| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Sehr komfortabler Reise-Dampfer
- Ohne viel Schnickschnack leicht zu bedienen
- Richtig gute Bremsen!
- Stabiles, vertrauenserweckendes Fahrverhalten
- Großer Tank, geringer Verbrauch, große Reichweite
- Leistung zu zweit mit Gepäck etwas knapp
- Kein Tempomat verfügbar
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 219 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.400 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 67 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 61 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 467 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | 41-mm-Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontaler Back-Link Gasdruck-Stoßdämpfer mit durch Remote-Zugriff hydraulisch einstellbarer Federbasis (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit
Die Kawasaki Versys 650 ist eine richtig gut gemachte Cross-Over Maschine für die lange Tour. Sie ist keine Angeberin, sondern bietet solide Kost zu einem sehr fairen Preis. Es gibt drei Varianten der Versys 650, die den Touring-Aspekt dieser Maschine unterstreichen. Im Vordergrund dieses Bikes stehen Komfort, aber auch Fahrspaß und auch sehr gute Reise-Qualitäten. Eines der vielleicht am meisten unterschätzten Bikes auf dem Markt.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt. Dort steht die Versys 650 neben so ziemlich allen anderen Kawas als Vorführer bereit und freut sich auf Probefahrer auf den schönen Landstraßen in Dithmarschen.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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Kawasaki Versys 650 vs. KTM 1290 Super Adventure S – welcher Adventure-Typ passt?
Wenn zwei Motorräder aus der Adventure-Ecke kommen, denkt man schnell: „Das sind doch beides Reisegeräte.“ Und ja – beide Modelle sind dafür gemacht, lange Strecken entspannt zu fahren und auch mal abseits der reinen Autobahnroute Spaß zu haben. Trotzdem könnten die Charaktere kaum unterschiedlicher sein. Die Kawasaki Versys 650 steht für einen zugänglichen, alltagstauglichen Ansatz: leicht zu beherrschen, angenehm im Handling und mit einem Motor, der eher auf gleichmäßiges Vorankommen als auf brutale Spitzenleistung ausgelegt ist. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist die große Ansage: mehr Power, mehr Elektronik, mehr Anspruch – und damit auch ein Motorrad, das besonders dann glänzt, wenn Tempo, Komfort und Technik zusammenkommen.
Im folgenden Vergleich werden die Stärken und Schwächen beider Motorräder gegenübergestellt – damit schneller klar wird, welches Bike eher zum eigenen Fahrstil und zu den typischen Touren passt.
Grundcharakter: „Allround“ vs. „High-Performance-Reiseenduro“
Versys 650: souverän, unkompliziert, vielseitig
Die Versys 650 wirkt wie ein Motorrad, das man schnell versteht. Die Sitzposition ist so gewählt, dass sie auf längeren Strecken nicht sofort ermüdet, ohne dabei sportlich zu werden. Das Fahrwerk und die Abstimmung zielen auf ein harmonisches Gesamtgefühl: nicht hektisch, nicht übertrieben, sondern eher „ruhig und kontrolliert“. Gerade auf wechselnden Strecken – Landstraße, Stadt, Autobahnabschnitte – spielt das Bike seine Stärke aus: Es bleibt berechenbar, auch wenn die Bedingungen nicht perfekt sind.
1290 Super Adventure S: kraftvoll, technisch, ambitioniert
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen ein Motorrad, das sich nicht verstecken muss. Der Antrieb liefert deutlich mehr Reserven, und das merkt man nicht nur beim Beschleunigen, sondern auch beim Überholen und beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Dazu kommt die deutlich stärkere Ausrichtung auf Komfort und Elektronik: Das Motorrad fühlt sich wie ein „System“ an, bei dem Fahrmodi, Assistenzfunktionen und die Abstimmung zusammenarbeiten. Das kann auf Touren ein echter Vorteil sein, weil sich das Bike an unterschiedliche Situationen anpassen lässt – von entspannt bis sportlich.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich eine klare Linie: Die Versys 650 setzt auf einen Motor, der gleichmäßig zieht und sich gut dosieren lässt. Das ist besonders angenehm, wenn man nicht ständig „arbeiten“ möchte, sondern einfach fahren will. Die KTM hingegen ist stärker auf Dynamik ausgelegt. Wer gern zügig unterwegs ist, profitiert von der KTM-typischen Leistungsreserve: Das Motorrad wirkt weniger „ausgereizt“ und mehr „bereit“, selbst wenn man schneller fährt oder häufiger beschleunigt.
Stärken der Versys 650 liegen damit vor allem in der Leichtigkeit im Umgang und in der entspannten Fahrbarkeit. Schwächen zeigen sich eher dort, wo man dauerhaft sehr hohe Tempi oder aggressive Fahrweise erwartet: Dann wird die KTM zum klaren Vorteil, weil sie mehr Reserven bietet.
Die KTM 1290 Super Adventure S punktet mit Durchzug und Leistungsreserven. Als Gegenpol kann das Motorrad aber auch „mehr Motorrad“ sein: Wer eher gemütlich unterwegs ist oder ein Motorrad sucht, das sich maximal unkompliziert anfühlt, wird die KTM möglicherweise als anspruchsvoller erleben.
Fahrwerk und Handling: Stabilität, Gewicht und Kontrolle
Beide Motorräder sind für Touren gedacht, aber sie vermitteln das Gefühl unterschiedlich. Die Versys 650 wirkt im Handling oft agiler. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Strecken mit vielen Kurven, wechselndem Belag oder häufigem Richtungswechsel anstehen. Auch im Alltag – etwa beim Rangieren oder bei engeren Situationen – spielt die leichtere, unkompliziertere Handhabung ihre Vorteile aus.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist spürbar „größer“ im Auftritt. Das kann in schnellen Passagen und auf langen Autobahnabschnitten ein Vorteil sein: Das Motorrad bleibt stabil, vermittelt Sicherheit und trägt die Geschwindigkeit souverän. In engen Kehren oder bei sehr langsamen Manövern kann das höhere Gewicht und die größere Dimension jedoch stärker ins Gefühl rücken. Das ist keine Schwäche im Sinne von „schlecht“, sondern eher eine Frage des Einsatzprofils.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in kritischen Momenten
Beim Bremsen zeigt sich der Unterschied zwischen „komfortabel und alltagstauglich“ und „sportlich ambitioniert“. Die KTM bietet in der Regel die Art von Bremsgefühl, die man bei höherem Tempo und dynamischer Fahrweise erwartet: kräftig, kontrollierbar und mit hoher Reserven. Die Versys 650 bremst ebenfalls zuverlässig, wirkt aber eher auf den Bereich ausgelegt, in dem man zügig fährt, ohne permanent an die Grenzen zu gehen.
Für die Praxis bedeutet das: Wer häufig sportlich unterwegs ist oder viel mit hoher Geschwindigkeit fährt, wird die KTM als klaren Vorteil erleben. Wer dagegen vor allem Touren mit moderatem Tempo plant, bekommt mit der Versys 650 ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Elektronik und Assistenz: Komfort durch Technik
Ein großer Unterschied liegt in der Elektronik. Die KTM 1290 Super Adventure S ist deutlich stärker auf moderne Fahrassistenz und fein abgestimmte Fahrmodi ausgerichtet. Das kann helfen, das Motorrad je nach Situation zu „sortieren“: unterschiedliche Fahrmodi, die Abstimmung von Antrieb und Fahrverhalten sowie ein insgesamt stärkeres Systemgefühl. Gerade auf langen Strecken, bei wechselndem Wetter oder wenn man nicht immer gleich fährt, kann das den Unterschied machen – weniger Stress, mehr Kontrolle.
Die Versys 650 ist dagegen eher die pragmatische Wahl. Sie bietet Elektronik in einem Rahmen, der das Motorrad unterstützt, aber nicht dominiert. Das ist für viele Fahrerinnen und Fahrer ein Plus: weniger Komplexität, dafür ein direkteres Gefühl. Wer Technik liebt, wird die KTM bevorzugen. Wer ein Motorrad möchte, das sich „einfach“ fährt, wird mit der Versys 650 glücklicher.
Komfort und Windschutz: Wie gut bleibt man auf langen Strecken frisch?
Auf Touren entscheidet sich vieles am Komfort. Die KTM 1290 Super Adventure S ist hier klar im Vorteil, weil sie stärker auf Reiseeffizienz ausgelegt ist: Windschutz, Sitzkomfort und die Gesamtergonomie sind darauf getrimmt, auch bei längeren Tagesetappen entspannt anzukommen. Dazu kommt die Art, wie das Motorrad die Fahrbahnunebenheiten verarbeitet: Es wirkt weniger „unruhig“, sondern eher wie ein Reisegerät, das die Strecke glättet.
Die Versys 650 ist ebenfalls komfortabel, aber in einem anderen Rahmen. Sie ist eher die Maschine für Touren, bei denen man flexibel bleibt und nicht zwingend den maximalen Reisekomfort erwartet. Wer häufig kurze bis mittlere Etappen fährt oder gern öfter stoppt, wird mit der Versys 650 sehr gut zurechtkommen. Wer dagegen regelmäßig lange Autobahnabschnitte und hohe Tageskilometer plant, wird die KTM als deutlich angenehmer empfinden.
Alltagstauglichkeit: Parken, Handling, Nutzung im echten Leben
Im Alltag zählt, wie schnell man sich mit dem Motorrad „einlebt“. Die Versys 650 ist dafür prädestiniert: Sie wirkt zugänglich, lässt sich leichter bewegen und passt gut in den Alltag – vom Wochenendtrip bis zur Tour nach Feierabend. Auch wenn man das Motorrad nicht ständig „perfekt“ vorbereitet, bleibt sie eine unkomplizierte Wahl.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie ist stärker auf das große Reiseprofil ausgelegt. Das bedeutet: Wer sie nutzt, wird oft genau das wollen – Komfort, Leistung und Technik. Wer hingegen ein Motorrad sucht, das möglichst wenig „Aufmerksamkeit“ braucht, wird die Versys 650 als entspannter erleben.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Kawasaki Versys 650
- Einfaches Handling und unkomplizierte Fahrbarkeit
- Allround-Charakter für Alltag und Touren
- Berechenbares Fahrgefühl ohne Technik-Overload
- Gute Wahl, wenn Komfort wichtig ist, aber nicht maximal
Schwächen der Kawasaki Versys 650
- Bei sehr dynamischer Fahrweise fehlen Reserven im Vergleich zur KTM
- Für „High-Speed-Reise“ ist die KTM im Vorteil
Stärken der KTM 1290 Super Adventure S
- Deutlich mehr Leistungsreserven für zügiges Fahren
- Reise-Komfort und souveräne Stabilität
- Starke Elektronik für Anpassung an Situationen
- Sehr geeignet für lange Etappen und anspruchsvolle Strecken
Schwächen der KTM 1290 Super Adventure S
- Kann im Alltag „zu viel Motorrad“ wirken, wenn man es eher entspannt mag
- Im sehr langsamen oder engen Einsatz spürt man die größere Dimension
Welche Wahl macht bei welchem Fahrprofil Sinn?
Der Vergleich lässt sich am besten über das eigene Nutzungsbild entscheiden. Die Versys 650 ist ideal, wenn Touren abwechslungsreich sind, man gern flexibel bleibt und ein Motorrad sucht, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Sie ist eine starke Wahl für Fahrerinnen und Fahrer, die ein zuverlässiges, vielseitiges Reiseenduro möchten – ohne ständig das Gefühl zu haben, man müsse „mehr“ abrufen.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist die bessere Wahl, wenn lange Strecken, hohes Tempo und ein hoher Anspruch an Komfort und Technik im Vordergrund stehen. Wer gern dynamisch fährt, häufig Autobahn und zügige Passagen nutzt und die Elektronik als Unterstützung wirklich schätzt, bekommt mit der KTM ein Motorrad, das genau dafür gemacht ist.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 650 ist die passende Wahl für alle, die ein unkompliziertes, vielseitiges Tourenmotorrad suchen: leicht zu bewegen, berechenbar im Handling und ideal für abwechslungsreiche Strecken vom Alltag bis zum Wochenendtrip. Sie punktet mit einem stimmigen Gesamtgefühl und einem Charakter, der nicht überfordert. Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Entscheidung, wenn Reise-Komfort, Leistungsreserven und Elektronik im Mittelpunkt stehen. Wer regelmäßig lange Etappen fährt, gern zügig unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das sich wie ein ausgereiftes System anfühlt, wird mit der KTM deutlich mehr „Reserve“ und souveräne Stabilität erleben. Kurz gesagt: Versys 650 für entspanntes Allround-Touring, KTM 1290 Super Adventure S für ambitionierte Langstrecken und Technik-Fans.