| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 20.094 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2021 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Komfort
- Verarbeitung
- Durchzugskraft
- Langstreckentauglichkeit
- Gewicht
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 275 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.230 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.450 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 1.298 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 144 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 134 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Brücken | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. Yamaha FJR 1300 AE – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Yamaha FJR 1300 AE, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht ein sportlich geprägtes Konzept, das auf Agilität, präzises Handling und ein direktes Fahrgefühl setzt. Auf der anderen Seite steht ein Tourer, der vor allem auf Langstrecke, Komfort und eine alltagstaugliche Ausstattung ausgelegt ist. Genau diese Gegensätze machen die Entscheidung leichter – und gleichzeitig anspruchsvoller, weil beide Maschinen in unterschiedlichen Bereichen ihre Stärken ausspielen.
Grundidee der beiden Motorräder: Sportlichkeit vs. Reisefokus
Die KTM 990 RC R ist vom Charakter her näher an dem, was viele unter „sportlich“ verstehen: eine kompakte, fahraktive Ausrichtung, die Kurvenarbeit belohnt und das Motorrad spürbar mit dem Fahrer verbindet. Die Maschine wirkt wie gemacht für dynamische Ausfahrten, bei denen es nicht nur um Strecke, sondern um das Gefühl beim Fahren geht.
Die Yamaha FJR 1300 AE verfolgt dagegen eine klare Reise-Philosophie. Hier steht der Komfort im Vordergrund: entspannteres Handling über längere Zeit, ein starker Fokus auf Windschutz und eine Ausstattung, die das Motorrad auch dann noch angenehm macht, wenn die Tour schon länger dauert. Wer häufig unterwegs ist, weiß: Auf Dauer zählt nicht nur die Leistung, sondern auch, wie sich das Motorrad „anfühlt“, wenn man mehrere Stunden fährt.
Fahrgefühl im Vergleich: Direktheit auf der KTM, Souveränität auf der Yamaha
Im direkten Vergleich zeigt sich schnell, dass die KTM 990 RC R eher für Fahrer gemacht ist, die das Motorrad aktiv bewegen möchten. Das Handling wirkt lebendig, die Maschine reagiert spürbar auf Eingaben und vermittelt das Gefühl, dass man „mit“ dem Motorrad fährt. Gerade in kurvigen Abschnitten ist das ein echter Vorteil: Die KTM lädt dazu ein, Linien sauber zu wählen und das Tempo aus dem Kurvenausgang heraus zu gestalten.
Die Yamaha FJR 1300 AE spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um gleichmäßiges Vorankommen geht. Die Maschine wirkt in der Fahrt ruhiger und vermittelt eine Art Souveränität, die auf langen Strecken besonders wertvoll ist. Während die KTM eher nach „Sport“ klingt und sich auch so fährt, fühlt sich die FJR stärker nach „Reise“ an – mit einem Fahrstil, der auf Konstanz und Entspannung ausgelegt ist.
Kurvenverhalten und Agilität
Beim Thema Kurvenverhalten liegt die KTM klar im sportlichen Bereich: Sie wirkt handlicher und unterstützt dynamische Manöver. Das macht sie besonders interessant, wenn die Strecke nicht nur geradeaus verläuft, sondern wenn Kurven, Wechsel und Richtungswechsel den Tag bestimmen.
Die Yamaha kann ebenfalls kurven, aber der Fokus liegt weniger auf maximaler Agilität und mehr auf Stabilität und kontrollierbarer Fahrbarkeit. Das ist nicht automatisch ein Nachteil – im Gegenteil: Wer häufig mit Gepäck fährt oder längere Etappen plant, profitiert von einem Motorrad, das auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar bleibt.
Komfort und Ergonomie: Yamaha im Vorteil, KTM mit sportlicher Ausrichtung
Beim Komfort zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen sportlicher Ausrichtung und Tourenkonzept. Die Yamaha FJR 1300 AE ist deutlich stärker darauf ausgelegt, dass man auch nach vielen Kilometern noch gerne weiterfährt. Dazu gehören vor allem Faktoren wie Windschutz, Sitzkomfort und die Art, wie das Motorrad Vibrationen und Fahrgeräusche verarbeitet. Gerade auf Autobahn- und Landstraßenetappen macht sich das bemerkbar.
Die KTM 990 RC R ist dagegen eher „sportlich“ gedacht. Das bedeutet: Die Sitzposition und die Art der Fahrwerksabstimmung sind auf aktives Fahren ausgelegt. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken sehr viel Spaß machen. Wer jedoch regelmäßig lange Etappen fährt, merkt schneller, dass die Yamaha in Sachen Komfort die bessere Wahl ist.
Windschutz und Langstrecken-Feeling
Im Alltag und auf Reisen ist der Windschutz ein entscheidender Punkt. Die Yamaha bietet hier klar den Reise-Vorteil: Das Motorrad hilft dabei, den Fahrtwind spürbar angenehmer zu halten. Dadurch wird die Konzentration länger erhalten, und die Fahrt bleibt entspannter.
Die KTM kann ebenfalls flott bewegt werden, aber sie ist nicht primär als Langstreckenmaschine konzipiert. Wer häufig auf langen Strecken unterwegs ist, wird den Unterschied im Komfort spüren.
Ausstattung und Elektronik: Yamaha als Reise-Tool, KTM als Fahrmaschine
Die Yamaha FJR 1300 AE ist in der Regel stärker als „komplettes Reisegerät“ zu verstehen. Dazu passt, dass die Ausstattung auf Alltag und Touren ausgelegt ist. Gerade wenn es darum geht, das Motorrad für verschiedene Situationen vorzubereiten, spielt die Yamaha ihre Stärken aus.
Die KTM 990 RC R wirkt dagegen stärker auf das Fahrerlebnis fokussiert. Das Motorrad steht für ein unmittelbares Gefühl und eine sportliche Charakteristik. Das kann bedeuten, dass weniger „Reise-Assistenz“ im Vordergrund steht – dafür aber mehr Fokus auf Fahrdynamik.
Alltagstauglichkeit
Für den Alltag ist die Yamaha oft im Vorteil, weil sie Komfort und Ausstattung stärker priorisiert. Das macht sie besonders interessant, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende bewegt wird, sondern auch für längere Fahrten genutzt wird.
Die KTM kann im Alltag durchaus Spaß machen, aber sie passt besser zu Fahrprofilen, in denen das Motorrad bewusst sportlich bewegt wird. Wer häufig im Stadtverkehr steht oder sehr lange Strecken ohne Pause fährt, wird die Yamaha als entspannter empfinden.
Leistung und Fahrbarkeit: KTM für Dynamik, Yamaha für Durchzug und Ruhe
Beim Thema Leistung zeigt sich im Vergleich weniger ein „besser“ oder „schlechter“, sondern ein anderes Ziel. Die KTM 990 RC R wirkt darauf ausgelegt, Dynamik und Antritt in den Vordergrund zu stellen. Das Motorrad macht Lust auf Beschleunigung und auf das Auskosten von Kurven und Zwischenspurts. Die Fahrbarkeit ist sportlich, das heißt: Das Motorrad möchte bewegt werden.
Die Yamaha FJR 1300 AE steht dagegen für eine Art von Leistung, die sich besonders auf langen Strecken auszahlt. Der Durchzug und die Art, wie die Maschine Tempo aufbaut und hält, passen gut zu einem Reise-Stil. Das Motorrad fühlt sich dabei weniger „aggressiv“ an, sondern eher wie ein verlässlicher Begleiter.
Stärken und Schwächen im Vergleich
Stärken der KTM 990 RC R: sportliches Handling, direktes Fahrgefühl, viel Spaß bei dynamischer Fahrweise und ein Motorradcharakter, der Kurvenarbeit belohnt.
Schwächen der KTM 990 RC R: weniger Komfortfokus für lange Etappen, sportliche Ausrichtung kann auf Dauer anstrengender wirken, besonders wenn die Tour nicht „kurvig“ geplant ist.
Stärken der Yamaha FJR 1300 AE: hoher Komfort, starker Reisecharakter, gute Unterstützung für lange Strecken und eine Ausstattung, die das Motorrad alltagstauglich macht.
Schwächen der Yamaha FJR 1300 AE: weniger „leichtfüßig“ im sportlichen Sinne als die KTM, eher auf Stabilität und Ruhe ausgelegt als auf maximale Agilität.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrprofil?
Die Entscheidung wird deutlich, wenn man das eigene Fahrprofil betrachtet. Wer häufig Touren mit Fokus auf Fahrspaß fährt, gerne Kurven ausnutzt und ein Motorrad möchte, das schnell auf Eingaben reagiert, findet in der KTM 990 RC R eine sehr passende Wahl. Sie ist ideal für Fahrer, die das Motorrad als aktives Werkzeug sehen und bei jeder Ausfahrt den sportlichen Charakter erleben möchten.
Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Windschutz, Komfort und eine Reiseausstattung legt und das Motorrad als zuverlässigen Begleiter für verschiedene Situationen nutzen möchte, wird mit der Yamaha FJR 1300 AE deutlich zufriedener sein. Sie ist besonders dann stark, wenn die Tour nicht nur aus „ein paar schönen Kurven“ besteht, sondern aus Etappen, die man entspannt und konzentriert durchfahren will.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für alle, die ein sportlich agiles Motorrad suchen und Fahrdynamik in den Mittelpunkt stellen. Sie punktet mit direktem Ansprechverhalten und einem Charakter, der Kurvenfahrten und dynamische Ausfahrten besonders attraktiv macht. Wer jedoch sehr häufig lange Strecken ohne Pause fährt, wird den Komfortvorteil der Reiseorientierung vermissen.
Die Yamaha FJR 1300 AE ist dagegen die passendere Entscheidung für Tourenfahrer, die Komfort, Windschutz und eine alltagstaugliche Ausstattung priorisieren. Sie bietet ein ruhigeres Langstrecken-Feeling und unterstützt einen entspannten Fahrstil, ohne dabei auf souveräne Fahrbarkeit zu verzichten. Wer also vor allem reisen, durchhalten und entspannt ankommen möchte, trifft mit der FJR die bessere Wahl.