| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 12.295 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2022 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Durchzugskräftiger Motor
- Präzises Fahrverhalten
- Getriebeabstufung
- Fahrleistungen
- Soziusbetrieb
- Reifen bei Kälte oder Nässe
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Länge | 2.065 | mm |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.085 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 765 | ccm |
| Hub | 53 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 123 PS bei 11.700 U/Min | |
| Drehmoment | 77 NM bei 11.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 241 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 335 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | 41 mm Showa „Big Piston“ Upside-Down-Gabel (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | Öhlins STX40 Zentralfederbein mit Piggyback-Ausgleichsbehälter (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Leichtmetall-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Zwei schwimmend gelagerte 310 mm Bremsscheiben, Brembo M50 4-Kolben-Monoblock-Radialsättel, ABS abschaltbar ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Starre 220-mm-Bremsscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 220 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs Triumph Street Triple RS – Vergleich im Motorradtest
Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Richtungen kommen, aber am Ende ähnliche Ansprüche erfüllen sollen, wird der Vergleich besonders spannend. Die KTM 990 RC R steht für sportliche Konsequenz und ein Setup, das auf Dynamik ausgelegt ist. Die Triumph Street Triple RS dagegen verbindet agiles Handling mit einem Motor, der sich sowohl im Alltag als auch auf der Hausstrecke souverän anfühlt. Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle im direkten Vergleich schlagen – bei Motor, Fahrwerk, Bremsen und beim Thema Alltag.
Grundidee der beiden Motorräder: sportlich fokussiert vs. universell agil
Die KTM 990 RC R wirkt wie ein Motorrad, das man gern „aus dem Stand“ sportlich bewegt. Der Charakter ist klar auf zügiges Fahren ausgelegt: Gasannahme, Sitzposition und das Gesamtgefühl zielen darauf, schnell in den Rhythmus zu kommen. Die Triumph Street Triple RS verfolgt ebenfalls einen sportlichen Ansatz, bleibt dabei aber spürbar alltagstauglicher im Gefühl. Das zeigt sich vor allem daran, wie leicht sich die Maschine im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken „mitnehmen“ lässt, ohne dass man ständig das Gefühl hat, nur für die nächste Kurve zu leben.
Motor und Fahrgefühl: wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag bemerkbar machen
Im Vergleich der beiden Motoren zeigt sich ein typischer Unterschied: Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn das Tempo zügig anzieht und der Fahrer das Motorrad aktiv bewegt. Die Leistungsentfaltung wirkt dabei eher „sportlich fordernd“ – wer die Gänge sauber nutzt und das Motorrad im richtigen Bereich hält, bekommt ein sehr direktes Feedback.
Die Triumph Street Triple RS dagegen wirkt in vielen Situationen souveräner, weil sie sich häufig harmonischer dosieren lässt. Gerade beim Anfahren, beim Beschleunigen aus dem Stadtverkehr oder beim Überholen auf Landstraßen ist das Gefühl oft: Gas auf, Motorrad reagiert – ohne dass man ständig nach dem perfekten Drehzahlfenster suchen muss. Im Vergleich der beiden Ansätze ist die KTM damit eher die Wahl für Fahrer, die gern aktiv arbeiten, während die Triumph stärker auf „leichtes Vorankommen mit sportlichem Anspruch“ setzt.
Fahrwerk und Handling: Kurvenrhythmus vs. Alltagstauglichkeit
Beim Fahrwerk zeigt sich, wie unterschiedlich die Philosophie beider Motorräder ist. Die KTM 990 RC R vermittelt ein sehr sportliches Setup: Das Motorrad will geführt werden, belohnt saubere Linien und reagiert spürbar auf Gewichtsverlagerung. In schnellen Kurven und auf kurvigen Strecken wirkt das Handling dadurch sehr zielgerichtet. Gleichzeitig kann das sportliche Gefühl dazu führen, dass man auf schlechteren Straßen etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, weil die Maschine weniger „weich“ wirkt als ein stärker auf Komfort getrimmtes Konzept.
Die Triumph Street Triple RS ist im Handling ebenfalls sehr agil, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Sie lässt sich oft leichter in den Kurvenrhythmus bringen, ohne dass man das Motorrad permanent „gegen“ die Straße ausbalancieren muss. Gerade wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn der Alltag mitspielt, wirkt die Triumph oft entspannter, ohne ihre Sportlichkeit zu verlieren. Im direkten Vergleich ist das ein klarer Pluspunkt: Die Street Triple RS bleibt auch dann dynamisch, wenn die Bedingungen weniger ideal sind.
Bremsen und Stabilität: Vertrauen beim Verzögern
Bei den Bremsen entscheidet sich, wie sicher sich ein Motorrad in kritischen Momenten anfühlt. Die KTM 990 RC R wirkt beim Verzögern sehr sportlich und direkt. Das kann ein Vorteil sein, wenn man gern spät bremst und das Motorrad danach zügig wieder aufrichtet. Die Bremsperformance unterstützt dann den Fahrstil, weil sie ein klares Gefühl für Dosierung und Verzögerung vermittelt.
Die Triumph Street Triple RS bietet ebenfalls starke Bremsen, wirkt aber im Gesamteindruck oft „berechenbarer“ im Alltag. Das bedeutet nicht, dass die KTM weniger kann – vielmehr fühlt sich die Triumph in vielen Situationen harmonischer an, besonders wenn das Tempo variiert oder wenn man häufiger aus dem Stadtverkehr heraus bremst. Wer häufig zwischen Alltag und sportlicher Fahrt wechselt, profitiert häufig von diesem Gefühl.
Ergonomie und Sitzposition: sportliche Haltung vs. entspannteres Arbeiten
Die Sitzposition ist bei beiden Motorrädern ein wichtiger Faktor, weil sie direkt beeinflusst, wie lange man sich auf dem Bike wohlfühlt. Die KTM 990 RC R ist tendenziell sportlicher ausgelegt: Das Motorrad lädt dazu ein, aktiv zu fahren und die Körperhaltung bewusst einzusetzen. Das ist auf der Hausrunde oder bei sportlichen Ausfahrten ein echter Vorteil.
Die Triumph Street Triple RS wirkt dagegen meist etwas alltagstauglicher in der Ergonomie. Das zeigt sich besonders bei längeren Fahrten oder wenn die Strecke nicht nur aus Kurven besteht. Im Vergleich ist das ein typischer Sweet Spot: sportlich genug, um Spaß zu machen, aber nicht so kompromisslos, dass man nach einer Weile das Gefühl hat, „nur“ für die Performance zu sitzen.
Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung im richtigen Moment
Moderne Motorräder leben auch von der Elektronik. Im Vergleich der KTM 990 RC R und der Triumph Street Triple RS zeigt sich, dass beide Konzepte auf Kontrolle und Dynamik ausgelegt sind. Die KTM wirkt dabei oft wie ein Motorrad, das sportliche Eingriffe unterstützt, wenn man es dynamisch bewegt. Das kann helfen, wenn man die Traktion und das Ansprechverhalten bewusst ausreizt.
Die Triumph Street Triple RS setzt ebenfalls auf elektronische Unterstützung, die sich im Alltag häufig als „glatter“ anfühlt. Gerade wenn die Bedingungen wechseln – etwa bei wechselndem Grip oder bei wechselnden Geschwindigkeiten – kann das den Fahrspaß erhöhen, weil das Motorrad stabil bleibt, ohne dass man permanent nachregeln muss.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sportlicher Charakter: Das Motorrad fühlt sich stark auf zügiges Fahren ausgelegt.
- Direktes Handling: Kurvenrhythmus und Rückmeldung wirken sehr „rennstreckennah“.
- Bremsgefühl: Unterstützt sportliches Verzögern und zügiges Aufrichten.
KTM 990 RC R – mögliche Schwächen
- Anspruch bei schlechten Straßen: Das sportliche Setup kann auf holprigen Strecken weniger nachgiebig wirken.
- Fahrstilabhängigkeit: Wer aktiv arbeitet und das Motorrad im richtigen Bereich hält, bekommt mehr heraus.
Triumph Street Triple RS – Stärken
- Agil und gleichzeitig alltagstauglich: Leichtes Handling auch außerhalb der perfekten Strecke.
- Harmonisches Ansprechverhalten: Gas und Fahrgefühl wirken oft gut dosierbar.
- Berechenbarkeit: Stabiler Gesamteindruck bei wechselnden Bedingungen.
Triumph Street Triple RS – mögliche Schwächen
- Sportlicher Fokus weniger „hart“: Wer maximal kompromisslose Rennstrecken-Performance sucht, könnte die KTM emotional näher finden.
- Stärken zeigen sich im Mix: Die Triumph spielt ihre Vorteile besonders aus, wenn Alltag und Sport kombiniert werden.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen KTM 990 RC R und Triumph Street Triple RS hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welcher Fahrstil besser zur eigenen Erwartung passt. Die KTM ist besonders attraktiv, wenn das Motorrad vor allem für sportliche Ausfahrten gedacht ist und wenn das Setup mit einer aktiven Fahrweise harmoniert. Wer gern spät bremst, Kurven bewusst ansteuert und das Motorrad als dynamisches Werkzeug versteht, wird mit der KTM sehr viel Freude haben.
Die Triumph Street Triple RS ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sportlich bleibt, aber im Alltag nicht anstrengend wird. Wer regelmäßig pendelt, längere Strecken fährt oder einfach eine Maschine möchte, die sich leicht bewegen lässt und dabei trotzdem ordentlich Tempo zulässt, findet in der Street Triple RS häufig den runderen Begleiter.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die Wahl für Fahrer, die ein klar sportliches Motorrad suchen und gern aktiv arbeiten: Das Handling wirkt direkt, das Bremsgefühl unterstützt dynamisches Fahren, und der Charakter belohnt eine fahrerische Linie. Wer häufig auf kurvigen Strecken unterwegs ist und das Motorrad als „Performance-Maschine“ versteht, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die Triumph Street Triple RS punktet im Vergleich vor allem durch ihre Mischung aus Agilität und Alltagstauglichkeit. Das Motorrad lässt sich oft leichter dosieren, bleibt bei wechselnden Bedingungen berechenbar und macht auch längere Fahrten angenehmer. Wer ein sportliches Naked Bike möchte, das nicht nur am Wochenende Spaß macht, sondern auch im Alltag souverän bleibt, trifft mit der Street Triple RS meist die passendere Wahl.