| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 13.465 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Ausgewogenes, ausgereiftes Motorrad
- Fühlt sich wohl auf der Strasse und im Gelände
- Tourentauglich
- Kräftiger Motor mit Leistung, Sound & Charakter
- Angenehme Sitzposition für lange Fahrten
- Tolles Fahrwerk und gute Bremsen
- LCD-Cockpit spiegelt
- Aufsteigen für kleinere Personen anstrengend
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 233 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.335 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 870 | mm |
| Höhe | 1.475 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 998 | ccm |
| Hub | 75 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 95 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 98 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 201 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 409 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa 45 mm Cartridge Upside-Down Teleskopgabel (Federweg 230)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 220)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90-21 Zoll | |
| Reifen hinten | 150/70-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Wave-Doppelscheibenbremse, hydraulisch betätigt, Radial-Vierkolben-Bremszange, Sinterbremsbeläge ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Wave-Scheibenbremse, hydraulisch betätigt, Einkolben-Bremszange, Sinterbremsbeläge ( Ø 256 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Die Africa Twin Jahrgang 2018 ist ein modernes und vor allem sehr ausgewogenes Motorrad. Alles was sie macht, macht sie ausgesprochen gut. Man fühlt sich als Fahrer nicht nur wohl, sondern geradezu geborgen. Die Maschine vermittelt Sicherheit und Vertrauen, vor allem ins Fahrwerk inklusive der Bremsen. Sie ist gut motorisiert und macht akustisch ordentlich Radau. Dank breitem Lenker und langer Federwege scheut man unbefestigte Wege nicht - im Gegenteil: Jeder Feldweg wird von der Africa Twin dankbar glatt gebügelt. Und so wird jede Fahrt mit dieser Maschine zur reinen Freude, sei es die kurze Tour zum Baggersee, die 6-monatige Reise zum Nordkap oder auch nur die kurze Fahrt zum Brötchen holen. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der CRF 1000 L und wollten gar nicht mehr absteigen.MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. Honda CRF 1000 L Africa Twin – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend: Die KTM 990 RC R steht für sportliche Dynamik und ein agiles Fahrgefühl, während die Honda CRF 1000 L Africa Twin als Reiseenduro für lange Strecken, wechselnde Untergründe und ausdauernden Komfort bekannt ist. Genau hier lohnt sich der Blick auf die wichtigsten Punkte: Wie unterscheiden sich Fahrwerk und Bremsen im Alltag? Wo zeigt sich die Elektronik im Fahrbetrieb? Und vor allem: Welche Maschine fühlt sich für welchen Einsatz wirklich passend an?
Grundidee der beiden Motorräder
KTM 990 RC R: sportlich, direkt, kurvenorientiert
Die KTM 990 RC R ist klar auf zügiges Fahren ausgelegt. Das merkt man am Charakter: Das Motorrad wirkt darauf abgestimmt, schnell in den Rhythmus zu kommen, Kurven sauber anzusteuern und dabei ein sehr direktes Rückmeldesystem zu liefern. Wer gern zügig unterwegs ist, wird die KTM vor allem dann mögen, wenn es um Dynamik und präzises Handling geht.
Honda CRF 1000 L Africa Twin: komfortabel, robust, tourentauglich
Die Africa Twin verfolgt eine andere Philosophie. Sie ist darauf ausgelegt, auch über längere Zeit entspannt zu bleiben, ohne dabei den Spaß am Fahren zu verlieren. Gerade bei wechselnden Bedingungen – von Landstraße bis zu Schotterpassagen – spielt die Honda ihre Stärken aus. Das Motorrad wirkt wie gemacht für Touren, bei denen nicht nur das Ziel zählt, sondern auch der Weg dorthin.
Motor und Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Im direkten Vergleich zeigt sich, dass beide Motorräder ihren eigenen Stil haben. Die KTM 990 RC R wirkt im Fahrbetrieb oft „spürbar sportlicher“: Gasannahme und Durchzug passen zu einer Fahrweise, die Kurven und Beschleunigungsphasen bewusst nutzt. Die Honda CRF 1000 L Africa Twin hingegen spielt ihre Stärken eher in einem gleichmäßigen, tourenorientierten Fahrgefühl aus. Das bedeutet: weniger „Sprint-Feeling“, mehr „kontrolliertes Vorankommen“, auch wenn die Strecke länger wird oder die Bedingungen unruhiger sind.
Wichtig ist dabei weniger, wer „mehr“ kann, sondern wie sich die Leistung im Alltag anfühlt. Die KTM belohnt eine aktive Fahrweise, bei der Drehzahl und Linie zusammenpassen. Die Honda unterstützt eher eine entspannte, gleichmäßige Gangart – besonders dann, wenn man nicht ständig am Limit fahren möchte, aber trotzdem Reserven braucht.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
KTM 990 RC R: präzises Einlenken und sportliche Rückmeldung
Beim Fahrwerk zeigt die KTM ihren Fokus auf Kurven. Das Motorrad vermittelt ein sehr direktes Gefühl beim Einlenken und unterstützt eine zügige Linienwahl. Dadurch wirkt die KTM besonders dann überzeugend, wenn die Strecke kurvig ist und das Tempo bewusst hoch gehalten wird. Stärken liegen hier vor allem in der Agilität und im „Fahrspaß pro Kurve“.
Als mögliche Schwäche kann sich der sportliche Charakter bemerkbar machen, wenn die Strecke holprig wird oder wenn lange Autobahn- oder Landstraßenabschnitte dominieren. Dann wird die KTM weniger als „Reisegerät“ wahrgenommen, sondern eher als Maschine, die man mit Freude bewegt – und nicht nur „durchfährt“.
Honda CRF 1000 L Africa Twin: souverän über Distanz und Untergrund
Die Africa Twin ist spürbar auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt. Gerade bei wechselndem Untergrund wirkt das Fahrwerk oft harmonischer, weil es die Situation gelassener verarbeitet. Das hilft besonders auf langen Touren, wenn man nicht ständig nachjustieren möchte. Auch wenn es mal unruhiger wird, bleibt das Fahrgefühl meist berechenbar.
Im Gegenzug kann die Honda im rein sportlichen Kurvenbetrieb weniger „messerscharf“ wirken als die KTM. Das ist kein Nachteil im Sinne von „schlecht“, sondern eher eine Frage des Einsatzprofils: Die Africa Twin ist stärker auf Touren und Vielseitigkeit optimiert, während die KTM stärker auf sportliche Dynamik getrimmt ist.
Bremsen und Fahrstabilität
Beide Motorräder bringen Bremsleistung mit, die im jeweiligen Kontext überzeugt. Die KTM 990 RC R wirkt dabei häufig als „sportlicher Bremsapparat“: Sie lässt sich in der Regel gut dosieren und unterstützt eine dynamische Fahrweise. Die Honda CRF 1000 L Africa Twin punktet dagegen oft mit einem stabilen Gesamtgefühl – besonders dann, wenn man nicht nur auf Asphalt unterwegs ist oder wenn die Strecke unvorhersehbar ist.
Im Vergleich zeigt sich: Wer häufig hart und sportlich bremst, wird an der KTM mehr „Direktheit“ wahrnehmen. Wer dagegen Wert auf gleichmäßige Kontrolle und souveräne Stabilität legt, findet in der Africa Twin oft die passendere Basis.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Übersicht und Komfort
Ergonomie entscheidet im Motorradalltag oft mehr als man denkt. Die KTM 990 RC R ist tendenziell sportlicher ausgelegt: Die Sitzhaltung unterstützt eine aktive Fahrweise und passt gut zu Fahrten, bei denen Kurven und Beschleunigung im Vordergrund stehen. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken ein Vorteil sein, weil das Motorrad „mitarbeitet“.
Die Honda CRF 1000 L Africa Twin ist dagegen eher auf Komfort und Langstrecke getrimmt. Die Sitzposition wirkt meist entspannter, die Übersicht ist tourentauglich, und das Motorrad bleibt auch über längere Zeit angenehm zu bewegen. Wer regelmäßig längere Strecken fährt oder Touren plant, wird die Honda deshalb oft als entspannter wahrnehmen.
Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung im richtigen Moment
Im Elektronikbereich zeigt sich der Unterschied zwischen sportlicher Unterstützung und tourenorientierter Assistenz. Die KTM 990 RC R setzt eher auf ein Setup, das sportliches Fahren unterstützt und dabei ein klares Feedback vermittelt. Die Honda CRF 1000 L Africa Twin bietet dagegen häufig den Charakter einer „Allround-Unterstützung“: Fahrmodi und Assistenzfunktionen helfen dabei, das Motorrad an unterschiedliche Bedingungen anzupassen – besonders praktisch, wenn die Strecke nicht planbar ist.
Stärken und Schwächen lassen sich hier so zusammenfassen: Die KTM wirkt oft dann am stärksten, wenn die Fahrweise bewusst sportlich ist. Die Honda spielt ihre Vorteile aus, wenn man flexibel bleiben möchte und unterschiedliche Untergründe oder Wetterlagen einkalkuliert.
Reisetauglichkeit und Ausstattung: Was zählt auf Tour?
Bei der Reisetauglichkeit trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Africa Twin ist als Reiseenduro konzipiert und wirkt deshalb von Haus aus „tourenlogischer“. Dazu gehören nicht nur die grundsätzliche Eignung für längere Strecken, sondern auch das Gesamtpaket aus Komfort, Kontrolle und dem Gefühl, dass das Motorrad für mehr als nur eine Art von Straße gemacht ist.
Die KTM 990 RC R kann natürlich auch für längere Fahrten genutzt werden, aber sie fühlt sich dabei stärker wie ein sportliches Motorrad an, das man für Touren „zweckentfremdet“. Wer jedoch vor allem kurvige Strecken sucht und Touren mit sportlichem Fokus plant, wird die KTM als sehr reizvoll erleben.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 990 RC R
- Sehr direktes, sportliches Fahrgefühl mit guter Kurvenorientierung
- Agiles Handling, das eine aktive Fahrweise unterstützt
- Brems- und Antriebskonzept, das dynamisches Fahren belohnt
Schwächen bzw. Grenzen der KTM 990 RC R
- Weniger „entspanntes“ Langstrecken-Feeling im Vergleich zur Africa Twin
- Sportlicher Charakter kann auf holprigen Strecken weniger souverän wirken
- Profil ist klar: eher Spaß auf der Straße als Allround-Touren
Stärken der Honda CRF 1000 L Africa Twin
- Tourenorientiertes Gesamtpaket mit komfortablerem Fahrgefühl
- Stabilität und Kontrolle auch bei wechselndem Untergrund
- Elektronik und Fahrmodi unterstützen flexibel unterschiedliche Situationen
Schwächen bzw. Grenzen der Honda CRF 1000 L Africa Twin
- Im rein sportlichen Kurvenbetrieb weniger „spitz“ als die KTM
- Wer maximale Agilität für schnelle Wechsel sucht, findet die KTM näher am Ziel
- Der Fokus liegt stärker auf Vielseitigkeit als auf kompromissloser Sportlichkeit
Welche Maschine passt zu welchem Fahrstil?
Der Vergleich wird besonders einfach, wenn man die eigene Priorität klar macht. Wer gern zügig fährt, Kurven bewusst nutzt und ein Motorrad möchte, das sich wie ein Sportgerät anfühlt, wird mit der KTM 990 RC R sehr wahrscheinlich mehr Freude haben. Sie ist dann die bessere Wahl, wenn die Strecke „Fahrspaß“ liefert und die Fahrweise aktiv gestaltet wird.
Wer dagegen regelmäßig längere Touren plant, auch mal abseits der perfekten Asphaltstrecke unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das dabei komfortabel bleibt, findet in der Honda CRF 1000 L Africa Twin meist die passendere Basis. Sie ist die Maschine für Menschen, die nicht nur ein Ziel ansteuern, sondern unterwegs flexibel bleiben wollen.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für sportlich orientierte Fahrer, die ein direktes, kurvenbetontes Fahrgefühl suchen und ihre Maschine gern aktiv bewegen. Ihre Stärken liegen in Agilität, sportlicher Rückmeldung und einem Antrieb/Bremsgefühl, das dynamische Fahrten besonders attraktiv macht. Wer dagegen vor allem auf lange Strecken, wechselnde Untergründe und ein souveränes Gesamtpaket setzt, wird mit der Honda CRF 1000 L Africa Twin glücklicher. Sie wirkt tourenorientierter, bleibt auch bei Unruhe kontrolliert und unterstützt mit einem Setup, das Flexibilität in den Vordergrund stellt. Kurz gesagt: KTM für sportliche Kurven und aktive Fahrweise, Honda für Reisen, Komfort und Vielseitigkeit.