| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 5.650 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Fahrkomfort
- Preis
- Soziustauglich
- Fahrleistungen absolut
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.374 | mm |
| Länge | 2.005 | mm |
| Radstand | 1.374 | mm |
| Sitzhöhe: | 785 | mm |
| Höhe | 1.080 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Einzylinder | |
| Hubraum | 313 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 34 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 28 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 143 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 330 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Upside-Down 41 mm (Federweg 140)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/70 R17 | |
| Reifen hinten | 150/60 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - für wen ist sie geeignet?
Also: Für wen eignet sich die kleine BMW G 310 R? Für kleine und leichte Personen natürlich. Die, die einfach Motorrad fahren wollen und auf Fahrleistungen wenig Wert legen.
Ideal ist sie für Leute, die die eingangs gestellte Frage, ob ein Roller nicht die bessere Wahl wäre, mit der Handlichkeit und Fahrfreude der BMW G 310 R entgegnen. Wenn das Konzept Motorrad dem des Rollers überlegen ist, dann hier.
Die japanische Konkurrenz ist meist etwas teuer als die BMW (hätte nicht gedacht, dass ich diesen Satz jemals schreiben würde). Sie schöpft jedoch meist das 48-PS-Limit der Führerscheinklasse A2 aus und bringt etwas mehr Ruhe als die von manchen als hibbelig empfundene BMW mit.
Doch: Nach anfänglicher Skepsis ist eines klar: Macht richtig Spaß, die G 310 R. Wer hätte das gedacht?
Das Testbike wurde uns von Bergmann & Söhne zur Verfügung gestellt.
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KTM 990 RC R vs. BMW G 310 R: Vergleich für sportliche Ansprüche und alltagstaugliche Vernunft
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die BMW G 310 R, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem um das Gefühl beim Losfahren, um das, was man im Alltag wirklich braucht, und um die Frage, wie viel Motorrad man sich zutraut – oder sich wünscht. Die KTM steht klar für sportliche Ausrichtung und ein dynamisches Gesamtpaket, während die BMW G 310 R eher für einen unkomplizierten Einstieg, effizientes Handling und eine entspannte Nutzung im Alltag bekannt ist.
Im Folgenden werden die typischen Eigenschaften beider Modelle miteinander gegenübergestellt: Motorcharakter, Fahrwerk und Handling, Bremsen, Komfort sowie der praktische Nutzen im Stadtverkehr und auf längeren Strecken. Dabei werden Stärken und Schwächen herausgearbeitet, damit die Entscheidung nicht nur nach Bauchgefühl, sondern nach dem eigenen Fahrprofil fällt.
Grundcharakter: Sportlichkeit vs. Alltag und Einstieg
Die KTM 990 RC R ist vom Grundgedanken her ein Motorrad, das Kurven und zügiges Fahren belohnt. Das spürt man bereits beim Anfahren: Die Maschine wirkt zielgerichtet, mit einer sportlichen Sitz- und Fahrhaltung, die den Fokus auf Dynamik legt. Wer gerne zügig unterwegs ist und das Motorrad als aktives Werkzeug versteht, wird hier schnell warm.
Die BMW G 310 R dagegen ist deutlich stärker auf Alltagstauglichkeit und Zugänglichkeit ausgelegt. Das Handling ist in der Regel leicht zu erfassen, die Maschine wirkt gutmütig und lässt sich im Stadtverkehr angenehm bewegen. Wer ein Motorrad sucht, das nicht ständig „fordert“, sondern einfach mitmacht, findet in der G 310 R häufig den passenden Charakter.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich ein klarer Unterschied im Motor- und Antriebsgefühl. Die KTM 990 RC R steht für mehr Durchzug und ein deutlich sportlicheres Ansprechverhalten. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das besonders auf Landstraßen und bei sportlicher Fahrweise überzeugt. Die Maschine lädt dazu ein, die Gänge auszudrehen und das Potenzial in Kurven und beim Beschleunigen auszuspielen.
Die BMW G 310 R ist dagegen eher auf kontrollierte, gleichmäßige Performance ausgelegt. Das bedeutet nicht, dass sie „träge“ wirkt – im Gegenteil: Sie ist oft angenehm direkt und lässt sich sauber dosieren. Gerade im Stadtverkehr und bei moderatem Tempo ist das ein Vorteil, weil das Motorrad nicht unnötig aus dem Konzept bringt. Wer häufig im Alltag fährt und nicht ständig das Maximum sucht, profitiert von dieser Art von Motorcharakter.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
KTM 990 RC R – Stärke: spürbar sportlicheres Fahrgefühl, mehr Reserven für zügiges Fahren und Überholen. KTM 990 RC R – Schwäche: Wer eher entspannt fährt oder häufig im Stop-and-Go unterwegs ist, empfindet die sportliche Ausrichtung manchmal als „zu viel“ – vor allem, wenn man nicht aktiv fahren möchte.
BMW G 310 R – Stärke: gut dosierbar, alltagstauglich und angenehm zu fahren, besonders bei niedrigeren Geschwindigkeiten und im dichten Verkehr. BMW G 310 R – Schwäche: Wer regelmäßig sportlich unterwegs ist und viel Leistung „ausnutzen“ will, stößt schneller an Grenzen als mit der KTM.
Fahrwerk und Handling: Kurvenarbeit vs. Agilität im Alltag
Beim Fahrwerk zeigt sich die unterschiedliche Philosophie beider Motorräder. Die KTM 990 RC R ist tendenziell auf sportliche Kurvenperformance ausgelegt. Das merkt man daran, wie das Motorrad in Schräglage wirkt: Es vermittelt das Gefühl, dass man zügig arbeiten kann – und dass das Bike dabei stabil bleibt. Gerade auf kurvigen Strecken ist das ein echter Pluspunkt.
Die BMW G 310 R punktet eher mit Agilität und Übersichtlichkeit. In engen Situationen, beim Rangieren oder auf kurzen Wegen ist das Handling oft ein Vorteil. Das Motorrad wirkt handlich und lässt sich leichter „führen“, ohne dass man ständig gegen die Maschine arbeiten muss.
Wie sich das in der Praxis auswirkt
Auf Landstraßen und bei sportlicher Fahrweise kann die KTM ihre Stärken ausspielen: Sie wirkt wie ein Motorrad, das man aktiv bewegt und das dabei Rückmeldung gibt. Die BMW ist hier nicht „schlecht“, aber sie fühlt sich eher wie die Wahl für kontrolliertes Fahren an – mit Fokus auf Alltag und ein entspanntes Tempo.
Im Stadtverkehr ist es oft umgekehrt: Die BMW wirkt unkomplizierter, während die KTM zwar ebenfalls fahrbar ist, aber durch die sportlichere Auslegung schneller „anspruchsvoller“ wirkt, wenn man nur von A nach B will.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei Bremsen ist das Ziel in beiden Fällen klar: zuverlässiges Verzögern und ein sicheres Gefühl. Die KTM 990 RC R ist typischerweise auf sportliche Nutzung ausgelegt, wodurch das Bremsverhalten bei zügiger Fahrt oft als direkter und „sportlicher“ wahrgenommen wird. Das hilft besonders, wenn man häufig aus Kurven heraus beschleunigt und später wieder sauber verzögern muss.
Die BMW G 310 R setzt ebenfalls auf ein gut kontrollierbares Bremsgefühl, aber mit stärkerem Fokus auf Alltag. Das bedeutet: In der Regel lässt sie sich angenehm dosieren, was im Stadtverkehr und bei wechselnden Bedingungen ein Vorteil ist. Wer häufig bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt, profitiert von dieser gutmütigen Handhabung.
Stärken und Schwächen bei der Brems-Praxis
KTM 990 RC R – Stärke: mehr sportliches Sicherheitsgefühl bei dynamischer Fahrweise. KTM 990 RC R – Schwäche: Wer selten zügig fährt, nutzt das Potenzial der sportlichen Auslegung möglicherweise nicht vollständig.
BMW G 310 R – Stärke: leicht dosierbar und alltagstauglich, besonders in urbanen Situationen. BMW G 310 R – Schwäche: Bei sehr sportlicher Fahrweise kann das Sicherheitsgefühl weniger „auf Performance“ getrimmt wirken als bei der KTM.
Komfort und Ergonomie: Sitzgefühl im Alltag
Komfort ist mehr als nur „bequem“. Es geht darum, wie gut man auf dem Motorrad sitzt, wie ermüdend die Haltung ist und wie stressfrei sich das Bike über längere Zeit bewegen lässt. Die KTM 990 RC R bringt eine sportlichere Sitzposition mit, die auf aktives Fahren ausgelegt ist. Das ist auf kurzen bis mittleren Strecken oft ein Vorteil, kann aber bei längeren Fahrten oder bei häufigem Stadtverkehr als weniger entspannend empfunden werden.
Die BMW G 310 R ist in der Regel die entspanntere Wahl. Die Ergonomie wirkt alltagstauglicher, wodurch sich die Maschine auch für längere Fahrten oder regelmäßige Pendelstrecken besser anfühlen kann. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nach kurzer Zeit „zu sportlich“ wird, findet hier häufig den besseren Kompromiss.
Alltagstauglichkeit und Einsatzbereiche
Die Entscheidung wird leichter, wenn man den typischen Einsatz betrachtet. Die BMW G 310 R ist besonders stark, wenn das Motorrad im Alltag gebraucht wird: Stadtverkehr, kurze Strecken, häufiges Anhalten, enge Park- und Rangiersituationen. Die Maschine wirkt dabei wie ein verlässlicher Begleiter, der nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt.
Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken eher außerhalb des Alltags aus: auf kurvigen Strecken, bei sportlichen Touren und wenn das Motorrad als „Spaßmaschine“ verstanden wird. Wer gerne plant, wann die nächste Ausfahrt kommt, und dabei auch dynamisch fährt, wird mit der KTM deutlich mehr Freude haben.
Wartung, Kosten und Vernunft
Auch wenn konkrete Kosten stark von Fahrweise, Zustand und Wartungsintervallen abhängen, lässt sich eine Tendenz erkennen: Die BMW wird häufig als unkomplizierte Wahl wahrgenommen, besonders für Einsteiger und Fahrer, die ein Motorrad langfristig nutzen möchten, ohne ständig an der Grenze zu fahren. Die KTM kann mehr Fahrspaß liefern, verlangt aber auch eher nach einer bewussteren Nutzung und einem sportlichen Umgang – was sich indirekt auf den Verschleiß und die Erwartungshaltung auswirken kann.
Für wen welches Motorrad? (Kaufberatung ohne Zahlen-Fokus)
Die BMW G 310 R ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das im Alltag funktioniert, leicht zu handhaben ist und ein gutes Gefühl vermittelt, ohne ständig „mehr“ zu verlangen. Auch für Einsteiger oder Umsteiger, die sich erst an das Motorradfahren gewöhnen oder wieder mehr Sicherheit im Handling aufbauen möchten, ist die BMW oft die vernünftigere Wahl.
Die KTM 990 RC R richtet sich eher an Menschen, die sportlich fahren wollen und das Motorrad aktiv bewegen möchten. Wer Kurven liebt, dynamische Ausfahrten plant und das Fahrgefühl einer sportlichen Maschine sucht, wird mit der KTM deutlich mehr „Motorrad“ im Sinne von Performance erleben. Sie ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad nicht nur Transportmittel sein soll, sondern ein echtes Fahr-Erlebnis.
Fazit:
Die BMW G 310 R ist die Wahl für den Alltag: leicht zu bewegen, gut dosierbar und angenehm, wenn das Motorrad im Stadtverkehr und auf moderaten Strecken zuverlässig funktionieren soll. Wer ein Motorrad sucht, das Sicherheit im Handling vermittelt und auch nach vielen Fahrten noch entspannt bleibt, trifft mit der BMW häufig den besseren Kompromiss.
Die KTM 990 RC R ist dagegen die Wahl für sportliche Ansprüche: Sie spielt ihre Stärken besonders auf kurvigen Strecken und bei dynamischer Fahrweise aus. Wer das Motorrad aktiv fahren möchte, Spaß an sportlichem Feedback hat und Reserven für zügiges Fahren sucht, wird mit der KTM deutlich mehr Begeisterung erleben.
Kurz gesagt: Alltag und unkomplizierte Kontrolle sprechen für die BMW, Kurvenperformance und sportliches Fahrgefühl für die KTM.