| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 14.750 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Qualität
- Durchzugsvermögen
- Details
- Preis-Leistung
- Langstreckenkomfort
- Drehwilligkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 220 | kg |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 110 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 321 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 R 19 | |
| Reifen hinten | 170/60 R 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. BMW R nineT Scrambler: Vergleich, Stärken & Schwächen
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die BMW R nineT Scrambler, steckt dahinter meist auch ein klarer Unterschied im Fahrkonzept. Die KTM steht für sportliche Konsequenz: ein Motorrad, das auf Dynamik, präzises Handling und ein direktes Ansprechverhalten ausgelegt ist. Die BMW dagegen setzt auf Charakter und Vielseitigkeit im Stil einer Scrambler-Interpretation – mit einem Motor, der sich kultiviert anfühlt, und einer Sitzposition, die eher nach „fahren und genießen“ aussieht als nach „maximal attackieren“.
Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die beiden Maschinen im Alltag und auf der Landstraße unterscheiden: beim Motorgefühl, bei der Art, wie sie Kurven annehmen, bei Komfort und Ergonomie sowie bei den typischen Stärken und Schwächen. Dabei werden die im Vergleich genannten Eigenschaften beider Modelle gegeneinander abgewogen – damit klar wird, welches Motorrad eher zu welchem Fahrstil passt.
Grundcharakter: Sportlichkeit vs. Scrambler-Feeling
Die KTM 990 RC R ist vom Grundgedanken her ein sportliches Motorrad. Das zeigt sich in der Ausrichtung auf zügiges Vorankommen und ein Handling, das Kurvenwechsel unterstützt. Wer gerne dynamisch fährt, profitiert von der Art, wie die KTM das Tempo aufbaut und wie sie sich bei Richtungswechseln anfühlt.
Die BMW R nineT Scrambler verfolgt dagegen eine andere Philosophie. Sie wirkt weniger wie ein reines „Performance-Gerät“ und mehr wie ein Motorrad, das sich auch auf längeren Strecken angenehm anfühlt. Der Scrambler-Ansatz bringt eine entspanntere Grundhaltung mit: nicht weniger sportlich, aber mit mehr Fokus auf Fahrkomfort, Stil und Alltagstauglichkeit.
Motor & Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein typischer Unterschied: Die KTM 990 RC R ist auf ein spürbar sportliches Leistungsbild ausgelegt. Das macht sich vor allem im Fahrgefühl bemerkbar: Gasannahme und Durchzug wirken darauf abgestimmt, zügig zu beschleunigen und das Motorrad in Schwung zu halten. Wer gerne mit Drehzahl arbeitet oder in Kurven aktiv Gas gibt, wird die KTM als „direkter“ erleben.
Die BMW R nineT Scrambler setzt stärker auf einen charaktervollen, gleichmäßigen Antrieb. Im Vergleich der Drehmoment- und Leistungswerte zeigt sich: Die BMW kann den Vortrieb sehr souverän aufbauen, ohne dass ständig hohe Drehzahlen nötig sind. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Strecken nicht nur aus engen Kurven bestehen, sondern auch aus Stadtverkehr, Landstraße und längeren Abschnitten, in denen man entspannt fahren möchte.
Stärken und Schwächen im Antrieb
- KTM 990 RC R: Stärke ist das sportliche Ansprechverhalten und der Antrieb, der Dynamik belohnt. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf Performance weniger „entspanntes Gleiten“ unterstützt – wer sehr ruhig unterwegs sein will, muss sich stärker auf den sportlichen Charakter einlassen.
- BMW R nineT Scrambler: Stärke ist die souveräne, alltagstaugliche Art, Tempo aufzubauen. Schwäche kann sein, dass das Gefühl von „Attacke“ weniger im Vordergrund steht als bei der KTM – wer maximale Sportlichkeit sucht, wird das eher woanders finden.
Fahrwerk & Handling: Kurvenarbeit im Vergleich
Beim Thema Fahrwerk und Handling zeigt sich die unterschiedliche Zielgruppe. Die KTM 990 RC R ist darauf ausgelegt, präzise zu reagieren und Richtungswechsel schnell umzusetzen. Das macht sie besonders interessant für Fahrten, bei denen Kurven, Bremszonen und das Zusammenspiel aus Gas und Schräglage eine große Rolle spielen. Die KTM fühlt sich dabei wie ein Motorrad an, das gerne „geführt“ wird.
Die BMW R nineT Scrambler ist im Vergleich dazu oft die Maschine, die das Fahrgefühl harmonischer in den Alltag überträgt. Das Fahrwerk unterstützt eine stabile Linie, ohne den Fahrer permanent in einen sportlichen Modus zu zwingen. Auf unruhigerem Untergrund oder bei wechselnden Bedingungen wirkt die BMW häufig als die entspanntere Wahl.
Bremsen & Stabilität
Auch bei den Bremswerten und der Bremscharakteristik zeigt sich ein Unterschied: Die KTM tendiert stärker zu einem sportlich abgestimmten Bremsgefühl, das zu zügigem Fahren passt. Die BMW kann ebenfalls kräftig verzögern, wirkt aber im Gesamtpaket oft „kontrollierter“ und weniger aggressiv im Gefühl. Wer häufig hart in Kurven bremst, wird die KTM als direkter empfinden; wer eher gleichmäßig bremst und den Fokus auf Kontrolle legt, findet in der BMW häufig die passendere Abstimmung.
Ergonomie & Sitzposition: Wie bequem ist das Motorrad wirklich?
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die KTM 990 RC R ist eher sportlich ausgelegt: Das bedeutet meist eine aktivere Haltung, die den Oberkörper näher an die fahrdynamische Ausrichtung bringt. Das ist ideal, wenn das Motorrad als Werkzeug für dynamische Fahrten genutzt wird. Für lange, entspannte Touren kann diese Haltung jedoch anstrengender wirken, je nach Körpergröße und Fahrgewohnheiten.
Die BMW R nineT Scrambler bietet im Vergleich eine ergonomische Grundidee, die stärker auf Komfort und „Touring-Feeling“ abzielt. Die Haltung wirkt weniger kompromissgetrieben und lässt sich häufig angenehmer über längere Zeit fahren. Das macht die BMW besonders interessant, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende, sondern auch im Alltag oder auf längeren Strecken genutzt wird.
Stärken und Schwächen bei Komfort
- KTM 990 RC R: Stärke ist die sportliche Sitzposition, die das Handling unterstützt. Schwäche ist der mögliche Komfortnachteil bei sehr langen Fahrten oder bei häufigem Stop-and-go.
- BMW R nineT Scrambler: Stärke ist die alltagstauglichere Ergonomie. Schwäche ist, dass die sportliche „Attacke“-Anmutung weniger im Vordergrund steht.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und längere Strecken
Im Alltag zählt vor allem, wie gut sich ein Motorrad im Verkehr bewegt und wie entspannt es sich auf wechselnden Strecken anfühlt. Die KTM 990 RC R kann im Stadtverkehr durchaus Spaß machen, aber sie ist stärker auf Fahrdynamik getrimmt. Das heißt: Wer häufig im niedrigen Tempo unterwegs ist, wird die sportliche Ausrichtung eher als „fordernd“ erleben, während sie auf der Landstraße ihre Stärken ausspielt.
Die BMW R nineT Scrambler ist im Vergleich oft die praktischere Wahl für gemischte Einsätze. Der Scrambler-Charakter und die eher tourentaugliche Ergonomie machen sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur für kurze Ausfahrten gedacht ist. Auf Landstraßen fühlt sie sich dabei nicht träge an, sondern eher souverän und kontrolliert – genau die Art, die viele Fahrer auf Dauer bevorzugen.
Design & Charakter: Zwei Philosophien, zwei Zielgruppen
Design ist natürlich Geschmackssache, aber es beeinflusst auch, wie man das Motorrad wahrnimmt. Die KTM 990 RC R wirkt wie ein kompromissloses Sportgerät. Die BMW R nineT Scrambler dagegen steht für Stil, Individualität und eine Art „zeitloses Motorradgefühl“.
Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein sportlicher Begleiter anfühlt und bei jeder Ausfahrt nach Dynamik verlangt, wird bei der KTM eher glücklich. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das sich auch im Alltag gut anfühlt, dabei Charakter zeigt und auf längeren Strecken nicht nervt, findet in der BMW häufig die bessere Passform.
Kaufberatung: Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Der Vergleich zwischen KTM 990 RC R und BMW R nineT Scrambler lässt sich am besten über den eigenen Anspruch entscheiden. Die KTM ist die Wahl, wenn das Motorrad vor allem für dynamische Fahrten gedacht ist: Kurven, zügiges Beschleunigen, aktives Fahren und ein direktes Feedback. Die BMW ist die Wahl, wenn das Motorrad mehr sein soll als nur ein Sportgerät: ein Motorrad mit Charakter, das sich im Alltag und auf Touren angenehm fährt und dabei trotzdem genug Temperament mitbringt.
Typische Entscheidungshilfe
- KTM 990 RC R: passend, wenn sportliche Fahrdynamik im Vordergrund steht und eine aktivere Sitzhaltung akzeptiert wird.
- BMW R nineT Scrambler: passend, wenn Komfort, souveränes Fahren und ein Motorrad mit Stil gesucht werden – auch für längere Strecken.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist das Motorrad für alle, die vor allem sportlich fahren möchten. Im Vergleich zeigt sie ihre Stärken besonders dort, wo es um direktes Ansprechverhalten, dynamisches Handling und ein fahrerisches „Mitgehen“ in Kurven geht. Wer gerne aktiv fährt und die sportliche Ausrichtung auch bei längeren Strecken nicht als Nachteil empfindet, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die BMW R nineT Scrambler ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vielseitig eingesetzt werden soll. Im Vergleich überzeugt sie durch eine eher tourenorientierte Ergonomie, ein souveränes Motorgefühl und eine insgesamt harmonischere Alltagsanmutung. Wer ein Motorrad sucht, das sich nicht nur auf der Hausstrecke gut anfühlt, sondern auch im Alltag und auf längeren Fahrten, trifft mit der BMW häufig die passendere Entscheidung.
Kurz gesagt: KTM für sportliche Attacke, BMW für Charakter und entspanntes, kontrolliertes Fahren.