| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 14.990 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Motor
- Windschutz
- Fahrstabilität
- Sound
- Quickshifter
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 210 | kg |
| Radstand | 1.478 | mm |
| Radstand | 1.478 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 937 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 94 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 110 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 97 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 144)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs Ducati Supersport S – Vergleich im Supersport-Alltag
Wenn zwei Supersportler gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Viel spannender ist, wie sich Motor, Fahrwerk und Elektronik im Alltag und in der Kurve anfühlen. Der KTM 990 RC R und die Ducati Supersport S verfolgen dabei unterschiedliche Philosophien: Die KTM wirkt oft wie ein kompromissloses Werkzeug für sportliche Einsätze, während die Ducati den Fokus stärker auf Fahrgefühl, Charakter und die typische italienische Handschrift legt. Genau daraus entsteht ein Vergleich, der nicht nur für Technikfans interessant ist, sondern auch für alle, die wissen wollen, welches Motorrad im echten Leben besser passt.
Motorcharakter: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen
Beide Modelle sind sportlich ausgelegt, aber der Weg dorthin unterscheidet sich. Die KTM 990 RC R steht häufig für ein direktes Ansprechverhalten und einen Motor, der sich gern in Bewegung setzt. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig beschleunigt, gewechselt und zügig aus Kurven herausgefahren wird. Die Ducati Supersport S wirkt dagegen oft harmonischer im Zusammenspiel aus Gasannahme und Fahrbarkeit. Gerade bei gleichmäßigem Tempo und flüssigem Kurvenfahren kann das den Unterschied machen: weniger „Arbeit“, mehr Rhythmus.
Im Vergleich der nutzbaren Kraft zeigt sich: Die KTM spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn das Drehzahlband aktiv genutzt wird. Die Ducati punktet eher mit einem Motorgefühl, das auch bei moderateren Drehzahlen souverän bleibt und dadurch im Alltag entspannter wirken kann. Wer häufig sportlich unterwegs ist, aber nicht ständig am Limit drehen möchte, findet in der Ducati oft den leichteren Zugang. Wer dagegen konsequent sportlich fährt und den Motor „mitnimmt“, wird an der KTM mehr Freude haben.
Fahrwerk und Handling: Kurvenarbeit vs. Fahrkomfort
Beim Fahrwerk trennt sich die Spreu schnell. Die KTM 990 RC R ist in der Wahrnehmung häufig sehr agil. Das macht sie stark für schnelle Richtungswechsel und dynamisches Kurvenfahren. Gleichzeitig kann dieses sportliche Setup im Alltag spürbarer sein, etwa wenn die Strecke unruhig ist oder wenn längere Passagen nicht perfekt glatt sind. Das ist kein Nachteil für sich – eher eine Frage, wie man fährt und was man erwartet.
Die Ducati Supersport S wirkt im Vergleich oft etwas „runder“ im Gesamtpaket. Das bedeutet nicht, dass sie weniger sportlich wäre, aber das Fahrwerk vermittelt häufiger ein Gefühl von Kontrolle und Stabilität, auch wenn die Bedingungen wechselhaft sind. Gerade auf längeren Touren oder bei weniger idealem Asphalt kann das den Komfort erhöhen, ohne die sportliche Linie zu verlieren.
Lenkung, Stabilität und Rückmeldung
Die KTM liefert tendenziell mehr Rückmeldung und „Kantengefühl“ – ideal, wenn man präzise arbeiten möchte. Die Ducati bietet dagegen häufig eine Mischung aus Rückmeldung und ruhigerem Geradeauslauf, wodurch sich das Motorrad leichter in einen flüssigen Fahrstil integrieren lässt. Wer oft sehr sportlich fährt und gern hart am Limit arbeitet, wird die KTM als direkter empfinden. Wer lieber mit einem sauberen Rhythmus unterwegs ist, findet in der Ducati oft den entspannteren Weg zum schnellen Tempo.
Bremsen: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es vor allem um Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Beide Motorräder sind für sportliche Einsätze ausgelegt, aber der Charakter unterscheidet sich. Die KTM wird häufig als sehr bissig und klar in der Ansprache wahrgenommen. Das hilft beim späten Verzögern und beim schnellen Wiederaufnehmen der Fahrt aus Kurven heraus.
Die Ducati kann im Vergleich besonders bei wiederholten Bremsmanövern mit einem gleichmäßigeren Gefühl punkten. Das sorgt dafür, dass man sich stärker auf die Linie konzentriert und weniger auf das „Nachjustieren“ der Bremsleistung. Wer häufig Touren fährt und dabei auch mal zügig unterwegs ist, profitiert oft von dieser berechenbaren Art.
Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung oder Eingriff?
Moderne Supersportler sind heute stark von Elektronik geprägt. Die KTM 990 RC R setzt dabei häufig auf ein sportliches Gesamtpaket, das sich anfühlt, als würde es die Dynamik unterstützen, ohne den Fahrer komplett zu ersetzen. Die Ducati Supersport S wirkt im Vergleich oft so, dass die Elektronik das Motorrad besonders in der Alltagspraxis „glättet“ – also Traktion und Stabilität so regelt, dass das Fahren leichter wird, ohne die sportliche Linie zu verlieren.
Der Unterschied zeigt sich vor allem in Situationen wie Nässe, wechselndem Grip oder wenn man nicht immer im gleichen Tempo unterwegs ist. Die KTM kann in solchen Momenten sehr direkt wirken, während die Ducati eher den Eindruck vermittelt, das Motorrad „im Griff“ zu halten. Wer viel auf der Hausstrecke fährt und gern selbst die Kontrolle übernimmt, wird die KTM als unmittelbarer erleben. Wer häufiger gemischt unterwegs ist und sich über eine sanftere Unterstützung freut, findet in der Ducati oft die passendere Abstimmung.
Ergonomie und Sitzposition: Sportlich, aber wie alltagstauglich?
Die Ergonomie entscheidet im Supersportsegment oft darüber, ob ein Motorrad nach einer Tour Spaß macht oder ob man sich danach „durchgearbeitet“ fühlt. Die KTM 990 RC R ist tendenziell auf sportliche Haltung ausgelegt. Das kann beim zügigen Fahren ein Vorteil sein, weil die Gewichtsverlagerung schnell funktioniert und das Motorrad förmlich in die Kurve „will“. Auf längeren Strecken oder bei häufigem Stadtverkehr kann diese Haltung jedoch spürbarer werden.
Die Ducati Supersport S bietet im Vergleich häufig eine etwas alltagstauglichere Balance. Das heißt nicht, dass sie gemütlich ist, aber die Sitzposition wirkt oft weniger kompromisslos. Dadurch eignet sie sich besonders für Fahrer, die regelmäßig fahren, aber nicht jeden Ausflug als reines Renntraining planen.
Für wen passt welche Haltung?
Wer kurze, intensive Fahrten bevorzugt und gern in einer sportlichen Position „arbeitet“, wird mit der KTM 990 RC R meist glücklicher. Wer dagegen auch längere Touren, wechselnde Strecken und gelegentlich Stadtverkehr einplant, findet in der Ducati Supersport S häufig den besseren Alltagsmix.
Alltag, Wartung und Nutzung: Was im Betrieb zählt
Im Alltag zählen nicht nur die Fahrleistungen, sondern auch Dinge wie Zugänglichkeit für Wartung, Verschleißverhalten und die Frage, wie unkompliziert das Motorrad im Alltag bleibt. Beide Modelle sind sportlich gebaut, aber die Nutzungsrealität unterscheidet sich je nach Fahrstil. Eine KTM, die sehr dynamisch bewegt wird, kann je nach Fahrweise stärker „gefordert“ werden – etwa durch Reifen- und Bremsbelastung, wenn häufig hart beschleunigt und spät gebremst wird. Die Ducati kann bei einem flüssigeren Fahrstil ebenfalls sportlich sein, wirkt aber im Gesamteindruck oft etwas weniger „stressig“ im täglichen Umgang.
Wichtig ist: Der größte Einfluss auf Kosten und Verschleiß kommt meist vom Fahrstil. Wer beide Motorräder konsequent sportlich bewegt, wird ähnliche Verschleißmuster sehen. Wer dagegen die Ducati eher im Rhythmus fährt und die KTM stärker als „Dynamik-Tool“ nutzt, erlebt im Betrieb unterschiedliche Schwerpunkte.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sehr direktes, sportliches Fahrgefühl mit klarer Rückmeldung
- Agiles Handling für schnelle Richtungswechsel
- Motorcharakter, der bei aktiver Fahrweise besonders Spaß macht
KTM 990 RC R – Schwächen
- Sportliche Ergonomie kann auf längeren Strecken spürbarer sein
- Fahrwerkscharakter kann auf unruhigem Asphalt stärker auffallen
Ducati Supersport S – Stärken
- Harmonisches Gesamtpaket aus Motor, Fahrwerk und Fahrbarkeit
- Berechenbares Fahrgefühl – besonders bei wechselnden Bedingungen
- Alltagstauglicherer Charakter für Touren und gemischte Nutzung
Ducati Supersport S – Schwächen
- Sportliche Direktheit kann weniger „roh“ wirken als bei der KTM
- Wer maximal kompromissloses Kurven-„Arbeiten“ sucht, könnte die KTM als unmittelbarer empfinden
Welches Motorrad passt besser? Fazit
Fazit: Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem dann überzeugen soll, wenn es sportlich gefordert wird: dynamisches Kurvenfahren, aktives Nutzen des Drehzahlbands und ein sehr direktes, kommunikatives Fahrgefühl. Wer kurze bis mittlere Ausfahrten liebt, gern präzise arbeitet und die sportliche Haltung auch über längere Zeit akzeptiert, bekommt hier ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für schnelle Momente anfühlt.
Die Ducati Supersport S passt besonders gut, wenn ein Supersportler im Alltag und auf Touren überzeugen soll: flüssiger Fahrstil, berechenbares Handling, ein harmonischer Motor-Charakter und eine Ergonomie, die weniger kompromisslos wirkt. Wer häufig gemischt unterwegs ist, Wert auf Kontrolle bei wechselnden Bedingungen legt und trotzdem sportlich fahren möchte, findet in der Ducati oft den runderen Einstieg.
Kurz gesagt: KTM für maximale Direktheit und sportliches Arbeiten, Ducati für harmonische Performance und alltagstaugliche Tourenfreude.