| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 14.995 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Fahrstabilität
- Verarbeitung
- Kurze Wartungsintervalle
- Drehfreudiger Motor mit ordentlich Schmackes
- Gute Fahrleistungen
- Erstaunlich wendig
- Relativ leicht, auch für Einsteiger geeignet
- Sound 1b
- Verarbeitung hier und da etwas lieblos
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.310 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 975 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 97 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 61 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 6.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 176 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 311 | km |
| Leistung | 90 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 95 NM bei 5.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 229 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Perimeter | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Gasdruck-Stoßdämpfer (Federweg 80)mm | |
| Reifen vorne | 120/70 R18M/C 59H | |
| Reifen hinten | 160/60 R17M/C 69H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa Telegabel 41 mm (Federweg 114)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 57H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 77H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Einzelscheibe, Brembo, axial ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - ein Cruiser
Was bleibt? Die Kawasaki Vulcan S ist definitiv kein Sportler, aber sie ist auch kein schweres, unbewegliches Wesen. Alpenpässe bereiten ihr keine Sorgen, dabei umsorgt sie den Fahrer trotz ihres eher einfach gehaltenen Fahrwerks mit angemessenem Komfort. Abends nach der Arbeit auf ihr in die untergehende Sonne reiten, das ist zwar kitschig, aber irgendwie schön.
Ein kleiner Wehrmutstropfen sind die Kawa-typischen, mit 6.000 Kilometern recht kurz gehaltenen Wartungsintervalle.
Aber sonst? Mehr Motorrad muss es nicht sein, die Kaufempfehlung steht.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - was bleibt hängen
Die Harley Nightster macht mächtig Spaß! Gerade auf Landstraßen entpuppt sie sich als überraschend agiles Bike. Der Motor hat ordentlich Leistung und fühlt sich ebenso überraschend auch in höheren Drehzahl-Gefilden wohl. Die Nightster sieht zwar aus wie eine typische Harley, ist in vielen Dingen aber anders. Besser oder schlechter? Ansichtssache! Echte V2-Dampfhammerfans wird sie nicht überzeugen, alleine schon wegen des zurückhaltenden Sounds (90 dbA Standgeräusch). Wir glauben aber, dass Harley mit der Nightster neue Kundengruppen gewinnen will, und das dürfte auch gelingen.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Harley Davidson Kiel für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die Nightster als Vorführer - neben vielen anderen schicken Harleys. Ein Besuch bei HD Hiel lohnt sich immer, alleine schon wegen des großen Angebots an gebrauchten Maschinen. Außerdem kann man dort eine herrliche Runde um den Westensee drehen - viel Spaß!
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Kawasaki Vulcan S vs. Harley-Davidson Nightster: Vergleich für Cruiser-Fans
Wer zwischen Kawasaki Vulcan S und Harley-Davidson Nightster schwankt, steht vor einer typischen Entscheidung: Auf der einen Seite steht ein moderner Cruiser mit klarer Alltagstauglichkeit und einem sehr zugänglichen Fahrgefühl. Auf der anderen Seite wartet ein Harley-Konzept, das stark über Charakter, Design und das typische Vibe-Feeling punktet. Beide Motorräder sind für die Straße gemacht, beide wirken auf den ersten Blick ähnlich „cruisig“, aber sie spielen ihre Stärken auf unterschiedliche Weise aus.
Im folgenden Vergleich werden die wesentlichen Unterschiede herausgearbeitet: Wie unterscheiden sich Motorcharakter und Ansprechverhalten, wie steht es um Ergonomie und Sitzposition, und welche Rolle spielen Fahrwerk, Bremsen sowie die Ausstattung im Alltag? Dabei geht es nicht um reine Daten, sondern um das, was sich beim Fahren wirklich bemerkbar macht.
Grundidee der beiden Cruiser: modern & flexibel vs. Harley-typisch & markant
Kawasaki Vulcan S: pragmatisch, anpassbar, alltagstauglich
Die Kawasaki Vulcan S ist als Cruiser so ausgelegt, dass sie sich schnell „richtig“ anfühlt. Besonders auffällig ist die Art, wie sie mit unterschiedlichen Körpergrößen und Fahrstilen zurechtkommt. Das Konzept zielt darauf ab, dass das Motorrad nicht nur für eine bestimmte Zielgruppe passt, sondern möglichst vielen Fahrern den Einstieg erleichtert.
Harley-Davidson Nightster: kompakt, eigenständig, mit starkem Markencharakter
Die Harley-Davidson Nightster setzt dagegen auf ein klar erkennbares Harley-Profil. Sie wirkt kompakt, betont die typische Cruiser-Optik und vermittelt ein Fahrgefühl, das stärker auf „Stimmung“ und Charakter ausgelegt ist. Wer Harley fährt, sucht oft nicht nur Effizienz, sondern auch das Erlebnis: Sound, Haltung und das Gefühl, ein Motorrad zu bewegen, das sich nicht verstecken muss.
Motor & Fahrgefühl: wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag anfühlen
Beim Vergleich der beiden Motoren zeigt sich vor allem ein Unterschied in der Art, wie Leistung nutzbar wird. Die Kawasaki Vulcan S wirkt im Alltag oft sehr „leicht zu handeln“: Gasbefehle werden sauber umgesetzt, das Motorrad lässt sich in niedrigen bis mittleren Drehzahlen gut bewegen und wirkt dabei nicht hektisch. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig Stadtverkehr, kurze Strecken und wechselnde Geschwindigkeiten anstehen.
Die Harley-Davidson Nightster spielt ihre Stärken eher in dem Bereich aus, in dem der Cruiser-Charakter zählt: gleichmäßiges Rollen, spürbares Ansprechverhalten und ein Motorgefühl, das stärker nach „Vibe“ klingt und sich auch so anfühlt. Im Vergleich zur Kawasaki kann das subjektive Empfinden je nach Fahrstil variieren: Wer gern ruhig und mit Gefühl fährt, wird die Nightster oft als stimmiger erleben. Wer dagegen sehr häufig dynamische Zwischenspurts oder häufiges Beschleunigen aus dem Stand heraus bevorzugt, achtet stärker auf die Art der Leistungsentfaltung und auf das Zusammenspiel mit Getriebe und Drehzahlbereich.
Ergonomie & Sitzposition: entspannter Cruiser oder sportlicherer Eindruck?
Beide Motorräder sind Cruiser, aber die Sitzhaltung ist nicht identisch. Die Kawasaki Vulcan S wirkt häufig so, als sei sie auf „einfach losfahren“ getrimmt. Die Sitzposition kann je nach Einstellung und Körpergröße sehr gut funktionieren, wodurch sich längere Fahrten angenehmer anfühlen. Gerade wenn die Arme nicht zu weit nach vorn greifen müssen und der Kniewinkel stimmig ist, steigt die Alltagstauglichkeit.
Die Harley-Davidson Nightster vermittelt dagegen oft einen etwas „direkteren“ Eindruck. Das kann sich gut anfühlen, wenn eine kompakte Haltung bevorzugt wird. Gleichzeitig gilt: Je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit kann die Nightster für manche Fahrer im Alltag komfortabler wirken als für andere. Der entscheidende Punkt ist weniger „besser oder schlechter“, sondern ob die Sitzposition zur eigenen Anatomie passt.
Fahrwerk & Handling: Stabilität, Komfort und das Gefühl in Kurven
Beim Fahrwerk zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten. Die Kawasaki Vulcan S zielt auf ein ausgewogenes Setup, das sowohl auf geraden Strecken als auch in Kurven kontrolliert bleibt. Das Motorrad wirkt dabei oft gutmütig: Es lässt sich zügig in die Kurve bringen, ohne dass es sofort „zu viel“ wird. Für Fahrer, die gern entspannt cruisen, aber trotzdem Kurvenfahrten mögen, ist das ein klarer Vorteil.
Die Harley-Davidson Nightster kann im Handling ebenfalls überzeugen, aber das Fahrgefühl ist stärker von Charakter und Abstimmung geprägt. In schnellen Richtungswechseln oder bei sehr sportlicher Gangart kann sich zeigen, ob die eigene Fahrweise zur Geometrie passt. Wer vor allem gleichmäßige Linien fährt und das Motorrad eher „rollen lässt“, wird die Nightster häufig als stimmig erleben. Wer dagegen sehr aktiv arbeitet, achtet stärker auf das Zusammenspiel aus Federung, Reifen und Lenkverhalten.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei den Bremsen ist das Ziel bei beiden Motorrädern klar: kontrolliertes Verzögern und ein Gefühl von Sicherheit. Die Kawasaki Vulcan S punktet dabei oft mit einer gut dosierbaren Bremswirkung, die sich im Alltag leicht anfühlt. Das ist besonders hilfreich, wenn häufig aus niedrigen Geschwindigkeiten verzögert werden muss oder wenn der Verkehr unübersichtlich ist.
Die Harley-Davidson Nightster kann ebenfalls souverän bremsen, wirkt aber im Empfinden teils „direkter“ oder „charaktervoller“. Das ist nicht automatisch besser, aber es kann sich für Fahrer, die gern bewusst bremsen und das Motorrad spüren möchten, sehr passend anfühlen. Wer dagegen möglichst stressfrei und fein dosierbar unterwegs sein will, achtet stärker auf die intuitive Handhabung im Alltag.
Ausstattung & Alltag: was im Alltag wirklich zählt
Im Alltag entscheidet nicht nur der Motor, sondern auch die Summe aus Ergonomie, Bedienbarkeit und Ausstattung. Die Kawasaki Vulcan S wirkt häufig wie ein Motorrad, das man schnell „versteht“: Bedienelemente sind logisch, die Handhabung wirkt unkompliziert, und das Gesamtpaket ist auf Nutzung im Alltag ausgelegt. Das macht sie interessant für Pendler, Wochenendfahrer und alle, die ein Motorrad suchen, das nicht ständig „Erklärungsbedarf“ hat.
Die Harley-Davidson Nightster spielt dagegen stärker mit dem Thema Stil und Individualität. Wer Wert auf ein stimmiges Gesamtbild legt und gern Zubehör oder Anpassungen plant, findet hier oft eine gute Basis. Gleichzeitig sollte man bei der Kaufentscheidung darauf achten, wie die Ausstattung im eigenen Nutzungsprofil passt: kurze Strecken, längere Touren, Stadt oder Landstraße – das entscheidet, wie zufrieden man am Ende ist.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Kawasaki Vulcan S
- Sehr zugängliches Fahrgefühl: lässt sich im Alltag leicht handhaben.
- Gute Anpassbarkeit: Ergonomie kann je nach Fahrer sehr gut funktionieren.
- Ausgewogenes Setup: stabil und kontrolliert, ohne übertrieben zu wirken.
- Alltagstauglichkeit: ideal für Stadtverkehr und gemischte Strecken.
Schwächen bzw. Grenzen der Kawasaki Vulcan S
- Weniger „Harley-Feeling“: wer stark auf Markencharakter setzt, könnte weniger emotional abgeholt werden.
- Charakter eher funktional: nicht jeder empfindet das als Nachteil, aber es ist ein Unterschied.
Stärken der Harley-Davidson Nightster
- Starker Marken- und Erlebnisfaktor: Design und Motorgefühl wirken besonders präsent.
- Stimmiges Cruiser-Vibe: macht Spaß beim ruhigen Cruisen und bei bewusster Fahrweise.
- Gute Basis für Individualisierung: viele Fahrer nutzen das Motorrad gern als Projekt.
Schwächen bzw. Grenzen der Harley-Davidson Nightster
- Komfort hängt stärker vom Fahrer ab: Sitzposition und Haltung sollten passen.
- Fahrgefühl nicht für jeden gleich „leicht“: wer maximale Alltagseinfachheit sucht, sollte Probefahrt priorisieren.
Welche Wahl passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung zwischen Kawasaki Vulcan S und Harley-Davidson Nightster lässt sich am besten über das eigene Nutzungsprofil treffen. Wer ein Motorrad sucht, das sich schnell in den Alltag integriert, gern unkompliziert fährt und bei dem Ergonomie und Handhabung im Vordergrund stehen, wird mit der Kawasaki häufig sehr zufrieden sein. Besonders dann, wenn häufig Stadtverkehr, wechselnde Strecken und entspanntes Tempo dominieren.
Wer dagegen vor allem ein Motorrad möchte, das sich nach Cruiser anfühlt, optisch und akustisch präsent ist und bei dem der Charakter Teil des Fahrspaßes ist, findet in der Harley-Davidson Nightster oft die passendere Wahl. Sie ist besonders attraktiv für Fahrer, die bewusst cruisen, das Motorrad gern zeigen und sich mit dem Harley-Konzept identifizieren.
Fazit:
Die Kawasaki Vulcan S ist die bessere Wahl für alle, die einen modernen Cruiser suchen, der sich im Alltag leicht bedienen lässt, ergonomisch flexibel wirken kann und ein ausgewogenes, gutmütiges Fahrgefühl bietet. Sie eignet sich besonders, wenn viele kurze Strecken, Stadtfahrten und gemischte Routen anstehen und wenn Komfort sowie unkomplizierte Handhabung wichtiger sind als maximaler Markencharakter.
Die Harley-Davidson Nightster passt am besten zu Fahrern, die Cruiser-Feeling nicht nur als Funktion, sondern als Erlebnis verstehen: markantes Design, starker Charakter und ein Fahrgefühl, das sich stärker über Stimmung und Identität definiert. Wer gern bewusst cruisen möchte und Wert auf das Harley-Vibe legt, wird mit der Nightster häufig mehr emotionale Zufriedenheit finden.
Am Ende entscheidet die Probefahrt: Wer sich sofort „richtig“ fühlt, hat das passende Motorrad gefunden – und beide Modelle können genau das sein, wenn sie zum eigenen Fahrstil und zur eigenen Erwartungshaltung passen.