant, wird die Grenzen eher im Komfort- und Reservenbereich spüren.
Elektronik und Ausstattung: SE-Komfort vs. klare Basics
Bei der Ausstattung zeigt sich der Unterschied zwischen „Reise mit Komfort“ und „Fahren mit Fokus“. Die Versys 1000 SE bringt als SE-Modell typischerweise mehr Komfort- und Elektronik-Features mit, die das Fahren über längere Zeit angenehmer machen. Dazu zählen vor allem Systeme, die das Handling stabilisieren oder das Motorrad im Alltag berechenbarer machen.
Die Leoncino 500 setzt stärker auf das Wesentliche. Das ist nicht automatisch ein Nachteil – im Gegenteil: Weniger Technik kann sich im Alltag einfacher anfühlen. Wer jedoch sehr viel Wert auf Assistenzsysteme, fein abgestimmte Komfortdetails und „Tour-Ready“-Ausstattung legt, wird bei der Kawasaki eher das passende Gesamtpaket finden.
Alltagstauglichkeit: Parken, Rangieren und kurze Wege
Im Alltag entscheidet oft Kleinkram: Wie leicht lässt sich das Motorrad bewegen? Wie gut passt es in enge Situationen? Wie entspannt ist das Anfahren im Stop-and-go? Hier hat die Benelli Leoncino 500 durch das 500er-Konzept meist die Nase vorn. Sie wirkt handlicher, leichter zu kontrollieren und verzeiht im Stadtbetrieb mehr.
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie spielt ihre Stärken eher dann aus, wenn der Tag nicht nur aus „kurz hin und her“ besteht. In der Praxis bedeutet das: Für Pendeln und kurze Wege ist die Benelli oft die angenehmere Wahl. Für Wochenendtouren, längere Fahrten und Reisen ist die Kawasaki die Maschine, die weniger „nachdenken“ lässt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Versys 1000 SE – Stärken
- Mehr Reserven: Motor und Fahrdynamik sind auf längere Strecken ausgelegt.
- Komfort für Touren: Die SE-Ausrichtung unterstützt entspanntes Fahren.
- Stabilität bei Tempo: Gerade auf Landstraße und Autobahn wirkt sie souverän.
Kawasaki Versys 1000 SE – Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“ im Stadtgefühl: Für enge Situationen kann sie weniger verspielt wirken.
- Anspruch an Budget und Nutzung: Wer selten lange Strecken fährt, nutzt die Stärken nicht voll aus.
Benelli Leoncino 500 – Stärken
- Handlichkeit: Das 500er-Konzept macht das Motorrad im Alltag oft unkompliziert.
- Fahrspaß ohne Stress: Gute Dosierbarkeit und angenehmes Handling.
- Ideal für kurze Touren: Für Wochenendrunden und Landstraßen ist sie schnell „bereit“.
Benelli Leoncino 500 – Schwächen
- Weniger Reserven für lange Hochgeschwindigkeitsphasen: Bei sehr ambitionierten Touren stößt ein 500er schneller an Grenzen.
- Tour-Comfort weniger im Fokus: Wer maximale Langstrecken-Ausstattung erwartet, wird eher zur Kawasaki greifen.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, wie die Fahrten typischerweise aussehen. Die Kawasaki Versys 1000 SE ist die bessere Wahl, wenn längere Strecken, Touren mit Gepäck und ein souveränes Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie passt besonders zu Fahrern, die nicht nur Kilometer abspulen wollen, sondern dabei auch Komfort und Reserven schätzen.
Die Benelli Leoncino 500 ist die passendere Option, wenn der Alltag dominiert: Stadtverkehr, kurze Strecken, häufiges Auf- und Absteigen und ein Motorrad, das schnell Spaß macht. Sie eignet sich außerdem gut für alle, die ein Motorrad suchen, das sich leicht anfühlt und nicht sofort nach „großer Reise“ verlangt.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist für alle die richtige Wahl, die vor allem auf längere Touren, mehr Reserven und einen komfortorientierten Gesamtauftritt setzen. Wer häufig auf Landstraße unterwegs ist, auch mal weiter fährt und dabei ein Motorrad möchte, das souverän bleibt, wird mit der Kawasaki deutlich zufriedener sein. Ihre Stärke liegt im entspannten Vorankommen und in der Ausstattung, die das Fahren über Stunden angenehmer macht.
Die Benelli Leoncino 500 punktet dagegen dort, wo das Leben stattfindet: im Alltag, auf kurzen Strecken und bei spontanen Ausfahrten. Sie fühlt sich leichter an, ist oft unkomplizierter zu bewegen und macht schnell Lust auf die nächste Runde. Wer nicht ständig „Reise-Tempo“ anpeilt, sondern vor allem Fahrspaß, Handlichkeit und einen unkomplizierten Einstieg sucht, findet in der Benelli das passendere Motorrad.
Kurz gesagt: Touren und Komfort sprechen eher für die Versys 1000 SE, Alltag und Agilität eher für die Leoncino 500.