| UVP | 13.499 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Verarbeitung
- Offroad-Eigenschaften
- Komfort
- Bremsen
- Motorleistung
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 230 | kg |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.300 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 90°-V2-Zylinder-Viertakt | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 80 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 83 NM bei 5.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 460 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr-Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Hydraulische Ø 41 mm USD-Teleskopgabel; Federvorspannung und Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | seitliches Zentralfederbein, Federvorspannung und Zugstuge einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge mit integriertem Kardan | |
| Reifen vorne | 110/80 - 19 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 17 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Radial-Monobloc-Bremssätteln mit 4 Kolben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Moto Guzzi V85 TT vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich & Kaufberatung
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Moto Guzzi V85 TT und die MV Agusta Superveloce 800, wird die Entscheidung selten nur eine Frage von Datenblättern. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie fühlt sich die Fahrt an, wie gut passen die Charaktere zum Alltag, und wo zeigen die jeweiligen Stärken ihre Wirkung – auf Landstraße, in der Stadt und auf längeren Touren?
Die V85 TT steht für einen entspannten, alltagstauglichen Adventure-Ansatz: aufrecht, robust gedacht und mit einem Motor, der eher „mitnimmt“ als „anschiebt“. Die Superveloce 800 dagegen ist die sportlichere Antwort aus dem Hause MV Agusta: kompakter, zielgerichteter und mit dem Anspruch, Kurven nicht nur zu durchfahren, sondern regelrecht zu „spielen“.
Grundidee und Fahrcharakter im Vergleich
V85 TT: Adventure-Ruhe mit Guzzi-typischem Drehmomentgefühl
Die Moto Guzzi V85 TT wirkt wie ein Motorrad, das für verschiedene Situationen gemacht ist: Pendeln, Wochenendtour, Landstraße und auch mal ein unbefestigter Weg. Der Motorcharakter ist dabei weniger auf hektische Beschleunigung getrimmt, sondern auf gleichmäßiges Vorankommen. Das macht die Maschine besonders angenehm, wenn die Strecke nicht perfekt geplant ist oder wenn es im Alltag mal „stop-and-go“ wird.
Superveloce 800: Sportliche Spannung und präzises Ansprechverhalten
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen stärker auf Dynamik ausgelegt. Das Fahrgefühl ist direkter: Gasannahme, Lenkimpulse und das Tempo in Kurven wirken wie aus einem Guss. Wer gern zügig unterwegs ist und die Maschine als Werkzeug für sportliche Fahrten sieht, bekommt hier einen klaren Fokus.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beide Motorräder liefern Fahrspaß, aber auf unterschiedliche Art. Die V85 TT spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn man nicht ständig am Limit fahren muss. Der Motor wirkt „brauchbar“ in vielen Drehzahlbereichen: Man kann entspannt beschleunigen, ohne dass gleich das Gefühl entsteht, ständig nachregeln zu müssen. Das ist besonders hilfreich auf Touren, bei denen man nicht nur die schnellsten Strecken sucht, sondern auch die Landschaft genießen will.
Die Superveloce 800 setzt mehr auf das sportliche Erlebnis: Wenn das Tempo steigt, wird das Motorrad lebendiger. Das Ansprechverhalten wirkt zielgerichtet, und die Maschine lädt dazu ein, die Gänge sauber zu nutzen und die Linie in Kurven konsequent zu fahren. Wer häufig zügig unterwegs ist, wird die sportliche Abstimmung besonders schnell zu schätzen wissen.
Ergonomie und Sitzposition: Komfort vs. sportliche Haltung
V85 TT: aufrecht, entspannt, tourentauglich
Die V85 TT bietet eine Sitzposition, die eher auf Kontrolle und Komfort ausgelegt ist. Das hilft auf längeren Strecken, weil der Körper weniger „gegen“ die Maschine arbeitet. Auch im Stadtverkehr wirkt die Haltung weniger anstrengend, gerade wenn man häufiger bremsen, anfahren und rangieren muss.
Superveloce 800: kompakt und kurvenorientiert
Die Superveloce 800 ist spürbar sportlicher aufgebaut. Die Sitzposition ist näher am „Fahren“ als am „Reisen“, was in schnellen Passagen Vorteile bringt. Gleichzeitig kann das auf sehr langen Strecken oder bei häufigem Stop-and-go stärker ins Gewicht fallen – je nach Körpergröße und persönlicher Vorliebe.
Fahrwerk und Handling: Stabilität, Rückmeldung und Kurvengefühl
Beim Fahrwerk trennt sich die Spreu schnell. Die V85 TT ist auf ein souveränes, gutmütiges Fahrverhalten ausgelegt. Sie vermittelt ein Gefühl von Ruhe und lässt sich auch dann kontrollieren, wenn die Straße nicht perfekt ist. Das macht sie attraktiv, wenn die Touren nicht nur aus glattem Asphalt bestehen.
Die Superveloce 800 ist dagegen deutlich „sportlicher“ im Handling. Die Rückmeldung aus dem Fahrwerk wirkt direkter, das Einlenken präziser. In Kurven fühlt sich das Motorrad wie ein System an, das die Linie unterstützt – ideal für Fahrer, die gern zügig fahren und die Maschine aktiv bewegen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Praxis
Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass man ihnen im Alltag vertrauen kann. Die V85 TT punktet dabei mit einem gut dosierbaren Gefühl: Bremsen lässt sich kontrolliert, ohne dass man ständig „gegen“ die Maschine arbeiten muss. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht immer im sportlichen Modus unterwegs ist.
Die Superveloce 800 wirkt im Vergleich stärker auf sportliche Situationen ausgelegt. Wer häufig zügig unterwegs ist, profitiert von der klaren Bremsreaktion und dem sportlichen Gesamtpaket. Wichtig ist: Die Bremsleistung ist nur ein Teil des Bildes – entscheidend ist, wie gut sich die Maschine dabei stabil hält und wie berechenbar sie beim Verzögern bleibt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Verkehr und Touren
Im Alltag zählt nicht nur, wie schnell ein Motorrad ist, sondern wie unkompliziert es sich bewegt. Die V85 TT ist hier im Vorteil, wenn der Fokus auf Alltag, entspannter Tour und „einfach losfahren“ liegt. Das Motorrad wirkt weniger wie ein reines Spaßgerät und mehr wie ein verlässlicher Begleiter.
Die Superveloce 800 kann im Alltag ebenfalls Spaß machen, aber sie verlangt eher nach einer bewussteren Fahrweise. Wer gern sportlich fährt und die Maschine auch im Alltag als „Highlight“ sieht, wird sich schnell wohlfühlen. Wer dagegen vor allem kurze Strecken, häufiges Rangieren und entspannte Fahrten priorisiert, könnte die V85 TT als angenehmer empfinden.
Stärken und Schwächen: Direkt gegenübergestellt
Stärken der Moto Guzzi V85 TT
- Touren- und Alltagskomfort durch eine eher entspannte Sitzposition und gutmütiges Fahrverhalten.
- Adventure-Charakter: geeignet für unterschiedliche Streckenarten und nicht nur für perfekte Straßen.
- Motorgefühl mit gleichmäßigem Vorankommen statt dauerndem „Drehzahl-Management“.
Schwächen der Moto Guzzi V85 TT
- Wer maximale Sportlichkeit sucht, wird die Superveloce als direkter und „spitzer“ empfinden.
- Das Setup ist eher auf souveränes Fahren ausgelegt als auf kompromisslose Rennstrecken-Performance.
Stärken der MV Agusta Superveloce 800
- Sportliches Handling mit präzisem Einlenken und direkter Rückmeldung.
- Kurvenfokus: macht zügige Passagen besonders spaßig.
- Fahrgefühl mit klarer Dynamik und sportlicher Gesamtanmutung.
Schwächen der MV Agusta Superveloce 800
- Je nach Fahrprofil kann die sportlichere Sitzposition auf sehr langen Strecken weniger komfortabel wirken.
- Für „entspanntes Cruisen“ kann der Charakter stärker nach sportlicher Nutzung verlangen.
Welche Maschine passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung wird leichter, wenn man den eigenen Fahrstil ehrlich einordnet. Die Moto Guzzi V85 TT ist besonders passend, wenn Touren abwechslungsreich sind, wenn Komfort im Vordergrund steht und wenn das Motorrad auch mal abseits des perfekten Asphalts Spaß machen soll. Sie ist ein starkes Argument für alle, die ein Motorrad suchen, das zuverlässig funktioniert und dabei nicht nur auf Tempo reduziert ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist die bessere Wahl, wenn Kurven, Dynamik und ein direktes Fahrgefühl wichtiger sind als maximale Entspannung. Wer gern zügig fährt, die Maschine aktiv bewegt und sportliche Rückmeldung liebt, bekommt hier ein Motorrad, das genau dafür gemacht wirkt.
Fazit:
Die Moto Guzzi V85 TT ist für Menschen die bessere Wahl, die ein vielseitiges Motorrad für Alltag und Touren suchen – mit entspannter Sitzposition, souveränem Fahrverhalten und einem Motorcharakter, der gleichmäßig Spaß macht. Sie punktet besonders, wenn Strecken nicht immer perfekt sind und wenn Komfort auf längeren Fahrten zählt. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen richtet sich an Fahrer, die sportliche Dynamik wollen: präzises Handling, direktes Feedback und ein kurvenorientiertes Gesamtgefühl. Wer häufig zügig unterwegs ist und das Motorrad als aktives Fahrwerkzeug versteht, wird die Superveloce schneller als „genau richtig“ empfinden. Kurz gesagt: V85 TT für entspanntes, vielseitiges Reisen; Superveloce 800 für sportliche Fahrten mit klarer Dynamik.