| UVP | 6.899 € | |
| Baujahr | von 2014 bis 2026~ | |
| UVP | 6.069 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- wieselflinker Kurvenflitzer
- obenrum ordentliche Leistung
- wertige Verarbeitung
- leicht und einfach zu beherrschen
- untenrum wenig Leistung
- Federbein hinten etwas zu soft
- Getriebe kalt etwas hakelig
- leicht und handlich zu fahren
- charakterstarker V2-Motor
- lässiges Design
- schöner Blubber-Sound
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- sehr zugägnglichj dank niedriger Sitzhöhe
- Leistungspotenzial nicht voll ausgeschöpft
- eingeschränkte Soziustauglichkeit
- Bremsen vorne könnte bissiger sein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 164 | kg |
| Radstand | 1.340 | mm |
| Radstand | 1.340 | mm |
| Sitzhöhe: | 824 | mm |
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.170 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 730 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 373 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 89 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V-Twin/4-Takt | |
| Hubraum | 385 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 60 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 44 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 37 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 172 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 395 | km |
| Leistung | 34 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 35 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 152 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 417 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | WP USD 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | 35-mm-Upside-down-Gabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine (Federweg 65)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/90-R16 | |
| Reifen hinten | 150/80-R16 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Bybre 4-Kolben Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe, 1-Kolben Schwimmsattel ( Ø 230 mm) | |
| Bremsen vorne | Bremsscheibe mit 4-Kolben-Axial Bremssattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Bremsscheibe mit schwimmend gelagertem Einkolben-Bremssattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die Benelli Leoncino Bobber 400 ist kein Motorrad für Leistungsfanatiker, keine Mini-Harley-Kopie und auch kein reines Lifestyle-Spielzeug. Sie ist vielmehr ein clever geschnürtes Gesamtpaket für alle, die den Bobber-Stil mögen, aber nicht in Gewicht, Preis und Leistungsexzesse abrutschen wollen. Ihre größten Stärken liegen im eigenständigen Design, in der niedrigen Sitzhöhe, im zugänglichen Handling und vor allem im charmanten V2-Motor mit Riemenantrieb. Schwächen dürfte sie dort zeigen, wo ihre Gattung naturgemäß Grenzen hat: bei Schräglagenfreiheit, Windschutz und sportlicher Härte. Doch genau darum geht es hier nicht. Die Leoncino Bobber 400 will entspannt, cool und charaktervoll sein – und nach allem, was bislang über sie bekannt ist, gelingt ihr das erstaunlich überzeugend. Unter dem Strich ist sie eine der interessantesten Neuerscheinungen im A2-Cruiser-Segment: eigenständig, fair bepreist und mit deutlich mehr Seele, als man in dieser Klasse erwarten würde.
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KTM RC 390 vs. Benelli Leoncino Bobber 400 – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedlich wirken, steckt dahinter meist auch ein klarer Unterschied im Fahrkonzept. Die KTM RC 390 steht für sportliche Ausrichtung, spürbare Agilität und eine Sitzposition, die eher nach vorn „zieht“. Die Benelli Leoncino Bobber 400 dagegen setzt auf den Bobber-Charakter: entspannteres Auftreten, klassisches Design und ein Fahrgefühl, das mehr nach „Cruisen“ als nach „Rundenzeiten“ klingt. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend – denn am Ende geht es weniger um „besser“ oder „schlechter“, sondern darum, welches Motorrad zum eigenen Stil passt.
Grundcharakter: Sportlich präzise vs. entspanntes Cruisen
Wie sich die KTM RC 390 anfühlt
Die KTM RC 390 ist ein Motorrad, das Tempo und Dynamik in den Vordergrund stellt. Der Fokus liegt auf direkter Rückmeldung, zügigem Ansprechverhalten und einem Fahrstil, der Kurven „mitnimmt“. Wer gern sportlich fährt, findet hier eine Maschine, die sich schnell auf den Rhythmus einstellt. Das Motorrad wirkt dabei wie ein Werkzeug: klar geführt, mit dem Anspruch, dass man selbst aktiv mitarbeitet.
Wie sich die Benelli Leoncino Bobber 400 anfühlt
Die Benelli Leoncino Bobber 400 spielt dagegen die Rolle des entspannteren Begleiters. Der Bobber-Look ist nicht nur Optik, sondern spiegelt sich im Gesamteindruck wider: weniger „Rennstrecke“, mehr „Landstraße und Stadt mit Stil“. Das Fahrgefühl ist in der Regel zugänglicher, weil die Maschine weniger auf maximale Sportlichkeit getrimmt ist und mehr auf ein harmonisches, gleichmäßiges Vorankommen.
Sitzposition und Ergonomie: Wer sich wohler fühlt, fährt länger
Ein großer Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der Sitzposition. Die KTM RC 390 ist sportlich ausgelegt: Oberkörper nach vorn, Arme und Schultern arbeiten aktiver mit, und dadurch entsteht ein direkter Kontakt zur Fahrdynamik. Das ist ideal, wenn Kurvenfahren und zügiges Tempo im Vordergrund stehen. Gleichzeitig kann diese Haltung auf längeren Strecken oder im Stadtverkehr anstrengender wirken.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 bietet dagegen eine deutlich entspanntere Haltung. Der Oberkörper wirkt weniger „eingeklemmt“, die Sitzposition ist alltagstauglicher und passt gut zu Fahrten, bei denen man nicht permanent in sportlicher Konzentration unterwegs ist. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder längere Strecken ohne „Sportmodus“ fahren möchte, findet hier oft den bequemeren Zugang.
Motor und Kraftentfaltung: Charakter entscheidet
Auch wenn beide Motorräder in ihrer Klasse unterwegs sind, unterscheiden sie sich im Charakter der Kraftentfaltung. Die KTM RC 390 wirkt tendenziell „sportlicher“, weil sie auf zügiges Beschleunigen und ein dynamisches Ansprechverhalten ausgelegt ist. Das macht sie besonders interessant, wenn man gern schaltet, Drehzahlen nutzt und das Motorrad aktiv führt.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 zielt eher auf ein gleichmäßiges Vorankommen. Der Fokus liegt weniger auf dem „Kick“ für sportliche Zwischenspurts, sondern mehr auf einem Fahrgefühl, das sich im Alltag gut dosieren lässt. Das ist ein Vorteil, wenn man häufig im Verkehr unterwegs ist oder einfach entspannt fahren möchte, ohne ständig die Gänge zu jagen.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Gelassenheit
KTM RC 390: präzise Führung in Kurven
Die KTM RC 390 ist spürbar auf Agilität ausgelegt. Das Motorrad lässt sich in der Regel schnell in die gewünschte Linie bringen und unterstützt sportliches Kurvenfahren. Gerade auf kurvigen Strecken zeigt sich die Stärke: Man bekommt ein Gefühl von Kontrolle, und das Motorrad wirkt wie „bereit“, sobald man es anstößt.
Benelli Leoncino Bobber 400: komfortableres Gesamtpaket
Die Benelli Leoncino Bobber 400 wirkt im Vergleich oft gelassener. Das Fahrwerk ist weniger auf maximalen Sporteinsatz getrimmt und kann dadurch im Alltag angenehmer wirken. Unebenheiten werden meist souveräner „wegmoderiert“, was besonders auf schlechten Straßen oder im Stadtbetrieb spürbar ist.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Bremsen
Beim Thema Bremsen zählt vor allem, wie gut sich das Motorrad dosieren lässt und wie stabil es beim Verzögern bleibt. Die KTM RC 390 ist tendenziell auf sportliche Anforderungen ausgelegt: Das bedeutet, dass man beim Bremsen häufig ein direktes Ansprechverhalten und ein klares Gefühl für die Verzögerung bekommt. Das hilft, wenn man zügig fährt oder Kurven mit sportlicherer Linie nimmt.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 steht eher für ein alltagstaugliches Sicherheitsgefühl. Auch hier ist das Bremsverhalten wichtig, aber der Schwerpunkt liegt stärker darauf, dass man im Verkehr und bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt. Wer viel Stadt fährt, profitiert oft davon, dass sich das Motorrad intuitiv und ohne „Sportfokus“ kontrollieren lässt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und „zwischen den Terminen“
Im Alltag entscheidet nicht nur die Leistung, sondern auch, wie gut das Motorrad zu typischen Situationen passt: Ampelstopps, enge Straßen, häufiges Anfahren, kurze Wege und wechselnde Fahrbahnbeläge.
Die KTM RC 390 kann im Stadtverkehr Spaß machen, aber die sportliche Sitzposition und der Fokus auf dynamisches Fahren verlangen mehr Aufmerksamkeit. Wer gern zügig unterwegs ist und die Maschine aktiv bewegt, wird das als Vorteil sehen. Wer dagegen vor allem entspannt von A nach B will, könnte die Haltung schneller als „zu sportlich“ empfinden.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 ist im Alltag oft die unkompliziertere Wahl. Die ergonomische Auslegung und der insgesamt ruhigere Charakter passen gut zu häufigen Stop-and-go-Situationen. Außerdem wirkt das Motorrad optisch wie gemacht für den „Sonntagsspaziergang“ – und genau das spiegelt sich im Fahrgefühl wider.
Design und Ausstattung: Stil ist mehr als nur Optik
Design beeinflusst das Motorradgefühl. Die KTM RC 390 wirkt wie ein sportliches Statement: klare Linien, Rennstrecken-Vibes, und eine Optik, die zur sportlichen Fahrweise einlädt. Das kann sich auch auf die Erwartungshaltung auswirken: Man fährt automatisch „sportlicher“, weil das Motorrad danach aussieht und sich so anfühlt.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 setzt auf den Bobber-Look mit klassischem Charakter. Das wirkt oft besonders stimmig, wenn man ein Motorrad sucht, das nicht nur fährt, sondern auch „präsent“ ist. In der Praxis bedeutet das: Wer Wert auf eine markante Optik legt und gern entspannt unterwegs ist, findet hier eine stimmige Kombination.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM RC 390
- Sportlicher Charakter mit direkter Rückmeldung
- Agiles Handling für dynamische Kurvenfahrten
- Fahrgefühl, das aktives Fahren belohnt
Schwächen bzw. Grenzen der KTM RC 390
- Sportliche Sitzposition kann im Alltag schneller ermüden
- Für sehr entspannte Fahrten ist der Fokus stärker auf „Fahren“ als auf „Cruisen“
Stärken der Benelli Leoncino Bobber 400
- Entspanntes Gesamtpaket für Stadt und Landstraße
- Alltagstaugliche Ergonomie mit weniger sportlichem Druck
- Bobber-Charakter, der zum entspannten Fahrstil passt
Schwächen bzw. Grenzen der Benelli Leoncino Bobber 400
- Weniger „Rennstrecken-Feeling“ im Vergleich zur KTM
- Wer maximal sportliche Dynamik sucht, könnte den Fokus als weniger kompromisslos empfinden
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung fällt leichter, wenn man die eigene Fahrweise ehrlich einordnet. Wer Kurven liebt, gern zügig fährt und das Motorrad als aktives Werkzeug versteht, wird mit der KTM RC 390 sehr wahrscheinlich glücklicher. Sie passt besonders zu Menschen, die gern schalten, Drehzahlen nutzen und das Handling als Teil des Fahrspaßes sehen.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 ist dagegen die bessere Wahl, wenn der Alltag im Vordergrund steht: häufige Fahrten in der Stadt, entspannte Ausflüge, ein Motorrad, das nicht ständig nach „Sportmodus“ verlangt, und ein Look, der einfach Spaß macht. Wer ein Motorrad sucht, das sich gut dosieren lässt und sich eher nach Genuss als nach Härte anfühlt, trifft hier oft den richtigen Ton.
Fazit:
Die KTM RC 390 ist die Wahl für alle, die sportliches Fahren wirklich wollen: präzises Handling, dynamisches Ansprechverhalten und ein Fahrgefühl, das Kurven und zügige Strecken besonders attraktiv macht. Wer bereit ist, die sportlichere Sitzposition im Alltag zu akzeptieren, bekommt ein Motorrad, das Fahrspaß stark über die aktive Dynamik definiert.
Die Benelli Leoncino Bobber 400 punktet vor allem dort, wo Alltag und entspanntes Cruisen zählen: bequemeres Gesamtgefühl, stimmiger Bobber-Charakter und ein Fahrstil, der weniger auf maximale Sportlichkeit setzt, dafür aber auf unkomplizierte Kontrolle und angenehmes Vorankommen. Wer ein Motorrad sucht, das optisch und fahrerisch eher Genuss als Rennstrecke liefert, findet in der Benelli oft die passendere Basis.