| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 13.239 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- herrliche Drehorgel für Freunde jenseits der 10.000er
- 600er Jubel-Sound
- sehr guter Quickshifter
- hervorragende Bremsen
- sehr präzises Fahrwerk
- wer Sport will, bekommt Sport
- Hitzeentwicklung bei Stop & Go
- Display etwas klein geraten
- Untenrum passiert - nix.
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 2.029 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC | |
| Hubraum | 599 | ccm |
| Hub | 42 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 121 PS bei 14.250 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 11.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 265 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 327 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Diamantrahmen | |
| Federung vorne | Showa BP Upside-Down 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | ProLink-Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit
Die Honda CBR600RR 2024 ist kein Motorrad, das sich jedem sofort erschließt. Und genau das ist ihre Stärke. Sie folgt nicht dem Trend zu immer mehr Hubraum, immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr universeller Gefälligkeit. Stattdessen bleibt sie eine echte Supersportlerin mit einem hochdrehenden Reihenvierzylinder, präzisem Chassis, starker Bremse und nun endlich moderner Elektronik auf aktuellem Niveau. Sie verlangt Einsatz, belohnt dafür aber mit einem sehr direkten, klaren und ehrlichen Fahrerlebnis. Wer ein Motorrad sucht, das auf kurvigen Straßen und besonders auf der Rennstrecke glänzt, findet in ihr ein faszinierendes Angebot. Wer dagegen vor allem Drehmoment von unten, Tourenkomfort oder Alltagsneutralität will, wird mit anderen Konzepten glücklicher.
Unterm Strich ist die CBR600RR 2024 ein gelungenes Comeback einer fast ausgestorbenen Motorradgattung. Honda hat das Modell nicht nur zurückgebracht, sondern sinnvoll modernisiert, ohne seinen Kern zu verwässern. Genau deshalb dürfte dieses Motorrad nicht die breite Masse ansprechen, aber jene Fahrer umso stärker begeistern, die den klassischen 600er-Supersport-Geist vermisst haben. Als emotionales, fahraktives und technisch sauberes Sportmotorrad ist die neue CBR600RR ein starkes Statement. Sie ist vielleicht nicht das vernünftigste Motorrad ihrer Klasse – aber sehr wahrscheinlich eines der charakterstärksten.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC-R vs. Honda CBR 600 RR: Motorradvergleich für sportliche Fahrer
Wenn zwei Sportmaschinen aufeinandertreffen, die sich auf den ersten Blick ähnlich anfühlen, aber in der Praxis sehr unterschiedlich wirken, wird ein Vergleich besonders spannend. Genau das passiert beim Duell KTM 990 RC-R gegen Honda CBR 600 RR. Beide Modelle stehen für Fahrspaß, präzises Handling und eine sportliche Ausrichtung. Doch während die KTM eher mit ihrer kräftigen, drehmomentbetonten Art und dem souveränen Durchzug punktet, setzt die Honda stärker auf das klassische Supersport-Konzept: leichtfüßig, drehfreudig und mit einem sehr direkten Gefühl in schnellen Richtungswechseln.
Im Folgenden geht es darum, die typischen Stärken und Schwächen beider Motorräder gegeneinander abzuwägen – ohne reine Daten-Show. Denn am Ende zählt, wie sich die Maschinen im Alltag, auf der Landstraße und beim Trackday anfühlen.
Motorcharakter: Drehmoment vs. Drehfreude
KTM 990 RC-R: kräftig und souverän
Die KTM 990 RC-R spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo es nicht nur um maximale Drehzahl geht, sondern um nutzbare Kraft über einen breiten Bereich. Der Motor wirkt oft „voll“ und lässt sich sportlich fahren, ohne ständig im obersten Drehzahlfenster zu leben. Das macht die KTM besonders attraktiv, wenn die Fahrten nicht nur aus kurzen Vollgas-Passagen bestehen, sondern aus flüssigem Beschleunigen aus Kurven heraus.
Honda CBR 600 RR: drehfreudig und agil
Die Honda CBR 600 RR steht dagegen für ein sehr sportliches, drehzahlorientiertes Fahrgefühl. Wer die Drehzahl sauber aufbaut und den Motor im richtigen Bereich hält, bekommt eine spürbar direkte Rückmeldung. Das kann auf der Rennstrecke und bei zügiger Landstraßenfahrt ein echter Vorteil sein, weil das Motorrad beim Herausbeschleunigen schnell „wach“ wird.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
KTM 990 RC-R: ruhiger Druck in schnellen Passagen
Die KTM vermittelt häufig den Eindruck, als würde sie sportliche Dynamik mit einer gewissen Gelassenheit kombinieren. In schnellen Kurven und bei zügigem Tempo wirkt das Motorrad stabil und gibt Vertrauen. Gerade wenn die Strecke nicht nur aus engen Kehren besteht, sondern auch aus fließenden Abschnitten, kann die KTM ihre Stärken ausspielen.
Honda CBR 600 RR: präzise Lenkimpulse
Die Honda ist oft die Maschine, die sich besonders leicht „in die Linie“ bringen lässt. Das Handling wirkt sehr direkt, und Richtungswechsel werden schnell umgesetzt. Für Fahrer, die gerne früh einlenken, die Linie fein korrigieren und das Motorrad aktiv „arbeiten“ lassen, ist die CBR 600 RR häufig die passendere Wahl.
Bremsen und Verzögerung: Gefühl und Standfestigkeit
Beim Bremsen zeigt sich in der Praxis oft ein Unterschied zwischen den Konzepten: Die KTM 990 RC-R wirkt tendenziell so, als würde sie beim starken Verzögern eine gute Basis liefern, um auch aus höheren Geschwindigkeiten kontrolliert zu bleiben. Die Honda CBR 600 RR punktet dagegen häufig mit einem sehr klaren Bremsgefühl und einer fein dosierbaren Rückmeldung, was besonders in Situationen hilft, in denen nicht nur „hart“, sondern präzise gebremst werden muss.
Wichtig ist dabei: Beide Motorräder sind sportlich ausgelegt. Der Unterschied liegt eher darin, wie sich die Bremsleistung im Alltag anfühlt – die KTM kann bei kräftigem Zugriff souverän wirken, während die Honda mit ihrer Dosierbarkeit und dem direkten Ansprechverhalten oft schneller „auf den Punkt“ gebracht werden kann.
Leistungsentfaltung: Wie sich die Kraft auf die Straße bringt
Beim Vergleich von KTM 990 RC-R und Honda CBR 600 RR geht es nicht nur um „mehr oder weniger Leistung“, sondern darum, wie diese Leistung ankommt. Die KTM tendiert dazu, die Beschleunigung als gleichmäßigen Schub zu vermitteln. Das ist angenehm, wenn die Strecke abwechslungsreich ist und nicht jede Kurve perfekt vorbereitet werden kann.
Die Honda hingegen fühlt sich oft dann besonders stark an, wenn der Motor „im richtigen Moment“ arbeitet. Wer die Drehzahl im Blick hat und die Gänge passend wählt, bekommt ein sehr lebendiges Beschleunigungsgefühl. Das kann auf der Rennstrecke Vorteile bringen, weil das Motorrad dort häufig konsequent im sportlichen Bereich gefahren wird.
Alltagstauglichkeit: Sportlich, aber unterschiedlich
Sportmotorräder sind nie „nur“ Alltag. Trotzdem unterscheiden sich die beiden Modelle spürbar in der Art, wie sie sich im Alltag nutzen lassen. Die KTM 990 RC-R wirkt häufig wie ein Motorrad, das auch bei längeren sportlichen Touren mit einer gewissen Souveränität durch den Tag kommt. Die Honda CBR 600 RR ist ebenfalls alltagstauglich, aber das Fahrgefühl ist stärker auf zügige Fahrweise ausgelegt – wer gemütlich unterwegs ist, merkt schneller, dass das Konzept auf Dynamik optimiert wurde.
Ein weiterer Punkt ist die Art, wie sich die Maschinen in unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen verhalten. Die KTM kann durch ihre kraftvolle Art oft entspannter wirken, während die Honda bei niedrigerem Tempo eher „sportlich wach“ bleibt und damit für manche Fahrer intensiver ist.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 990 RC-R
- Kräftiger, nutzbarer Schub für sportliches Fahren ohne ständiges Hochdrehen.
- Stabiler Eindruck bei zügiger Fahrt und in fließenden Passagen.
- Viel Fahrspaß auch bei „nicht perfekten“ Linien, weil der Motor viel Arbeit abnimmt.
Schwächen der KTM 990 RC-R
- Weniger „leichtfüßig“ im Vergleich zur CBR, wenn es sehr eng und hektisch wird.
- Fahrstilabhängig: Wer maximales Drehzahl-Feeling sucht, fühlt sich bei der KTM eventuell weniger „im Element“.
Stärken der Honda CBR 600 RR
- Sehr direktes Handling mit schnellen Lenkimpulsen und klarer Rückmeldung.
- Drehfreude und ein sportliches Beschleunigungsgefühl, sobald der Motor im passenden Bereich läuft.
- Feine Dosierbarkeit bei Brems- und Fahrmanövern.
Schwächen der Honda CBR 600 RR
- Stärkerer Fokus auf sportliche Fahrweise: Wer selten im „richtigen“ Drehzahlfenster fährt, bekommt nicht das volle Potenzial.
- Intensiveres Gefühl im Alltag, wenn es eher ruhig und entspannt sein soll.
Für welche Fahrprofile passt welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen KTM 990 RC-R und Honda CBR 600 RR hängt stark davon ab, wie gefahren wird. Wer gerne aus Kurven heraus zügig beschleunigt, dabei aber nicht ständig den Drehzahlmesser „bearbeiten“ möchte, findet in der KTM 990 RC-R häufig ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Die Honda CBR 600 RR ist dagegen besonders attraktiv für Fahrer, die das Motorrad aktiv bewegen, früh einlenken und die Dynamik konsequent aus dem Motor holen wollen.
Auf der Rennstrecke kann die Honda durch ihre Wendigkeit und das direkte Ansprechverhalten punkten. Die KTM kann dort ebenfalls Spaß machen, wirkt aber oft dann besonders stark, wenn die eigene Fahrweise auf souveränen Durchzug und Stabilität setzt. Auf der Landstraße entscheidet häufig das persönliche Tempo: Wer flüssig und kraftvoll unterwegs ist, wird die KTM schnell schätzen. Wer enge Kurven liebt und das Motorrad präzise in Linie bringt, fühlt sich mit der Honda oft wohler.
Fazit:
Die KTM 990 RC-R ist die bessere Wahl, wenn sportliches Fahren vor allem als souveräner Schub aus Kurven heraus verstanden wird. Sie wirkt oft stabil, verzeiht mehr und macht Spaß bei zügigen, abwechslungsreichen Strecken – besonders dann, wenn nicht jede Beschleunigung perfekt getimt werden kann. Die Honda CBR 600 RR passt dagegen besser zu Fahrern, die ein sehr direktes, drehzahlorientiertes Supersport-Gefühl suchen. Ihre Wendigkeit, das klare Brems- und Lenkfeedback sowie die lebendige Leistungsentfaltung belohnen eine aktive Fahrweise, vor allem auf der Rennstrecke und in kurvigen Passagen.
Kurz gesagt: KTM für kraftvollen Flow, Honda für präzise Dynamik und Drehzahlspaß.