| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
| UVP | 9.578 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Sehr komfortabler Reise-Dampfer
- Ohne viel Schnickschnack leicht zu bedienen
- Richtig gute Bremsen!
- Stabiles, vertrauenserweckendes Fahrverhalten
- Großer Tank, geringer Verbrauch, große Reichweite
- Leistung zu zweit mit Gepäck etwas knapp
- Kein Tempomat verfügbar
- einstellbares, gutes Fahrwerk
- sehr agiles, leicht zu fahrendes Motorrad
- LED rundum in Serie
- solide Bauweise
- harte Sitzbank
- Motor obenrum ohne Puste
- nur 5 Gänge
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 219 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.400 | mm |
| Gewicht | 154 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.195 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 890 | mm |
| Höhe | 1.190 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Einzylinder, 4-Takt | |
| Hubraum | 398 | ccm |
| Hub | 63 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 67 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 61 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 467 | km |
| Leistung | 38 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 37 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 139 | km/h |
| Tankinhalt | 9 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 249 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | 41-mm-Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontaler Back-Link Gasdruck-Stoßdämpfer mit durch Remote-Zugriff hydraulisch einstellbarer Federbasis (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down Teleskopgabel 46 mm (Federweg 260)mm | |
| Federung hinten | KYB Monofederbein mit Ausgleichsbehälter / Öldämpfung (Federweg 277)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge (Aluminium) | |
| Reifen vorne | 120/70R17 M/C 58H (mit Schlauch) | |
| Reifen hinten | 140/70R17 M/C 66H (mit Schlauch) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Scheibenbremse, Zweikolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die Kawasaki Versys 650 ist eine richtig gut gemachte Cross-Over Maschine für die lange Tour. Sie ist keine Angeberin, sondern bietet solide Kost zu einem sehr fairen Preis. Es gibt drei Varianten der Versys 650, die den Touring-Aspekt dieser Maschine unterstreichen. Im Vordergrund dieses Bikes stehen Komfort, aber auch Fahrspaß und auch sehr gute Reise-Qualitäten. Eines der vielleicht am meisten unterschätzten Bikes auf dem Markt.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt. Dort steht die Versys 650 neben so ziemlich allen anderen Kawas als Vorführer bereit und freut sich auf Probefahrer auf den schönen Landstraßen in Dithmarschen.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Versys 650 vs. Suzuki DR-Z 4SM – welcher Vergleich passt zu welchem Fahrstil?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Allround“ klingen, aber aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Versys 650 steht für eine straßenorientierte Reise- und Tourenmaschine mit komfortabler Ausrichtung. Die Suzuki DR-Z 4SM dagegen ist klarer im Charakter: supermoto-nah, agil und mit dem Fokus auf Fahrspaß – auch dort, wo die Straße nicht ganz so glatt ist. Genau daraus entsteht die Frage: Geht es eher um entspannte Kilometer auf der Landstraße oder um direktes Handling, kurze Wege und mehr „Spiel“ beim Fahren?
Grundcharakter: Tourer-Vibe vs. Supermoto-Feeling
Die Versys 650 wirkt wie ein Motorrad, das man gern für längere Strecken nutzt. Der Aufbau ist auf Alltag und Touren ausgelegt: eine Sitzposition, die nicht zu aggressiv ist, und ein Fahrgefühl, das Stabilität vermittelt. Dadurch lässt sich das Tempo gleichmäßiger fahren, und auch längere Fahrten bleiben angenehm.
Die DR-Z 4SM spielt dagegen mehr mit dem Fahrer. Das Fahrwerk und die Auslegung zielen auf Wendigkeit und ein lebendiges Einlenkverhalten. Wer gern zügig durch die Stadt fährt, Kurven „mitnimmt“ und das Motorrad spürbar arbeiten lässt, fühlt sich hier schnell zuhause. Gleichzeitig ist das Motorrad weniger auf Langstreckenkomfort getrimmt als auf den Spaßfaktor im Alltag und auf Strecken, die nicht nur aus glattem Asphalt bestehen.
Motor und Fahrbarkeit: gleichmäßig cruisen oder spontan reagieren?
Beim Motor zeigt sich der Unterschied im Einsatzprofil. Die Versys 650 ist darauf ausgelegt, Drehzahlen zu nutzen, ohne dass man ständig „am Gas“ hängt. Das macht sie besonders attraktiv für Pendler und Tourenfahrer, die ein berechenbares Ansprechverhalten möchten. Die Kraftentfaltung unterstützt ein ruhiges Fahren, bei dem man Leistung dann abruft, wenn sie wirklich gebraucht wird.
Die DR-Z 4SM wirkt im Vergleich direkter und „unmittelbarer“. Das Motorrad reagiert spürbar auf Gasbefehle und lädt dazu ein, die Gänge aktiver zu nutzen. Wer gern dynamisch fährt und das Motorrad bei der Beschleunigung mitarbeitet, bekommt hier ein sehr lebendiges Gefühl. Für entspanntes Gleiten auf langen Strecken kann das zwar funktionieren, aber der Charakter bleibt klar: eher Fahrspaß als „Autobahn-Cruiser“.
Fahrwerk und Handling: Stabilität auf der Straße vs. Agilität im Kurvenrausch
Beim Fahrwerk ist die Versys 650 auf souveränes Handling ausgelegt. Das Motorrad liegt spürbar ruhig, nimmt Unebenheiten kontrolliert auf und bleibt auch bei längeren Fahrten gut beherrschbar. Gerade auf Landstraßen mit wechselndem Belag ist das ein Vorteil: Man kann sich stärker auf die Linie konzentrieren, statt ständig gegen das Motorrad zu arbeiten.
Die DR-Z 4SM bringt dagegen mehr „Kippeln“ und direktes Einlenken ins Spiel. Das Fahrgefühl ist wendiger, und Kurven lassen sich oft schneller ansteuern. Gleichzeitig kann das bedeuten, dass man bei schlechterem Untergrund etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, weil das Motorrad stärker auf sportliche Fahrweise ausgelegt ist. Wer das mag, bekommt ein sehr unterhaltsames Gesamtpaket.
Sitzposition und Komfort: Tourentauglichkeit vs. sportlicheres Arbeiten
Die Versys 650 bietet eine Sitzposition, die auf längere Strecken ausgelegt ist. Das hilft besonders, wenn man nicht nur kurze Runden fährt, sondern auch mal mehrere Stunden unterwegs ist. Auch im Alltag, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei Wochenendtouren, wirkt die Ergonomie weniger anstrengend.
Die DR-Z 4SM setzt stärker auf eine Position, die das aktive Fahren unterstützt. Das ist nicht automatisch „schlecht“, aber es fühlt sich eher nach Motorrad an, das man bewegt statt das man nur fährt. Für kurze bis mittlere Strecken ist das oft genau richtig. Wer jedoch regelmäßig sehr lange Strecken plant, wird die Unterschiede im Komfort deutlicher merken.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern
Bei der Bremsleistung zeigt sich vor allem der Unterschied im Anspruch. Die Versys 650 wirkt darauf abgestimmt, dass man in Alltagssituationen und auf Touren jederzeit kontrolliert verzögern kann. Das Zusammenspiel aus Bremsgefühl und Stabilität macht das Motorrad besonders angenehm, wenn man häufig zwischen Stadtverkehr und Landstraße wechselt.
Die DR-Z 4SM steht für ein sportlicheres Brems- und Fahrgefühl. Das Motorrad lässt sich zügig dosieren und unterstützt dynamische Manöver. Wer gern früh bremst, sauber in die Kurve geht und das Motorrad dabei aktiv führt, wird das als Stärke empfinden. Für sehr entspannte Fahrstile kann die direkte Art manchmal „zu viel“ sein – nicht weil sie schlecht ist, sondern weil sie mehr Aufmerksamkeit fordert.
Reifen, Grip und Untergrund: Straße im Fokus vs. mehr Vielfalt
Die Versys 650 ist klar straßenorientiert. Das zeigt sich im Gesamtpaket aus Fahrwerk, Geometrie und dem, wie das Motorrad auf Asphalt wirkt. Auf trockener und auch auf wechselnder Fahrbahn fühlt sie sich meist berechenbar an, was gerade bei längeren Touren ein echtes Plus ist.
Die DR-Z 4SM ist dagegen eher für „mehr als nur Asphalt“ gedacht – zumindest im Sinne von leichtem Gelände und gemischten Untergründen. Das Motorrad macht Spaß, wenn die Strecke nicht perfekt ist und man gern mal einen anderen Weg nimmt. Allerdings gilt: Je stärker der Untergrund von der typischen Straße abweicht, desto mehr entscheidet der eigene Fahrstil darüber, wie entspannt oder fordernd es wird.
Alltagstauglichkeit: Pendeln, Parken, Handling im Verkehr
Im Alltag spielt die Versys 650 ihre Stärken aus, wenn es um Komfort, Ruhe und planbares Fahren geht. Sie passt gut zu Pendelstrecken, bei denen man nicht jedes Mal „neu starten“ möchte, sondern einfach ankommen will. Auch das Handling im Verkehr wirkt eher entspannt, weil das Motorrad nicht ständig nach sportlicher Korrektur verlangt.
Die DR-Z 4SM ist im Stadtverkehr oft ein echter Spaßbringer. Durch die wendige Art und das direkte Ansprechverhalten fühlt sie sich schnell „leicht“ an. Wer gern zwischen Ampeln zügig unterwegs ist und Kurven in der Stadt oder auf kurzen Landstraßen als Spiel betrachtet, bekommt hier ein Motorrad, das Lust macht.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Kawasaki Versys 650
- Tourenorientierter Charakter: angenehm für längere Fahrten und gleichmäßiges Tempo.
- Souveränes Fahrwerk: stabil und kontrolliert auf wechselndem Asphalt.
- Komfort und Ergonomie: weniger anstrengend bei längeren Strecken.
- Berechenbarkeit: ideal, wenn man nicht ständig „arbeiten“ möchte.
Schwächen der Kawasaki Versys 650
- Weniger „Spiel“: wer supermoto-nahes, sehr direktes Handling sucht, könnte weniger begeistert sein.
- Stärker straßenfokussiert: für echtes Offroad-Gelände ist sie nicht die erste Wahl.
Stärken der Suzuki DR-Z 4SM
- Agiles Handling: schnelle Richtungswechsel und viel Fahrspaß.
- Direktes Ansprechverhalten: macht dynamisches Fahren leicht.
- Mehr Untergrund-Flexibilität: auch auf nicht ganz perfekten Strecken macht sie Spaß.
- Stadt- und Kurvenfokus: ideal für kurze, lebendige Fahrten.
Schwächen der Suzuki DR-Z 4SM
- Weniger Komfort für lange Strecken: eher Motorrad zum aktiven Fahren.
- Mehr Aufmerksamkeit: bei schlechterem Untergrund kann das Motorrad fordernder wirken.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Kawasaki Versys 650 ist besonders passend für alle, die ein Motorrad suchen, das den Alltag und Touren gleichermaßen gut abdeckt. Wer gern entspannt fährt, lange Strecken plant und dabei ein stabiles, komfortables Gesamtgefühl möchte, trifft mit der Versys 650 eine sehr stimmige Wahl. Auch wenn häufig zwischen Stadt und Landstraße gewechselt wird, spielt sie ihre Stärken aus: berechenbar, ruhig und tourentauglich.
Die Suzuki DR-Z 4SM passt besser zu Fahrern, die das Motorrad spüren wollen: wendig, direkt und mit viel Spaßfaktor. Wer Kurven mag, gern zügig unterwegs ist und auch mal einen anderen Weg nimmt, wird die DR-Z 4SM als besonders unterhaltsam erleben. Für lange, entspannte Reisen ist sie nicht die erste Wahl, aber für kurze bis mittlere Strecken und gemischte Fahrten ist sie oft genau richtig.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 650 ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Komfort, Stabilität und Tourentauglichkeit liegt. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die gleichmäßig fahren möchten, längere Strecken genießen und ein berechenbares Motorrad suchen, das im Alltag nicht anstrengend wird. Die Suzuki DR-Z 4SM gewinnt dagegen dort, wo Agilität, direktes Handling und Fahrspaß im Vordergrund stehen. Sie passt ideal zu Menschen, die gern aktiv fahren, Kurven und kurze Strecken lieben und auch auf nicht ganz perfekten Untergrund reagieren wollen.
Kurz gesagt: Wer „entspannt ankommen“ priorisiert, fährt mit der Versys 650 stimmig. Wer „Spaß unterwegs“ sucht und das Motorrad gern bewegt, findet in der DR-Z 4SM den besseren Match.