| UVP | 13.499 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2026~ | |
| UVP | 14.995 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Verarbeitung
- Offroad-Eigenschaften
- Komfort
- Bremsen
- Motorleistung
- Drehfreudiger Motor mit ordentlich Schmackes
- Gute Fahrleistungen
- Erstaunlich wendig
- Relativ leicht, auch für Einsteiger geeignet
- Sound 1b
- Verarbeitung hier und da etwas lieblos
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 230 | kg |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.300 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 90°-V2-Zylinder-Viertakt | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 975 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 97 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 80 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 83 NM bei 5.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 460 | km |
| Leistung | 90 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 95 NM bei 5.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 229 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr-Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Hydraulische Ø 41 mm USD-Teleskopgabel; Federvorspannung und Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | seitliches Zentralfederbein, Federvorspannung und Zugstuge einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge mit integriertem Kardan | |
| Reifen vorne | 110/80 - 19 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa Telegabel 41 mm (Federweg 114)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 57H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 77H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Radial-Monobloc-Bremssätteln mit 4 Kolben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | schwimmend gelagerte Einzelscheibe, Brembo, axial ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Harley Nightster macht mächtig Spaß! Gerade auf Landstraßen entpuppt sie sich als überraschend agiles Bike. Der Motor hat ordentlich Leistung und fühlt sich ebenso überraschend auch in höheren Drehzahl-Gefilden wohl. Die Nightster sieht zwar aus wie eine typische Harley, ist in vielen Dingen aber anders. Besser oder schlechter? Ansichtssache! Echte V2-Dampfhammerfans wird sie nicht überzeugen, alleine schon wegen des zurückhaltenden Sounds (90 dbA Standgeräusch). Wir glauben aber, dass Harley mit der Nightster neue Kundengruppen gewinnen will, und das dürfte auch gelingen.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Harley Davidson Kiel für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die Nightster als Vorführer - neben vielen anderen schicken Harleys. Ein Besuch bei HD Hiel lohnt sich immer, alleine schon wegen des großen Angebots an gebrauchten Maschinen. Außerdem kann man dort eine herrliche Runde um den Westensee drehen - viel Spaß!
MotorradTest.de auf YouTube
Moto Guzzi V85 TT vs. Harley-Davidson Nightster – Vergleich, Stärken und Schwächen
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die optisch und charakterlich kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Die Moto Guzzi V85 TT steht für Abenteuer-Feeling, solide Alltagstauglichkeit und eine Ausrichtung, die auch abseits der reinen Asphalt-Route Spaß macht. Die Harley-Davidson Nightster dagegen wirkt wie ein Statement aus der Welt der modernen V-Twins: kompakt, direkt, mit dem typischen Harley-Charakter und einem Fokus auf Fahrspaß in der Stadt und auf kurzen bis mittleren Touren. Wer welches Motorrad wirklich besser passt, hängt weniger von einzelnen Daten ab, sondern davon, wie sich die Stärken im Alltag anfühlen.
Grundcharakter: Abenteuer vs. urbaner Fahrspaß
Die Moto Guzzi V85 TT ist als Reiseenduro gedacht, ohne dabei unnötig sperrig zu wirken. Das Konzept zielt darauf ab, dass man bequem unterwegs ist, auch wenn die Route mal unruhiger wird. Die Harley-Davidson Nightster ist dagegen stärker auf den „Ride“-Moment ausgelegt: schnell im Gefühl, nah am Fahrer, mit einem Look, der sofort klar macht, worauf die Marke setzt. Während die V85 TT eher nach „Route planen und losfahren“ klingt, steht bei der Nightster „einsteigen und genießen“ im Vordergrund.
Motor und Fahrgefühl im Vergleich
Beide Motorräder liefern ihren eigenen Stil. Die V85 TT spielt ihre Stärken vor allem über die Art, wie sie Leistung und Drehmoment nutzbar macht: gleichmäßig, gut dosierbar und passend für entspannte Fahrten. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufige Stop-and-go-Situationen oder längere Abschnitte ohne Stress bewältigt werden sollen. Die Nightster setzt dagegen auf ein direkteres Ansprechverhalten und den typischen V-Twin-Drive. Das fühlt sich oft „mechanischer“ an und belohnt zügiges Fahren, ohne dass man ständig am Gas arbeiten muss.
Im Vergleich zeigt sich: Die V85 TT wirkt wie die Maschine, die man gerne für gleichmäßige Touren nutzt, während die Nightster eher der Begleiter ist, der spontan Lust auf Beschleunigung und Kurven macht. Wer häufig in urbanen Umgebungen unterwegs ist und kurze Strecken liebt, findet in der Nightster oft schneller den richtigen Rhythmus. Wer dagegen gerne weiter fährt und dabei auch mal unbefestigte Wege nicht komplett ausschließt, bekommt mit der V85 TT mehr „Spielraum“ im Kopf.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?
Ergonomie entscheidet im Alltag oft mehr als reine Zahlen. Die Moto Guzzi V85 TT bietet eine Sitzposition, die auf Kontrolle und Komfort ausgelegt ist. Das hilft besonders auf längeren Strecken, weil der Körper nicht ständig gegen die Geometrie arbeiten muss. Gleichzeitig bleibt die V85 TT so zugänglich, dass sie nicht nur für große Touren taugt, sondern auch für den täglichen Einsatz.
Die Harley-Davidson Nightster setzt auf eine kompaktere, sportlichere Haltung. Das kann sich in der Stadt sehr angenehm anfühlen, weil das Motorrad schnell „im Griff“ wirkt. Gleichzeitig ist die Frage, wie viel Zeit man im Sattel verbringt: Wer häufig längere Strecken fährt, sollte darauf achten, ob die eigene Körperhaltung zur Nightster passt. In der Praxis zeigt sich: Die V85 TT ist oft die entspanntere Wahl für längere Tage, während die Nightster für viele eher die „kurz und knackig“-Option ist.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk unterscheiden sich die Ansätze deutlich. Die V85 TT ist darauf ausgelegt, Unebenheiten souverän zu schlucken und dabei die Kontrolle zu behalten. Das kommt besonders dann zur Geltung, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn die Route bewusst abwechslungsreich geplant wird. Das Handling wirkt dadurch eher „ruhig“ und berechenbar.
Die Nightster fühlt sich im Vergleich oft agiler an, besonders bei zügigem Stadt- und Landstraßen-Tempo. Sie vermittelt ein direktes Feedback und lädt dazu ein, Kurven dynamisch anzufahren. Allerdings kann das je nach Fahrstil und Untergrund dazu führen, dass man bei schlechter Fahrbahn stärker auf die eigene Linie achten muss, um den Komfort konstant hoch zu halten.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Alltag
Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie im Alltag verlässlich funktionieren. Entscheidend ist, wie gut sich das Bremssystem dosieren lässt und wie stabil es sich bei wiederholtem Verzögern anfühlt. In der Praxis zeigt sich häufig: Die V85 TT wirkt besonders dann souverän, wenn man vorausschauend fährt und auch mal längere Strecken mit wechselnden Bedingungen plant. Die Nightster spielt ihre Stärken, wenn man sportlicher unterwegs ist und das Motorrad schnell auf Tempoänderungen reagieren soll.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Tour
Die Moto Guzzi V85 TT ist im Vergleich die Maschine, die man eher als „Allround-Reisegerät“ wahrnimmt. Sie eignet sich gut für Pendelstrecken, aber auch für Wochenendtouren, bei denen man nicht nur die Autobahn im Blick hat. Dazu passt, dass die V85 TT oft als Motorrad gewählt wird, das man auch mit Gepäck oder für längere Etappen gerne nutzt.
Die Harley-Davidson Nightster punktet vor allem dort, wo man häufig startet, beschleunigt, bremst und wieder losfährt. In der Stadt wirkt sie oft unkompliziert und macht Spaß, weil sie sich schnell anfühlt. Für längere Touren kann sie ebenfalls funktionieren, aber die Prioritäten liegen eher auf dem Fahrgefühl und dem Charakter als auf maximaler „Reisebequemlichkeit“.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Moto Guzzi V85 TT – Stärken
- Tour-orientierter Charakter: Die V85 TT wirkt wie gemacht für längere Fahrten und abwechslungsreiche Strecken.
- Komfort und Kontrolle: Das Fahrwerk und die Sitzposition unterstützen ein entspanntes, sicheres Gefühl.
- Vielseitigkeit: Sie passt sowohl in den Alltag als auch in den „ich will mehr sehen“-Modus.
Moto Guzzi V85 TT – Schwächen
- Weniger „Urban-Quickness“: Wer ausschließlich sehr dynamisch in der Stadt unterwegs ist, empfindet die V85 TT manchmal als weniger „spritzig“ als die Nightster.
- Charakter-Fit: Wer vor allem auf den Harley-Vibe und das direkte Ansprechverhalten steht, könnte sich mit der V85 TT weniger emotional abgeholt fühlen.
Harley-Davidson Nightster – Stärken
- Direktes Fahrgefühl: Die Nightster macht schnell Lust auf zügiges Fahren und kurzes, intensives Riding.
- Starker Markencharakter: Der V-Twin-Drive und die Optik sorgen für ein klares Erlebnis.
- Agilität im Alltag: Besonders auf Stadt- und Landstraßenabschnitten wirkt sie oft handlich und lebendig.
Harley-Davidson Nightster – Schwächen
- Komfort bei langen Etappen: Je nach Körpergröße und Fahrstil kann die Nightster auf Dauer weniger entspannend wirken als die V85 TT.
- Anspruch an die Route: Bei schlechter Fahrbahn oder unruhigen Abschnitten muss man die Linie stärker im Blick behalten.
Welche Entscheidung ist sinnvoll?
Wenn die Entscheidung zwischen Moto Guzzi V85 TT und Harley-Davidson Nightster ansteht, lohnt es sich, die eigene Nutzung ehrlich einzuordnen. Geht es vor allem um Touren, bei denen man auch mal die Route erweitert und dabei Komfort sowie Kontrolle sucht? Dann ist die V85 TT häufig die stimmigere Wahl. Soll das Motorrad dagegen vor allem im Alltag Spaß machen, schnell reagieren und den typischen Harley-Charakter in den Vordergrund stellen? Dann passt die Nightster meist besser.
Auch die Art, wie man fährt, spielt eine große Rolle: Die V85 TT belohnt einen gleichmäßigen, vorausschauenden Stil. Die Nightster belohnt einen dynamischeren Umgang mit Gas und Tempo, bei dem das Motorrad spürbar „mitarbeitet“.
Fazit:
Die Moto Guzzi V85 TT ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad für längere Touren suchen, bei denen Komfort, Kontrolle und Vielseitigkeit im Vordergrund stehen. Sie wirkt wie ein verlässlicher Begleiter für abwechslungsreiche Strecken und für Tage, an denen man nicht nur „von A nach B“ will. Wer dagegen vor allem in der Stadt unterwegs ist, kurze bis mittlere Strecken liebt und ein direktes, emotionales Fahrgefühl sucht, findet in der Harley-Davidson Nightster meist die passendere Option. Sie ist ideal für Fahrer, die den Harley-Charakter spüren möchten und ein Motorrad bevorzugen, das sich schnell und lebendig anfühlt. Kurz gesagt: V85 TT für Touren und Gelassenheit, Nightster für Urban-Feeling und Dynamik.