UVP 9.499 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 8.645 €
Baujahr von 2007 bis 2026~
Wie schlägt sich der überarbeitete Klassiker im Test?
Weiter zum Testbericht
Komfortables Cross-Over Bike für ca. 9.000 Euro im Test
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • 25% mehr Power als die Vorgängerin
  • gutes Getriebe, kaum Lastwechsel
  • Kardan
  • Genüssliches Fahren mit einem charakterstarken Motorrad
Kontra:
  • unpassendes LCD-Cockpit
  • Seitenständer mit merkwürdiger Ausklapp-Rückmeldung
  • einfache Ausstattung
Pro:
  • Sehr komfortabler Reise-Dampfer
  • Ohne viel Schnickschnack leicht zu bedienen
  • Richtig gute Bremsen!
  • Stabiles, vertrauenserweckendes Fahrverhalten
  • Großer Tank, geringer Verbrauch, große Reichweite
Kontra:
  • Leistung zu zweit mit Gepäck etwas knapp
  • Kein Tempomat verfügbar

Abmessungen & Gewicht

Gewicht218kg
Radstand1.450mm
Länge2.165mm
Radstand1.450mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.100mm
Gewicht219kg
Radstand1.415mm
Länge2.165mm
Radstand1.415mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.400mm

Motor

Motor-BauartV2-Zylinder-Viertakt längs
Hubraum853ccm
Hub77mm
Bohrung84mm
KühlungLuft-Ölkühlung
AntriebKardan
Gänge6
Motor-BauartFlüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder
Hubraum649ccm
Hub60mm
Bohrung83mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung67 PS bei 6.900 U/Min
Drehmoment79 NM bei 4.400 U/Min
Höchstgeschw.175km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite429km
Leistung67 PS bei 8.500 U/Min
Drehmoment61 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite467km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifenrahmen
Federung vorneHydraulische Teleskopgabel (Federweg 137)mm
Federung hintenZwei hydraulische Federbeine (Federweg 120)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90 - 18
Reifen hinten150/70 - 17
RahmenbauartBrückenrahmen
Federung vorne41-mm-Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 150)mm
Federung hintenHorizontaler Back-Link Gasdruck-Stoßdämpfer mit durch Remote-Zugriff hydraulisch einstellbarer Federbasis (Federweg 145)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten160/60ZR17M/C (69W)

Bremsen

Bremsen vorneBrembo, schwimmend gelagerte Bremsscheibe, 4-KolbenBremssattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenBrembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm)
Bremsen vorneDoppel-Petal-Bremsscheiben ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzel-Petal-Bremsscheibe ( Ø 250 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Gut gemacht, Moto Guzzi! Die neue V7 wurde an den richtigen Stellen angefasst. Mehr Power und mehr Stabilität machen aus der V8 850 die bessere Guzzi. Trotzdem hat sie ihren Charakter behalten, was die potentielle Zielgruppe erfreuen dürfte.
 
Über das Design kann man streiten, wie gesagt gefällt uns die Special besser, aber auch die Stone macht optisch schon was her. Sie ist sofort als Guzzi zu erkennen und wir würden uns nicht für die schwarze Version entscheiden, sondern für die in Blau - die schwarze macht uns optisch zu sehr auf "evil" - und das ist sie einfach nicht.
 
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Zweirad-Technik Schielmann in Bokel.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 9.100€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 7.000€
  • Verfügbarkeit: lieferbar ab 10/2021
  • Farben: schwarz, orange, blau

Fazit

Die Kawasaki Versys 650 ist eine richtig gut gemachte Cross-Over Maschine für die lange Tour. Sie ist keine Angeberin, sondern bietet solide Kost zu einem sehr fairen Preis. Es gibt drei Varianten der Versys 650, die den Touring-Aspekt dieser Maschine unterstreichen. Im Vordergrund dieses Bikes stehen Komfort, aber auch Fahrspaß und auch sehr gute Reise-Qualitäten. Eines der vielleicht am meisten unterschätzten Bikes auf dem Markt.
 
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt. Dort steht die Versys 650 neben so ziemlich allen anderen Kawas als Vorführer bereit und freut sich auf Probefahrer auf den schönen Landstraßen in Dithmarschen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 8.745€ + Überführung
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 6.500€
  • Verfügbarkeit: seit 2007
  • Farben: rot, grün, schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Moto Guzzi V7 Stone vs. Kawasaki Versys 650 – Vergleich & Empfehlung

Wer zwischen Moto Guzzi V7 Stone und Kawasaki Versys 650 schwankt, entscheidet im Grunde über zwei sehr unterschiedliche Motorrad-Philosophien. Die V7 Stone steht für klassischen Stil, eine spürbare mechanische Art von Fahrgefühl und eine entspannte Art, Kilometer zu sammeln. Die Versys 650 dagegen ist stärker auf Vielseitigkeit und Tourentauglichkeit ausgelegt: auf längere Strecken, wechselnde Straßenverhältnisse und einen Alltag, der auch mal mehr will als nur die nächste Ausfahrt.

Im folgenden Vergleich werden die typischen Eigenschaften beider Modelle gegenübergestellt – damit klar wird, wo die Stärken liegen und wo man Kompromisse eingeplant haben sollte.

Charakter und Fahrgefühl: Retro-Genuss trifft auf Reise-Allround

Moto Guzzi V7 Stone: Stil und „Punch“ statt Effekthascherei

Die Moto Guzzi V7 Stone wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern auch „lebt“. Der Motorcharakter ist dabei ein zentraler Punkt: Das Ansprechverhalten und die Art, wie Leistung anliegt, fühlen sich weniger nach „Sport“ und mehr nach souveräner Kraftentfaltung an. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen macht das Spaß, weil das Motorrad nicht ständig nach Drehzahl verlangt, um zu funktionieren.

Auch das Gesamtpaket passt zum Konzept: Die V7 Stone vermittelt ein ruhiges, kontrolliertes Gefühl. Wer Wert auf eine klare Linie im Design und auf ein Motorrad legt, das sich nicht wie ein austauschbarer Allrounder anfühlt, findet hier eine starke Identität.

Kawasaki Versys 650: Zweckmäßig, aber nicht langweilig

Die Kawasaki Versys 650 ist weniger „Statement“ und mehr „Werkzeug“. Das merkt man vor allem daran, wie sie sich in unterschiedlichen Situationen verhält. Auf der Landstraße fühlt sie sich agil an, auf längeren Strecken bleibt sie dabei angenehm berechenbar. Die Versys ist darauf ausgelegt, dass man sich auf die Straße konzentriert – und nicht ständig das Motorrad „überreden“ muss.

Im Vergleich zur V7 Stone wirkt die Versys 650 moderner in der Ausrichtung: Sie ist stärker auf Komfort, Alltagstauglichkeit und eine entspannte Sitzposition für längere Fahrten getrimmt. Wer häufig pendelt, Touren plant oder auch mal eine weitere Strecke spontan einplant, profitiert von dieser Ausrichtung.

Motor und Leistungsentfaltung: Drehmoment-Feeling vs. gleichmäßige Alltagskraft

Beide Motorräder liefern Fahrspaß, aber auf unterschiedliche Weise. Die Moto Guzzi V7 Stone spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn man nicht nur auf maximale Beschleunigung schaut, sondern auf das Gefühl, dass der Motor „von unten“ mitzieht. Das macht sie auf kurvigen Strecken und im Stadtverkehr besonders angenehm, weil man häufig mit weniger Aufwand auskommt.

Die Kawasaki Versys 650 punktet dagegen mit einer gleichmäßigen, alltagstauglichen Leistungscharakteristik. Sie eignet sich gut für konstantes Fahren, zügiges Vorankommen und entspannte Überlandfahrten. Gerade wenn die Strecke länger wird, wirkt die Versys wie ein Motorrad, das man einfach laufen lässt – ohne dass man ständig die Fahrweise anpassen muss.

Fahrwerk, Handling und Alltag: entspannte Kontrolle vs. Tourenstabilität

V7 Stone: leicht zu fahren, aber eher „Straße im Fokus“

Die V7 Stone ist angenehm zu bewegen und vermittelt ein direktes Feedback. Das Handling wirkt eher „klassisch“: Man spürt die Verbindung zur Straße, und das Motorrad lädt dazu ein, ruhig und bewusst zu fahren. Für viele ist das genau der Reiz – weniger Technik-Overkill, mehr Gefühl.

Wer jedoch regelmäßig sehr lange Strecken fährt oder häufig mit Gepäck unterwegs ist, wird bei der V7 Stone eher abwägen müssen, wie man Komfort und Ergonomie für sich optimiert. Das Motorrad ist stark im Stil und im Fahrgefühl, aber nicht primär als „Dauer-Reisegerät“ gedacht.

Versys 650: stabil, vielseitig und für wechselnde Bedingungen gemacht

Die Versys 650 ist in ihrem Grundkonzept auf Vielseitigkeit getrimmt. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen eine Tourenhaltung, die auch nach mehreren Stunden noch angenehm bleibt. Auf wechselnden Straßenbelägen wirkt die Versys berechenbar, und das Handling bleibt dabei kontrolliert.

Im Vergleich zur V7 Stone fühlt sich die Versys oft „neutraler“ an: Sie will nicht unbedingt emotional überraschen, sondern zuverlässig funktionieren. Genau das ist für viele Fahrerinnen und Fahrer ein Vorteil – besonders, wenn das Motorrad nicht nur für das Wochenende, sondern auch für den Alltag und längere Ausfahrten genutzt wird.

Komfort und Ergonomie: Sitzgefühl für kurze Ausfahrten vs. lange Touren

Bei der Moto Guzzi V7 Stone steht die entspannte, klassische Sitz- und Fahrhaltung im Vordergrund. Das Motorrad ist ideal, wenn die Fahrt selbst im Mittelpunkt steht: Landstraße, kurze bis mittlere Strecken, gemütliches Tempo und ein Motorrad, das optisch wie technisch eine klare Handschrift hat.

Die Kawasaki Versys 650 ist dagegen stärker auf längere Fahrten ausgelegt. Die Ergonomie und die Gesamtabstimmung zielen darauf ab, dass man auch bei längeren Etappen nicht „durchgereicht“ wird. Wer regelmäßig Touren fährt oder häufig längere Strecken am Stück plant, bekommt hier einen spürbaren Vorteil.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Moto Guzzi V7 Stone

  • Charakter: sehr eigenständiger Look und ein Motorgefühl, das man schnell wiedererkennt.
  • Fahrspaß im Alltag: souverän bei moderaten Geschwindigkeiten, angenehm auf Landstraßen.
  • Emotionalität: wirkt weniger wie ein „Tool“, mehr wie ein Motorrad mit Persönlichkeit.

Schwächen bzw. Grenzen der Moto Guzzi V7 Stone

  • Tour-Fokus: weniger „Reise-Allround“ als die Versys – Komfort und Ausstattung sind eher klassisch gedacht.
  • Anspruch an die Nutzung: wer sehr häufig lange Strecken mit Gepäck fährt, sollte genauer hinschauen.

Stärken der Kawasaki Versys 650

  • Vielseitigkeit: stark für Alltag, Überland und längere Touren.
  • Berechenbarkeit: neutrales, kontrolliertes Fahrverhalten über verschiedene Strecken.
  • Langstrecken-Komfort: die Abstimmung unterstützt entspanntes Fahren über Stunden.

Schwächen bzw. Grenzen der Kawasaki Versys 650

  • Weniger „Retro-Emotion“: der Charakter ist stärker funktional als stilistisch-exklusiv.
  • Fokus: wer primär ein klassisches Straßenmotorrad mit maximaler Identität sucht, könnte sich weniger abgeholt fühlen.

Welche Wahl passt: Einsatzprofil entscheidet

Die Entscheidung zwischen Moto Guzzi V7 Stone und Kawasaki Versys 650 hängt vor allem davon ab, wie das Motorrad genutzt wird. Wer ein Motorrad sucht, das sich nach Stil anfühlt, gerne auf Landstraßen unterwegs ist und den Motorcharakter im Alltag genießen möchte, wird mit der V7 Stone sehr wahrscheinlich glücklich.

Wer dagegen ein Motorrad möchte, das zuverlässig für Pendeln, längere Touren und wechselnde Streckenbedingungen funktioniert, bekommt mit der Versys 650 die passendere Basis. Sie ist der Typ Motorrad, der sich nicht nur für eine bestimmte Art von Fahrt gut anfühlt, sondern für viele.

Fazit:

Die Moto Guzzi V7 Stone ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad mit klarer Identität suchen: klassischer Stil, ein Motorgefühl mit Charakter und viel Fahrspaß auf kurzen bis mittleren Strecken. Sie passt besonders gut, wenn die Fahrt selbst im Vordergrund steht und man bewusst nicht das „maximal praktische“ Motorrad sucht.

Die Kawasaki Versys 650 empfiehlt sich, wenn Vielseitigkeit und Tourenkomfort wichtiger sind. Sie wirkt wie ein zuverlässiger Begleiter für Alltag, längere Ausfahrten und wechselnde Straßenverhältnisse. Wer regelmäßig größere Strecken fährt oder ein Motorrad möchte, das einfach funktioniert, ohne dass man ständig nachjustieren muss, trifft mit der Versys 650 meist die bessere Wahl.

Kurz gesagt: V7 Stone für Stil und emotionales Fahren, Versys 650 für den vielseitigen Allrounder – je nachdem, welche Art von Motorrad-Erlebnis im Alltag wirklich zählt.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙