| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 11.799 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Fahrstabilität
- Verarbeitung
- Kurze Wartungsintervalle
- sehr agiles Handling
- rasiermesserscharfes Fahrwerk
- angenehme Sitzposition, hoher & breiter Lenker
- gute Ausstattung
- im Vergleich zum Wettbewerb etwas zu teuer
- eingeschränkte Soziustauglichkeit
- Anzeigen im Cockpit etwas klein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.310 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 1.995 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | füssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 61 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 6.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 176 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 311 | km |
| Leistung | 95 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Perimeter | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Gasdruck-Stoßdämpfer (Federweg 80)mm | |
| Reifen vorne | 120/70 R18M/C 59H | |
| Reifen hinten | 160/60 R17M/C 69H | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Kayaba USD-Gabel 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Kayaba-Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsättel Brembo ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Festsattelbremse, Brembo ( Ø 220 mm) | |
Fazit - ein Cruiser
Was bleibt? Die Kawasaki Vulcan S ist definitiv kein Sportler, aber sie ist auch kein schweres, unbewegliches Wesen. Alpenpässe bereiten ihr keine Sorgen, dabei umsorgt sie den Fahrer trotz ihres eher einfach gehaltenen Fahrwerks mit angemessenem Komfort. Abends nach der Arbeit auf ihr in die untergehende Sonne reiten, das ist zwar kitschig, aber irgendwie schön.
Ein kleiner Wehrmutstropfen sind die Kawa-typischen, mit 6.000 Kilometern recht kurz gehaltenen Wartungsintervalle.
Aber sonst? Mehr Motorrad muss es nicht sein, die Kaufempfehlung steht.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - was bleibt hängen
Dir Aprilia Tuono 660 hält, was sie verspricht. Sie ist ein sportlich-rassiges Naked-Bike mit gaaaanz viel Charakter. Der Preis von 10.500 Euro ist etwas ambitioniert, vor allem im Vergleich zur Schwester RS 660, bei der der QuickShifter in Serie dabei ist. Wir würden trotz des Aufpreises von 219 Euro bei diesem Motorrad unbedingt zum QuickShifter raten, weil es a) zu diesem Bike passt und weil b) das 6-Gang Getriebe etwas knochig und hakelig ist.Die Tuono lässt einen nicht kalt, sie ist nicht perfekt und das ist auch gut so. Jede Fahrt wird zu einem Erlebnis und Design sowie Lautstärke lassen einen Tuono-Biker aus der Masse hervorstechen - geiles Bike!
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Zweirad-Technik-Schielmann in Bokel - vielen Dank.
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Kawasaki Vulcan S vs. Aprilia Tuono 660: Vergleich der zwei Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Kawasaki Vulcan S und die Aprilia Tuono 660, wird der Vergleich besonders spannend. Die Vulcan S steht für entspanntes Cruisen, eine zugängliche Sitzposition und ein Motorradgefühl, das eher nach „einfach losfahren“ klingt. Die Tuono 660 dagegen ist deutlich sportlicher angelegt: Sie will Kurven, will Dynamik und vermittelt ein agiles Handling, das man spürt, sobald die ersten Meter rollen.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Bikes im Alltag und auf der Straße unterscheiden – ohne einzelne Zahlen in den Vordergrund zu stellen. Stattdessen steht der praktische Eindruck im Fokus: Motorcharakter, Fahrwerk und Bremsen, Komfort und Alltagstauglichkeit sowie die Frage, welches Motorrad besser zu welchem Fahrstil passt.
Grundcharakter: Cruiser-Entspannung vs. sportliche Agilität
Wie sich die Kawasaki Vulcan S anfühlt
Die Kawasaki Vulcan S wirkt wie ein Motorrad, das den Tag nicht „abkürzt“, sondern angenehm gestaltet. Der Motor und die Abstimmung zielen auf ein harmonisches Ansprechverhalten und eine gleichmäßige Kraftentfaltung. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das besonders auf längeren Strecken und im Stadtverkehr überzeugt: nicht hektisch, sondern kontrolliert.
Wie sich die Aprilia Tuono 660 anfühlt
Die Aprilia Tuono 660 ist dagegen spürbar auf Performance getrimmt. Das Motorrad lädt dazu ein, zügiger zu fahren, früher zu reagieren und die Maschine aktiv zu bewegen. Das Handling wirkt leichtfüßig, und der Motor unterstützt den sportlichen Rhythmus – mit einem Antritt, der sich nicht nur „irgendwie“ anfühlt, sondern klar auf Fahrspaß ausgelegt ist.
Sitzposition und Komfort: Wer sitzt wie – und warum das zählt
Ein großer Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der Ergonomie. Die Vulcan S setzt auf eine entspannte Haltung, die den Rücken entlastet und das Fahren auch bei längeren Ausfahrten angenehm macht. Gerade wenn häufig Stop-and-Go oder längere Landstraßenfahrten anstehen, spielt diese Art von Komfort ihre Stärken aus.
Die Tuono 660 ist sportlicher positioniert. Das bedeutet: mehr „Fahrzeuggefühl“ und direkterer Kontakt zur Straße, aber auch eine Haltung, die man bewusst mögen muss. Wer häufig dynamisch fährt oder Kurven gerne „arbeitet“, wird die sportliche Sitzposition als Vorteil empfinden. Wer dagegen vor allem gemütlich unterwegs ist, könnte die Tuono 660 schneller als fordernd wahrnehmen.
Motor und Antrieb: Kraftentfaltung im Vergleich
Beim Motorcharakter zeigt sich der Unterschied zwischen Cruiser und sportlichem Naked Bike besonders deutlich. Die Kawasaki Vulcan S punktet mit einer gut dosierbaren Leistungsentfaltung. Das macht sie attraktiv für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich leicht beherrschen lässt und in vielen Situationen souverän wirkt – vom entspannten Rollen bis zum zügigen Beschleunigen.
Die Aprilia Tuono 660 bringt dagegen mehr „Biss“ in den Alltag. Die Kraft wirkt präsenter, das Motorrad reagiert direkter auf Gasbefehle und unterstützt ein aktives Fahrverhalten. Dadurch entsteht ein Fahrspaß, der besonders auf kurvigen Strecken und bei sportlicher Fahrweise stark zum Tragen kommt.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Im Fahrwerk zeigt sich, wie unterschiedlich die Zielgruppe gedacht ist. Die Vulcan S vermittelt ein ruhigeres, gutmütiges Fahrverhalten. Das Motorrad bleibt dabei stabil und lässt sich auch dann angenehm bewegen, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Das ist ein Vorteil, wenn häufig unterschiedliche Beläge, Stadtstraßen oder längere Streckenabschnitte vorkommen.
Die Tuono 660 ist spürbar auf Agilität ausgelegt. Das Handling wirkt schnell und präzise, und das Motorrad lädt dazu ein, Linien zu wechseln und Kurven zügig anzusteuern. Wer gerne „mit dem Motorrad arbeitet“, wird die Rückmeldung und die Wendigkeit besonders schätzen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es vor allem um Gefühl und Dosierbarkeit. Die Kawasaki Vulcan S bietet ein Bremsverhalten, das sich für den Alltag sehr gut anfühlt: kontrolliert, gut vorhersehbar und passend für entspannte bis zügige Fahrten. Das ist besonders hilfreich, wenn häufig im Stadtverkehr gebremst wird oder wenn man nicht ständig maximal sportlich fährt.
Die Aprilia Tuono 660 wirkt im Vergleich sportlicher. Das Bremsgefühl unterstützt dynamisches Fahren und vermittelt mehr „Sportvertrauen“ beim stärkeren Verzögern. Wer häufig zügig unterwegs ist oder auf der Landstraße das Tempo variiert, wird die sportliche Abstimmung als Pluspunkt sehen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und längere Touren
Beide Motorräder können im Alltag überzeugen, aber auf unterschiedliche Weise.
Vulcan S: Besonders stark, wenn es um entspanntes Vorankommen geht. Die Kombination aus komfortabler Sitzposition und gutmütigem Fahrverhalten macht sie zu einer sinnvollen Wahl für Pendler, Tourenfahrer und alle, die ein Motorrad möchten, das nicht ständig nach „sportlicher Aufmerksamkeit“ verlangt.
Tuono 660: Besonders stark, wenn die Fahrt mehr sein soll als nur Strecke zurücklegen. Auf der Landstraße, bei wechselnden Kurvenradien und bei zügigem Fahren zeigt die Tuono 660 ihre Stärken. Auch im Stadtverkehr kann sie Spaß machen, allerdings eher dann, wenn man das sportliche Handling bewusst nutzt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Kawasaki Vulcan S
- Entspannter Charakter: Das Motorrad wirkt zugänglich und macht das Fahren unkompliziert.
- Komfortorientierte Ergonomie: Die Sitzposition unterstützt längere Fahrten und entspanntes Tempo.
- Ruhiges Handling: Stabilität und gutmütiges Fahrverhalten helfen im Alltag.
Schwächen bzw. Grenzen der Kawasaki Vulcan S
- Weniger Fokus auf maximale Dynamik: Wer sportlich „ziehen“ will, wird die Tuono 660 als klarer empfinden.
- Sportliche Ansprüche: Bei sehr ambitionierter Fahrweise wirkt die Ausrichtung weniger „aggressiv“ als bei der Aprilia.
Stärken der Aprilia Tuono 660
- Sportlicher Fahrspaß: Motorcharakter und Antrieb unterstützen dynamisches Fahren.
- Agiles Handling: Schnelle Reaktionen und präzises Kurvengefühl machen Lust auf mehr.
- Brems- und Fahrwerksgefühl für Tempo: Mehr Vertrauen bei zügigem Fahren.
Schwächen bzw. Grenzen der Aprilia Tuono 660
- Sportliche Sitzposition: Für sehr gemütliche Touren kann das weniger entspannend sein.
- Anspruch an Fahrstil: Wer vor allem „easy“ unterwegs sein möchte, nutzt die Stärken möglicherweise nicht voll aus.
Welche Wahl passt besser? Fazit
Die Kawasaki Vulcan S ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das vor allem komfortabel, unkompliziert und alltagstauglich ist. Sie eignet sich besonders für entspannte Touren, Pendeln und alle, die ein harmonisches Fahrgefühl bevorzugen und nicht ständig das Tempo maximal ausreizen wollen. Die Stärken liegen in der gutmütigen Art, der angenehmen Sitzposition und dem ruhigen, kontrollierten Handling.
Die Aprilia Tuono 660 passt besser, wenn sportlicher Fahrspaß im Vordergrund steht. Wer Kurven liebt, dynamisch beschleunigt und ein Motorrad möchte, das schnell reagiert und mehr „Performance-Feeling“ vermittelt, wird mit der Tuono 660 deutlich glücklicher. Die Grenzen liegen vor allem dort, wo man sehr gemütlich unterwegs sein will: Dann kann die sportlichere Ausrichtung schneller als weniger entspannend empfunden werden.
Kurz gesagt: Vulcan S für entspanntes Cruisen und Komfort – Tuono 660 für Agilität, Dynamik und sportliche Fahrfreude.