UVP 15.490 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP 6.600 €
Baujahr von 2017 bis 2025
Der neue Sportler von KTM mit dem Motor der Duke 990.
Weiter zum Testbericht
So klein und schon Reiseenduro?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
  • cooler V2-Sound
  • Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
  • sehr gute Reifenwahl
  • sehr gute Bremsen
  • sehr gute Serien-Ausstattung
  • sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
  • einfache Bedienung
Kontra:
  • Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
  • schmaler Lenkeinschlag
  • Tempomat nur gegen Aufpreis
Pro:
  • Geländetauglichkeit
  • Fahrkomfort
  • Verarbeitung
Kontra:
  • Leistung
  • Preis

Abmessungen & Gewicht

Gewicht195kg
Radstand1.481mm
Länge2.090mm
Radstand1.481mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.128mm
Gewicht170kg
Radstand1.420mm
Länge2.075mm
Radstand1.420mm
Sitzhöhe: 835 mm
Höhe1.230mm

Motor

Motor-Bauart2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor
Hubraum947ccm
Hub70mm
Bohrung92mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartEinzylinder
Hubraum313ccm
Hub62mm
Bohrung80mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung128 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment103 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.240km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite334km
Leistung34 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment28 NM bei 7.500 U/Min
Höchstgeschw.143km/h
Tankinhalt11Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite330km

Fahrwerk

RahmenbauartChrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet
Federung vorneWP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm
Federung hintenWP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120 / 70 ZR 17
Reifen hinten180 / 55 ZR 17
RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneUpside-Down 41 mm (Federweg 180)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 180)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne110/80 R 19
Reifen hinten150/70 R 17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 240 mm)

Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger

Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.

Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.

Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 15.490 €
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: Orange, Schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

KTM 990 RC R vs BMW G 310 GS: Vergleich für Fahrspaß und Alltag

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die BMW G 310 GS, wird der Vergleich besonders spannend. Die KTM steht klar für sportliche Ausrichtung, dynamische Linien und ein Motorradgefühl, das auf Kurven und Tempo ausgelegt ist. Die BMW G 310 GS dagegen ist eher der praktische Alltagsbegleiter: kompakt, leicht zu handeln und darauf ausgelegt, auch abseits der klassischen Route eine gute Figur zu machen. Genau hier liegt der Reiz: Beide Bikes können viel – aber auf sehr unterschiedliche Art.

Grundcharakter: Sportmaschine vs. vielseitiges Allround-Bike

Die KTM 990 RC R ist vom Konzept her ein sportliches Motorrad. Die Sitzposition ist deutlich nach vorn orientiert, das Bike wirkt „wach“ und bereit, die nächste Kurve anzunehmen. Wer gern zügig unterwegs ist, spürt schnell, dass die KTM für Dynamik gebaut wurde. Das Fahrgefühl ist direkt, das Motorrad reagiert zügig auf Gas und Lenkimpulse.

Die BMW G 310 GS verfolgt einen anderen Ansatz. Sie ist als kompakte GS-Variante gedacht, die sich im Alltag leicht bewegt und auch auf wechselnden Untergründen nicht sofort überfordert. Die Sitzposition ist aufrechter, das Handling wirkt unkompliziert, und das Motorrad vermittelt das Gefühl, dass man entspannt fahren kann – ohne ständig „auf Sportmodus“ zu schalten.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Charakter anfühlen

Beim Vergleich der Motoren zeigt sich der Unterschied zwischen den Konzepten. Die KTM 990 RC R bringt mehr sportlichen Druck und wirkt insgesamt „temperamentvoller“. Das merkt man besonders, wenn es um zügiges Beschleunigen, dynamisches Herausbeschleunigen aus Kurven und das Fahren mit mehr Drehzahl geht. Die Leistungsentfaltung ist so ausgelegt, dass man das Motorrad gern fordert – und dann auch belohnt wird.

Die BMW G 310 GS ist dagegen auf Alltagstauglichkeit und kontrollierbares Fahren ausgelegt. Der Motor liefert die nötige Power, um im Stadtverkehr souverän zu bleiben und auf Landstraßen flott mitzuschwimmen. Dabei steht weniger das „Maximal-Tempo“ im Vordergrund, sondern ein gleichmäßiger, gut nutzbarer Antrieb. Wer häufig stop-and-go fährt oder längere Strecken entspannt angehen möchte, profitiert von diesem Charakter.

Stärken und Schwächen im Antrieb

  • KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Dynamik und dem starken Gefühl beim Beschleunigen. Schwäche: Wer eher gemütlich fährt, nutzt das Potenzial nicht immer aus – und die sportliche Auslegung kann dann weniger „entspannt“ wirken.
  • BMW G 310 GS: Stärken liegen in der gutmütigen Nutzbarkeit und dem alltagstauglichen Ansprechverhalten. Schwäche: Wer konsequent sportlich unterwegs sein will, stößt schneller an Grenzen, weil der Fokus nicht auf maximaler Performance liegt.

Fahrwerk und Handling: Agil in Kurven vs. souverän im Alltag

Das Fahrwerk ist bei beiden Motorrädern ein zentraler Unterschied. Die KTM 990 RC R ist auf sportliche Präzision ausgelegt. Das Bike liegt spürbar stabil, lässt sich aber dennoch zügig in Schräglage bringen. Gerade auf kurvigen Strecken zeigt sich die Stärke: Lenkimpulse werden schnell umgesetzt, und das Motorrad vermittelt ein direktes Feedback.

Die BMW G 310 GS setzt dagegen auf einen Charakter, der auch auf unebenen Strecken funktioniert. Das Fahrwerk wirkt darauf abgestimmt, dass man nicht nur auf glattem Asphalt unterwegs ist. Das Handling bleibt dabei leicht genug, um im Alltag nicht anstrengend zu werden. In engen Situationen oder bei niedrigeren Geschwindigkeiten spielt die Kompaktheit ihre Vorteile aus.

Bremsen und Fahrstabilität

Auch bei den Bremsen zeigt sich die Ausrichtung: Die KTM 990 RC R ist darauf getrimmt, sportliche Verzögerung und Kontrolle bei zügiger Fahrweise zu ermöglichen. Das unterstützt das sichere Gefühl beim späten Bremsen und beim dynamischen Wechsel zwischen Beschleunigen und Verzögern.

Die BMW G 310 GS bietet Bremsleistung, die im Alltag und auf wechselnden Strecken gut funktioniert. Der Fokus liegt weniger auf „Rennstrecken-Feeling“, sondern auf gut dosierbarer Verzögerung und Stabilität im normalen Fahrbetrieb.

Sitzposition und Ergonomie: Wer sitzt wie gut?

Bei der Sitzposition trennt sich die Spreu schnell. Die KTM 990 RC R ist klar sportlich ausgelegt. Das bedeutet: Der Oberkörper ist nach vorn geneigt, die Arme sind stärker belastet, und die Position ist ideal, wenn man aktiv fährt und die Kurvenarbeit übernimmt. Für kurze bis mittlere Touren macht das richtig Spaß – für lange Fahrten kann es je nach Körperbau und Fahrstil aber anstrengender werden.

Die BMW G 310 GS ist deutlich auf Komfort im Alltag ausgelegt. Die aufrechtere Sitzhaltung entlastet spürbar, besonders im Stadtverkehr oder bei längeren Strecken. Wer häufig pendelt oder Touren plant, bei denen man nicht ständig „sportlich“ sitzen muss, wird die Ergonomie der BMW eher als Vorteil sehen.

Komfort vs. Sportlichkeit

  • KTM 990 RC R: Stärken in der sportlichen Kontrolle und dem direkten Fahrgefühl. Schwäche: Ergonomie ist stärker auf sportliches Fahren ausgelegt.
  • BMW G 310 GS: Stärken in Alltagstauglichkeit und entspannterem Sitzgefühl. Schwäche: Wer maximale Sportlichkeit sucht, findet sie hier weniger konsequent.

Alltag, Stadt und Landstraße: Welche Maschine passt besser?

Im Stadtverkehr spielt die BMW G 310 GS ihre Vorteile aus. Das Motorrad wirkt handlich, die Sitzposition ist weniger „eingeklemmt“, und das Bike lässt sich leichter im Alltag bewegen. Auch wenn es mal langsam wird – etwa an Ampeln oder im dichten Verkehr – bleibt das Handling angenehm.

Die KTM 990 RC R kann natürlich auch im Alltag gefahren werden, aber sie fühlt sich stärker nach „Fahrt aufnehmen“ an. Wer gern zügig unterwegs ist und die sportliche Auslegung mag, wird sich schnell wohlfühlen. Wer dagegen vor allem kurze Strecken fährt oder viel im Stop-and-go steckt, könnte die KTM als weniger entspannt empfinden.

Auf der Landstraße zeigt sich ein klares Muster: Die KTM ist besonders stark, wenn es um Kurven, Tempo und dynamisches Fahren geht. Die BMW ist stark, wenn die Strecke abwechslungsreich ist oder wenn man nicht nur auf perfekten Asphalt setzt.

Reisetauglichkeit und Vielseitigkeit

Reisen ist bei beiden Motorrädern möglich, aber die Schwerpunkte sind unterschiedlich. Die BMW G 310 GS wirkt wie gemacht für Touren, bei denen man flexibel bleibt: mal Landstraße, mal schlechterer Untergrund, mal längere Pausen. Die aufrechtere Sitzposition und das alltagstaugliche Handling helfen dabei, dass die Fahrt nicht nach kurzer Zeit „zu viel“ wird.

Die KTM 990 RC R ist eher die Wahl für sportliche Touren. Wer gern zügig fährt, häufig die Linie sucht und Kurven als Hauptprogramm betrachtet, wird die KTM als sehr motivierend erleben. Für lange, entspannte Etappen kann die sportliche Ergonomie jedoch stärker ins Gewicht fallen.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

KTM 990 RC R – typische Vorteile

  • Sportlicher Charakter mit direktem Feedback
  • Starke Dynamik beim Beschleunigen und in Kurven
  • Fahrwerk und Bremsgefühl für zügige Fahrweise ausgelegt

KTM 990 RC R – mögliche Nachteile

  • Sportliche Sitzposition kann auf Dauer anstrengender sein
  • Für sehr gemütliches Fahren wird das Potenzial weniger genutzt

BMW G 310 GS – typische Vorteile

  • Alltagstauglich und leicht zu handeln
  • Aufrechtere Ergonomie für entspannteres Fahren
  • Vielseitiger Charakter für wechselnde Strecken

BMW G 310 GS – mögliche Nachteile

  • Weniger Fokus auf maximale sportliche Performance
  • Wer kompromisslos sportlich fahren will, wird schneller „mehr“ erwarten

Welches Motorrad ist für wen die bessere Wahl?

Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, was im Alltag und auf Touren wirklich zählt. Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn Kurven, Dynamik und sportliche Kontrolle im Vordergrund stehen. Sie passt besonders zu Fahrern, die gern aktiv fahren, die Maschine fordern und ein Motorradgefühl suchen, das sich klar nach Sport anfühlt.

Die BMW G 310 GS ist die bessere Wahl, wenn Alltagstauglichkeit, unkompliziertes Handling und ein vielseitiger Einsatz wichtiger sind. Sie passt besonders zu Fahrern, die regelmäßig pendeln, Touren planen und dabei gern flexibel bleiben – auch wenn die Strecke nicht immer perfekt ist.

Fazit:

Die KTM 990 RC R überzeugt vor allem durch ihren sportlichen Charakter: mehr Dynamik, direkteres Feedback und ein Fahrgefühl, das Kurven und zügiges Fahren in den Mittelpunkt stellt. Wer Freude daran hat, das Motorrad aktiv zu bewegen und sportliche Fahrten als Hauptgrund nutzt, bekommt hier ein starkes Paket. Die BMW G 310 GS punktet dagegen mit Alltagstauglichkeit und Vielseitigkeit: handlich, ergonomisch angenehmer und ideal für Touren, bei denen unterschiedliche Strecken eine Rolle spielen. Wer vor allem entspannt unterwegs sein möchte, regelmäßig im Stadtverkehr fährt oder flexibel plant, findet in der BMW die passendere Basis. Kurz gesagt: KTM für sportliche Ansprüche, BMW für vielseitigen Alltag und entspannte Touren.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙