| UVP | 13.499 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2026~ | |
| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Verarbeitung
- Offroad-Eigenschaften
- Komfort
- Bremsen
- Motorleistung
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 230 | kg |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.300 | mm |
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 90°-V2-Zylinder-Viertakt | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 80 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 83 NM bei 5.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 460 | km |
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr-Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Hydraulische Ø 41 mm USD-Teleskopgabel; Federvorspannung und Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | seitliches Zentralfederbein, Federvorspannung und Zugstuge einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge mit integriertem Kardan | |
| Reifen vorne | 110/80 - 19 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 17 | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Radial-Monobloc-Bremssätteln mit 4 Kolben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
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Moto Guzzi V85 TT vs BMW F 450 GS: Vergleich für Alltag, Tour und Schotter
Wenn zwei Reiseenduros aufeinandertreffen, geht es selten nur um Datenblätter. Bei der Moto Guzzi V85 TT und der BMW F 450 GS treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die V85 TT steht für Charakter, Wärme und ein entspanntes, handwerklich geprägtes Fahrgefühl. Die F 450 GS wirkt dagegen moderner, zielgerichteter und ist klar auf Agilität sowie ein dynamisches Handling ausgelegt. Genau daraus entsteht ein spannender Vergleich: Welche Maschine passt besser zu Fahrstil, Einsatzgebiet und Erwartungen?
Grundidee: Charakter-Reiseenduro vs. dynamische GS-Interpretation
Die Moto Guzzi V85 TT ist eine Reiseenduro, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern eher durch ihren eigenen Rhythmus überzeugt. Das merkt man besonders im Alltag: Das Motorrad wirkt stimmig, die Bedienung ist intuitiv und das Fahrgefühl bleibt auch bei längeren Strecken ruhig. Wer gerne „mit dem Motorrad arbeitet“, statt ständig gegen das Bike zu kämpfen, wird sich hier schnell wohlfühlen.
Die BMW F 450 GS ist stärker auf Effizienz und Beweglichkeit getrimmt. Sie fühlt sich wie ein Werkzeug an, das man schnell in die gewünschte Richtung bringt. Gerade auf kurvigen Landstraßen und bei wechselnden Untergründen spielt die F 450 GS ihre Stärken aus: Sie wirkt leichtfüßig, lässt sich zügig positionieren und vermittelt ein sicheres Gefühl, wenn es mal unruhiger wird.
Motor & Fahrgefühl: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich der beiden Motorwelten zeigt sich ein klarer Unterschied im Charakter. Die V85 TT setzt auf ein eher gleichmäßiges, „drehmomentorientiertes“ Erleben. Das bedeutet: Man kommt gut voran, ohne ständig hohe Drehzahlen zu jagen. Dadurch entsteht ein entspannter Fahrstil, der besonders auf Touren angenehm ist. Auch im Stadtverkehr ist das hilfreich, weil das Motorrad nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt.
Die F 450 GS wirkt dagegen lebendiger und direkter. Das Ansprechverhalten und die Art, wie das Motorrad die Kraft in Bewegung umsetzt, sind stärker auf Dynamik ausgelegt. Wer gerne zügig beschleunigt, häufiger schaltet oder das Motorrad aktiv in Kurven führt, wird die BMW als „spritziger“ wahrnehmen. Auf der anderen Seite kann das je nach Fahrgewohnheit dazu führen, dass man die Maschine bewusster dosieren möchte, um den Komfortfokus nicht zu verlieren.
Stärken und Schwächen im Motor-Feeling
- Moto Guzzi V85 TT: Stärke ist das ruhige, stimmige Vorankommen und der entspannte Tourencharakter. Schwäche kann sein, dass der „Kick“ weniger sportlich wirkt als bei der BMW – wer maximale Dynamik sucht, muss sich hier mehr auf den eigenen Rhythmus verlassen.
- BMW F 450 GS: Stärke ist die direkte Umsetzung von Gasbefehlen und das agile Fahrverhalten. Schwäche kann sein, dass der Charakter stärker „sportlich“ ist und damit nicht jedem Fahrstil sofort entgegenkommt.
Handling & Fahrwerk: Wer liegt in Kurven besser, wer bleibt gelassen?
Beim Handling unterscheiden sich die Bikes vor allem in der Art, wie sie mit Tempo und Untergrund umgehen. Die V85 TT vermittelt ein eher souveränes, kontrolliertes Gefühl. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man entspannt bewegen kann: Einmal in der Linie, bleibt es ruhig und lässt sich gut führen. Auf längeren Strecken ist das angenehm, weil das Bike nicht ständig „fordert“.
Die BMW F 450 GS ist spürbar agiler. Sie lässt sich schneller umsetzen, reagiert zügiger auf Lenkimpulse und wirkt besonders auf kurvigen Strecken wie ein Motorrad, das man gerne „arbeitet“. Auf Schotter oder holprigen Abschnitten kann das ein Vorteil sein, weil die Maschine das Tempo besser in Kontrolle übersetzt. Gleichzeitig kann die Agilität bedeuten, dass man bei sehr entspanntem Fahrstil die BMW etwas aktiver „führen“ möchte, statt sie einfach laufen zu lassen.
Kurven, Schotter, Alltag: Vergleich der Fahreigenschaften
- V85 TT: Stärken liegen in der Gelassenheit und dem gutmütigen Gefühl bei gleichmäßigem Tempo. Schwächen zeigen sich eher dann, wenn man sehr sportlich und aggressiv fährt – dann wirkt die BMW oft zielgenauer.
- F 450 GS: Stärken liegen in Agilität und direkter Rückmeldung. Schwächen können auftreten, wenn man maximale Ruhe und „Langstrecken-Entspannung ohne Nachdenken“ erwartet.
Ergonomie & Sitzgefühl: Wie bequem sind die Bikes wirklich?
Ergonomie entscheidet im Alltag oft mehr als reine Leistungswerte. Die Moto Guzzi V85 TT wirkt so, als wäre sie für entspannte Stunden gebaut: Sitzposition und Bedienung passen zusammen, sodass man auch nach längerer Zeit nicht das Gefühl hat, „sich zusammenzuziehen“. Das ist besonders relevant, wenn Touren mit Stadtanteilen oder längeren Landstraßen kombiniert werden.
Die BMW F 450 GS setzt ebenfalls auf Komfort, aber mit einem sportlicheren Grundansatz. Die Sitzposition ist so ausgelegt, dass man das Motorrad aktiv bewegen kann. Wer gerne dynamisch fährt, profitiert davon. Wer dagegen sehr lange, eher gemütliche Strecken fährt, kann je nach Körpergröße und Gewohnheit merken, dass die BMW mehr „Fahrbereitschaft“ verlangt.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es vor allem um Dosierbarkeit und Stabilität. Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie im Alltag zuverlässig verzögern. Im Vergleich zeigt sich jedoch: Die BMW F 450 GS wirkt tendenziell etwas „präziser“ in der Rückmeldung, was gerade in Situationen mit wechselnder Haftung hilfreich sein kann. Die V85 TT überzeugt eher durch ein gleichmäßiges, gut kontrollierbares Gefühl – besonders dann, wenn man nicht maximal sportlich bremst, sondern sauber und vorausschauend fährt.
Typische Unterschiede
- V85 TT: Stärke ist das ruhige, kontrollierte Bremsgefühl. Schwäche ist eher indirekt: Wer sehr sportlich bremst, könnte die BMW als „direkter“ empfinden.
- F 450 GS: Stärke ist die präzise Rückmeldung und das dynamische Sicherheitsgefühl. Schwäche kann sein, dass man die Dosierung anfangs bewusster anpassen muss, wenn man von einem eher gelassenen Bike kommt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und kurze Touren
Im Alltag zählt, wie leicht sich ein Motorrad im Verkehr bewegt, wie angenehm es im Stop-and-go ist und wie unkompliziert es sich handhaben lässt. Die V85 TT punktet hier mit einem stimmigen Gesamtpaket: Das Motorrad wirkt nicht „überkomplex“, sondern eher vertraut. Dadurch fühlt sich die Maschine schnell wie ein Alltagsbegleiter an.
Die BMW F 450 GS spielt ihre Vorteile besonders dann aus, wenn häufig gewechselt wird: zwischen Stadt und Land, zwischen zügig und entspannt. Die Agilität hilft, Lücken zu nutzen und das Motorrad schnell zu positionieren. Wer häufig kurze Strecken fährt und dabei gerne flott unterwegs ist, wird die BMW als sehr passend empfinden.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Moto Guzzi V85 TT – wofür sie besonders gut ist
- Stärke: entspannter Tourencharakter und ein stimmiges, ruhiges Fahrgefühl.
- Stärke: angenehme Bedienbarkeit im Alltag.
- Schwäche: weniger „sportlicher“ Kick im Vergleich zur BMW – wer maximale Dynamik erwartet, könnte sich weniger abgeholt fühlen.
BMW F 450 GS – wofür sie besonders gut ist
- Stärke: agiles Handling und dynamische Umsetzung von Fahrbefehlen.
- Stärke: präzises Sicherheitsgefühl beim Fahren über wechselnden Untergrund.
- Schwäche: wer maximale Ruhe und „einfach laufen lassen“ sucht, muss sich eventuell erst an den aktiveren Charakter gewöhnen.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrstil passt. Die Moto Guzzi V85 TT ist besonders attraktiv für Fahrerinnen und Fahrer, die gerne entspannt unterwegs sind, Touren genießen und ein Motorrad möchten, das sich nicht ständig in den Vordergrund drängt. Sie ist ideal, wenn lange Strecken, gemischte Straßen und ein stimmiges Gesamtgefühl wichtiger sind als maximale Sportlichkeit.
Die BMW F 450 GS passt dagegen hervorragend zu Menschen, die ein Motorrad suchen, das schnell reagiert, sich leicht bewegen lässt und auch auf wechselndem Untergrund souverän bleibt. Wer gerne zügig fährt, Kurven aktiv angeht und das Bike als dynamisches Werkzeug versteht, wird mit der BMW sehr glücklich.
Fazit:
Die Moto Guzzi V85 TT ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf entspannten Touren, stimmigem Fahrgefühl und unkomplizierter Alltagstauglichkeit liegt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das lange Strecken angenehm macht und bei gleichmäßigem Tempo besonders überzeugt. Wer Charakter mag und lieber ruhig unterwegs ist, bekommt hier ein Reiseenduro-Paket, das sich schnell vertraut anfühlt.
Die BMW F 450 GS ist die passendere Option, wenn Agilität, präzise Rückmeldung und dynamisches Handling im Vordergrund stehen. Sie spielt ihre Stärken besonders dort aus, wo häufig gewechselt wird: zwischen Stadt und Land, zwischen Asphalt und unruhigerem Untergrund. Wer ein Bike sucht, das aktiv gefahren werden will und dabei ein sicheres Gefühl vermittelt, trifft mit der BMW die richtige Wahl.