| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 14.795 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Fahrspaß, Tourentauglichkeit, angemessenes Preis-Leistungsverhältnis und sonst noch? Es gibt für uns ehrlich gesagt kaum Kritikpunkte. Das Bike fährt sich wirklich extrem angenehm und smooth. Die aufrechte Adventure Sitzhaltung ist in Verbindung mit dem geschmeidigen Reihenvierer eine tolle Kombination, die auf längeren Touren einiges an Vorzügen mit sich bringt.
Die Optik kann man wie immer diskutieren, aber das ist auch hier Geschmackssache. Die Maschine gibt es übrigens in den beiden Farbkombinationen Pearl Storm Gray / Metallic Diablo Black / Metallic Flat Spark Black & Emerald Blazed Green / Metallic Diablo Black / Metallic Flat Spark oder kurz gesagt Grau/Schwarz & Grün/Schwarz. Beide finden wir gelungen und ansprechend.
Einzig ein 19“ Vorderrad statt des 17 Zöllers wäre Dietmar und mir vielleicht noch ein Anliegen. Aber auch da scheiden sich die Geister, denn die 17 Zoll vorn sorgen natürlich für ein gutes Einlenkverhalten. So oder so ist die Kawasaki Versys 1000 S aber eine hervorragend gelungene Reisemaschine und Kawa verspricht nicht zu viel! „Jede Straße - Jederzeit“ das können wir mit gutem Gewissen unterschreiben.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Heller & Soltau.
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KTM 990 RC R vs. Kawasaki Versys 1000 S – welcher Vergleich passt zum Fahrstil?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, liegt das meist nicht nur am Design, sondern vor allem an der Philosophie dahinter. Die KTM 990 RC R steht für sportliche Dynamik, präzises Handling und eine klare Ausrichtung auf kurvige Strecken. Die Kawasaki Versys 1000 S dagegen ist eher der Typ, der lange Strecken souverän abspult, dabei Komfort bietet und auch auf wechselndem Terrain eine gute Figur macht. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend: Wer möchte eher „drücken und drehen“, wer eher „entspannt ankommen“?
Grundidee: sportliche Performance vs. Reise-Komfort
Wie sich die KTM 990 RC R im Alltag anfühlt
Die KTM 990 RC R ist darauf ausgelegt, dass sich das Motorrad schnell in die gewünschte Linie bringen lässt. Das spürbare Ziel: zügiges Vorankommen, viel Gefühl für die Kurve und ein Fahrstil, der aktiv gestaltet wird. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert, fördern ein sportliches Tempo. Wer gerne früh bremst, sauber einlenkt und das Motorrad „arbeiten“ lässt, wird hier schnell warm.
Wie sich die Kawasaki Versys 1000 S im Alltag anfühlt
Die Kawasaki Versys 1000 S ist dagegen stärker auf Alltagstauglichkeit und Langstrecke getrimmt. Die Maschine wirkt insgesamt ruhiger und „touriger“: stabil in der Linie, komfortorientiert und mit einem Fokus auf entspannte Kilometer. Gerade wenn die Strecke länger wird oder der Verkehr häufiger stoppt und startet, spielt die Versys ihre Stärken aus. Das Motorrad lädt dazu ein, gleichmäßig zu fahren, statt ständig auf maximale Dynamik zu setzen.
Motorcharakter und Antrieb: wie sich Leistung und Drehmoment im Fahrgefühl zeigen
Im Vergleich der beiden Modelle zeigt sich vor allem ein Unterschied in der Art, wie Kraft nutzbar wird. Die KTM 990 RC R wirkt im sportlichen Bereich besonders lebendig: Gasannahme und Beschleunigung fühlen sich direkter an, was das Motorrad für dynamische Passagen prädestiniert. Die Kawasaki Versys 1000 S spielt ihre Stärken eher über gleichmäßige Kraftentfaltung aus. Das macht sie besonders attraktiv, wenn konstant gefahren wird – etwa auf Autobahnabschnitten oder bei längeren Landstraßenetappen.
Wichtig ist dabei: Beide Motorräder können zügig fahren, aber sie belohnen unterschiedliche Fahrweisen. Die KTM belohnt das aktive Arbeiten mit Drehzahl und Linie. Die Versys belohnt das ruhige, planbare Tempo und das souveräne Herausbeschleunigen.
Fahrwerk und Handling: präzise Kurvenarbeit vs. souveräne Stabilität
KTM: Agilität und sportliche Rückmeldung
Die KTM 990 RC R ist im Handling klar auf Kurven ausgelegt. Das Motorrad vermittelt ein sportliches Feedback, unterstützt schnelles Umlenken und wirkt besonders dort stark, wo es häufige Richtungswechsel gibt. In flotten Kurvenserien kann das ein echter Vorteil sein: Das Motorrad fühlt sich „wach“ an und macht Lust auf mehr.
Kawasaki: Stabilität und Komfort bei wechselnden Bedingungen
Die Kawasaki Versys 1000 S setzt stärker auf Stabilität und kontrollierte Laufruhe. Gerade bei längeren Strecken oder wenn die Fahrbahn nicht perfekt ist, hilft diese Ausrichtung. Das Motorrad bleibt gut beherrschbar, ohne dass ständig nachjustiert werden muss. Für Fahrten, bei denen nicht jede Kurve im Fokus steht, sondern die Gesamtstrecke, ist das ein Pluspunkt.
Sitzposition und Ergonomie: sportlich aktiv vs. tourentauglich entspannt
Die Sitzposition entscheidet oft schneller als man denkt, ob ein Motorrad „passt“. Die KTM 990 RC R führt eher zu einer aktiven Haltung: Der Oberkörper ist sportlicher ausgerichtet, die Bewegungsfreiheit für dynamisches Fahren ist gegeben. Das ist ideal, wenn kurze bis mittlere Strecken mit sportlichem Charakter im Mittelpunkt stehen.
Die Kawasaki Versys 1000 S bietet dagegen eine ergonomischere Grundlage für längere Fahrten. Die Haltung wirkt weniger „eingespannt“, wodurch sich Ermüdung über Zeit besser in Grenzen halten lässt. Wer häufig unterwegs ist, auch mal über mehrere Stunden, wird den Komfortaspekt eher zu schätzen wissen.
Windschutz und Alltag: wer macht lange Strecken angenehmer?
Beim Thema Windschutz und Fahrruhe zeigt sich die unterschiedliche Ausrichtung besonders deutlich. Die KTM 990 RC R ist eher auf sportliche Fahrten ausgelegt, bei denen der Fokus auf Kurven und Beschleunigung liegt. Das kann bedeuten, dass bei sehr langen Autobahnphasen der Komfort nicht im Vordergrund steht.
Die Kawasaki Versys 1000 S ist hier im Vorteil: Sie ist als Reise-Maschine gedacht und zielt darauf ab, dass sich das Motorrad auch bei längeren Etappen angenehm fahren lässt. Wer regelmäßig größere Distanzen fährt oder Touren plant, profitiert von dieser Grundstimmung.
Elektronik und Assistenz: Unterstützung beim Fahren
Elektronik ist heute ein wichtiger Teil des Fahrgefühls. Im Vergleich fällt auf, dass beide Motorräder moderne Unterstützung bieten, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die KTM 990 RC R wirkt so abgestimmt, dass sportliches Fahren unterstützt wird – etwa durch Eingriffe, die das Motorrad kontrollierbar halten, ohne die Dynamik zu „abzuwürgen“.
Die Kawasaki Versys 1000 S setzt stärker auf ein Gesamtpaket, das den Alltag erleichtert: stabilere Fahrbarkeit, mehr Komfort im Handling und eine Unterstützung, die auch bei wechselnden Bedingungen hilft. Das ist besonders dann relevant, wenn nicht immer die perfekte Strecke oder das perfekte Wetter vorliegt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 990 RC R
- Sportliches Handling mit direktem Gefühl in Kurven
- Aktive Fahrweise wird belohnt – ideal für dynamische Strecken
- Lebendiger Motorcharakter für zügige Beschleunigung
Schwächen bzw. Grenzen der KTM 990 RC R
- Komfortfokus geringer als bei reiseorientierten Motorrädern
- Für lange Autobahnphasen kann der sportliche Charakter weniger entspannend wirken
Stärken der Kawasaki Versys 1000 S
- Reise- und Langstreckenkomfort mit ruhiger Fahrcharakteristik
- Gut planbare Kraftentfaltung für gleichmäßiges Tempo
- Alltagstauglichkeit durch entspannte Ergonomie
Schwächen bzw. Grenzen der Kawasaki Versys 1000 S
- Weniger „Rennstrecken-Vibe“ als bei der KTM
- Sportliche Kurvenarbeit fühlt sich eher kontrolliert als maximal agil an
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Wer häufig kurvige Strecken fährt, gerne zügig unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das sich sportlich anfühlt und schnell auf Eingaben reagiert, wird mit der KTM 990 RC R deutlich mehr „Freude am Moment“ erleben. Sie ist besonders stark, wenn das Fahren selbst im Mittelpunkt steht.
Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Komfort legt und ein Motorrad sucht, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt, trifft mit der Kawasaki Versys 1000 S die passendere Wahl. Sie ist ideal für Touren, bei denen nicht nur die Kurve zählt, sondern die gesamte Reise.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn sportliche Dynamik, präzises Handling und ein direktes Fahrgefühl wichtiger sind als maximaler Langstreckenkomfort. Sie passt zu Fahrten, bei denen Kurven, Beschleunigung und aktives Fahren im Vordergrund stehen. Die Kawasaki Versys 1000 S gewinnt dagegen, wenn lange Strecken, entspannteres Handling und eine tourentaugliche Ergonomie Priorität haben. Sie eignet sich besonders für regelmäßige Reisen, bei denen Stabilität, Fahrkomfort und eine gutmütige Kraftentfaltung den Unterschied machen. Kurz gesagt: KTM für den sportlichen Fokus, Kawasaki für die Reiseorientierung – und beide liefern genau die Art von Motorrad-Erlebnis, die zu ihrem Konzept passt.