| UVP | 6.899 € | |
| Baujahr | von 2014 bis 2026~ | |
| UVP | 19.950 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wieselflinker Kurvenflitzer
- obenrum ordentliche Leistung
- wertige Verarbeitung
- leicht und einfach zu beherrschen
- untenrum wenig Leistung
- Federbein hinten etwas zu soft
- Getriebe kalt etwas hakelig
- Fahrwerk komfortabel und sportlich
- Leistungsstarker Motor
- Soziuskomfort
- Sicherheitspaket
- Aufpreispolitik
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 164 | kg |
| Radstand | 1.340 | mm |
| Radstand | 1.340 | mm |
| Sitzhöhe: | 824 | mm |
| Gewicht | 268 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 890 | mm |
| Höhe | 1.460 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 373 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 89 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 44 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 37 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 172 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 395 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 30 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 600 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | WP USD 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept | |
| Federung vorne | Telelever 37cm (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | WAD Mono-Federbein mit Paralever (Federweg 220)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 R19 | |
| Reifen hinten | 170/60 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Bybre 4-Kolben Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe, 1-Kolben Schwimmsattel ( Ø 230 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
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KTM RC 390 vs. BMW R 1250 GS Adventure: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wer zwischen der KTM RC 390 und der BMW R 1250 GS Adventure schwankt, vergleicht im Grunde zwei Welten: Auf der einen Seite steht ein kompaktes, sportlich ausgelegtes Motorrad, das auf Agilität und Fahrspaß ausgelegt ist. Auf der anderen Seite wartet eine große Reiseenduro, die für lange Strecken, Komfort und vielseitige Einsatzszenarien gemacht ist. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Unterschiede nicht nur in Zahlen, sondern vor allem in dem, wie sich die Motorräder im Alltag und auf Touren anfühlen.
Grundcharakter: sportlich kompakt vs. große Reiseenduro
Die KTM RC 390 ist als sportliches Motorrad konzipiert. Das merkt man an der Auslegung: Die Maschine wirkt leicht, reagiert schnell und lädt dazu ein, Kurven aktiv zu fahren. Die Sitzposition ist eher sportlich, wodurch der Fokus klar auf Dynamik liegt. Wer gern zügig unterwegs ist, findet hier ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für schnelle Richtungswechsel anfühlt.
Die BMW R 1250 GS Adventure verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Als Reiseenduro ist sie auf Komfort, Reichweite und Stabilität ausgelegt. Das Motorrad vermittelt auch bei längeren Etappen ein ruhiges, souveränes Gefühl. Statt „kurz und knackig“ steht eher „weit und entspannt“ im Vordergrund. Gerade auf gemischten Strecken – von Autobahn bis Landstraße – spielt die GS ihre Stärken aus.
Motor und Antrieb: unterschiedliche Kraftbilder, unterschiedliche Erwartungen
Im Vergleich zeigt sich: Die KTM RC 390 setzt auf ein sportliches, drehfreudiges Konzept. Das bedeutet in der Praxis häufig: Der Spaß entsteht besonders dann, wenn das Motorrad im passenden Drehzahlbereich bewegt wird. Die Maschine wirkt dadurch lebendig und direkt, was beim zügigen Fahren in kurvigen Abschnitten besonders gut zur Geltung kommt.
Die BMW R 1250 GS Adventure bringt dagegen ein anderes Kraftbild mit. Der große Boxer-Ansatz zielt auf Durchzug und gleichmäßige Leistungsentfaltung. Das ist vor allem dann angenehm, wenn nicht ständig „gearbeitet“ werden soll, sondern wenn das Motorrad einfach zuverlässig vorwärts schiebt – auch bei längeren Strecken oder bei wechselnden Fahrzuständen mit Gepäck.
Stärken und Schwächen lassen sich hier gut zusammenfassen: Die RC 390 punktet mit dem sportlichen Ansprechverhalten und dem Gefühl von Kontrolle in dynamischen Situationen. Die GS Adventure punktet mit der souveränen Kraftentfaltung und der entspannten Art, Kilometer abzuspulen. Wer häufig im Stadtverkehr stop-and-go fährt oder gern sportlich beschleunigt, wird die KTM oft als „einfacher“ im Handling empfinden. Wer regelmäßig längere Touren plant, profitiert eher von der BMW-Charakteristik.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Beim Handling trennt sich die Spreu schnell: Die KTM RC 390 ist auf Agilität ausgelegt. Das Motorrad lässt sich in der Regel leichter bewegen, wirkt handlicher und unterstützt schnelle Richtungswechsel. In engen Kurven oder auf Strecken mit vielen Wechseln fühlt sich die KTM dadurch oft wie ein „leichtes“ Sportgerät an.
Die BMW R 1250 GS Adventure ist dagegen auf Stabilität und Fahrkomfort ausgelegt. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder auf längeren Etappen spielt das Fahrwerk seine Stärken aus. Das Motorrad bleibt ruhig, vermittelt Sicherheit und schluckt Unebenheiten besser, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Allerdings ist das Handling naturgemäß weniger „spielerisch“ als bei einer kleineren, leichteren Maschine.
Schwäche der KTM: Wer viel Komfort sucht oder häufig lange Autobahnabschnitte fährt, kann den sportlichen Fokus als weniger entspannend empfinden. Schwäche der BMW: Wer vor allem kurze, dynamische Fahrten mit maximaler Agilität bevorzugt, wird die Größe und das Gewicht eher als „Trägheit“ wahrnehmen.
Bremsen und Fahrgefühl: Kontrolle in unterschiedlichen Situationen
Beide Motorräder sind auf Sicherheit und Kontrolle ausgelegt, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die KTM RC 390 wirkt dabei oft besonders „direkt“: Beim Bremsen und in der Verzögerung fühlt sich das Motorrad schnell anpassbar an, was in sportlicher Fahrweise hilft. Gerade wenn es darum geht, Tempo in Kurven gezielt zu reduzieren, wirkt die KTM wie gemacht für aktives Fahren.
Die BMW R 1250 GS Adventure bietet ebenfalls starke Verzögerung, aber das Gesamtpaket zielt mehr auf gleichmäßige, berechenbare Performance über längere Zeit. Das ist besonders relevant, wenn man mit Gepäck fährt oder wenn die Strecke über Stunden hinweg fordert. Die GS wirkt dann wie ein Motorrad, das nicht nur schnell bremst, sondern auch dabei stabil bleibt.
Elektronik und Assistenz: Sportlicher Fokus vs. Reise-Setup
Im Elektronikbereich zeigt sich ein typischer Unterschied: Die KTM RC 390 ist eher auf ein sportliches Fahrerlebnis ausgelegt, bei dem die Elektronik das Fahrgefühl unterstützt, ohne es zu „überformen“. Das kann sich so anfühlen, dass das Motorrad zwar sicher geführt wird, aber dennoch viel Raum für aktives Fahren lässt.
Die BMW R 1250 GS Adventure ist deutlich stärker auf Reise- und Langstreckenszenarien ausgerichtet. Elektronik und Assistenzsysteme zielen darauf ab, Fahrten entspannter zu machen – besonders bei wechselnden Bedingungen. Das ist ein großer Vorteil, wenn die Tour nicht nur aus perfekten Straßen besteht, sondern auch aus Regen, wechselndem Belag oder längeren Autobahnphasen.
Stärke der KTM: Elektronik als „Hilfe“ für sportliche Dynamik. Stärke der BMW: Elektronik als „Entlastung“ für lange Strecken und wechselnde Anforderungen. Schwäche der KTM: Wer sehr viel Wert auf Komfortfunktionen und umfassende Reiseassistenz legt, findet bei der RC 390 weniger „Reise-Overkill“. Schwäche der BMW: Wer ein möglichst puristisches, leichtes Fahrgefühl sucht, kann die Vielzahl an Systemen als weniger „unmittelbar“ empfinden.
Sitzposition und Ergonomie: Kurvenhaltung vs. Langstreckenkomfort
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die KTM RC 390 ist sportlich ausgelegt. Das bedeutet: Der Körper wird aktiv in die Fahrdynamik eingebunden, was in Kurven und bei zügiger Fahrt Vorteile bringt. Für kurze bis mittlere Strecken ist das oft ideal, weil die Maschine genau dann Spaß macht, wenn sie „gefahren“ wird.
Die BMW R 1250 GS Adventure ist auf Komfort und Langstrecke ausgelegt. Die Ergonomie unterstützt eine entspanntere Haltung, wodurch man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert bleibt. Gerade wenn die Tour nicht nur aus Kurven besteht, sondern auch aus An- und Abfahrten, ist das ein echter Pluspunkt.
Schwäche der KTM: Bei sehr langen Fahrten kann die sportliche Haltung anstrengender werden. Schwäche der BMW: In sehr engen, sportlich gefahrenen Situationen kann die größere, auf Komfort ausgelegte Geometrie weniger „leichtfüßig“ wirken als bei der KTM.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und Touren
Im Alltag zeigt sich die KTM RC 390 oft als pragmatische Wahl, wenn das Motorrad vor allem für Stadtfahrten, kurze Ausfahrten und kurvige Feierabendrunden genutzt wird. Das kompakte Format und das sportliche Handling machen sie im Verkehr und auf kleineren Strecken oft unkompliziert.
Die BMW R 1250 GS Adventure ist dagegen besonders stark, wenn der Alltag bereits nach „Tour“ aussieht: längere Strecken, wechselnde Straßenqualität, Gepäck und der Wunsch nach Komfort. Sie ist weniger „kurzfristig“ im Handling, dafür aber sehr „durchdacht“ für Reisen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM RC 390 – typische Stärken
- Sportliches, agiles Fahrgefühl mit schneller Reaktion
- Direktes Handling für kurvige Strecken und dynamische Fahrweise
- Pragmatisch für kürzere Einsätze und „Feierabend-Runden“
KTM RC 390 – typische Schwächen
- Sportliche Sitzposition kann bei sehr langen Fahrten ermüden
- Weniger Fokus auf umfassende Reise-Komfortfeatures
BMW R 1250 GS Adventure – typische Stärken
- Souveränes Kraftbild für entspanntes Fahren über lange Strecken
- Hoher Komfort und ruhiges Fahrverhalten bei wechselnden Bedingungen
- Reiseorientierte Elektronik und ein stimmiges Langstreckenpaket
BMW R 1250 GS Adventure – typische Schwächen
- Größe und Gewicht machen das Handling weniger „spielerisch“
- Für rein sportliche Kurzfahrten kann der Reisecharakter überwiegen
Welche Entscheidung passt? Einfache Orientierung nach Fahrprofil
Die Entscheidung wird leichter, wenn das eigene Fahrprofil klar ist. Wer vor allem Kurven liebt, gern zügig unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das sich schnell und leicht anfühlt, wird mit der KTM RC 390 sehr wahrscheinlich mehr „direkten Fahrspaß“ erleben. Die Maschine belohnt aktives Fahren und wirkt wie ein sportlicher Begleiter für kürzere Strecken.
Wer dagegen regelmäßig lange Strecken fährt, Komfort priorisiert und ein Motorrad möchte, das auch mit Gepäck und auf weniger perfekten Straßen souverän bleibt, trifft mit der BMW R 1250 GS Adventure eher die richtige Wahl. Die GS ist dann im Element, wenn es um Reichweite, Entspannung und ein rundes Reisegefühl geht.
Fazit:
Die KTM RC 390 ist das passende Motorrad für alle, die vor allem sportlich fahren, kurze bis mittlere Strecken genießen und ein agiles, direktes Handling suchen. Sie wirkt wie ein leichtes Sportgerät, das Kurven und dynamische Fahrweise besonders gut unterstützt. Wer dagegen häufig lange Touren plant, Komfort und souveränen Durchzug schätzt und ein Motorrad möchte, das auch bei wechselnden Bedingungen entspannt bleibt, findet in der BMW R 1250 GS Adventure die bessere Wahl. Die GS ist weniger auf „spielerische“ Dynamik ausgelegt, dafür stark im Reise-Setup: ruhiges Fahrverhalten, Langstreckenkomfort und ein Elektronikpaket, das den Alltag auf Tour erleichtert. Kurz gesagt: RC 390 für Fahrspaß im Kurvenmodus, GS Adventure für große Kilometer und entspanntes Reisen.