| UVP | 17.545 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2009 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- absolut tourentauglich, auch zu zweit mit viel Gepäck
- sehr bequeme Sitzposition für Fahrer und Beifahrer
- strammer Motor mit Druck in allen Lebenslagen
- guter Windschutz
- gute Bremsen
- guter QuickShifter
- hässliche USB-Buchse
- keine automatische Blinker-Rückstellung
- Handy-App mit Potential nach oben
- Windschild nur im Stand verstellbar
- Farbauswahl könnte besser sein
- leicht und wendig
- für Gelände und Straße (und Reise)
- kräftiger Einzylinder mit Charakter
- erstaunlich komplettes Elektronik-Paket
- voll einstellbares Fahrwerk
- wertige Details
- famoser QuickShifter
- spartanisches Display
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 259 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Sitzhöhe: | 935 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.099 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 135 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 7.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 375 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 160 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | WP XPLOR-USD, Ø 48 mm (Federweg 265)mm | |
| Federung hinten | WP XPLOR mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 250)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll 90mm | |
| Reifen hinten | 18 Zoll 140mm | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die neue Versys 1100 SE ist eine konsequente Weiterentwicklung der schon sehr guten Versys 1000 SE. Sie hat jetzt spürbar mehr Dampf, vor allem untenrum, und ist in der SE-Version in Serie mit Kurvenlicht, semiaktiven Skyhook-Fahrwerk, Tempomat, QuickShifter etc. sehr gut ausgestattet. Sie kann gleichermaßen reisen, cruisen, chillen und rasen - welches Bike kann das schon von sich behaupten?Wie wäre es mit einer Probefahrt bei Heller & Soltau im schönen Sankt Michaelisdonn? Dort steht die Versys 1100 als Vorführer und es gibt wunderbare Landstraßen, auf den denen ihr der Maschine mal so richtig auf den Zahn fühlen könnt.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Versys 1100 SE vs. KTM 690 Enduro R: Vergleich & Empfehlung
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Allround“ klingen, aber aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich spannend: Die Kawasaki Versys 1100 SE steht für komfortables Reisen und souveräne Kilometerfresser auf der Straße, während die KTM 690 Enduro R eher die Mischung aus Agilität, Leichtbau-Gefühl und Offroad-Ambitionen mitbringt. Genau da liegt der Reiz: Beide können viel, aber sie spielen ihre Stärken an unterschiedlichen Stellen aus.
Grundcharakter: Reiseenduro gegen leichtes Enduro
Die Versys 1100 SE ist als Reiseenduro gedacht: Die Sitzposition ist auf längere Strecken ausgelegt, die Ergonomie wirkt aufgeräumt und das Motorrad vermittelt ein ruhiges, kontrolliertes Fahrgefühl. Das passt besonders dann, wenn der Fokus auf Landstraße, Autobahn-Anbindung und entspanntem Tempo liegt.
Die KTM 690 Enduro R dagegen fühlt sich im Kern wie ein Enduro an, das auch Straße kann. Das Motorrad ist darauf ausgelegt, schnell in den „Fahrmodus“ zu kommen: leichtfüßig, direkt und mit einem Charakter, der Lust auf Schotter, Waldwege und spontane Abstecher macht. Wer häufig zwischen Asphalt und unbefestigten Strecken wechselt, bekommt hier ein sehr lebendiges Gesamtpaket.
Motor & Antrieb: Wie sich die Kraft im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Kawasaki Versys 1100 SE zielt auf gleichmäßige Leistungsentfaltung und souveränes Durchziehen. Gerade bei längeren Touren ist das angenehm, weil das Motorrad nicht ständig „gefordert“ werden muss. Die Kraft wirkt eher wie ein Fundament: stabil, gut dosierbar und auf Alltagstempo abgestimmt.
Die KTM 690 Enduro R bringt dagegen einen deutlich endurotypischen Drive. Das Ansprechverhalten wirkt unmittelbarer, die Beschleunigung fühlt sich oft spontaner an. Das ist auf kurvigen Landstraßen und im Gelände ein Vorteil, weil man mit weniger Aufwand Tempo aufbauen kann. Gleichzeitig bedeutet dieser Charakter: Wer sehr gleichmäßig und „tourig“ fahren möchte, muss den Fahrstil etwas bewusster wählen, um das Potenzial genau passend zu nutzen.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Bei der Versys 1100 SE steht die Stabilität im Vordergrund. Das Fahrwerk unterstützt ein ruhiges Geradeausgefühl und lässt sich auf wechselnde Straßenverhältnisse gut einordnen. Gerade bei längeren Strecken, bei denen man auch mal zügig unterwegs ist, spielt die Kombination aus Komfort und Kontrolle ihre Stärke aus.
Die KTM 690 Enduro R punktet mit Wendigkeit und einem sehr direkten Fahrgefühl. In engen Passagen, auf schlechten Straßen oder auf losem Untergrund wirkt das Motorrad oft „handlicher“, als man es vom ersten Eindruck erwarten würde. Im Gelände hilft die Agilität dabei, Linien sauber zu halten. Auf der anderen Seite kann das lebendige Setup auf sehr glatten, schnellen Autobahnabschnitten weniger „entspannt“ wirken als bei einer klaren Reiseausrichtung.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen im Tempo
Beide Motorräder sind für den Alltag und dynamisches Fahren ausgelegt. Im Vergleich zeigt sich jedoch ein Unterschied im Schwerpunkt: Die Versys 1100 SE wirkt wie ein Motorrad, das Brems- und Fahrsicherheit besonders im Reisebetrieb in den Vordergrund stellt. Das macht sie attraktiv, wenn häufig längere Strecken gefahren werden und man sich auf gleichbleibende Performance verlassen möchte.
Die KTM 690 Enduro R ist ebenfalls sicherheitsorientiert, aber der Fokus liegt stärker auf Kontrolle in wechselnden Bedingungen. Gerade im Offroad-Kontext ist das wichtig: Wenn Untergrund und Grip variieren, zählt ein Setup, das sich gut dosieren lässt. Wer viel abseits befestigter Straßen unterwegs ist, wird die direkte Rückmeldung zu schätzen wissen.
Ergonomie & Komfort: Wie lange macht das Fahren Spaß?
Die Kawasaki Versys 1100 SE ist klar auf Komfort getrimmt. Die Sitzposition wirkt für viele Fahrerinnen und Fahrer „tourentauglich“, und auch das Gesamtpaket aus Windschutz, Alltagstauglichkeit und entspannter Haltung unterstützt längere Fahrten. Das macht sie besonders interessant, wenn nicht nur die Strecke zählt, sondern auch das Ankommen.
Die KTM 690 Enduro R bietet eine deutlich sportlichere, endurotypische Haltung. Das ist im Gelände ein Vorteil, weil man sich leichter bewegen und das Motorrad aktiver führen kann. Für lange Autobahn- oder Landstraßenetappen kann das jedoch weniger „mühelos“ sein als bei der Reiseenduro-Philosophie der Versys. Wer aber regelmäßig kurze Offroad-Segmente einplant, bekommt genau die richtige Mischung aus Beweglichkeit und Fahrspaß.
Ausstattung & Elektronik: Unterschiedliche Prioritäten
Die Versys 1100 SE bringt als SE-Modell typischerweise eine Ausstattung mit, die den Reisealltag erleichtert. Dazu passt auch die Art, wie das Motorrad „geordnet“ wirkt: Bedienelemente, Fahrmodi und die generelle Abstimmung sind darauf ausgelegt, dass man sich auf die Strecke konzentrieren kann.
Die KTM 690 Enduro R setzt stärker auf ein Setup, das den Fahrer beim Wechsel zwischen Straße und Gelände unterstützt. Elektronik und Fahrmodi sind hier weniger „Tour-Entertainment“, sondern eher Werkzeuge, um Traktion und Ansprechverhalten passend zu machen. Das ist besonders dann wertvoll, wenn die Bedingungen nicht planbar sind.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Versys 1100 SE – Stärken
- Reiseorientierter Komfort für längere Strecken
- Ruhiges, stabiles Fahrgefühl auf Straße
- Gut dosierbare Kraft für entspanntes Tempo
- Alltagstaugliche Gesamtwirkung mit Fokus auf Touren
Kawasaki Versys 1100 SE – Schwächen
- Im sehr technischen Offroad kann die Reiseenduro-Philosophie weniger „leicht“ wirken
- Wer vor allem enge Trails und häufiges Gelände sucht, findet bei der KTM oft die passendere Basis
KTM 690 Enduro R – Stärken
- Agiles Handling und endurotypische Direktheit
- Starkes Gefühl für wechselnden Untergrund
- Offroad-Fokus mit echter Lust auf Abstecher
- Spontane Fahrfreude auf kurvigen Strecken und Schotter
KTM 690 Enduro R – Schwächen
- Für lange, rein straßenlastige Touren wirkt die Reiseergonomie meist weniger „entspannt“
- Wer maximale Laufruhe bei hohen Autobahnanteilen sucht, wird die Versys oft als passender empfinden
Für welche Fahrprofile passt welches Motorrad?
Die Kawasaki Versys 1100 SE ist besonders dann die bessere Wahl, wenn der Alltag aus Landstraße, längeren Touren und komfortabler Reichweite besteht. Sie eignet sich für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad möchten, das nicht ständig „umdenken“ lässt: aufsteigen, losfahren, Strecke genießen. Auch wenn gelegentlich Schotter oder Feldwege dabei sind, bleibt der Schwerpunkt klar auf Straße und Reise.
Die KTM 690 Enduro R ist ideal, wenn der Fahrspaß stark davon lebt, dass die Route nicht nur aus Asphalt besteht. Wer gerne kurz abbiegt, Wege erkundet, im Gelände sicher unterwegs sein möchte und dabei trotzdem nicht auf die Straße verzichten will, bekommt mit der KTM ein Motorrad, das genau diese Mischung sehr überzeugend umsetzt.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 1100 SE ist die bessere Wahl für alle, die vor allem komfortabel reisen, lange Strecken entspannt abspulen und dabei ein stabiles, gutmütiges Fahrgefühl auf der Straße suchen. Ihre Stärken liegen in der ruhigen Abstimmung, der tourentauglichen Ergonomie und der souveränen Kraftentfaltung. Die KTM 690 Enduro R passt dagegen am besten zu Fahrern, die ein Motorrad wollen, das agil bleibt, schnell auf wechselnde Bedingungen reagiert und echte Offroad-Lust mitbringt. Wer häufig zwischen Asphalt und unbefestigten Strecken wechselt, wird die direkte Enduro-Charakteristik besonders schätzen. Kurz gesagt: Versys für die große Reise auf Straße, KTM für die Abenteuerroute mit Geländeanteil.