| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Sehr komfortabler Reise-Dampfer
- Ohne viel Schnickschnack leicht zu bedienen
- Richtig gute Bremsen!
- Stabiles, vertrauenserweckendes Fahrverhalten
- Großer Tank, geringer Verbrauch, große Reichweite
- Leistung zu zweit mit Gepäck etwas knapp
- Kein Tempomat verfügbar
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 219 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.400 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 67 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 61 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 467 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | 41-mm-Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontaler Back-Link Gasdruck-Stoßdämpfer mit durch Remote-Zugriff hydraulisch einstellbarer Federbasis (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die Kawasaki Versys 650 ist eine richtig gut gemachte Cross-Over Maschine für die lange Tour. Sie ist keine Angeberin, sondern bietet solide Kost zu einem sehr fairen Preis. Es gibt drei Varianten der Versys 650, die den Touring-Aspekt dieser Maschine unterstreichen. Im Vordergrund dieses Bikes stehen Komfort, aber auch Fahrspaß und auch sehr gute Reise-Qualitäten. Eines der vielleicht am meisten unterschätzten Bikes auf dem Markt.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt. Dort steht die Versys 650 neben so ziemlich allen anderen Kawas als Vorführer bereit und freut sich auf Probefahrer auf den schönen Landstraßen in Dithmarschen.
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Kawasaki Versys 650 vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich für Alltag, Tour und Kurven
Wer zwischen der Kawasaki Versys 650 und der MV Agusta Superveloce 800 schwankt, steht vor zwei sehr unterschiedlichen Ansätzen: Die Versys 650 ist als vielseitiges Motorrad für Touren, Pendeln und entspanntes Cruisen gedacht – pragmatisch, zugänglich und auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Die Superveloce 800 dagegen wirkt wie ein Statement: sportlich, markant im Auftritt und mit einem Fahrgefühl, das deutlich mehr Richtung „Spaß“ und „Emotion“ schiebt. Beide Motorräder können viel – aber sie spielen ihre Stärken auf unterschiedlichen Bühnen aus.
Grundidee: Vielseitigkeit vs. sportliche Ausstrahlung
Die Kawasaki Versys 650 steht für einen ausgewogenen Charakter. Sie ist darauf ausgelegt, dass man sich schnell wohlfühlt: Die Sitzposition ist meist so gewählt, dass längere Strecken nicht zur Qual werden, und das Motorrad lässt sich im Alltag unkompliziert bewegen. Gerade wer ein Motorrad sucht, das nicht nur für eine bestimmte Art von Fahrt taugt, findet hier eine klare Linie.
Die MV Agusta Superveloce 800 verfolgt dagegen einen stärker sportorientierten Ansatz. Schon das Gesamtbild – von der Silhouette bis zur Art, wie sich das Motorrad im Fahrbetrieb präsentiert – zielt auf Dynamik. Das bedeutet nicht, dass sie unbrauchbar für Touren wäre, aber der Fokus liegt spürbar mehr auf dem Fahrerlebnis: Gas geben, Kurven ansteuern, den Motor arbeiten lassen. Wer vor allem „Fahrspaß“ sucht, wird sich hier eher zuhause fühlen.
Motor & Leistungsgefühl: Charakter statt nur Zahlen
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Versys 650 wirkt häufig wie ein Motorrad, das die Leistung gleichmäßig und gut dosierbar in den Alltag bringt. Dadurch entsteht ein ruhigeres Fahrgefühl – ideal, wenn man häufig zwischen Stadtverkehr, Landstraße und längeren Touren wechselt. Die Leistungsentfaltung ist eher darauf ausgelegt, dass man ohne großes Nachdenken zügig vorankommt.
Die Superveloce 800 spielt dagegen stärker mit dem sportlichen Anspruch. Der Motor wirkt oft lebendiger, die Reaktion auf Gasbefehle kann unmittelbarer sein. Das macht das Motorrad besonders interessant, wenn man gern zügig unterwegs ist, die Gänge bewusst nutzt und Kurven mit mehr Dynamik angeht. Gleichzeitig kann genau diese „Sportlichkeit“ dazu führen, dass man im Alltag etwas mehr Aufmerksamkeit auf die Fahrweise legen möchte, um das Potenzial passend abzurufen.
Fahrwerk & Handling: Stabilität für Touren vs. Agilität für Kurven
Bei der Kawasaki Versys 650 steht das Handling häufig im Zeichen von Stabilität und Vorhersehbarkeit. Das Motorrad vermittelt Vertrauen, besonders auf wechselndem Untergrund oder bei längeren Abschnitten, in denen man nicht ständig „arbeiten“ will. Wer häufig auf Landstraßen unterwegs ist oder auch mal weitere Strecken plant, profitiert von dieser Art, das Motorrad zu kontrollieren.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt im Vergleich oft agiler und sportlicher abgestimmt. In schnellen Richtungswechseln und in Kurven kann das Motorrad mehr „Biss“ zeigen. Das ist ein Plus, wenn man gern zügig fährt und das Motorrad als Werkzeug für dynamische Linien nutzt. Als mögliche Schwäche kann sich ergeben, dass man bei sehr entspanntem Fahren weniger „Gelassenheit“ spürt als bei der Versys – je nach Fahrstil und Erwartung.
Bremsen & Sicherheit: Gefühl und Dosierbarkeit im Fokus
Beide Motorräder sind darauf ausgelegt, sportliche Situationen zu meistern, aber der Charakter kann sich unterscheiden. Die Versys 650 punktet häufig mit einer gut dosierbaren Bremswirkung, die sich im Alltag leicht beherrschen lässt. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht ständig im „Sportmodus“ unterwegs ist.
Die Superveloce 800 kann beim Bremsen stärker auf sportliche Performance ausgelegt sein. Das bedeutet: Wenn man zügig fährt, fühlt sich die Verzögerung oft direkter an. Wer eher gemütlich unterwegs ist, kann die Bremsleistung zwar ebenfalls nutzen, aber die „Sportigkeit“ kann sich im Alltag stärker bemerkbar machen.
Ergonomie & Sitzposition: Komfortorientiert vs. sportlich-kompakt
Ein großer Unterschied liegt in der Sitzphilosophie. Die Kawasaki Versys 650 ist in der Regel so gebaut, dass man auch über längere Zeit entspannt bleibt. Das macht sie besonders attraktiv für Touren, bei denen man nicht nur die Kurven sucht, sondern auch die Strecke selbst genießen möchte.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt im Vergleich oft kompakter und sportlicher. Das kann sehr gut funktionieren, wenn man gern „aktiv“ fährt und die Körperhaltung bewusst einsetzt. Für sehr lange, entspannte Tagesetappen kann das je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit weniger komfortabel sein als bei der Versys.
Ausstattung & Alltag: Praktisch gedacht vs. Premium-Feeling
Bei der Versys 650 liegt der Fokus auf einem stimmigen Gesamtpaket für den Alltag: leicht zu handhaben, alltagstauglich und mit einer Ausstattung, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Das Motorrad eignet sich besonders, wenn man ein Modell möchte, das man einfach nutzt – ohne ständig an Details „herumzuplanen“.
Die Superveloce 800 bringt dagegen häufig mehr Premium- und Sport-Charakter mit. Das kann sich in der Anmutung, in der Verarbeitung und im Gesamtgefühl widerspiegeln. Als mögliche Schwäche im Vergleich zur Versys kann sich ergeben, dass der Fokus stärker auf dem Fahrerlebnis liegt und weniger auf maximaler Alltagspragmatik.
Design & Markenwirkung: Emotion vs. Understatement
Design ist natürlich Geschmackssache, aber im Vergleich wird der Unterschied deutlich: Die Kawasaki Versys 650 wirkt eher wie ein Motorrad, das man als zuverlässigen Begleiter sieht – funktional, stimmig und ohne großes Theater. Genau das kann ein Vorteil sein, wenn man nicht ständig im Mittelpunkt stehen möchte, sondern einfach fahren will.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen ein Blickfang. Wer auf markante Linien, sportliche Präsenz und das gewisse „Wow“ steht, bekommt hier ein Motorrad, das auch beim Parken Eindruck macht. Das ist ein Plus für alle, die ihr Motorrad nicht nur als Transportmittel sehen.
Für wen passt welches Motorrad?
Kawasaki Versys 650: die Wahl für Vielnutzer
Die Kawasaki Versys 650 passt besonders gut, wenn ein Motorrad für viele Situationen herhalten muss: Stadt, Landstraße, Touren und auch mal längere Tage. Wer ein Motorrad sucht, das sich leicht fahren lässt, dabei stabil bleibt und nicht nur auf sportliche Ausflüge getrimmt ist, findet in der Versys eine sehr stimmige Option.
MV Agusta Superveloce 800: die Wahl für Fahrer mit Anspruch
Die MV Agusta Superveloce 800 ist ideal, wenn der Schwerpunkt klar auf Fahrspaß, sportlichem Auftreten und einem emotionalen Gesamtpaket liegt. Wer gern dynamisch unterwegs ist, Kurven aktiv angeht und das Motorrad als Erlebnis betrachtet, wird die Superveloce eher als „Traummaschine“ empfinden.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Versys 650 – Stärken: vielseitiger Charakter, alltagstaugliches Handling, meist komfortorientierte Ergonomie und ein Fahrgefühl, das auch bei wechselnden Bedingungen entspannt bleibt. Versys 650 – mögliche Schwächen: weniger „Show“ im Auftritt und weniger sportlicher Fokus als bei der Superveloce, wodurch sie für reine Dynamik-Fans weniger aufregend wirken kann.
Superveloce 800 – Stärken: sportlicher Charakter, lebendigeres Fahrgefühl, markante Präsenz und ein Motorrad, das Kurvenfahrten und zügiges Fahren besonders belohnt. Superveloce 800 – mögliche Schwächen: wer maximale Alltagsgelassenheit sucht, kann den sportlicheren Ansatz als weniger „entspannt“ empfinden – je nach Fahrstil und gewünschtem Komfort.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 650 ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad suchen, das im Alltag funktioniert und auf Touren zuverlässig Spaß macht, ohne dass man ständig „sportlich“ fahren muss. Sie überzeugt mit einem zugänglichen, ruhigen Gesamtgefühl und einer Ergonomie, die längere Strecken angenehm macht. Die MV Agusta Superveloce 800 empfiehlt sich dagegen, wenn Fahrspaß, sportliche Dynamik und ein emotionales Motorrad-Erlebnis im Vordergrund stehen. Wer Kurven liebt, das Motorrad aktiv bewegt und Wert auf Premium-Charakter legt, findet in der Superveloce die passendere Maschine. Kurz gesagt: Versys für Vielnutzer und Touren-Alltag, Superveloce für Fahrer, die Dynamik und Ausstrahlung suchen.