| UVP | 7.545 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 9.495 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- Motor mit Dampf bei mittleren Drehzahlen
- brummeliger Sound
- einfachstes Fahrverhalten
- gutes Fahrwerk
- hoher Fahrspaß
- ab 7.000 Umin geht die Puste aus
- eingeschränkter Sozius-Komfort
- Bremse vorne könnte besser sein
- Sportlich
- Exklusiv
- Verarbeitung
- Preis
- Kombi-Display
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 188 | kg |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Länge | 2.055 | mm |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.065 | mm |
| Gewicht | 166 | kg |
| Radstand | 1.434 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.434 | mm |
| Sitzhöhe: | 0-830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Eintopf | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 68 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 64 NM bei 6.700 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
| Leistung | 75 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 72 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel WP Apex 43 mm (Federweg 135)mm | |
| Aufhängung vorne | 0 | |
| Federung hinten | WP Apex Monoshock (Federweg 135)mm | |
| Aufhängung hinten | Umgelenkte Schwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Vitpilen ist ein kleiner Rabauke, aber einer, der einen gefühlt nie im Stich lässt. Vorausgesetzt man kann sie sich leisten, bleibt die Frage: Will man sie sich leisten? Wir von motorradtest.de sind uns einig: ja! Fünfmal Daumen hoch.Sie ist der ideale Begleiter für die Dinge, die im Leben so Spaß machen. Und die schönsten davon sind die, die sich jeder Logik entziehen.
Gegen den Kauf spräche nur das, was uns Deutschen am liebsten ist: das Prinzip. Denn die Husqvarna Vitpilen 701 ist ein Naked Bike, was die Tourentauglichkeit naturgemäß einschränkt, dem steht schon der nur 12 Liter fassende Tank entgegen. Aber, das weiß man ja vorher. Wie, dass Eis dick macht, man nicht "Bauer sucht Frau" im Fernsehen schauen sollte oder dass das Verblasen von vier Liter feinstem Super auf 100 Kilometer nur aus Spaß ökologisch einfach Mist ist.
Wir befinden jetzt, dass wir der Political Correctness genüge getan haben, und jetzt geht endlich zum Händler und macht eine Probefahrt. ;)
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Heller & Soltau zur Verfügung gestellt.
Kleiner Nachtrag: Vitpilen ist Schwedisch und heißt übersetzt "Weißer Pfeil". Warum? Wir wissen's auch nicht.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Z 650 S vs. Husqvarna Vitpilen 701: Vergleich für Alltag, Landstraße und mehr
Wenn zwei Naked Bikes gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Es geht um das Gefühl beim Anlassen, um die Art, wie der Motor auf Gasbefehle reagiert, und darum, wie sich das Motorrad im Alltag anfühlt. Genau das macht den Vergleich zwischen der Kawasaki Z 650 S und der Husqvarna Vitpilen 701 so spannend: Die eine steht für ein sehr rundes, alltagstaugliches Gesamtpaket, die andere für Charakter, Präsenz und ein deutlich anderes Fahrprofil.
Erster Eindruck: Zwei Philosophien im Naked-Bike-Format
Die Kawasaki Z 650 S wirkt wie ein Motorrad, das man einfach gerne fährt. Die Linien sind stimmig, die Sitzposition ist auf Alltag ausgelegt und das Bike vermittelt schnell das Gefühl, dass es nicht nur für die Sonntagsrunde gedacht ist. Die Husqvarna Vitpilen 701 dagegen setzt stärker auf Individualität: Das Design ist markant, die Anmutung deutlich „streetfighteriger“, und schon beim ersten Blick wird klar, dass hier mehr Fokus auf Charakter und Fahrspaß liegt.
Design und Ergonomie: Wiedererkennbar statt beliebig
Beide Motorräder sind Naked Bikes, aber sie erzählen unterschiedliche Geschichten. Die Z 650 S bleibt eher „klassisch“ im Sinne eines modernen Allrounders. Die Vitpilen 701 wirkt dagegen wie ein Statement: kompakter, kantiger und mit einer Optik, die auch im Stand Aufmerksamkeit bekommt. Ergonomisch ist die Kawasaki häufig die angenehmere Wahl für lange Fahrten, während die Husqvarna eher den sportlich-direkten Eindruck vermittelt. Das heißt nicht, dass die Vitpilen unkomfortabel ist – sie fühlt sich nur stärker nach „Fahren“ an als nach „entspannt ankommen“.
Motor und Fahrgefühl: Sanftes Ansprechen vs. mehr Punch
Beim Motorcharakter trennen sich die Wege deutlich. Die Kawasaki Z 650 S spielt ihre Stärken vor allem in der Art, wie sie Leistung nutzbar macht: gleichmäßig, gut dosierbar und besonders im Stadt- und Landstraßenbetrieb angenehm. Das macht sie zur Maschine für alle, die häufig fahren und dabei nicht ständig nach dem „richtigen Moment“ suchen wollen.
Die Husqvarna Vitpilen 701 wirkt hingegen lebendiger und „präsenter“. Sie bietet ein Fahrgefühl, das schneller in Richtung sportliche Dynamik kippt. Wer gerne zügig beschleunigt, Kurven mit mehr Schwung angeht oder einfach das Gefühl von „mehr Motorrad“ sucht, wird an der Husqvarna eher Gefallen finden. Gleichzeitig bedeutet das: Die Vitpilen verlangt in manchen Situationen etwas mehr Feingefühl, weil sie nicht ganz so „zahm“ wirkt wie die Kawasaki.
Gasannahme und Alltag: Welche Art von Kontrolle passt?
Im Alltag ist die Kawasaki oft die entspanntere Wahl. Das Ansprechverhalten wirkt harmonisch, die Leistungsentfaltung lässt sich leicht in den Verkehrsfluss integrieren. Die Husqvarna macht ebenfalls Spaß im Alltag, aber sie fühlt sich stärker nach „Fahrmaschine“ an: Wer gern mit dem Motor arbeitet, wird die Vitpilen schnell lieben. Wer dagegen möglichst stressfrei unterwegs sein möchte, findet in der Z 650 S meist den leichteren Einstieg.
Fahrwerk und Handling: Stabilität und Komfort vs. Agilität mit Charakter
Beim Handling sind beide Motorräder auf ihre Art überzeugend. Die Kawasaki Z 650 S wirkt wie ein Bike, das Vertrauen aufbaut: Geradeauslauf und ruhiges Einlenken passen gut zusammen. In Kombination mit einer alltagstauglichen Abstimmung entsteht ein Fahrgefühl, das auch bei wechselnden Straßenverhältnissen angenehm bleibt.
Die Husqvarna Vitpilen 701 wirkt dagegen agiler und direkter. Das kann in Kurven ein großer Vorteil sein, weil das Motorrad schnell auf Impulse reagiert. Gleichzeitig kann diese Direktheit auch bedeuten, dass man sich stärker auf die eigene Fahrweise einstellen muss – vor allem, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man sehr entspannt unterwegs sein möchte.
Kurven und Tempo: Wer fühlt sich wohler wo?
Auf der Landstraße spielt die Kawasaki ihre Stärke als „rund laufender“ Allrounder aus: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad ständig nach Aufmerksamkeit verlangt. Die Husqvarna ist besonders dann im Element, wenn es dynamischer wird: beim Herausbeschleunigen, beim aktiven Fahren und wenn Kurven nicht nur „durchfahren“, sondern „gestaltet“ werden.
Bremsen und Sicherheit: Gefühl vs. Reserven
Bei den Bremsen geht es nicht nur um die reine Leistungsfähigkeit, sondern auch um das Feedback. Die Kawasaki Z 650 S bietet ein Bremsgefühl, das sich häufig sehr gut dosieren lässt. Das ist im Stadtverkehr und bei häufigen Verzögerungen ein echter Vorteil, weil man weniger „arbeiten“ muss, um sauber zu bremsen.
Die Husqvarna Vitpilen 701 wirkt im Vergleich oft kraftvoller und sportlicher im Ansatz. Das kann bei zügigem Fahren ein Plus sein, weil Reserven spürbar sind. Gleichzeitig gilt: Wer eher sanft und vorausschauend fährt, wird an der Kawasaki die entspanntere Dosierbarkeit schätzen; wer sportlich bremst, profitiert eher von der Husqvarna-Charakteristik.
Ausstattung und Alltag: Was man wirklich merkt
Im Alltag zählt, wie gut ein Motorrad im „echten Leben“ funktioniert: Sicht, Ergonomie, Bedienbarkeit und das Gesamtpaket aus Komfort und Funktion. Die Kawasaki Z 650 S wirkt hier wie der pragmatische Ansatz: Sie ist so abgestimmt, dass man sich schnell wohlfühlt und nicht ständig an Details denkt. Das macht sie besonders attraktiv für Pendler, Wochenendfahrer und alle, die ein Motorrad suchen, das einfach zuverlässig mitmacht.
Die Husqvarna Vitpilen 701 punktet stärker über den Charakter und die Art, wie sie sich anfühlt. Wer Wert auf eine markante Optik und ein Motorrad legt, das sich nicht nach „Standard“ anfühlt, wird die Husqvarna als deutlich emotionaler wahrnehmen. In der Praxis bedeutet das: Die Vitpilen ist oft die Wahl für Fahrer, die nicht nur von A nach B wollen, sondern unterwegs auch das Gefühl genießen möchten.
Komfort und Wind: Kleine Unterschiede, große Wirkung
Gerade bei längeren Strecken merkt man, wie ein Motorrad den Fahrtwind und die Sitzposition verarbeitet. Die Kawasaki wirkt dabei häufig harmonischer für längere Abschnitte. Die Husqvarna kann ebenfalls bequem sein, fühlt sich aber stärker nach „sportlich“ an – und das kann je nach Körpergröße und Fahrstil unterschiedlich ausfallen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Z 650 S – Stärken
- Allround-Charakter: leicht in den Alltag zu integrieren, ohne dass man ständig nachjustieren muss.
- Ruhiges, gut dosierbares Fahrgefühl: besonders angenehm im Stadt- und Landstraßenbetrieb.
- Komfortorientierte Abstimmung: wirkt oft entspannter für längere Fahrten.
Kawasaki Z 650 S – Schwächen
- Weniger „Wow“-Faktor im Motorcharakter: Wer maximale Emotion sucht, könnte die Kawasaki als zu harmonisch empfinden.
- Sportliche Dynamik: macht Spaß, bleibt aber eher im Rahmen eines komfortablen Allrounders.
Husqvarna Vitpilen 701 – Stärken
- Starker Charakter: fühlt sich lebendiger und präsenter an.
- Agiles Handling: macht Kurven und dynamische Fahrten besonders attraktiv.
- Sportliches Brems- und Ansprechgefühl: unterstützt zügiges Fahren.
Husqvarna Vitpilen 701 – Schwächen
- Anspruch an den Fahrstil: kann bei sehr entspanntem Fahren weniger „automatisch“ wirken.
- Komfortgefühl je nach Strecke: sportlicheres Empfinden kann auf langen Strecken unterschiedlich ausfallen.
Welche Kaufentscheidung passt? (Ohne Zahlen, mit klarem Profil)
Die Entscheidung zwischen Kawasaki Z 650 S und Husqvarna Vitpilen 701 hängt vor allem davon ab, welche Art von Motorradalltag gesucht wird.
Für wen ist die Kawasaki Z 650 S die bessere Wahl?
Die Z 650 S passt besonders gut, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sich einfach gut fahren lässt, im Alltag zuverlässig funktioniert und auch auf längeren Strecken angenehm bleibt. Wer häufig unterwegs ist, gerne entspannt rollt und dabei trotzdem genug Dynamik für Landstraße und flotte Ausfahrten möchte, findet in der Kawasaki meist die stimmigere Basis.
Für wen ist die Husqvarna Vitpilen 701 die bessere Wahl?
Die Vitpilen 701 ist ideal für Fahrer, die mehr Emotion wollen: ein lebendiges Motorgefühl, ein agiles Handling und ein Motorrad, das sich stärker nach „Fahrspaß“ anfühlt. Wer Kurven aktiv angeht, gerne zügig beschleunigt und das Motorrad auch optisch als Hingucker wahrnimmt, wird an der Husqvarna eher dauerhaft Freude haben.
Fazit:
Die Kawasaki Z 650 S ist die bessere Wahl, wenn ein Naked Bike gesucht wird, das im Alltag überzeugt: leicht zu beherrschen, angenehm dosierbar und insgesamt auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn häufig gefahren wird und das Motorrad einfach „mitmacht“, ohne dass man ständig an der Fahrweise feilen muss.
Die Husqvarna Vitpilen 701 gewinnt dagegen dort, wo Charakter zählt: mehr Lebendigkeit im Motorgefühl, direkteres Handling und ein sportlicheres Gesamtpaket. Wer Kurven dynamisch fährt, das Motorrad spürbar arbeiten lassen möchte und auch optisch etwas Besonderes sucht, findet in der Vitpilen den passenderen Partner.
Kurz gesagt: Kawasaki für den entspannten Allrounder, Husqvarna für den emotionalen Fahrspaß.