| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2005 bis 2017 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Drehmoment satt
- King of the road Feeling inklusive
- Sound zum Niederknien
- Chrom ohne Ende
- schwer
- Windschutz 1b
- kein Kurvenräuber
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 302 | kg |
| Radstand | 1.630 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.630 | mm |
| Sitzhöhe: | 680-690 | mm |
| Höhe | 1.185 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 1.745 | ccm |
| Hub | 111 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 77 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 145 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 344 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Reifen vorne | BW | |
| Reifen hinten | BW | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Harley Davidson Motorräder polarisieren, das ist bei der Low Rider nicht anders. Sie ist trotz des Gewichts von 320 kg leicht zu fahren, lässt sich aber umso schwerer rangieren. Sie ist leicht zu warten, wichtige Servicearbeiten wie Öl und Filterwechsel lassen sich in der Garage erledigen. Zündkerzen und Luftfilter sind vorbildlich zu erreichen, dank Hydrostößel entfällt das aufwendige Einstellen der Ventile. Der Sekundärantrieb mittels Riemen ist leise, fettfrei und praktisch wartungsfrei. Die Low Rider fährt Mann/ Frau am liebsten solo, schon die Unterbringung von kleinem Gepäck erfordert den Gang zum Zubehörmarkt. Der hohe Anschaffungspreis erschreckt, relativiert sich aber durch den hohen Wiederverkaufspreis. Für uns ist die Low Rider eine positive Überraschung. Sie ist halt sehr speziell, keine eierlegende Wollmilchsau, und genau das macht sie so sexy.MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL – Vergleich im Alltag und auf der Strecke
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein sportlich ausgerichtetes Konzept mit Fokus auf Agilität und Dynamik auf einen Cruiser, der vor allem durch Charakter, Komfort und den typischen Harley-Style überzeugt. Wer sich zwischen diesen beiden Welten entscheidet, sollte nicht nur auf Daten schauen, sondern vor allem darauf, wie sich das Motorrad im Alltag anfühlt: beim Anfahren, in der Stadt, auf Landstraßen und bei längeren Touren.
Grundidee: Sportliche Dynamik vs. Cruiser-Charakter
Die KTM 990 RC R ist klar auf sportliches Fahren ausgelegt. Das merkt man am Gesamtpaket: kompakte Auslegung, sportliche Sitzposition und ein Fahrgefühl, das auf zügiges Vorankommen und präzises Handling setzt. Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Als Cruiser steht sie für entspanntes Tempo, einen kräftigen Motorlauf und eine Sitzposition, die eher auf Genuss als auf maximale Rennstrecken-Nähe ausgelegt ist.
Wie sich das im Fahrgefühl zeigt
Im direkten Vergleich wirkt die KTM deutlich „spitzer“: Sie lädt dazu ein, Kurven aktiv zu fahren, Gasimpulse zu setzen und das Motorrad spürbar zu bewegen. Die Harley dagegen vermittelt mehr „Schwerpunkt nach vorn“ im Sinne von Ruhe: Der Motor trägt, das Motorrad rollt, und das Fahrwerk arbeitet so, dass man lange Strecken gelassen genießen kann. Wer häufig zwischen Ampeln und kurzen Strecken pendelt, wird den Unterschied besonders merken: Die KTM fühlt sich wie ein Werkzeug für Dynamik an, die Harley wie ein Begleiter für entspannte Fahrten.
Motorcharakter: Drehfreude und Agilität vs. Drehmoment und Gelassenheit
Bei der KTM 990 RC R steht die sportliche Motoranmutung im Vordergrund. Das Motorrad ist darauf ausgelegt, Leistung in einem Bereich abzurufen, der sportliches Fahren unterstützt. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das stark mit dem Gashebel verknüpft ist: Wer zügig beschleunigt oder in Kurven Tempo aufbaut, bekommt eine direkte Rückmeldung.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL spielt ihre Stärken anders aus. Der Motorcharakter ist deutlich cruiser-typisch: mehr Fokus auf kräftiges Ansprechverhalten und einen gleichmäßigen Lauf, der auch bei moderaten Geschwindigkeiten souverän wirkt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Fahrten nicht über „Höchsttempo“ definiert werden, sondern über Sound, Rhythmus und ein entspanntes Tempo, das sich natürlich anfühlt.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Dynamik und im „Direktgefühl“ beim Beschleunigen. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf sportliche Nutzung weniger „cruiser-kompatibel“ wirkt, wenn man vor allem Komfort und entspanntes Dahingleiten sucht.
- Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL: Stärken liegen im charaktervollen Motorlauf und im entspannten Fahrstil. Schwäche kann sein, dass das Motorrad im Vergleich zur KTM weniger auf maximale Agilität ausgelegt ist, wenn es um sehr sportliches Kurvenfahren oder schnelle Richtungswechsel geht.
Fahrwerk & Handling: Präzision vs. souveräne Gelassenheit
Beim Handling zeigt sich der Unterschied zwischen Sportbike und Cruiser besonders deutlich. Die KTM 990 RC R ist so abgestimmt, dass sie Kurvenfahrten unterstützt und ein präzises Einlenken ermöglicht. Das Motorrad wirkt „leicht zu führen“, solange man die sportliche Linie fährt und das Setup zur eigenen Fahrweise passt.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL ist dagegen auf Stabilität und Komfort ausgelegt. Das Fahrwerk vermittelt ein ruhiges Gefühl, das Unebenheiten eher „wegsteckt“, statt sie in den Vordergrund zu rücken. In der Praxis bedeutet das: Auf längeren Strecken und bei wechselnden Straßenbedingungen fühlt sich die Harley oft entspannter an, während die KTM eher dann glänzt, wenn die Strecke klare Kurven und sportliche Abschnitte bietet.
Bremsen und Kontrolle
Beide Motorräder bieten eine spürbare Kontrolle, aber mit unterschiedlichem Fokus. Die KTM wirkt im sportlichen Einsatz direkter, weil sie auf zügige Manöver und aktives Fahren ausgelegt ist. Die Harley liefert ebenfalls Sicherheit, setzt aber stärker auf ein gleichmäßiges, kontrolliertes Bremsverhalten, das zum Cruiser-Fahrstil passt. Wer häufig hart und wiederholt aus höheren Geschwindigkeiten verzögert, wird die sportliche Auslegung der KTM eher als Vorteil empfinden.
Sitzposition & Komfort: Sportlich straff vs. Cruiser entspannt
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede im Vergleich. Die KTM 990 RC R bringt eine sportliche Haltung mit, die den Oberkörper näher an die Fahrdynamik heranholt. Das ist ideal, wenn man aktiv fährt und die Arme sowie den Oberkörper als Teil des Fahrwerks versteht. Für lange, entspannte Touren kann diese Haltung jedoch weniger „mühelos“ wirken als bei einem Cruiser.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL bietet eine deutlich entspanntere Sitzgeometrie. Das Motorrad lädt dazu ein, die Fahrt zu genießen, statt ständig die Position zu optimieren. Gerade für Tagesausflüge mit Pausen oder für Touren, bei denen der Weg das Ziel ist, spielt die Harley ihre Stärken aus.
Alltagstauglichkeit
Im Stadtverkehr zeigt sich ein weiterer Unterschied: Die KTM wirkt wendiger und „handlicher“ im sportlichen Sinne, während die Harley durch ihre Masse und den Cruiser-Charakter eher auf ruhiges Vorankommen ausgelegt ist. Wer viel stop-and-go fährt, wird bei der KTM schneller ein Gefühl von Kontrolle bekommen, während die Harley eher dann überzeugt, wenn man nicht ständig hektisch reagieren muss, sondern gleichmäßige Fahrten bevorzugt.
Design, Sound und Charakter: Emotion als Kaufkriterium
Bei der Entscheidung zwischen KTM 990 RC R und Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL spielt die Optik eine große Rolle – und noch stärker der Sound. Die KTM steht für sportliche, moderne Linien und eine „Performance“-Anmutung. Die Harley ist dagegen ein Statement: klassischer Cruiser-Look, markanter Auftritt und ein Motor, der sich nicht versteckt.
Das ist nicht nur Geschmackssache, sondern beeinflusst auch die Nutzung: Wer das Motorrad vor allem als Erlebnis betrachtet, wird bei der Harley oft schneller „zünden“. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das sich wie ein Sportgerät anfühlt und bei jeder Gelegenheit Dynamik ermöglicht, wird mit der KTM eher glücklich.
Für wen passt welches Motorrad?
KTM 990 RC R – die bessere Wahl für sportlich orientierte Fahrer
Die KTM 990 RC R passt besonders gut, wenn Fahrten häufig aus Kurven bestehen, man gern zügig unterwegs ist und das Motorrad aktiv bewegt. Auch für Fahrer, die gern präzise Rückmeldung vom Fahrwerk möchten, ist die KTM eine stimmige Option. Wer außerdem Wert auf ein direktes Beschleunigungsgefühl legt und sportliche Sitzpositionen gewohnt ist, findet hier ein Motorrad, das die eigene Fahrweise unterstützt.
Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL – ideal für Cruiser-Fans und Tourenfreude
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL ist die bessere Wahl, wenn Komfort, Charakter und entspanntes Fahren im Vordergrund stehen. Wer lange Strecken liebt, gern gleichmäßig fährt und den Cruiser-Lifestyle ausleben möchte, wird die Harley als stimmigen Begleiter erleben. Auch wenn der Sound und das „Gefühl von Harley“ ein wichtiges Kaufargument sind, liegt die Dyna Low Rider FXDL sehr weit vorn.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die passendere Wahl für alle, die ein sportlich präzises Motorrad suchen: Sie spielt ihre Stärken besonders bei dynamischer Fahrweise aus, unterstützt aktives Kurvenfahren und fühlt sich im Alltag dann am besten an, wenn Tempo und Kontrolle zusammenkommen. Wer dagegen häufig entspannt unterwegs ist, lange Touren genießt und vor allem Komfort sowie Cruiser-Charakter priorisiert, wird mit der Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL glücklicher. Sie überzeugt mit einem charaktervollen Motorlauf, einer entspannteren Sitzposition und einem Fahrgefühl, das weniger auf „sportliche Manöver“ und mehr auf Genuss ausgelegt ist. Kurz gesagt: KTM für sportliche Dynamik und Agilität, Harley für Stil, Sound und entspanntes Reisen.