| UVP | 8.095 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 16.949 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Optik & klassische Rundinstrumente
- Gewicht & Handling
- gute Bremsen vorne
- bequeme Sitzposition
- verstellbare Hebel
- kleiner Tank
- einige Merkmale nicht 100% Retro
- komplette technische Ausstattung in Serie
- prächtiger Triple mit reichlich Dampf
- semi-aktives Fahrwerk
- starke Bremsen
- 30 Liter Koffer inklusive
- eingeschränkte Offroad-Fähigkeiten
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 187 | kg |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Länge | 2.065 | mm |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.115 | mm |
| Gewicht | 223 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 845-860 | mm |
| Höhe | 1.430 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 68 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 64 NM bei 6.700 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 357 | km |
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 218 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Horizontaler Back-Link Gasdruck-Stoßdämpfer mit einstellbarer Federbasis (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | 41mm Upside-Down-Telegabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 137)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | DoppelscheibeHalbschwimmende 300-mm-Doppel-Bremsscheiben. Doppelkolbenbremssattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Bremsscheibe. Einkolbenbremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 267 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Kawasaki Z 650 RS ist uns tatsächlich direkt ins Herz gefahren. Schön, dass Kawasaki das Retro-Thema nun auch in einem 2-Zylinder mit überschaubarer Leistung zu einem fairen Preis anbietet. So werden sich auch Fahranfänger und leichtere Pilot:innen gerne dem Thema Retro nähern. Was aber nicht heißen soll, dass die Z650RS nichts für alte Hasen wäre - im Gegenteil! Es wird da draußen garantiert viele erfahrene Biker geben, die nur zu gerne von ihrem 250+ Kilomonster absteigen und auf dieses leichte und richtig schön zu fahrende Bike aufsteigen wollen.Das Testbike haben wir netterweise von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt bekommen. Wer eine Testfahrt wagen möchte oder sich für eine andere Kawasaki (oder Husqvarna) interessiert, sollte unbedingt einen kleinen Ausflug nach Dithmarschen ins Auge fassen. Herrliche Landstraßen und ein guter Kaffee (!) erwarten Dich.
Fazit
Die neue Tracer 9 GT+ von Yamaha ist ein großer Wurf. Die Maschine ist sportlich, dabei aber komplett reisetauglich. Insofern verspricht die Bezeichnung Cross-Over oder wie Yamaha sagt "Sport-Tourer" nicht zu viel: Diese Maschine kann wirklich viel und bringt jede Menge Fahrspaß mit. Wer hier Kritik sucht, den müssen wir leider vertrösten. Es gibt nichts zu kritisieren. Wer auf einfach gestrickte Maschinen steht, der ist hier allerdings falsch. Die neue Tracer 9 GT+ brennt ein Feuerwerk an Technik und innovativen Systemen ab und benötigt daher auch wenig Einarbeitungszeit bei der Bedienung.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die Tracer 9 GT+ als Vorführer und freut sich auf Probefahrten. Außerdem gibt es bei Motorrad Ruser auch die anderen Tracer 9 Modelle sowie eigentlich alle Yamahas zum Probefahren. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgibiege Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser - und den guten Kaffee probieren!
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Z 650 RS vs Yamaha Tracer 9 GT Plus: Vergleich für Alltag, Tour und Reise
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Z 650 RS steht für einen klaren, modernen Straßencharakter: leicht zugänglich, alltagstauglich und mit dem Anspruch, sich im Stadtverkehr genauso wohlzufühlen wie auf der Feierabendrunde. Die Yamaha Tracer 9 GT Plus dagegen ist deutlich stärker auf lange Strecken und Komfort ausgelegt. Hier geht es um Reisegefühl, Elektronik, Windschutz und eine Ausstattung, die das Motorrad zu einem echten Tourenwerkzeug macht.
Im Folgenden werden die beiden Modelle nicht nur nebeneinander gestellt, sondern die typischen Unterschiede herausgearbeitet: Wie wirken sich Motor und Fahrwerk auf das Tempo und die Alltagstauglichkeit aus? Wo liegen die Stärken bei Komfort und Handling? Und welche Schwächen können je nach Anspruch ins Gewicht fallen?
Grundcharakter: Street-Bike vs. Tourenmaschine
Kawasaki Z 650 RS – kompakt, direkt, straßennah
Die Kawasaki Z 650 RS wirkt wie ein Motorrad, das man schnell versteht. Der Fokus liegt auf einem lebendigen Ansprechverhalten und einem Fahrgefühl, das sich eher nach „einfach losfahren“ anfühlt als nach „erst einrichten und dann genießen“. Gerade auf kurvigen Landstraßen spielt die Z 650 RS ihre Stärken aus: Sie ist handlich, reagiert zügig auf Gasbefehle und bleibt auch bei wechselnden Geschwindigkeiten gut kontrollierbar.
Yamaha Tracer 9 GT Plus – komfortorientiert und reisetauglich
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist dagegen ein Motorrad, das man mit dem Gedanken an Touren betrachtet. Der Aufbau zielt auf Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten, auf guten Windschutz und auf eine Ausstattung, die das Fahren entspannter macht. Das Motorrad wirkt weniger wie ein „kurzer Spaß“ und mehr wie ein „großer Plan“: lange Strecken, wechselnde Bedingungen und das Bedürfnis, auch nach vielen Kilometern noch frisch anzukommen.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motoren zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Kawasaki Z 650 RS ist eher auf ein harmonisches, straßentaugliches Leistungsbild ausgelegt. Das bedeutet: Der Motor lässt sich gut dosieren, macht im mittleren Drehzahlbereich Spaß und unterstützt ein flüssiges Fahren. Wer oft in der Stadt unterwegs ist oder gern zügig beschleunigt, profitiert von der unkomplizierten Handhabung.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus bringt dagegen mehr „Tour-Power“ mit. Das merkt man vor allem dann, wenn es um gleichmäßiges Dahingleiten bei höheren Geschwindigkeiten geht oder um Überholmanöver, bei denen man schnell Reserven abrufen möchte. Die Stärke liegt weniger im hektischen Antritt, sondern im souveränen Durchzug und in der Art, wie der Motor das Motorrad stabil beschleunigt.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Kawasaki Z 650 RS: leicht zu bewegen
Die Kawasaki Z 650 RS spielt ihre Karten beim Handling aus. Das Motorrad wirkt agil, lässt sich in Kurven zügig einlenken und bleibt dabei gut berechenbar. Gerade wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn häufig die Richtung gewechselt wird, zeigt sich die Stärke: Das Bike „mitdenkt“, statt sich aufzudrängen.
Als mögliche Schwäche kann sich je nach Anspruch die eher straßenorientierte Auslegung bemerkbar machen. Wer sehr sportlich fährt oder häufig mit Gepäck unterwegs ist, wird die Grenzen eher spüren als bei einem explizit tourorientierten Setup.
Yamaha Tracer 9 GT Plus: souverän auf Distanz
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist auf Stabilität ausgelegt. Das Fahrwerk unterstützt ruhiges, kontrolliertes Fahren, besonders bei längeren Autobahnabschnitten oder bei höheren Reisegeschwindigkeiten. In Kurven vermittelt das Motorrad ein sicheres Gefühl, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
Die Kehrseite: Durch die tourtypische Ausrichtung und die Gesamtkonzeption kann sich die Tracer 9 GT Plus im engen Stadtverkehr oder bei sehr langsamen Manövern schwerfälliger anfühlen. Wer häufig stop-and-go fährt oder enge Parklücken ansteuert, merkt den Unterschied zur kompakteren Z 650 RS.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind auf sicheres Bremsen ausgelegt, aber der Vergleich zeigt unterschiedliche Schwerpunkte. Die Kawasaki Z 650 RS überzeugt mit einem direkten Ansprechverhalten: Das Gefühl an der Bremse ist klar, und das Motorrad lässt sich gut dosieren. Das ist besonders praktisch, wenn man im Alltag oft aus dem Stadtverkehr heraus verzögert oder in Kurven kontrolliert Tempo abbaut.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus punktet vor allem mit der Kombination aus Bremsleistung und Stabilität. Bei längeren Touren, bei wechselnden Geschwindigkeiten und bei häufigen Verzögerungen aus höheren Tempi spielt die Tracer ihre Stärke aus: Das Motorrad bleibt dabei ruhig und berechenbar. Als mögliche Schwäche kann gelten, dass das „Reisepaket“ insgesamt mehr Motorrad ist – wer ein möglichst leichtes, sportliches Gefühl sucht, könnte sich weniger „leichtfüßig“ fühlen.
Komfort und Ergonomie: Sitzgefühl entscheidet
Hier trennt sich die Spreu schnell. Die Kawasaki Z 650 RS ist eher auf eine straßennahe, sportlich-kompakte Ergonomie ausgelegt. Das bedeutet: Die Sitzposition wirkt aktiv, die Arme und der Oberkörper sind so, dass man das Motorrad gut kontrollieren kann. Für Tagesfahrten und kürzere Touren ist das ein Vorteil, weil man sich schnell „eingewöhnt“.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus setzt dagegen auf Komfort für lange Strecken. Windschutz, Sitzposition und die allgemeine Auslegung zielen darauf, dass der Körper weniger ermüdet. Gerade auf Autobahnabschnitten oder bei wechselndem Wetter ist das ein echter Pluspunkt. Wer häufig weite Strecken fährt, wird den Unterschied eher früher als später merken.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung vs. Fokus aufs Fahren
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist in der Regel deutlich stärker im Bereich Elektronik und Assistenzsysteme positioniert. Das zeigt sich in der Art, wie das Motorrad das Fahren unterstützt: Traktions- und Fahrmodi, die je nach Auslegung das Ansprechverhalten beeinflussen, sowie weitere Funktionen, die das Handling erleichtern können. Das ist besonders wertvoll, wenn die Bedingungen nicht ideal sind oder wenn man sich auf Tour nicht ständig um Details kümmern möchte.
Die Kawasaki Z 650 RS setzt stärker auf das unmittelbare Fahrerlebnis. Das kann ein Vorteil sein, weil man sich weniger „durch Menüs“ oder Einstellungen arbeiten muss. Als Schwäche im Vergleich zur Tracer kann gelten, dass der Komfort- und Sicherheitsfokus der Elektronik weniger umfangreich ausfällt – zumindest im typischen Anspruch, den eine GT Plus-Variante mitbringt.
Ausstattung und Alltagstauglichkeit: Was man wirklich nutzt
Im Alltag zählt nicht nur, was auf dem Papier steht, sondern was sich im täglichen Gebrauch bewährt. Die Kawasaki Z 650 RS wirkt wie ein Motorrad, das man unkompliziert nutzt: für Pendelstrecken, für spontane Ausfahrten und für Fahrten, bei denen man nicht zwingend alles „auf Tour“ auslegt. Die Stärke liegt in der Zugänglichkeit und im unkomplizierten Handling.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist dagegen stärker auf „bereit für alles“ ausgelegt. Wer regelmäßig mit Gepäck unterwegs ist, längere Etappen fährt oder Wert auf eine umfassendere Tourenausstattung legt, wird die Tracer als stimmiges Gesamtpaket erleben. Mögliche Schwäche: Der Komfort- und Ausstattungsfokus kann dazu führen, dass das Motorrad im reinen Kurzstreckenbetrieb weniger „leicht“ wirkt als die Z 650 RS.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Kawasaki Z 650 RS
- Agiles Handling für Stadt und kurvige Landstraßen
- Direktes, straßennahes Fahrgefühl mit gut dosierbarer Leistungsentfaltung
- Unkomplizierte Alltagstauglichkeit für spontane Fahrten
Schwächen der Kawasaki Z 650 RS
- Weniger Fokus auf Langstrecken-Komfort im Vergleich zur Tour-Orientierung der Tracer
- Tour-Anspruch mit Gepäck kann je nach Fahrstil früher an Grenzen stoßen
Stärken der Yamaha Tracer 9 GT Plus
- Tourenkomfort mit Fokus auf Windschutz und entspannterem Fahren
- Souveräner Durchzug für zügige Etappen und Überholmanöver
- Umfangreiche Elektronik für Unterstützung in unterschiedlichen Situationen
Schwächen der Yamaha Tracer 9 GT Plus
- Im engen Stadtbetrieb weniger „leichtfüßig“ als die kompakter ausgelegte Z 650 RS
- Mehr Motorrad kann für reine Kurzstreckenfahrer überdimensioniert wirken
Für wen passt welches Motorrad?
Die Kawasaki Z 650 RS ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich schnell anfühlt wie „das richtige“. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, gern kurvige Strecken fährt und dabei ein direktes, straßentaugliches Setup bevorzugt, findet in der Z 650 RS eine stimmige Wahl. Auch für Einsteiger, die ein modernes Bike mit gutem Handling wollen, kann sie interessant sein – vorausgesetzt, das eigene Fahrprofil passt zur eher straßenorientierten Auslegung.
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus richtet sich an Menschen, die regelmäßig größere Touren planen oder einfach gern lange Strecken fahren. Wer Komfort, Windschutz, eine tourtypische Ergonomie und eine stärkere Elektronikunterstützung schätzt, wird die Tracer als besonders passend empfinden. Auch für Fahrer, die häufig mit Gepäck unterwegs sind oder die Reisegeschwindigkeit gern hoch halten, wirkt die Tracer wie gemacht.
Fazit:
Die Kawasaki Z 650 RS ist die bessere Wahl, wenn der Alltag im Vordergrund steht: Sie überzeugt mit direktem Ansprechverhalten, agilerem Handling und einem unkomplizierten Fahrgefühl, das auf kurzen Strecken genauso Spaß macht wie auf Feierabendrunden. Die Yamaha Tracer 9 GT Plus spielt ihre Stärken dort aus, wo es lang wird: Komfort, Windschutz, souveräner Durchzug und die umfangreichere Elektronik sorgen dafür, dass Touren entspannter und berechenbarer wirken. Wer ein Motorrad für spontane Ausfahrten und kurvige Straßen sucht, liegt mit der Z 650 RS richtig. Wer dagegen regelmäßig große Strecken fährt, Wert auf Reisegefühl legt und Unterstützung durch moderne Technik möchte, trifft mit der Tracer 9 GT Plus die passendere Entscheidung.