| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 6.349 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- sehr zugängliches Fahrverhalten
- kerniger Motor mit linearer Kraftentfaltung
- kernige Optik mit vielen, schönen Details
- TFT-Farbdisplay
- hohe Reichweite
- viel Motorrad für wenig Geld
- sehr straff gefedert
- Bremsen etwas teigig, schwer dosierbar
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 220 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 770 | mm |
| Höhe | 1.150 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | R2-Zylinder, 4 Ventile/ Zylinder, 4-Takt | |
| Hubraum | 500 | ccm |
| Hub | 67 | mm |
| Bohrung | 69 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 48 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 46 NM bei 6.000 U/Min | |
| Tankinhalt | 22 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 512 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside Down Gabel Ø 41mm (Federweg 135)mm | |
| Federung hinten | einstellbares Zentralfederbein (Federweg 135)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 - 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Bremsscheibe mit 4 Kolben-Radialbremszangen und ABS ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen hinten | Wave-Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit
Benelli zeigt erneut, dass man auch für wenig Geld extravagante Motorräder bekommen kann, die auch noch gut funktionieren. Die 502C ist ohne Frage ein besonderes Bike, welches außer der Honda CMX 500 Rebel kaum Konkurrenz fürchten muss. Es gibt schlichtweg keine anderen Cruiser in der A2 Klasse.Die Maschine ist ordentlich gemacht, man muss trotz des Preises keine billige Fuhre befürchten. Sie fährt sich lässig, vermittelt viel Fahrspaß und beruhigt durch ihre Art den Fahrer von ganz alleine. Rasen will man mit dieser Maschine nicht, deshalb ist sie auch nicht untermotorisiert. Es hat uns viel Spaß bereitet, die Benelli 502 zu testen!
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. Benelli 502 C – welcher Vergleich passt wirklich?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, steckt meist mehr dahinter als nur ein anderes Design. Beim Vergleich KTM 990 RC R gegen Benelli 502 C treffen zwei Philosophien aufeinander: Die KTM steht für sportliche Ausrichtung, dynamisches Ansprechverhalten und ein Setup, das Kurvenarbeit in den Mittelpunkt stellt. Die Benelli dagegen wirkt gelassener, mit einer Auslegung, die sich besonders für entspanntes Fahren, Alltag und eine komfortablere Gangart eignet. Genau diese Unterschiede machen den Vergleich spannend – und helfen dabei, das Motorrad zu finden, das zum eigenen Fahrstil passt.
Grundidee im Vergleich: Sportfokus vs. entspannter Charakter
Die KTM 990 RC R ist klar als sportliches Motorrad gedacht. Schon die Auslegung zielt darauf ab, zügig zu reagieren und das Tempo in Kurven kontrolliert aufzubauen. Wer gerne dynamisch fährt, wird hier schnell das Gefühl bekommen, dass das Motorrad „mitarbeitet“: Gasannahme, Linienführung und das Zusammenspiel aus Fahrwerk und Reifen sind darauf ausgerichtet, sportliche Manöver souverän zu unterstützen.
Die Benelli 502 C verfolgt einen anderen Ansatz. Sie wirkt weniger wie ein reines Kurvenwerkzeug und mehr wie ein Motorrad, das den Alltag angenehm begleitet. Das Fahrgefühl ist tendenziell ruhiger, die Sitz- und Fahrposition wirkt weniger kompromissorientiert und die Abstimmung zielt darauf ab, auch längere Strecken ohne ständiges „Aktivsein“ zu bewältigen. Das ist kein Nachteil, sondern eine klare Stärke – vor allem, wenn das Motorrad nicht nur für die nächste Ausfahrt am Wochenende gedacht ist.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Charakter anfühlen
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die KTM 990 RC R ist auf Durchzug und sportliche Dynamik ausgelegt. Der Motorcharakter wirkt eher „bereit“, sobald Gas gegeben wird. Das macht sie besonders interessant für Fahrer, die gerne beschleunigen, überholen und das Motorrad im Alltag wie auch auf Landstraßen zügig bewegen möchten. Dabei geht es nicht nur um die reine Kraft, sondern um das Zusammenspiel aus Drehmomentverlauf und dem Gefühl, dass das Motorrad die gewünschte Leistung schnell in Vortrieb umsetzt.
Die Benelli 502 C setzt dagegen auf einen Motor, der sich im Alltag stimmig anfühlt. Der Antrieb wirkt weniger aggressiv, dafür oft harmonischer im gleichmäßigen Fahren. Wer lieber sauber dosiert, konstant unterwegs ist oder einfach entspannt durch den Verkehr gleitet, wird die Benelli als angenehmer empfinden. In Situationen, in denen es um spontane, sehr sportliche Beschleunigung geht, spielt die KTM ihre sportliche Auslegung typischerweise stärker aus – die Benelli punktet eher mit einem runden, alltagstauglichen Fahrgefühl.
Fahrwerk und Handling: Kurvengefühl vs. Komfort
Beim Fahrwerk unterscheiden sich die beiden Motorräder deutlich in der Zielrichtung. Die KTM 990 RC R ist auf sportliche Kontrolle ausgelegt. Das Handling wirkt präzise, das Motorrad lässt sich zügig in Schräglage bringen und vermittelt ein direktes Feedback. Gerade auf kurvigen Strecken ist das ein Vorteil: Die KTM unterstützt das aktive Fahren, ohne dass ständig „gegen“ das Motorrad gearbeitet werden muss.
Die Benelli 502 C ist dagegen eher auf ein ausgewogenes, komfortorientiertes Fahrgefühl getrimmt. Das bedeutet nicht, dass sie unpräzise wäre – aber die Priorität liegt stärker auf dem angenehmen Gleiten über unterschiedliche Fahrbahnbeläge. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder längere Strecken fährt, profitiert von dieser Auslegung. Unebenheiten werden oft souveräner „wegmoderiert“, während die KTM eher den sportlichen Anspruch betont und damit auch mehr Aufmerksamkeit beim Fahren fordert.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Verzögerung
Auch bei den Bremsen zeigt sich der Unterschied zwischen sportlicher und alltagstauglicher Ausrichtung. Die KTM 990 RC R ist typischerweise darauf ausgelegt, auch bei zügiger Fahrweise stabil zu verzögern und dabei ein klares Gefühl am Hebel zu liefern. Das ist besonders in Kurven wichtig: Wenn die Geschwindigkeit vor dem Einlenken reduziert werden muss, hilft ein konsistentes Bremsverhalten dabei, die Linie sauber zu halten.
Die Benelli 502 C bietet Bremsleistung, die sich auf den Alltag konzentriert. Das kann bedeuten, dass die Dosierbarkeit und das „Alltagsvertrauen“ im Vordergrund stehen. Für ruhigeres Fahren und normale Verkehrssituationen ist das oft genau richtig. Wer jedoch sehr sportlich unterwegs ist und häufig aus höheren Geschwindigkeiten stark verzögert, wird die KTM in der Regel als konsequenteren Begleiter empfinden.
Ergonomie und Sitzposition: Wie lange macht das Spaß?
Ein Vergleich wäre unvollständig ohne den Blick auf Ergonomie. Die KTM 990 RC R ist sportlich positioniert. Das heißt: Die Sitzhaltung ist eher auf aktives Fahren ausgelegt, mit einer Haltung, die das Motorrad in Kurven unterstützt. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken großartig sein – aber bei langen Fahrten oder viel Stadtverkehr kann die sportliche Position schneller als anstrengender empfunden werden.
Die Benelli 502 C wirkt in der Sitzposition meist entspannter. Das ist ein klarer Pluspunkt, wenn das Motorrad nicht nur für die „sportliche Runde“ gedacht ist, sondern auch für Pendeln, längere Touren oder einfach für das entspannte Cruisen. Wer häufig unterwegs ist und dabei nicht ständig die Haltung optimieren möchte, wird die Benelli oft als angenehmer erleben.
Ausstattung und Alltag: Was zählt im echten Betrieb?
Im Alltag entscheidet oft nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch die praktische Nutzbarkeit. Bei der KTM 990 RC R steht die sportliche Ausrichtung im Vordergrund, was sich in der Art zeigt, wie das Motorrad „funktioniert“: Es fühlt sich wie ein Werkzeug an, das für dynamisches Fahren gebaut ist. Das kann bedeuten, dass die KTM besonders dann glänzt, wenn die Strecke und der Fahrstil dazu passen.
Die Benelli 502 C punktet eher mit dem Gefühl, unkompliziert zu sein. Für viele Fahrer ist das ein wichtiger Faktor: leichteres Handling im Alltag, eine entspanntere Gesamthaltung und ein Fahrgefühl, das nicht ständig nach sportlicher Aktivität verlangt. Gerade wenn das Motorrad regelmäßig genutzt wird, ist diese Art von „Alltagskomfort“ ein echter Vorteil.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sportliches Fahrgefühl mit direktem Feedback in Kurven
- Dynamischer Antrieb, der zügiges Fahren unterstützt
- Stabile Verzögerung für sportliche Manöver
- Präzises Handling für aktives Fahren
KTM 990 RC R – mögliche Schwächen
- Sportliche Ergonomie kann auf langen Strecken oder im Stadtverkehr fordernder sein
- Anspruch an den Fahrstil: Wer eher entspannt fährt, nutzt die Stärken möglicherweise nicht voll aus
Benelli 502 C – Stärken
- Entspanntes Fahrgefühl für Alltag und längere Strecken
- Angenehme Ergonomie mit weniger kompromissorientierter Haltung
- Alltagstaugliche Abstimmung für wechselnde Bedingungen
- Harmonischer Charakter für gleichmäßiges Fahren
Benelli 502 C – mögliche Schwächen
- Weniger Fokus auf maximale Sportdynamik im Vergleich zur KTM
- Für sehr sportliche Fahrweise kann die KTM die passendere Wahl sein
Welche Wahl ist die richtige? – Orientierung nach Fahrprofil
Der Vergleich lässt sich am besten über das eigene Fahrprofil entscheiden. Die KTM 990 RC R ist besonders passend, wenn Kurven, sportliche Beschleunigung und ein aktives Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Wer gerne zügig unterwegs ist, die Maschine spürbar „arbeitet“ und das Motorrad als sportliches Gesamtpaket erleben möchte, findet in der KTM meist den besseren Match.
Die Benelli 502 C ist dagegen ideal, wenn das Motorrad vor allem im Alltag, auf Touren mit Fokus auf Komfort oder für entspanntes Cruisen genutzt wird. Wer eine weniger fordernde Sitzposition bevorzugt und ein harmonisches, unkompliziertes Fahrgefühl sucht, wird die Benelli häufig als stimmiger empfinden.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für Fahrer, die sportliche Dynamik wirklich ausleben möchten: präzises Handling, ein direktes Fahrgefühl und eine Auslegung, die Kurven und zügiges Fahren in den Mittelpunkt stellt. Wer häufig dynamisch unterwegs ist und dabei auch mit einer sportlicheren Sitzposition gut klarkommt, wird an der KTM besonders viel Freude haben.
Die Benelli 502 C passt dagegen besser zu einem Fahrstil, der Komfort und Alltagstauglichkeit priorisiert. Die entspanntere Ergonomie, das harmonische Ansprechverhalten und die insgesamt gelassenere Abstimmung machen sie zur stimmigen Option für Pendeln, längere Strecken und entspanntes Cruisen. Kurz gesagt: KTM für sportliche Ansprüche, Benelli für entspanntes Fahren.