| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 17.245 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- umfangreiche Ausstattung
- gelungenes semi-aktives Fahrwerk (KECS)
- Kombination aus Zeigerinstrument und TFT toll gelöst und gut ablesbar
- recht hohes Gewicht
- Windschild nur manuell und mit beiden Händen verstellbar
- relativ hoher Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Halbschwimmende 310-mm-Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs. Kawasaki Versys 1000 SE – Vergleich für sportliche Touren
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach unterschiedlichen Welten wirken, wird der Vergleich besonders spannend. Die KTM 990 RC R steht für eine sportliche, direkte Fahrweise mit Fokus auf Dynamik und Kurvengefühl. Die Kawasaki Versys 1000 SE dagegen ist klar auf Reichweite, Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt – mit dem Anspruch, lange Strecken souverän zu begleiten. Genau hier liegt der Reiz: Beide Maschinen können viel, aber sie setzen ihre Prioritäten an anderer Stelle.
Grundcharakter: sportlich-direkt vs. reiseorientiert
Die KTM 990 RC R wirkt wie ein Motorrad, das man gern „arbeitet“: Gas auf, Linie halten, zügig umsetzen. Der Motorcharakter und die Abstimmung zielen darauf, dass sich die Maschine in Kurven lebendig anfühlt und das Tempo schnell aufgebaut werden kann. Wer gern sportlich fährt, wird die direkte Rückmeldung mögen.
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist hingegen eher das Motorrad für den „Flow“: stabil, komfortabel und mit einer Ausrichtung, die auch bei längeren Tagesetappen Ruhe ins Fahrgefühl bringt. Das Motorrad will nicht nur schnell sein, sondern vor allem entspannt schnell. Gerade auf Autobahn und bei wechselnden Streckenprofilen spielt die Reiseorientierung ihre Stärken aus.
Motor und Antrieb: wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der aufgelisteten Werte zeigt sich ein typischer Unterschied: Die KTM 990 RC R bringt ihre Dynamik sehr spürbar über das Ansprechverhalten und die sportliche Abstimmung in den Vordergrund. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrer, die häufig beschleunigen, früh in die Kurve gehen und das Motorrad aktiv einsetzen.
Die Kawasaki Versys 1000 SE punktet dagegen mit einem Charakter, der auf gleichmäßige Kraftentfaltung und souveräne Durchzugskraft ausgelegt ist. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn die Strecke lang ist, das Tempo konstant bleibt oder wenn häufiges Anfahren und Beschleunigen im Alltag gefragt ist. Während die KTM eher „kurvenorientiert“ wirkt, fühlt sich die Versys mehr nach „Reise mit Reserven“ an.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Umsetzung der Leistung und im agilen Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf Dynamik weniger „entspannt“ wirkt, wenn man viel im Alltag oder auf langen Autobahnabschnitten unterwegs ist.
- Kawasaki Versys 1000 SE: Stärken liegen in der gleichmäßigen Kraftentfaltung und dem reiseorientierten Gesamtkonzept. Schwäche kann sein, dass das Motorrad im sehr sportlichen Kurvenbetrieb weniger „messerscharf“ wirkt als eine klar sportlich ausgelegte Maschine.
Fahrwerk und Handling: Kurvengefühl vs. Stabilität
Im Handling unterscheiden sich die beiden Motorräder deutlich. Die KTM 990 RC R ist auf schnelle Richtungswechsel und ein präzises Kurvenverhalten ausgelegt. Die aufgelisteten Werte und die daraus resultierende Abstimmung sprechen dafür, dass die Maschine in zügigen Passagen besonders viel Spaß macht. Wer gern „mit dem Motorrad arbeitet“, bekommt eine direkte Rückmeldung.
Die Kawasaki Versys 1000 SE setzt stärker auf Stabilität und Komfort. Die Werte und die Auslegung zielen darauf, dass die Maschine auch bei wechselnden Bedingungen ruhig bleibt und lange Strecken angenehm abspult. Das ist ein klarer Pluspunkt, wenn die Route nicht nur aus perfekten Kurven besteht, sondern aus Autobahn, Baustellen, wechselndem Belag und unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Bremsen und Fahrstabilität
Beim Thema Bremsen zeigt sich im Vergleich vor allem der Unterschied zwischen „sportlich dosierbar“ und „tourentauglich belastbar“. Die KTM 990 RC R wirkt dabei wie ein Motorrad, das für dynamische Verzögerung und häufiges Bremsen in sportlicher Fahrt gemacht ist. Die Kawasaki Versys 1000 SE ist dagegen darauf ausgelegt, auch bei längeren Fahrten und wechselnden Lastzuständen zuverlässig zu funktionieren und dabei das Fahrgefühl stabil zu halten.
Elektronik und Ausstattung: Fokus auf Performance vs. Komfort
Die Elektronik ist bei beiden Modellen ein wichtiger Bestandteil, aber sie dient unterschiedlichen Zielen. Die KTM 990 RC R wirkt in der Gesamtkonzeption wie ein Motorrad, bei dem die Fahrdynamik im Vordergrund steht. Die aufgelisteten Elektronik-Features unterstützen dabei vor allem die sportliche Umsetzung – hilfreich, wenn man das Motorrad zügig bewegt und die Traktion kontrolliert wissen möchte.
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist stärker auf Komfort und Reiseeffizienz ausgelegt. Gerade die „SE“-Ausrichtung deutet auf eine Ausstattung hin, die den Alltag und längere Touren erleichtert. Das zeigt sich typischerweise in Bereichen wie Windschutz, Ergonomie und einer Elektronik, die das Motorrad alltagstauglich macht, ohne dass man ständig nachjustieren muss.
Windschutz, Sitzposition und Ergonomie
Im Vergleich der aufgelisteten Werte wird schnell klar: Die KTM 990 RC R ist eher auf sportliche Sitzhaltung und aktive Fahrweise ausgelegt. Das kann sich in schnellen Kurven und bei sportlichem Tempo sehr gut anfühlen, verlangt aber mehr „Fahrhaltung“ und kann bei langen Strecken weniger entspannend wirken.
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist dagegen auf eine Reisehaltung ausgelegt. Das wirkt sich besonders auf längere Fahrten aus: weniger Stress durch Wind und eine ergonomischere Ausrichtung für Stunden im Sattel. Wer häufig unterwegs ist, wird diese Art von Komfort schnell zu schätzen wissen.
Alltag und Touren: Welche Maschine passt zu welcher Nutzung?
Die KTM 990 RC R ist dann die bessere Wahl, wenn die Fahrt selbst im Mittelpunkt steht: kurze bis mittlere Strecken, Kurven, zügiges Fahren und das Gefühl, dass das Motorrad jede Bewegung direkt mitmacht. Auch für Fahrer, die gern am Limit unterwegs sind oder zumindest regelmäßig sportlich fahren, ist die KTM ein starker Kandidat.
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist die passendere Option, wenn der Alltag und die Tourenplanung wichtiger sind als das reine Kurventempo. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Komfort legt und das Motorrad als „Allround-Reisemittel“ sieht, wird die Versys eher als Begleiter für viele Kilometer empfinden.
Stärken und Schwächen in der Praxis
- KTM 990 RC R: Besonders stark bei sportlicher Fahrweise, Kurvenrhythmus und direktem Feedback. Weniger ideal, wenn lange Autobahnabschnitte und entspannte Tagesetappen Priorität haben.
- Kawasaki Versys 1000 SE: Besonders stark bei Komfort, Stabilität und Reiseeffizienz. Weniger ideal, wenn maximal sportliche Agilität und ein „tracknahes“ Gefühl im Vordergrund stehen.
Fazit: Welches Bike für wen?
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für Fahrer, die sportlich fahren wollen und bei jeder Ausfahrt das Kurvengefühl suchen. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn Dynamik, direktes Ansprechen und ein aktives Fahrkonzept gefragt sind. Wer häufig auf Landstraßen unterwegs ist, gern zügig unterwegs ist und das Motorrad als „Spaßmaschine“ versteht, wird mit der KTM deutlich mehr Emotionen im Fahrgefühl finden.
Die Kawasaki Versys 1000 SE passt besser zu Menschen, die ein Motorrad für lange Strecken, wechselnde Bedingungen und komfortorientierte Touren suchen. Die Reiseausrichtung zeigt sich in Stabilität, Ergonomie und einem Gesamtkonzept, das auch bei vielen Kilometern entspannt bleibt. Wer regelmäßig fährt, ohne jedes Mal „sportlich arbeiten“ zu müssen, bekommt mit der Versys ein Motorrad, das sich wie ein verlässlicher Begleiter anfühlt.
Kurz gesagt: KTM für sportliche Kurvenfreude, Kawasaki für komfortable Langstrecken und Reise-Allround.