| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. Honda GL 1800 Gold Wing: Vergleich für sportliche Ambitionen und große Touren
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Honda GL 1800 Gold Wing, wird der Vergleich spannend: Hier steht ein sportlich orientiertes Konzept im Vordergrund, dort ein Reise-Motorrad, das auf Komfort und Langstrecke ausgelegt ist. Beide Maschinen können viel – aber sie setzen unterschiedliche Prioritäten. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken zeigen sich im Alltag, auf kurvigen Strecken und auf langen Touren, und wo liegen die typischen Schwächen der jeweiligen Ausrichtung?
Grundcharakter: Sportliche Dynamik vs. Tourenkomfort
Wie sich die KTM 990 RC R anfühlt
Die KTM 990 RC R ist klar auf Agilität und sportliche Fahrweise ausgelegt. Das Motorrad wirkt kompakt, die Sitzposition ist eher aktiv, und das Fahrgefühl ist darauf getrimmt, zügig durch Kurven zu gleiten. Wer gern früh bremst, dynamisch einlenkt und das Motorrad spürbar mit dem eigenen Körper arbeitet, wird sich hier schnell zuhause fühlen. Die Maschine belohnt eine direkte Gangart: Gas auf, Linie halten, Tempo aufbauen.
Wie sich die Honda GL 1800 Gold Wing anfühlt
Die Honda GL 1800 Gold Wing verfolgt einen anderen Ansatz. Sie ist ein großes Tourenmotorrad, das vor allem Ruhe, Stabilität und Komfort in den Mittelpunkt stellt. Die Sitzposition ist entspannter, die Maschine vermittelt ein souveränes Gefühl bei höheren Geschwindigkeiten und auf langen Etappen. Statt „Sportlichkeit“ steht hier „Gelassenheit“ im Vordergrund: Das Motorrad trägt einen durch die Strecke, statt dass man es ständig aktiv „arbeiten“ lässt.
Motor und Antrieb: Unterschiedliche Kraftbilder im Vergleich
KTM 990 RC R: Drehfreude und sportlicher Punch
Im Vergleich zeigt die KTM 990 RC R ein eher sportliches Kraftbild. Die Maschine ist darauf ausgelegt, Leistung in einem Bereich abzurufen, der zu zügigem Fahren passt. Das Ansprechverhalten wirkt direkt, und das Zusammenspiel aus Gas und Fahrwerk unterstützt eine dynamische Linie. Wer gern mit dem Drehzahlbereich spielt, bekommt ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für kurvige Strecken anfühlt.
Honda GL 1800 Gold Wing: Drehmomentorientiert für lange Strecken
Die Honda GL 1800 Gold Wing setzt dagegen auf ein kraftvolles, tourentaugliches Drehmomentverhalten. Das ist besonders dann spürbar, wenn es darum geht, gleichmäßig zu beschleunigen oder lange Strecken entspannt zu fahren. Die Maschine wirkt weniger „drehzahlgetrieben“, sondern eher wie ein ruhiger Antrieb, der auch bei gleichbleibendem Tempo souverän bleibt. Für Überlandfahrten und Autobahnabschnitte ist das ein großer Vorteil.
Fahrwerk und Handling: Kurvenfokus vs. Stabilität
Stärken der KTM 990 RC R im Handling
Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken vor allem in Situationen aus, in denen Präzision gefragt ist: beim Einlenken, beim Halten der Linie und beim zügigen Wechsel zwischen Kurven. Das Motorrad vermittelt ein sportliches Feedback, das Vertrauen schafft. Gleichzeitig ist die Maschine weniger dafür gemacht, „einfach nur“ lange zu rollen, ohne dass man sich aktiv mit dem Fahrstil beschäftigt.
Stärken der Honda GL 1800 Gold Wing in der Stabilität
Die Honda GL 1800 Gold Wing punktet mit Stabilität und einem Fahrgefühl, das auch bei Wind und wechselnden Fahrbahnbedingungen ruhig bleibt. Gerade bei langen Autobahnfahrten oder bei Tagesetappen, die sich über viele Kilometer ziehen, ist das ein klarer Vorteil. Das Handling ist nicht auf „Sport-Tempo“ im engen Kurvenradius optimiert, sondern auf souveräne Kontrolle und Komfort.
Bremsen und Fahrassistenz: Vertrauen in unterschiedlichen Szenarien
Im Vergleich zeigt sich: Die KTM 990 RC R ist stärker auf sportliche Brems- und Fahrsituationen ausgelegt. Wer zügig fährt, profitiert von einem Setup, das zu dynamischen Manövern passt. Die Honda GL 1800 Gold Wing bringt ebenfalls starke Bremsleistung mit, legt aber den Fokus stärker auf gleichmäßige Dosierbarkeit und Sicherheit über lange Strecken. Je nachdem, ob die Fahrt eher aus Kurven oder aus langen Etappen besteht, fühlt sich das eine oder andere Motorrad „passender“ an.
Komfort und Ergonomie: Für Tageskilometer gemacht
Sitzkomfort und Haltung bei der KTM 990 RC R
Die KTM 990 RC R bietet eine sportliche Sitzposition. Das ist ideal, wenn die Fahrt aus Kurven besteht und man gern aktiv fährt. Auf längeren Strecken kann diese Haltung jedoch stärker fordern, vor allem wenn man viel Zeit im Sattel verbringt. Wer Touren plant, sollte darauf achten, wie die eigene Ergonomie mit der sportlichen Ausrichtung harmoniert.
Windschutz, Sitz und Ruhe bei der Honda GL 1800 Gold Wing
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist im Komfortbereich klar im Vorteil. Windschutz, entspannte Sitzhaltung und das insgesamt ruhige Fahrgefühl sorgen dafür, dass man auch nach vielen Kilometern noch konzentriert bleibt. Gerade bei wechselhaftem Wetter oder längeren Autobahnabschnitten zeigt sich der Tourencharakter. Die Maschine ist weniger „leichtfüßig“, aber dafür ein echtes Langstreckenwerkzeug.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reise
Wie die KTM 990 RC R im Alltag wirkt
Im Alltag kann die KTM 990 RC R vor allem dann überzeugen, wenn kurze Strecken, zügige Ausfahrten und kurvige Landstraßen im Vordergrund stehen. Das Motorrad wirkt lebendig und macht Lust auf Bewegung. Wer jedoch häufig im Stop-and-Go-Verkehr steht oder lange Strecken am Stück fährt, wird die sportliche Ausrichtung eventuell als weniger entspannend empfinden.
Wie die Honda GL 1800 Gold Wing im Alltag überzeugt
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist besonders stark, wenn der Alltag bereits nach „Tour“ aussieht: lange Wege, häufige Autobahnanteile und das Bedürfnis nach Komfort. Im Stadtverkehr kann die Größe und das Gewicht spürbar sein, aber sobald die Strecke offen wird, spielt die Maschine ihre Stärken aus. Sie ist gemacht für Kilometer, nicht nur für kurze Ausfahrten.
Ausstattung und Reise-Feeling: Was die Maschinen jeweils priorisieren
Im Vergleich wird deutlich, dass die KTM 990 RC R eher auf das Fahrerlebnis fokussiert ist: sportliche Dynamik, direktes Feedback und ein Setup, das sich wie ein „Fahrzeug zum Fahren“ anfühlt. Die Honda GL 1800 Gold Wing dagegen setzt auf ein rundes Gesamtpaket für Reisen: Komfort, Ruhe, Alltagstauglichkeit auf Distanz und ein Gefühl von „angekommen sein“, auch wenn man noch unterwegs ist. Wer viel plant, viel fährt und dabei möglichst entspannt bleiben möchte, findet in der Gold Wing den passenden Charakter.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 990 RC R
- Sportliches Handling mit direktem Fahrgefühl in Kurven
- Dynamisches Kraftbild, das zu zügiger Fahrweise passt
- Aktive Sitzposition für Fahrer, die gern mit dem Motorrad arbeiten
Schwächen der KTM 990 RC R
- Weniger entspannend bei sehr langen Strecken durch sportliche Ergonomie
- Anspruch an den Fahrstil, um das Potenzial voll auszuspielen
Stärken der Honda GL 1800 Gold Wing
- Hoher Komfort für lange Etappen
- Ruhiges, stabiles Fahrverhalten besonders bei Reisegeschwindigkeiten
- Tourenorientiertes Gesamtpaket für entspannte Kilometer
Schwächen der Honda GL 1800 Gold Wing
- Weniger „leichtfüßig“ im engen Kurvenradius
- Stadt- und Rangiergefühl kann durch Größe und Gewicht anspruchsvoller sein
Für wen lohnt sich welcher Vergleich?
Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welche Art von Fahrten im Vordergrund steht. Die KTM 990 RC R ist ideal, wenn Kurven, Dynamik und ein sportliches Fahrgefühl Priorität haben. Sie passt zu Fahrern, die gern aktiv fahren und das Motorrad als Teil des eigenen Fahrstils erleben möchten.
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist die bessere Wahl, wenn lange Strecken, Komfort und ein souveränes Reisegefühl zählen. Wer häufig unterwegs ist, viel Autobahn fährt oder einfach möglichst entspannt ankommen möchte, bekommt mit der Gold Wing ein Motorrad, das genau dafür gemacht ist.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die richtige Wahl für Fahrer, die sportliche Dynamik suchen: Sie spielt ihre Stärken vor allem auf kurvigen Strecken aus, fühlt sich direkt an und macht Spaß, wenn Tempo und Präzision gefragt sind. Wer dagegen überwiegend lange Strecken fährt, wird die sportlichere Ergonomie eher als fordernd empfinden. Die Honda GL 1800 Gold Wing gewinnt dort, wo Komfort und Ruhe zählen: bei Touren, Autobahnfahrten und Tagesetappen, die sich über viele Kilometer ziehen. Sie bietet ein souveränes Gesamtpaket und sorgt dafür, dass man auch nach langer Fahrt noch entspannt bleibt. Kurz gesagt: KTM für Kurven und aktives Fahren, Gold Wing für Reisen und entspanntes Kilometerfressen.