| UVP | 6.999 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 13.000 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- eigenständiges Design
- komfortabler Tourer
- auffällig stabile Straßenlage
- Preis / Leistung
- Windschild macht Geräusche
- knapp bemessene Leistung
- Getriebe etwas hakelig
- erhabene Sitzposition
- gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
- reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
- gelungene Optik
- Windschild könnte etwas größer ausfallen
- Preis schnellt durch Extras in die Höhe
- nicht ganz so wendig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 213 | kg |
| Radstand | 1.470 | mm |
| Länge | 2.200 | mm |
| Radstand | 1.470 | mm |
| Sitzhöhe: | 820-845 | mm |
| Höhe | 1.390 | mm |
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Länge | 2.305 | mm |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Sitzhöhe: | 860-880 | mm |
| Höhe | 1.356 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | wassergekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 60 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 54 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Leistung | 95 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 92 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlbrückenrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down Marzocchi 50 mm, Federweg 175 mm, einstellbar in Federvorspannung, Dämpfungseinstellung in Zug- und Druckstufe (Federweg 175)mm | |
| Federung hinten | Kayaba Monofederbein, Federweg 165 mm, einstellbar für Federvorspannung, Dämpfungseinstellung in Zugstufe (Federweg 165)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80-19 | |
| Reifen hinten | 150/70-17 | |
| Rahmenbauart | Stahlbrückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Upside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 219)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe 298 mm, Brembo Schwimmsättel, 2 Kolben ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 255 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Moto Morini X-Cape 650 ist ein gutes Adventure-Bike für kleines Geld. Es gibt noch Verbesserungs- und Update-Potenzial, aber so richtig schlimme Dinge sind uns nicht aufgefallen. Die Maschine fährt sich klasse und besticht mit einer sehr gut austarierten Straßenlage und einer bequemen Sitzposition. Einzig die etwas beschränkte Leistung trübt den Eindruck ein wenig - aber natürlich nur dann, wenn man diese überhaupt von einem Adventure-Bike fordert.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Stephan aus Lübeck zur Verfügung gestellt. Stephan ist ein "alter Hase" was Motorräder angeht und weiß die X-Cape als Tourer zu schätzen - genau wie seine Frau, die sich nach eigenen Angaben als Sozia hier besonders wohl fühlt...
Fazit - was bleibt hängen
An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".
Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.
Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.
MotorradTest.de auf YouTube
Moto Morini X-Cape 650 vs BMW F 850 GS: Vergleich für Touren, Alltag und Abenteuer
Wer ein Adventure-Bike sucht, das sowohl auf der Landstraße als auch auf längeren Touren überzeugt, landet schnell in der Gegenüberstellung Moto Morini X-Cape 650 und BMW F 850 GS. Beide Modelle stehen für den typischen GS- bzw. Adventure-Anspruch: aufrecht sitzen, viel Übersicht haben und sich auch auf wechselndem Untergrund wohlfühlen. Trotzdem unterscheiden sich die beiden Motorräder spürbar in der Art, wie sie Leistung, Komfort und Technik in den Alltag bringen.
Grundidee: Charakter und Zielgruppe im Vergleich
Die Moto Morini X-Cape 650 wirkt wie ein pragmatischer Allrounder mit klarer Adventure-Ausrichtung. Sie zielt darauf ab, Fahrspaß und Alltagstauglichkeit zu verbinden, ohne dabei unnötig kompliziert zu werden. Die BMW F 850 GS verfolgt dagegen den klassischen Premium-Ansatz: ein sehr ausgereiftes Gesamtpaket, das auf Tourenkomfort, Elektronik und ein breites Spektrum an Fahrmodi setzt.
Wie sich die Motoren im Alltag anfühlen
Im Vergleich zeigt sich: Die X-Cape 650 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo gleichmäßiges Tempo, saubere Gasannahme und ein unkompliziertes Handling gefragt sind. Der Motor wirkt auf viele Situationen passend abgestimmt – vom entspannten Cruisen bis zum zügigen Überholen. Die F 850 GS ist dagegen häufig das Motorrad, das sich besonders souverän anfühlt, wenn es um dynamische Beschleunigung und ein sehr kontrollierbares Leistungsband geht. Gerade bei wechselnden Bedingungen (Stadtverkehr, Landstraße, kurvige Strecken) wirkt die BMW oft wie ein „sicherer“ Begleiter, der die Leistung fein dosierbar macht.
Fahrwerk und Fahrdynamik: Stabilität vs. Agilität
Beide Motorräder sind für lange Strecken gemacht, aber die Art, wie sie Stabilität und Agilität liefern, unterscheidet sich. Die BMW F 850 GS punktet typischerweise mit einem sehr runden Fahrgefühl: Das Motorrad bleibt auch bei zügiger Fahrt ruhig, vermittelt Vertrauen und lässt sich präzise in die Linie bringen. Die Moto Morini X-Cape 650 kann im Gegenzug besonders dann überzeugen, wenn ein etwas direkteres, lebendigeres Gefühl gewünscht ist. Auf kurvigen Strecken und bei häufigem Richtungswechsel wirkt sie oft handlicher, während die BMW eher auf „ruhige Kontrolle“ setzt.
Komfort auf langen Touren
Komfort ist bei beiden Modellen ein wichtiges Thema. Im Vergleich zeigt sich jedoch: Die F 850 GS ist häufig die Wahl, wenn möglichst viel „Touren-Entspannung“ im Vordergrund steht – das Gesamtpaket aus Sitzposition, Windschutz und Fahrwerksgefühl wirkt sehr auf Langstrecke ausgelegt. Die X-Cape 650 bietet ebenfalls gute Voraussetzungen für lange Fahrten, kann aber je nach Fahrstil und Beladung etwas stärker spürbar werden. Wer häufig solo unterwegs ist und Wert auf ein unkompliziertes Handling legt, findet hier oft den passenden Mix.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?
Die Sitzposition ist bei Adventure-Bikes entscheidend, weil sie über Stunden den Unterschied macht. Die BMW F 850 GS bietet im Vergleich eine sehr ausgewogene Ergonomie: aufrecht genug für Übersicht, aber so, dass man auch auf längeren Etappen nicht „verkrampft“. Die Moto Morini X-Cape 650 wirkt ebenfalls alltagstauglich, kann aber je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit etwas anders wirken – etwa in der Frage, wie stark man sich nach vorne oder eher in eine entspannte Haltung „einpendelt“.
Handling im Stadtverkehr
Im Stadtverkehr zeigt sich ein weiterer Unterschied: Die X-Cape 650 spielt ihre Stärken oft bei niedrigen Geschwindigkeiten aus, weil sie sich gefühlt leichter bewegen lässt und das Handling intuitiv bleibt. Die F 850 GS ist ebenfalls gut manövrierbar, wirkt aber in engen Situationen häufig wie ein „großes“ Premium-Bike, das man mit etwas mehr Ruhe und Technik bewegt. Dafür punktet die BMW im fließenden Verkehr mit Stabilität und einem sehr kontrollierten Fahrgefühl.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung
Bei der Elektronik ist die BMW F 850 GS im Vergleich meist klar im Vorteil, wenn es um die Breite an Assistenzfunktionen und die fein abgestimmte Bedienlogik geht. Das Motorrad lässt sich dadurch sehr komfortabel an unterschiedliche Situationen anpassen – von entspanntem Fahren bis zu sportlicherem Tempo. Die Moto Morini X-Cape 650 bietet ebenfalls moderne Technik, wirkt aber eher als „funktional genug“-Ansatz: sinnvoll, nicht überladen, und auf das Wesentliche konzentriert.
Fahrmodi und Traktion
Gerade auf wechselndem Untergrund zeigt sich, wie wichtig die Abstimmung von Traktions- und Fahrmodi ist. Die F 850 GS liefert hier häufig das Gefühl, dass das System sehr gut „mitdenkt“ und das Motorrad in kritischen Momenten stabilisiert. Die X-Cape 650 kann ebenfalls sicher wirken, setzt aber stärker auf die Grundabstimmung und das Fahrgefühl, statt auf maximalen Elektronik-Overkill.
Alltagstauglichkeit: Wartung, Teile und Gesamtkosten
Für viele Käufer ist nicht nur der Kaufpreis entscheidend, sondern auch, wie sich das Motorrad über Jahre betreiben lässt. Im Vergleich spielt die BMW F 850 GS häufig ihre Vorteile über ein sehr breites Händler- und Service-Netz sowie eine starke Verfügbarkeit von Zubehör und Ersatzteilen aus. Die Moto Morini X-Cape 650 kann dagegen besonders interessant sein, wenn ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus steht und man bereit ist, sich etwas genauer mit dem eigenen Händlernetz und der Teileverfügbarkeit auseinanderzusetzen.
Wertstabilität und Gebrauchtkauf
Bei der Wertstabilität ist die BMW im Marktvergleich oft im Vorteil, weil das Modell eine hohe Nachfrage und eine starke Markenpräsenz hat. Die X-Cape 650 kann dennoch attraktiv sein, vor allem wenn man bewusst nach einem Motorrad sucht, das nicht „jeder“ fährt, und wenn das Gesamtpaket aus Ausstattung und Fahrgefühl überzeugt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Moto Morini X-Cape 650 – Stärken
- Pragmatischer Adventure-Ansatz: unkompliziert, alltagstauglich und auf Fahrspaß ausgelegt.
- Agiles Handling: wirkt besonders bei häufigen Richtungswechseln und im Stadtverkehr lebendig.
- Gutes Gesamtgefühl für Touren, wenn man nicht zwingend maximale Elektronik-Komplexität sucht.
Moto Morini X-Cape 650 – Schwächen
- Elektronik-Fokus weniger breit als bei der BMW – wer maximale Assistenz erwartet, könnte weniger finden.
- Abstimmung kann je nach Beladung/Fahrstil etwas stärker spürbar werden als bei der Premium-BMW.
BMW F 850 GS – Stärken
- Premium-Gesamtpaket: sehr rundes Fahrgefühl und hohe Ausgereiftheit im Alltag.
- Elektronik und Assistenz als echtes Komfort- und Sicherheitsplus.
- Tourenkomfort: wirkt oft wie die „entspannte“ Wahl für lange Strecken.
BMW F 850 GS – Schwächen
- Höhere Erwartung an Budget: Kauf und Betrieb können im Vergleich teurer ausfallen.
- In engen Situationen kann sie sich im Vergleich etwas „schwerer“ anfühlen als die agilere Alternative.
Welches Motorrad passt besser?
Wenn im Vordergrund steht, ein Adventure-Bike mit direktem Fahrgefühl zu fahren, das im Alltag leicht zu bewegen ist und auf Touren nicht überkompliziert wirkt, ist die Moto Morini X-Cape 650 eine sehr stimmige Wahl. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die gerne selbst „mit dem Motorrad arbeiten“, Wert auf Agilität legen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.
Die BMW F 850 GS ist dagegen die bessere Option, wenn maximale Ausgereiftheit, ein sehr breites Elektronikpaket und ein besonders komfortables Touren-Erlebnis gefragt sind. Wer häufig längere Strecken fährt, unterschiedliche Bedingungen erwartet und das Motorrad als zuverlässiges Gesamtpaket nutzen möchte, findet in der BMW oft die passendere Lösung.
Fazit:
Die Moto Morini X-Cape 650 überzeugt im Vergleich vor allem durch ihr unkompliziertes, lebendiges Handling und einen pragmatischen Adventure-Charakter. Sie ist besonders attraktiv für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das im Alltag leicht wirkt, auf kurvigen Strecken Spaß macht und auf Touren angenehm bleibt – ohne dass man ständig nach „mehr Technik“ verlangt. Die BMW F 850 GS spielt ihre Stärken dagegen als Premium-Tourer aus: sehr rundes Fahrgefühl, starke Unterstützung durch Elektronik und ein insgesamt souveränes Gesamtpaket, das auf langen Strecken besonders angenehm ist. Wer Wert auf maximale Ausgereiftheit, Komfort und moderne Assistenz legt, wird mit der BMW glücklicher. Wer dagegen Agilität, einen klaren Fokus und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis bevorzugt, trifft mit der Moto Morini oft genau die richtige Wahl.