| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 9.674 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Design und Materialqualität
- Verarbeitung
- Display
- leicht zu Fahren
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 190 | kg |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Länge | 2.075 | mm |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Sitzhöhe: | 855 | mm |
| Höhe | 1.120 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 689 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 73 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 326 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Schwinge (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Federbein | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17M/C (58W) Tubeless | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17M/C (73W) Tubeless | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs. Yamaha XSR 700 Xtribute: Vergleich der Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die KTM 990 RC R und die Yamaha XSR 700 Xtribute, wird der Vergleich spannend: Hier trifft ein kompromisslos sportlicher Ansatz auf einen deutlich alltagstauglicheren, neo-retro geprägten Stil. Beide Maschinen machen Spaß – aber auf unterschiedliche Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: nicht um reine Zahlen, sondern darum, wie sich die Stärken im Alltag und auf der Hausstrecke bemerkbar machen und wo die jeweiligen Schwächen liegen.
Grundidee und Motorrad-Philosophie
KTM 990 RC R: sportlich, direkt, kompromissarm
Die KTM 990 RC R ist klar in Richtung Performance gedacht. Der Fokus liegt auf agilerem Handling, sportlicher Sitzposition und einem Motor, der eher nach „mehr“ ruft als nach „entspannt“. Wer gern zügig unterwegs ist, Kurven aktiv ansteuert und das Motorrad als Werkzeug für dynamisches Fahren versteht, fühlt sich hier schnell zu Hause.
Yamaha XSR 700 Xtribute: neo-retro mit alltagstauglichem Anspruch
Die Yamaha XSR 700 Xtribute setzt dagegen auf einen Charakter, der sich leichter in den Alltag einfügt. Das Design ist bewusst nostalgisch, ohne altbacken zu wirken. Gleichzeitig bleibt das Fahrgefühl freundlich und zugänglich: Das Motorrad lädt dazu ein, entspannt zu starten, aber auch zügig zu fahren, wenn die Strecke es hergibt.
Motorcharakter: Wie fühlt sich die Kraft an?
KTM: mehr Punch und sportliche Durchzugskultur
Im direkten Vergleich wirkt die KTM 990 RC R deutlich „sportlicher“ in der Art, wie Leistung umgesetzt wird. Der Motor unterstützt dynamisches Beschleunigen und lässt sich so fahren, dass man schnell das Gefühl bekommt, das Motorrad sei immer bereit. Besonders beim zügigen Herausbeschleunigen aus Kurven spielt die KTM ihre Stärken aus: Gas geben fühlt sich unmittelbar an, und das Motorrad bleibt dabei kontrollierbar.
Yamaha: souverän, drehfreudig und angenehm dosierbar
Die Yamaha XSR 700 Xtribute punktet mit einem Motor, der sich gut dosieren lässt. Das macht sie im Stadtverkehr und auf kürzeren Strecken besonders angenehm. Auch wenn die KTM im „Biss“ überlegen wirkt, kann die Yamaha mit einem gleichmäßigen, gut nutzbaren Fahrgefühl überzeugen. Wer gern flüssig fährt und nicht ständig am Limit arbeiten möchte, bekommt hier ein Motorrad, das sich leicht anfühlt.
Fahrwerk und Handling: Kurven sind der Prüfstein
KTM: präzise Linie, sportliche Agilität
Die KTM 990 RC R wirkt wie ein Motorrad, das für Kurven gemacht ist. Das Handling ist direkt, die Maschine folgt der Linie ohne großes Zögern. Gerade bei sportlicher Fahrweise zeigt sich die Stärke: Einmal in der Kurve, bleibt das Gefühl stabil, und das Motorrad vermittelt Sicherheit, wenn das Tempo steigt.
Schwäche: Wer eher gemütlich unterwegs ist oder häufig im Stop-and-Go-Verkehr fährt, kann den sportlichen Charakter als „zu wach“ empfinden. Die KTM will bewegt werden – wer sie nur rollen lässt, bekommt nicht das volle Potenzial.
Yamaha: leicht zu fahren, angenehm kontrolliert
Die Yamaha XSR 700 Xtribute ist ebenfalls kurvenfreundlich, aber auf eine andere Art. Das Motorrad vermittelt ein ruhigeres, zugänglicheres Fahrgefühl. Dadurch eignet es sich besonders für Fahrer, die gern spontan fahren, ohne jedes Mal den Fokus auf maximale Sportlichkeit legen zu müssen.
Schwäche: Bei sehr ambitioniertem Tempo und aggressiver Fahrweise kann die Yamaha weniger „sportlich“ wirken als die KTM. Das bedeutet nicht, dass sie schlecht ist – eher, dass die KTM in ihrem Element klar die Nase vorn hat.
Bremsen und Stabilität: Vertrauen beim Verzögern
KTM: sportliches Bremsgefühl für dynamische Situationen
Die KTM 990 RC R bietet ein Bremsgefühl, das zu sportlicher Fahrweise passt. Beim harten Verzögern und beim Wechsel von Schräglage zu Geradeaus wirkt die Maschine stabil. Das gibt Sicherheit, wenn man spät bremst oder in Kurven die Geschwindigkeit anpassen möchte.
Yamaha: solide Verzögerung mit alltagstauglicher Dosierung
Die Yamaha bremst ebenfalls überzeugend, wirkt aber insgesamt „komfortabler“ in der Dosierung. Das ist im Alltag ein Vorteil: Man kann fein dosieren, ohne dass sich das Motorrad zu nervös anfühlt. Für viele Fahrer ist genau das der Punkt, der im Alltag zählt.
Ergonomie und Sitzposition: Wie lange macht das Spaß?
KTM: sportlicher Sitz, Fokus auf Performance
Die KTM 990 RC R ist eher auf sportliche Haltung ausgelegt. Das unterstützt dynamisches Fahren und macht das Motorrad in Kurven besonders effektiv. Gleichzeitig kann die sportliche Sitzposition auf längeren Strecken oder bei häufigem Stadtverkehr weniger entspannt sein.
Yamaha: entspannter Einstieg in den Fahrspaß
Die Yamaha XSR 700 Xtribute bietet eine Sitzposition, die sich für viele Fahrer leichter anfühlt. Dadurch wird sie besonders attraktiv für Touren, bei denen man nicht nur „schnell“, sondern auch „angenehm“ unterwegs sein möchte. Wer regelmäßig längere Strecken fährt oder das Motorrad auch mal für den Alltag nutzt, profitiert von diesem Charakter.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln, kurze Wege
Im Alltag zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Yamaha wirkt insgesamt unkomplizierter. Das betrifft das Fahrgefühl bei niedrigen Geschwindigkeiten, die entspanntere Haltung und die Art, wie sich das Motorrad im Verkehr bewegt. Die KTM kann das auch – aber sie ist stärker auf sportliche Nutzung getrimmt. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, wird die Yamaha oft als „einfacher“ empfinden.
Design und Ausstrahlung: Zwei sehr unterschiedliche Looks
Die KTM 990 RC R steht für aggressive Sportlichkeit. Die Linien und der Gesamteindruck wirken auf Performance getrimmt. Die Yamaha XSR 700 Xtribute setzt dagegen auf einen individuellen, neo-retro Look, der sich von der Masse abhebt. Das ist nicht nur Optik: Das Design spiegelt den Charakter wider – die KTM will gefahren werden, die Yamaha will gefahren und genossen werden.
Ausstattung und Praxis: Was zählt beim Kauf?
Bei der Kaufentscheidung geht es oft um mehr als nur Motor und Fahrwerk. Im Vergleich zeigt sich: Die KTM ist die Maschine für Fahrer, die bewusst sportliche Dynamik suchen und bereit sind, den Fokus auf Performance zu legen. Die Yamaha ist die Wahl für alle, die ein Motorrad möchten, das sich vielseitig einsetzen lässt – von der Feierabendrunde bis zur entspannten Tour.
Stärken und Schwächen lassen sich dabei gut zusammenfassen: Die KTM punktet mit sportlicher Präzision, direktem Ansprechverhalten und einem Fahrgefühl, das Kurven und Tempo belohnt. Die Yamaha punktet mit leichter Zugänglichkeit, angenehmer Ergonomie und einem Charakter, der im Alltag besonders gut funktioniert. Die Schwäche der KTM liegt eher in der „Sportlichkeit“, die nicht immer zu jeder Situation passt. Die Schwäche der Yamaha zeigt sich vor allem dann, wenn maximal sportlich gefahren wird und die KTM ihre Reserven ausspielt.
Für wen passt welches Motorrad?
KTM 990 RC R – ideal für sportlich orientierte Fahrer
Die KTM 990 RC R ist besonders passend für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, Kurven aktiv fahren und ein Motorrad suchen, das sich wie ein Sportgerät anfühlt. Wer Freude daran hat, das Potenzial regelmäßig auszureizen, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket aus direktem Handling und sportlichem Antrieb.
Yamaha XSR 700 Xtribute – ideal für vielseitige Nutzung
Die Yamaha XSR 700 Xtribute eignet sich vor allem für alle, die ein Motorrad möchten, das im Alltag unkompliziert bleibt und auf Touren angenehm zu fahren ist. Wer Wert auf ein freundliches Fahrgefühl, eine entspanntere Sitzposition und einen individuellen Look legt, trifft mit der Yamaha eine sehr passende Wahl.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf sportlicher Dynamik liegt: direktes Ansprechverhalten, präzises Handling und ein Fahrgefühl, das Tempo und Kurven belohnt. Sie passt besonders zu Fahrern, die das Motorrad bewusst fordern und die sportliche Ausrichtung auch im Alltag nicht als störend empfinden.
Die Yamaha XSR 700 Xtribute gewinnt dagegen dort, wo Alltag und Vielseitigkeit zählen: leicht zugänglich, angenehm in der Ergonomie und mit einem Motorcharakter, der sich gut dosieren lässt. Wer ein Motorrad sucht, das sich spontan fahren lässt und sowohl kurze Strecken als auch Touren entspannt begleitet, findet in der Yamaha die stimmigere Option.
Kurz gesagt: KTM für sportliche Ansprüche und maximale Kurvenfreude, Yamaha für alltagstauglichen Fahrspaß mit neo-retro Charakter.