| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 13.090 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Motor
- Sound
- Materialauswahl
- Verarbeitung
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 206 | kg |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Desmodromisch gesteuerter V2 | |
| Hubraum | 1.079 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 86 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 4.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, einstellbar (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Einstellbares Zentralfederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | MT 60 RS 120/70 ZR18 | |
| Reifen hinten | MT 60 RS 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit
Die Ducati Scrambler hat in der Modellpalette der Italiener eine Sonderstellung: Sie beruhigt den Fahrer. Gleichzeitig liefert sie eine ganz andere Art der Genusstouren, die eher auf Cruisen abzielt. Dafür verzichtet sie auf hohen Nutzwert (und übrigens auch auf eine höhere Geländetauglichkeit). Zwischenspurts auf Landstraßen und in der Stadt sind ihre Reviere, mit bollerndem Sound geht es voran. Wer Spaß haben, wer endlich den Sinn von V2-Motoren erkennen will und derjenige mit dem Sinn für Emotionen kann sich über die Scrambler freuen. Eine Ducati? Ja, aber sie ist für die einen das schwarze Schaf in der Familie, für die anderen die einzige Ducati, die sie sich kaufen möchten. Kunststück: Viel Konkurrenz hat sie nicht, es gibt hauptsächlich die BMW R nineT Scrambler und diverse Triumph-Modelle auf dem Markt.Letzte Anmerkung: Die 1100er steht mit 12.990 Euro in der Preisliste, während es die kleine Schwester mit 75 PS ab knapp 8.000 gibt. Ein happiger Aufpreis für 11 Mehr-PS - aber wer das kann, sollte es sich gönnen.
Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Ducati Hamburg zur Verfügung gestellt.
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KTM 990 RC R vs Ducati Scrambler 1100 – Motorradvergleich mit Fokus auf Fahrgefühl, Alltag und Charakter
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die KTM 990 RC R steht für kompromissloses Sport-Feeling: scharfes Handling, sportliche Sitzposition und ein Motor, der auf Dynamik ausgelegt ist. Die Ducati Scrambler 1100 dagegen bringt den typischen Scrambler-Charakter mit: markantes Design, ein kräftiger Motor und ein Fahrstil, der sich sowohl im Alltag als auch auf längeren Strecken angenehm anfühlt. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede – denn am Ende entscheidet nicht nur die reine Leistung, sondern vor allem, wie sich die Werte im Alltag anfühlen.
Grundidee der beiden Motorräder: Sportlichkeit vs. Scrambler-Charme
Die KTM 990 RC R ist ein Motorrad, das die sportliche Linie konsequent verfolgt. Das zeigt sich bereits im Gesamtkonzept: Die Geometrie und die Auslegung zielen auf zügiges Kurvenfahren und ein direktes Rückmeldegefühl. Die Ducati Scrambler 1100 ist dagegen stärker auf einen vielseitigen Einsatz ausgelegt. Sie wirkt weniger wie ein reines „Track“-Werkzeug und mehr wie ein Bike, das man gerne bewegt – egal ob kurze Wege in der Stadt oder eine Tour am Wochenende.
Im Vergleich der Motorcharakteristik wird dieser Unterschied schnell greifbar. Während die KTM 990 RC R in Richtung sportlicher Beschleunigung und dynamischer Fahrweise tendiert, wirkt die Ducati Scrambler 1100 in der Praxis oft souveräner im „Alltagsrhythmus“: Der Motor lässt sich meist entspannter bewegen, ohne dass sofort die sportliche Gangart nötig ist.
Motor und Antrieb: Wie sich die Werte im Fahrbetrieb auswirken
Beim Vergleich der beiden Modelle spielen die Motorwerte natürlich eine Rolle – aber entscheidend ist, wie sie sich im Zusammenspiel mit Getriebe, Drehzahlbereich und Fahrwerk anfühlen. Die KTM 990 RC R ist darauf ausgelegt, Leistung und Drehmoment so umzusetzen, dass ein sportliches Tempo schnell aufgebaut werden kann. Das bedeutet: Wer zügig fahren möchte, findet hier ein Motorrad, das bereitwillig reagiert und das Gefühl vermittelt, „mitzuziehen“.
Die Ducati Scrambler 1100 wirkt dagegen oft wie ein Motor, der nicht nur für den Sprint gemacht ist. Gerade im Vergleich der nutzbaren Bandbreite zeigt sich: Während die KTM eher den Fokus auf dynamische Spitzen und sportliche Drehzahlen legt, bietet die Ducati häufig ein breiteres, alltagstauglicheres Fahrgefühl. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn Strecken nicht durchgehend „sportlich“ sind, sondern mit Ampeln, Stadtverkehr oder wechselnden Geschwindigkeiten durchmischt werden.
Beschleunigung vs. Durchzug
Im direkten Vergleich lässt sich das so zusammenfassen: Die KTM 990 RC R punktet stärker, wenn die Fahrweise aktiv gestaltet wird – also wenn Drehzahl und Gangwahl bewusst genutzt werden. Die Ducati Scrambler 1100 spielt ihre Stärken eher dann aus, wenn ein gleichmäßiger Rhythmus gefragt ist und der Motor auch bei moderater Drehzahl angenehm arbeitet. Beide Konzepte können schnell sein, aber sie liefern das Tempo auf unterschiedliche Art.
Fahrwerk und Handling: Direkte Rückmeldung oder souveräne Gelassenheit
Beim Fahrwerk zeigt sich der Charakter beider Motorräder besonders deutlich. Die KTM 990 RC R ist auf ein sportliches Handling ausgelegt. Das merkt man im Kurveneinlenken: Das Motorrad wirkt agil, die Linie lässt sich zügig finden, und das Feedback vermittelt ein klares Gefühl dafür, was gerade passiert. Wer gerne „arbeitet“, also lenkt, bremst und beschleunigt, wird hier schnell Spaß haben.
Die Ducati Scrambler 1100 ist dagegen häufig auf ein ausgewogeneres Gesamtgefühl ausgelegt. Das Fahrwerk wirkt oft so abgestimmt, dass es im Alltag komfortabler bleibt, ohne die sportliche Komponente komplett zu verlieren. Im Vergleich der Fahrwerkswirkung zeigt sich: Die KTM fühlt sich präziser und „sportlicher“ an, während die Ducati eher mit einem souveränen, alltagstauglichen Komfort punktet.
Kurvenverhalten im Vergleich
In schnellen Kurven und bei sportlicher Fahrweise kann die KTM 990 RC R ihre Stärken besonders gut ausspielen. Die Ducati Scrambler 1100 bleibt zwar ebenfalls kurventauglich, aber sie vermittelt eher ein Gefühl von Stabilität und Kontrolle statt maximaler „Sportagilität“. Wer also bevorzugt dynamisch und aggressiv fährt, wird die KTM als passender empfinden. Wer dagegen eine entspanntere Linie bevorzugt, findet in der Ducati oft die passendere Basis.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern
Bremsen sind im Vergleich nicht nur eine Frage der reinen Leistungsdaten, sondern vor allem der Dosierbarkeit und des Ansprechverhaltens. Die KTM 990 RC R ist auf sportliches Verzögern ausgelegt und unterstützt eine Fahrweise, bei der man spät bremst und zügig wieder beschleunigt. Das Motorrad wirkt dabei so, als würde es dem Fahrer helfen, die Linie zu halten und die Verzögerung sauber in den nächsten Schritt zu überführen.
Die Ducati Scrambler 1100 bietet ebenfalls ein überzeugendes Bremsgefühl, wirkt aber in der Praxis häufig etwas „ruhiger“ in der Abstimmung. Das ist ein Vorteil, wenn nicht jede Fahrt auf maximale Sportlichkeit ausgelegt ist. Gerade im Stadtverkehr oder auf gemischten Strecken kann diese Art von Stabilität und gutem Ansprechverhalten den Unterschied machen.
Ergonomie und Alltag: Wie bequem sind die beiden Konzepte?
Bei der Ergonomie trennt sich die Spreu schnell vom Weizen. Die KTM 990 RC R ist sportlich positioniert. Das bedeutet: Wer eine eher aufrechte oder entspannte Sitzhaltung bevorzugt, wird sich schneller an die Ducati gewöhnen. Die Ducati Scrambler 1100 bietet im Vergleich häufig eine angenehmere Sitzposition für längere Fahrten und für den Alltag. Das ist besonders relevant, wenn die Fahrten nicht nur aus Kurven und Vollgas bestehen, sondern auch aus Stop-and-go, Stadtstraßen und Pausen.
Auch die Alltagstauglichkeit hängt stark vom Fahrstil ab. Die KTM kann im Alltag funktionieren, aber sie belohnt eher eine aktive Fahrweise. Die Ducati ist dagegen oft die „leichtere“ Wahl, wenn das Motorrad regelmäßig bewegt werden soll, ohne dass jede Fahrt wie ein Trainingslauf wirkt.
Design und Charakter: Zwei unterschiedliche Identitäten
Design ist natürlich Geschmackssache – aber es beeinflusst auch, wie man sich auf dem Motorrad fühlt. Die KTM 990 RC R wirkt wie ein Werkzeug für sportliche Einsätze: kompakt, fokussiert, mit klarer Performance-Optik. Die Ducati Scrambler 1100 hingegen steht für Stil und Präsenz. Der Scrambler-Charakter macht sie zu einem Motorrad, das man gerne zeigt und das sich auch abseits der reinen Technik besonders anfühlt.
Im Vergleich der „Emotion“ ist die KTM oft die Wahl für Fahrer, die das sportliche Gefühl suchen. Die Ducati ist eher die Wahl für Fahrer, die ein Motorrad möchten, das Charakter mit Alltagstauglichkeit verbindet.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich wird am Ende vor allem eine Frage: Welche Art von Fahrspaß steht im Vordergrund? Die KTM 990 RC R ist ideal, wenn sportliche Dynamik, präzises Handling und ein direktes Fahrgefühl im Fokus stehen. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die Kurven aktiv angehen, gerne zügig unterwegs sind und das Motorrad als „Performance-Partner“ sehen.
Die Ducati Scrambler 1100 ist die bessere Wahl, wenn ein kräftiger Motor, ein souveränes Fahrgefühl und eine angenehmere Alltagsnutzung wichtiger sind. Sie passt zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das nicht nur auf dem Papier überzeugt, sondern sich auch im Alltag und auf längeren Strecken stimmig anfühlt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
- KTM 990 RC R: Stärken liegen in sportlicher Agilität, direktem Feedback und einer Fahrweise, die Tempo und Dynamik belohnt. Schwächen zeigen sich vor allem dort, wo Komfort und entspannte Nutzung wichtiger sind als maximale Sportlichkeit.
- Ducati Scrambler 1100: Stärken liegen in einem alltagstauglichen Fahrgefühl, souveränem Durchzug und einer ergonomischeren Gesamtwirkung. Schwächen liegen eher in dem Bereich, wo maximal sportliche Präzision und „Track-nahes“ Handling im Vordergrund stehen.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad mit klarer Sportausrichtung suchen: präzises Handling, direktes Feedback und ein Fahrgefühl, das sportliche Manöver unterstützt. Wer Kurven dynamisch angeht und die Fahrt aktiv gestaltet, wird hier besonders viel Freude haben. Die Ducati Scrambler 1100 passt dagegen besser zu Fahrern, die ein charakterstarkes Motorrad möchten, das im Alltag und auf Touren angenehm bleibt. Der Motor wirkt häufig nutzbarer im täglichen Rhythmus, die Sitzposition und das Gesamtgefühl sind oft entspannter, ohne dass der Fahrspaß verloren geht.
Kurz gesagt: Sportlich, agil und kompromissbereit – das ist die KTM. Charakter, Souveränität und Alltagstauglichkeit – das ist die Ducati. Wer diese Unterschiede im eigenen Fahrprofil wiederfindet, trifft mit dem jeweiligen Modell die passendere Entscheidung.