| UVP | 11.995 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 32.995 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Motor: Leistung & Kraft im Keller
- Motor: Charakter & Seele
- Motor: Samt & Seide
- einfache Bedienung
- fährt sich leichter als gedacht
- tolle Serienausstattung
- gutes Fahrwerk, gute Bremsen
- Endschalldämpfer optisch verbesserungswürdig
- Navi nur nach Freischaltung
- Hebel könnten schöner sein
- keine automatische Blinker-Rückstellung
- Beschleunigung
- Elektronisch voll ausgestattet
- gute Bremsen
- leichtes Handling
- teuer
- Reichweite
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.055 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 815 | mm |
| Höhe | 1.085 | mm |
| Gewicht | 251 | kg |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Länge | 2.135 | mm |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.080 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.099 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | E-Motor | |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 1 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 136 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 113 NM bei 7.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 247 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 304 | km |
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 15.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Reichweite | 158 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelrahmen | |
| Federung vorne | 41-mm-Upside-Down-Gabel, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Horizontaler Backlink-Gasdruck-Stoßdämpfer, Zugstufe, Federbasis einstellbar (Federweg 136)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 190/50ZR17M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | SHOWA SFF-BP (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | SHOWA BFRC (Federweg 115)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 73W | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo, radial montierte 4-Kolben-Festsättel, Monobloc ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben-Monoblock-Radialmontage ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Dual-Kolben ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die Kawasaki Z 1100 ist kein kompromissloses Hyper‑Naked, sondern ein souveränes, erwachsenes Power‑Bike mit Fokus auf nutzbarer Leistung, Stabilität und moderner Technik. Sie richtet sich an Fahrer, die ein starkes Naked Bike suchen, das im Alltag genauso überzeugt wie auf der Landstraße – ohne dabei extrem oder nervös zu wirken. Unterm Strich ist die Kawasaki Z 1100 eine gelungene Rückkehr in die obere Naked‑Bike‑Liga – souverän, stark und angenehm unaufgeregt.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die neue Kawasaki Z1100 als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgiebige Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser.
Fazit - was bleibt hängen
Elektro-Motorrad fahren ist ein bisschen wie Auto-Scooter fahren. Draufsetzen und "Gas" gegen. Kein Getriebe, keine Kupplung, keine Schalterei, kein Motor ruckelt, kein Sound, kein Gestank, keine Wärmeabgabe, kein Auspuff, kein Gar nichts. Wie sich das live anfühlt, kann man nur ganz schwer beschreiben. Wir waren davon einerseits fasziniert, andererseits ist es tatsächlich für alteingesessene Biker quasi ein Kulturbruch. Daran muss man sich erst gewöhnen.Dennoch sind wir uns sicher: Es wird zukünftig mehr Elektro-Motorräder geben. Es wird wohl aber auch noch eine ganze lange Zeit lang Verbrenner geben. Warum sollten auch nicht beide Technologien parallel existieren können? Wir sind jedenfalls jedes Mal darüber überrascht, mit welcher Wucht gerade die Gegner von Elektro-Fahrzeugen ihre Meinungen über solche Maschinen in die Tasten hauen. Siehe Kommentare zu unserem Test auf YouTube. Jungs, bleibt entspannt, niemand zwingt Euch dazu, solche Bikes zu kaufen.
Die Test-Maschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harley-Davidson Hamburg.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Z1100 vs Harley-Davidson LiveWire ELW – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend: Die Kawasaki Z1100 steht für die klassische Verbrenner-DNA – kraftvoll, direkt und mit dem typischen Charakter eines großen Hubraums. Die Harley-Davidson LiveWire ELW dagegen bringt die Zukunft auf die Straße: elektrisch, sofort ansprechbar und mit einem Fahrgefühl, das eher aus der Beschleunigung als aus dem Motorgeräusch lebt. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich so interessant – denn am Ende geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, wie sich die Konzepte im Alltag anfühlen.
Grundidee im Vergleich: Verbrenner-Charakter vs. E-Motor-Drive
Wie die Kawasaki Z1100 ihre Kraft auf die Straße bringt
Die Kawasaki Z1100 setzt auf das klassische Prinzip: Leistung entsteht über den Verbrennungsmotor, der mit Drehzahl und Lastwechseln arbeitet. Das spürt man besonders beim dynamischen Fahren: Gasgeben fühlt sich „mechanischer“ an, die Kraft baut sich spürbar über den Bereich auf und bleibt dabei kontrollierbar. Wer gerne mit dem Motor arbeitet, Gang für Gang, findet hier ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für sportliche Fahrten anfühlt.
Wie die Harley-Davidson LiveWire ELW das Tempo erzeugt
Die Harley-Davidson LiveWire ELW folgt einem anderen Ansatz: Der E-Motor liefert seine Leistung ohne Verzögerung. Dadurch wirkt die Beschleunigung oft spontaner und gleichmäßiger. Gerade im Stadtverkehr oder beim schnellen Überholen ist das ein echter Vorteil, weil das Motorrad ohne „Wartezeit“ reagiert. Gleichzeitig verändert sich das Fahrgefühl: Statt Motorgeräusch und Drehzahl steht die unmittelbare Zugkraft im Vordergrund.
Leistung und Ansprechverhalten: Wo sich die Konzepte unterscheiden
Beim direkten Vergleich zeigt sich: Die Kawasaki Z1100 spielt ihre Stärken dort aus, wo der Verbrenner seine Bandbreite ausspielen kann. Die Harley-Davidson LiveWire ELW punktet dagegen mit dem sofortigen Drehmoment und einem sehr linearen, „elektrischen“ Antritt. Das führt zu einem klaren Unterschied: Während die Z1100 eher über den Fahrstil und das Timing im Drehzahlbereich überzeugt, sorgt die LiveWire ELW für ein sehr unkompliziertes, schnelles Vorankommen – besonders bei kurzen Beschleunigungsphasen.
Stärken und Schwächen lassen sich dabei gut gegenüberstellen: Die Z1100 wirkt oft dann überlegen, wenn längere Strecken mit konstantem Rhythmus gefahren werden und der Motorcharakter Teil des Fahrspaßes ist. Die LiveWire ELW ist besonders stark, wenn häufig beschleunigt und verzögert wird und wenn die Reaktion auf Gasbefehle im Vordergrund steht. Als Schwäche kann man bei der LiveWire ELW die Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur und Planung nennen, während die Z1100 im Alltag durch Verbrauch, Wartungsaufwand und Emissionsthemen eher „klassisch“ bleibt.
Fahrwerk und Handling: Stabilität, Agilität und Kontrolle
Beide Motorräder sind auf ihre Art alltagstauglich, aber sie vermitteln das Gefühl unterschiedlich. Die Kawasaki Z1100 wirkt in der Regel wie ein Motorrad, das mit seinem Setup auf Kontrolle und Fahrbarkeit ausgelegt ist: Kurven lassen sich sauber anfahren, das Motorrad bleibt dabei berechenbar. Wer gerne zügig fährt und dabei Wert auf ein direktes Feedback legt, wird hier schnell Vertrauen aufbauen.
Die Harley-Davidson LiveWire ELW bringt durch das elektrische Drehmoment eine andere Dynamik in die Kurve. Das kann sehr agil wirken, weil das Motorrad beim Herausbeschleunigen sofort zieht. Gleichzeitig erfordert das Setup ein gutes Gefühl für Dosierung, damit die Traktion jederzeit passt. Insgesamt ist das Handling oft sehr souverän, aber der Fahrstil entscheidet stärker darüber, wie „smooth“ die Beschleunigung aus Kurven wirkt.
Bremsen und Sicherheit: Unterschiedliche Stärken im Alltag
Beim Thema Bremsen geht es nicht nur um die reine Verzögerung, sondern auch um Dosierbarkeit und Stabilität. Die Kawasaki Z1100 bietet typischerweise ein vertrautes Bremsgefühl, das sich gut in den Fahrfluss integrieren lässt. Die Harley-Davidson LiveWire ELW kann zusätzlich durch Rekuperation beim Verzögern unterstützen, was im Stadtverkehr spürbar Komfort bringt. Das Ergebnis: weniger „klassisches“ Bremsen in manchen Situationen, dafür ein anderes Gefühl beim Verzögerungsmanagement.
Stärken und Schwächen: Die Z1100 überzeugt mit einem klassischen, konsistenten Bremsverhalten, während die LiveWire ELW im Alltag durch die elektrische Verzögerung oft entspannter wirkt. Wer jedoch selten rekuperationsbasiert fährt oder sich an ein anderes Bremsgefühl gewöhnen muss, braucht am Anfang etwas Eingewöhnung.
Komfort und Ergonomie: Wie sich die Sitzposition im Alltag anfühlt
Komfort ist bei beiden Modellen ein wichtiger Punkt, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die Kawasaki Z1100 richtet sich an Fahrer, die eine sportlich-pragmatische Sitzposition mögen: genug Kontrolle für dynamische Passagen, aber auch so, dass längere Fahrten nicht sofort anstrengend werden. Die Harley-Davidson LiveWire ELW wirkt dagegen häufig wie ein Motorrad, das auf modernes, entspanntes Handling ausgelegt ist – mit einem Fokus auf Alltagstauglichkeit und einem Fahrgefühl, das sich weniger über Motorarbeit definiert.
Schwächen zeigen sich meist in Details: Bei der Z1100 kann je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit die Ergonomie in bestimmten Lagen fordernder sein. Bei der LiveWire ELW kann die „elektrische“ Art des Fahrens zwar sehr angenehm sein, aber die Gesamterfahrung hängt stärker von der Nutzung ab – etwa davon, wie häufig geladen wird und wie die Strecken geplant sind.
Design und Charakter: Was man sieht, was man spürt
Design ist Geschmack – aber es beeinflusst auch die Wahrnehmung. Die Kawasaki Z1100 steht für eine klassische, markante Präsenz. Der Verbrennercharakter und das typische Motorradgefühl gehören für viele einfach dazu. Die Harley-Davidson LiveWire ELW wirkt dagegen wie ein Statement: futuristisch, eigenständig und mit dem Anspruch, Elektrofahren nicht als Kompromiss, sondern als neue Art von Motorrad zu zeigen.
Stärken und Schwächen im Charaktervergleich: Die Z1100 liefert das „traditionelle“ Motorrad-Erlebnis, während die LiveWire ELW mit einem sehr modernen Gesamteindruck punktet. Wer den Klang und das mechanische Zusammenspiel liebt, wird bei der Z1100 mehr bekommen. Wer dagegen das leise, sofortige Anfahren und das neue Fahrgefühl sucht, findet in der LiveWire ELW genau das.
Alltag, Wartung und Kosten: Praktische Unterschiede
Im Alltag entscheidet oft nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch der Aufwand. Die Kawasaki Z1100 ist ein Verbrenner, damit sind klassische Wartungsthemen wie Ölwechsel, Verschleißteile und regelmäßige Checks Teil des Lebenszyklus. Dafür ist die Nutzung in der Regel unkompliziert: Tankstellen sind überall, Reichweitenplanung ist weniger kritisch.
Die Harley-Davidson LiveWire ELW bringt andere Prioritäten mit. Wartung kann im Elektrobereich oft einfacher ausfallen, weil weniger bewegliche Teile vorhanden sind. Dafür rückt das Laden in den Mittelpunkt: Ladezeiten, Ladeoptionen zuhause oder unterwegs und die Planung längerer Strecken werden wichtiger. Als Stärke zeigt sich hier die Alltagseffizienz, als Schwäche die Abhängigkeit von Infrastruktur und Gewohnheiten.
Für welche Fahrprofile passt welches Motorrad?
Der Vergleich wird besonders klar, wenn man die typischen Nutzergruppen betrachtet. Die Kawasaki Z1100 passt vor allem zu Fahrern, die das Motorrad als Erlebnis mit Motorcharakter sehen: dynamische Landstraßenfahrten, zügiges Fahren mit Drehzahlgefühl und ein klassisches Setup, das sich „handfest“ anfühlt. Auch wer gerne selbst plant und tankt, ohne sich stark mit Ladepunkten beschäftigen zu müssen, wird mit der Z1100 zufriedener sein.
Die Harley-Davidson LiveWire ELW ist ideal für alle, die elektrisch fahren wollen, ohne auf Fahrspaß zu verzichten. Besonders im Stadtverkehr, auf kurzen bis mittleren Strecken und bei häufigen Beschleunigungsphasen spielt die LiveWire ELW ihre Stärken aus: sofortige Reaktion, entspanntes Handling und ein modernes Fahrgefühl. Wer zuhause oder in der Nähe zuverlässig laden kann und Streckenplanung als Teil des Konzepts akzeptiert, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Stärken-Schwächen-Summary im direkten Vergleich
- Kawasaki Z1100: klassischer Motorradcharakter, sehr gutes Fahrgefühl über Motorarbeit, unkomplizierte Nutzung ohne Ladeplanung – dafür eher klassischer Wartungs- und Verbrauchsrahmen.
- Harley-Davidson LiveWire ELW: sofortiges Ansprechverhalten, oft entspannter Alltag durch Rekuperation und modernes Gesamtgefühl – dafür stärker abhängig von Ladeinfrastruktur und Nutzungsszenarien.
Fazit:
Die Kawasaki Z1100 ist die bessere Wahl für Fahrer, die das Motorrad vor allem als mechanisches Erlebnis genießen: Motorcharakter, kontrollierte Dynamik und ein Fahrstil, der mit Drehzahl und Timing arbeitet. Sie passt besonders zu Strecken, auf denen man zügig fährt, ohne sich Gedanken über Laden machen zu müssen, und zu Menschen, die den klassischen Motorrad-„Sound“ und die vertraute Art der Kraftentfaltung suchen.
Die Harley-Davidson LiveWire ELW empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Fokus auf modernem Fahren liegt: sofortige Beschleunigung, sehr direkte Gasannahme und ein Alltag, der sich durch elektrisches Verzögern und effizientes Handling angenehm anfühlt. Wer zuhause oder unterwegs zuverlässig laden kann und kurze bis mittlere Strecken bevorzugt, bekommt mit der LiveWire ELW ein Motorrad, das sich im täglichen Gebrauch besonders stimmig anfühlt.
Kurz gesagt: Z1100 für klassisches Motorradgefühl, LiveWire ELW für elektrischen Fahrspaß im Alltag.