| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 10.299 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2021 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Durchzug
- Verarbeitung
- Wendig
- Unkomfortable Sitzbank
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 252 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.255 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.170 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 942 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 85 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 52 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 169 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 110)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 298 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs. Yamaha SCR 950: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Yamaha SCR 950, steckt dahinter meist auch ein klarer Unterschied im Anspruch. Die KTM steht für sportliche Ausrichtung, präzises Handling und ein Fahrgefühl, das auf Dynamik ausgelegt ist. Die Yamaha hingegen setzt auf den Charakter eines modernen Retro-Scramblers: entspanntes Auftreten, ein markanter Motorlauf und eine Sitzposition, die eher zum entspannten Cruisen einlädt. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend – denn am Ende geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, welches Motorrad zum eigenen Stil passt.
Grundidee und Charakter: Sportlichkeit vs. Retro-Scrambler
Die KTM 990 RC R ist vom Konzept her ein Motorrad für Fahrer, die Kurven aktiv angehen und das Motorrad als Werkzeug für sportliche Fahrten sehen. Das Design wirkt kompakt und zielgerichtet, und auch das Fahrverhalten ist darauf abgestimmt, zügig zu reagieren. Die Yamaha SCR 950 dagegen ist stärker auf Stil und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Sie wirkt bewusst „einfach“, aber nicht beliebig: Der Scrambler-Charakter sorgt für eine entspannte Optik und ein Fahrgefühl, das weniger auf maximale Schärfe und mehr auf souveräne Gelassenheit setzt.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorcharaktere wird schnell klar, warum die beiden Modelle so unterschiedlich wahrgenommen werden. Die KTM 990 RC R liefert ihre Dynamik eher in dem Bereich, in dem sportliches Fahren beginnt: Wenn das Tempo steigt und die Drehzahl anzieht, fühlt sich das Motorrad „wach“ an. Das macht sie besonders interessant für Strecken, auf denen man häufig beschleunigt, bremst und wieder in die Kurve geht.
Die Yamaha SCR 950 spielt dagegen ihre Stärken in einem anderen Rhythmus aus. Der Motor wirkt weniger wie ein „Sportwerkzeug“ und mehr wie ein Antrieb, der gleichmäßig vorwärts schiebt. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das sich gut für Stadtverkehr, Landstraßen und längere Ausfahrten eignet, bei denen man nicht ständig am Limit arbeiten möchte. Wer einen Motor sucht, der sich angenehm dosieren lässt und dabei einen eigenen Sound-Charakter mitbringt, findet in der Yamaha oft den passenderen Zugang.
Stärken und Schwächen im Antrieb
KTM 990 RC R: Stärke ist die sportliche Reaktion und das Gefühl, dass das Motorrad bei zügiger Fahrweise besonders viel Spaß macht. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf Dynamik nicht jedem Fahrstil entspricht – wer eher entspannt unterwegs ist, empfindet die KTM im Alltag manchmal „zu präsent“.
Yamaha SCR 950: Stärke ist der souveräne, alltagstaugliche Charakter und das entspannte Vorankommen. Schwäche kann sein, dass die Yamaha bei sehr ambitionierter Fahrweise weniger „spitz“ wirkt als die KTM – dort fehlt oft die unmittelbare Sportlichkeit, die man von einem sportlich ausgelegten Modell erwartet.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Gelassenheit
Im Handling zeigt sich die Philosophie beider Motorräder besonders deutlich. Die KTM 990 RC R ist auf sportliche Kontrolle ausgelegt. Das Motorrad vermittelt ein Gefühl von Stabilität und Richtungsgenauigkeit, wodurch Kurvenfahrten leichter wirken. Gerade wenn man zügig unterwegs ist oder die Linie bewusst fährt, spielt die KTM ihre Stärken aus: Sie unterstützt das „aktive“ Fahren und belohnt eine saubere Fahrtechnik.
Die Yamaha SCR 950 setzt eher auf Komfort und Alltagstauglichkeit. Das Fahrwerk wirkt so abgestimmt, dass es Unebenheiten und wechselnde Straßenbedingungen gut abfedert. Dadurch entsteht ein ruhigeres Gesamtgefühl. Für viele Fahrer ist das ein Vorteil, weil man sich weniger auf „perfekte“ Bedingungen konzentrieren muss – und trotzdem Spaß hat.
Bremsen und Fahrstabilität
Auch bei den Bremsen zeigt sich der Unterschied zwischen sportlicher Auslegung und alltagstauglichem Anspruch. Die KTM wirkt in Situationen, in denen man zügig verzögert und wieder beschleunigt, besonders stimmig: Das System unterstützt sportliche Manöver und sorgt für ein direktes Ansprechverhalten. Die Yamaha bremst ebenfalls zuverlässig, aber der Fokus liegt stärker auf gleichmäßigem, gut dosierbarem Verzögern statt auf maximaler „Rennstrecken“-Anmutung.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie und warum?
Die Sitzposition ist bei diesem Vergleich ein entscheidender Punkt. Die KTM 990 RC R ist eher sportlich ausgelegt. Das bedeutet: Der Fahrer sitzt so, dass man das Motorrad aktiv führen kann und die Körperhaltung die sportliche Dynamik unterstützt. Das ist ideal, wenn man häufig zügig fährt und die Kontrolle in Kurven im Vordergrund steht. Wer jedoch viel im Stadtverkehr unterwegs ist oder längere Strecken eher entspannt angehen möchte, kann die sportliche Haltung als anstrengender empfinden.
Die Yamaha SCR 950 bietet eine deutlich entspanntere Haltung. Dadurch wirkt das Motorrad im Alltag zugänglicher. Gerade bei längeren Ausfahrten ist das ein Vorteil, weil man weniger „in der Sportposition“ gefangen ist. Gleichzeitig bleibt der Scrambler-Charakter erhalten: Die Yamaha ist nicht nur bequem, sondern auch optisch und vom Fahrgefühl her ein Motorrad, das man gerne bewegt.
Für welchen Fahrstil passt die Ergonomie?
Die KTM passt besser zu Fahrern, die gern sportlich unterwegs sind und die eigene Körperhaltung als Teil des Fahrgefühls sehen. Die Yamaha passt besser zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das sich im Alltag leicht anfühlt und bei dem man auch ohne ständige sportliche Konzentration gut vorankommt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und längere Touren
Im Alltag entscheidet sich oft, welches Motorrad wirklich „funktioniert“. Die KTM 990 RC R kann im Stadtverkehr durchaus Spaß machen, aber sie ist stärker auf dynamische Fahrten ausgelegt. Wer häufig kurze Strecken fährt, kann die sportliche Ausrichtung als Vorteil erleben, weil das Motorrad schnell auf Änderungen reagiert. Wer dagegen viel stop-and-go hat oder eher gemütlich unterwegs ist, merkt schneller, dass ein sportlich ausgelegtes Motorrad mehr „Fahrfokus“ verlangt.
Die Yamaha SCR 950 wirkt im Alltag unkomplizierter. Der Scrambler-Charakter und die entspanntere Sitzposition machen sie zu einem Motorrad, das man gern auch mal spontan nutzt. Auf der Landstraße spielt die Yamaha ihre Stärken aus, weil sie ein gleichmäßiges Fahrgefühl vermittelt und man sich auf das Fahren konzentrieren kann, statt ständig die sportliche Dynamik „mitzuregulieren“.
Design und Ausstattung: Zwei unterschiedliche Identitäten
Design ist beim Motorradkauf selten nur Deko. Die KTM 990 RC R wirkt wie ein kompromissloses Sportgerät: klare Linien, sportliche Proportionen und ein Gesamtbild, das nach zügigem Fahren ruft. Die Yamaha SCR 950 dagegen setzt auf Retro-Optik und Scrambler-Details. Das Motorrad wirkt bewusst „authentisch“ und zieht Blicke auf sich, ohne laut sein zu müssen.
Auch die Ausstattung und die Art, wie sich das Motorrad im Alltag präsentiert, unterscheiden sich. Die KTM wirkt wie ein Motorrad, das man eher als sportliches Projekt sieht. Die Yamaha wirkt wie ein Motorrad, das man sofort nutzen möchte – vom ersten Start bis zur nächsten Tour.
Stärken und Schwächen beim Gesamtpaket
KTM 990 RC R: Stärke ist die sportliche Identität und das präzise, dynamische Fahrgefühl. Schwäche ist, dass sie nicht für jeden Fahrstil „entspannt genug“ ist – besonders dann, wenn der Fokus auf Komfort und Ruhe liegt.
Yamaha SCR 950: Stärke ist die zugängliche Art, der Retro-Charakter und das souveräne, entspannte Fahren. Schwäche ist, dass sie bei maximal sportlicher Fahrweise nicht die gleiche Schärfe vermittelt wie die KTM.
Welches Motorrad ist schneller „im Kopf“ – und welches im Alltag?
Ein interessanter Punkt im Vergleich ist, wie sich die Motorräder mental anfühlen. Die KTM 990 RC R fordert eher dazu auf, das Motorrad aktiv zu fahren: Gas geben, bremsen, Linie halten. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrer, die gern mit dem Motorrad „arbeiten“ und Kurven als Spielplatz sehen.
Die Yamaha SCR 950 lädt eher dazu ein, die Fahrt zu genießen. Sie wirkt weniger wie ein Gerät, das man ständig ausreizen muss, sondern eher wie ein Motorrad, das man einfach bewegt. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das viele als entspannter und alltagstauglicher wahrnehmen.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für Fahrer, die sportlich unterwegs sind und ein Motorrad suchen, das bei zügiger Fahrweise präzise reagiert. Wer Kurven aktiv fährt, gern dynamisch beschleunigt und das Fahrgefühl einer sportlich ausgelegten Maschine sucht, wird mit der KTM deutlich mehr „Sport-Drive“ erleben. Gleichzeitig sollte klar sein: Die sportliche Ausrichtung kann im Alltag weniger entspannend wirken, vor allem bei viel Stadtverkehr oder wenn längere Strecken möglichst bequem sein sollen.
Die Yamaha SCR 950 passt besser zu Fahrern, die ein Motorrad mit Retro-Scrambler-Charakter wollen und Wert auf ein zugängliches, souveränes Fahrgefühl legen. Sie eignet sich besonders für Alltag, Landstraße und Touren, bei denen man nicht ständig auf maximale Dynamik aus ist, sondern auf angenehmes Vorankommen und eine entspannte Sitzposition. Wer also ein Motorrad sucht, das sich leicht anfühlt und gleichzeitig Charakter hat, findet in der Yamaha oft die passendere Entscheidung.