| UVP | 23.000 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 13.239 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Sound direkt aus der Hölle
- Leistung satt
- Optik zum Niederknien
- schöne Details
- Spitzenfahrwerk, spielerisches Fahrverhalten
- Technik 'volle Hütte' mit wirklich allem, was es derzeit so gibt
- Handy-Connectivity mit App und Navi
- Getriebe etwas hakelig
- an manchen Stellen etwas lieblos
- Bremsweg länger als nötig, vermutlich wegen Abhebe-Control
- herrliche Drehorgel für Freunde jenseits der 10.000er
- 600er Jubel-Sound
- sehr guter Quickshifter
- hervorragende Bremsen
- sehr präzises Fahrwerk
- wer Sport will, bekommt Sport
- Hitzeentwicklung bei Stop & Go
- Display etwas klein geraten
- Untenrum passiert - nix.
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 186 | kg |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Länge | 2.080 | mm |
| Radstand | 1.415 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 2.029 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 4-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 998 | ccm |
| Hub | 51 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC | |
| Hubraum | 599 | ccm |
| Hub | 42 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 208 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 11.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 300 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 7 | l pro 100km |
| Reichweite | 239 | km |
| Leistung | 121 PS bei 14.250 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 11.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 265 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 327 | km |
Fahrwerk
| Federung vorne | Marzocchi USD (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 M/C (58 W) | |
| Reifen hinten | 200/55 - ZR 17 M/C (78 W) | |
| Rahmenbauart | Diamantrahmen | |
| Federung vorne | Showa BP Upside-Down 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | ProLink-Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo 4-Kolben Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe Brembo Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mann, Mann, Mann, was für ein Motorrad. Die MV Agusta Brutale 1000 RS ist ein herrlich eigenständiges Bike mit Ecken und Kanten. Typisch italienisch steht bei ihr Style und die Fahrerei im Vordergrund. Da sieht man über die eine oder andere Eigenart hinweg und freut sich, dass man kein Einheitsbrei fährt, sondern italienische Motorradbaukunst vom Allerfeinsten. Kunstvoll ist vor allem die Optik, an der wir uns einfach nicht sattsehen konnten.Schade, dass wir die Leihmaschine nach einem halben Tag Heizerei auf den Landstraßen von Schleswig-Holstein und einer kurzen Autobahn-Etappe wieder bei Bergmann & Söhne in Hamburg am Nedderfeld abgeben mussten. Trotzdem sind wir dankbar für diese Erfahrung und können allen potentiell kaufwilligen nur zu einem Besuch bei B&S raten. Selbst wenn man nicht fahren will, lohnt sich ein Blick in den 1. Stock: Hier stehen sie, die Schätzchen aus Varese. Auch eine RR und die noch schönere Superveloce in mehreren Farben. Ich glaube, ich fahre da morgen nochmal hin...
Fazit
Die Honda CBR600RR 2024 ist kein Motorrad, das sich jedem sofort erschließt. Und genau das ist ihre Stärke. Sie folgt nicht dem Trend zu immer mehr Hubraum, immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr universeller Gefälligkeit. Stattdessen bleibt sie eine echte Supersportlerin mit einem hochdrehenden Reihenvierzylinder, präzisem Chassis, starker Bremse und nun endlich moderner Elektronik auf aktuellem Niveau. Sie verlangt Einsatz, belohnt dafür aber mit einem sehr direkten, klaren und ehrlichen Fahrerlebnis. Wer ein Motorrad sucht, das auf kurvigen Straßen und besonders auf der Rennstrecke glänzt, findet in ihr ein faszinierendes Angebot. Wer dagegen vor allem Drehmoment von unten, Tourenkomfort oder Alltagsneutralität will, wird mit anderen Konzepten glücklicher.
Unterm Strich ist die CBR600RR 2024 ein gelungenes Comeback einer fast ausgestorbenen Motorradgattung. Honda hat das Modell nicht nur zurückgebracht, sondern sinnvoll modernisiert, ohne seinen Kern zu verwässern. Genau deshalb dürfte dieses Motorrad nicht die breite Masse ansprechen, aber jene Fahrer umso stärker begeistern, die den klassischen 600er-Supersport-Geist vermisst haben. Als emotionales, fahraktives und technisch sauberes Sportmotorrad ist die neue CBR600RR ein starkes Statement. Sie ist vielleicht nicht das vernünftigste Motorrad ihrer Klasse – aber sehr wahrscheinlich eines der charakterstärksten.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!MotorradTest.de auf YouTube
MV Agusta Brutale 1000 RS vs Honda CBR 600 RR: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die MV Agusta Brutale 1000 RS und die Honda CBR 600 RR, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein kraftvolles, agiles Naked-Bike mit Fokus auf Dynamik und Charakter auf eine sportliche Supersport-Maschine, die für kompromissloses Tempo und präzises Handling gebaut ist. Beide Modelle machen Spaß – aber auf sehr verschiedene Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken zeigen sich im Alltag, welche Schwächen können je nach Erwartung stören, und welches Bike passt besser zu welchem Fahrprofil?
Grundidee der beiden Motorräder: Charakter vs. kompromisslose Sportlichkeit
MV Agusta Brutale 1000 RS: Naked-Bike mit viel Punch
Die MV Agusta Brutale 1000 RS steht für ein Motorrad, das sich nicht verstecken muss. Der Fokus liegt auf spürbarer Leistung, einem lebendigen Motor und einem Fahrgefühl, das schnell Lust auf zügige Landstraßen macht. Als Naked-Bike wirkt sie offener, direkter und oft auch „präsenter“ im Handling: Man spürt den Kontakt zur Straße stärker, und das Motorrad lädt dazu ein, Kurven früh anzubrechen und den Schwung mitzunehmen.
Honda CBR 600 RR: Supersport mit Rennstrecken-DNA
Die Honda CBR 600 RR ist dagegen klar im Supersport-Universum verankert. Das Motorrad ist darauf ausgelegt, sehr dynamisch zu beschleunigen, präzise zu lenken und dabei ein sportliches Setup zu liefern, das besonders auf der Rennstrecke oder bei sportlicher Fahrweise glänzt. Die CBR fühlt sich häufig „zielgerichteter“ an: Einmal in Schräglage, bleibt das Gefühl stabil und kontrolliert, während die Maschine beim Herausbeschleunigen ihre Stärken ausspielt.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Vergleich der Leistungswirkung: Drehmoment vs. Drehfreude
Im direkten Vergleich zeigt sich ein typischer Unterschied: Die MV Agusta Brutale 1000 RS wirkt oft wie ein Motorrad, das Leistung nicht nur „oben“, sondern auch in der nutzbaren Fahrpraxis stark macht. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig aus moderaten Geschwindigkeiten beschleunigt wird oder wenn Zwischengänge genutzt werden, um zügig aus Kurven herauszukommen.
Die Honda CBR 600 RR spielt ihre Stärken häufig dann aus, wenn das Motorrad konsequent sportlich bewegt wird. Die Maschine belohnt ein höheres Drehzahlniveau und eine Fahrweise, die die Leistung im richtigen Moment abrufen lässt. Das kann auf der Landstraße sehr aufregend sein – allerdings ist es auch eine Frage des persönlichen Stils, wie „rund“ sich das im Alltag anfühlt.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- Stärke Brutale 1000 RS: spürbare Durchzugskraft und ein Charakter, der auch ohne permanentes Hochdrehen Spaß macht.
- Schwäche Brutale 1000 RS: je nach Erwartung kann die sportliche Gangart mehr „Fahrgefühl“ als „Rennstrecken-Setup“ liefern – wer maximales Supersport-Feeling sucht, muss das mögen.
- Stärke CBR 600 RR: sehr sportliche Ansprechcharakteristik und ein Handling, das auf zügige Linienführung ausgelegt ist.
- Schwäche CBR 600 RR: wer eher entspannt fährt, nutzt das Potenzial oft nicht vollständig und empfindet die Fahrweise dann schneller „zu aktiv“.
Fahrwerk und Handling: Agilität, Stabilität und Kurvengefühl
Lenkpräzision und Einlenkverhalten
Die Honda CBR 600 RR wirkt im Vergleich häufig wie ein Motorrad, das beim Einlenken sehr klar reagiert. Das macht sie besonders interessant, wenn Kurven „präzise“ angefahren werden und wenn die Linie auf der Rennstrecke oder bei sportlicher Fahrt möglichst sauber gehalten werden soll.
Die MV Agusta Brutale 1000 RS kann ebenfalls sehr agil sein, zeigt aber oft mehr „Fahrspaß-Charakter“: Das Motorrad lädt dazu ein, die Kurve dynamisch zu gestalten, den Schwung zu nutzen und das Tempo über das Fahrgefühl zu steuern. Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein Werkzeug für schnelle Landstraßen anfühlt, findet hier häufig eine passende Antwort.
Stabilität bei Tempo und Bremszonen
Beide Motorräder sind sportlich ausgelegt, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die CBR ist tendenziell stärker auf kontrollierte Belastung in Bremszonen und auf wiederholbare Fahrmanöver ausgelegt. Die Brutale kann im Vergleich ebenfalls sehr souverän wirken, setzt aber stärker auf den „Flow“ zwischen den Kurven und auf ein lebendiges Gesamtgefühl.
Bremsen und Fahrassistenz: Vertrauen beim Verzögern
Bremsgefühl im Vergleich
Beim Bremsen zeigt sich oft ein Unterschied zwischen Supersport und Naked: Die Honda CBR 600 RR vermittelt häufig ein sehr direktes, sportliches Bremsgefühl, das zu einer dynamischen Fahrweise passt. Das hilft besonders, wenn häufig aus höheren Geschwindigkeiten in kurze Zeit heruntergebremst wird.
Die MV Agusta Brutale 1000 RS kann ebenfalls stark verzögern und vermittelt dabei ein Gefühl von „Kontrolle durch Gefühl“. Je nach Fahrstil kann das sehr angenehm sein, weil die Dosierung oft natürlich wirkt. Wer jedoch sehr häufig maximal sportliche Bremsmanöver trainiert, wird die CBR tendenziell als noch „rennstreckennäher“ empfinden.
Komfort, Alltag und Ergonomie: Wie gut passt das Motorrad zum Alltag?
Position und Windschutz
Als Naked-Bike bietet die MV Agusta Brutale 1000 RS meist mehr Offenheit im Fahrgefühl. Das kann im Alltag angenehm sein, weil das Motorrad weniger „eingesperrt“ wirkt und die Sicht nach vorn oft sehr direkt ist. Gleichzeitig kann bei längeren Autobahnabschnitten oder bei wechselnden Wetterbedingungen der fehlende Windschutz spürbarer sein.
Die Honda CBR 600 RR ist sportlicher positioniert. Das kann auf kurzen Strecken oder bei gezielter sportlicher Nutzung ein Vorteil sein, weil die Maschine dann „wie für den Zweck“ wirkt. Für längere Alltagsfahrten kann die sportliche Sitzposition jedoch schneller anstrengend werden – vor allem, wenn die Fahrten nicht konsequent sportlich geplant sind.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Brutale 1000 RS: häufig angenehmer für spontane Landstraßenfahrten und ein offenes Fahrgefühl; weniger ideal, wenn viel Strecke im Wind oder sehr lange Autobahnfahrten anstehen.
- CBR 600 RR: stark bei sportlichen Touren und auf der Rennstrecke; weniger ideal, wenn der Fokus auf entspannter Alltagsnutzung liegt.
Technik und Ausstattung: Was die Modelle unterschiedlich priorisieren
Elektronik und Fahrmodi
Beide Motorräder setzen auf moderne Technik, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die Honda CBR 600 RR wirkt oft wie ein Paket, das auf sportliche Kontrolle und wiederholbare Performance ausgelegt ist. Die MV Agusta Brutale 1000 RS verbindet sportliche Technik mit einem Charakter, der stärker auf Fahrspaß und Dynamik im Alltag abzielt.
Stärken und Schwächen bei der „Passung“
Die Frage ist weniger, ob Elektronik vorhanden ist, sondern wie sie zum Fahrstil passt. Wer ein Motorrad sucht, das sich schnell auf sportliche Sessions einstellen lässt, findet in der CBR häufig eine sehr direkte Antwort. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das auch außerhalb der Rennstrecke „mehr als nur schnell“ ist, wird die Brutale oft als emotionaler und vielseitiger empfinden.
Für wen lohnt sich welcher Vergleichsgewinner?
Landstraße und spontane Touren
Für viele Fahrerinnen und Fahrer beginnt der Spaß auf der Landstraße. Hier kann die MV Agusta Brutale 1000 RS besonders punkten: Der Motorcharakter und das offene Naked-Konzept machen es leicht, schnell zu reagieren, ohne ständig im „Rennmodus“ zu sein. Die Honda CBR 600 RR ist ebenfalls schnell und präzise, verlangt aber oft eine konsequentere sportliche Fahrweise, um das volle Potenzial zu nutzen.
Rennstrecke und Trackdays
Auf der Rennstrecke zeigt die Honda CBR 600 RR ihre Stärken besonders deutlich. Das sportliche Setup, die präzise Lenkcharakteristik und das kontrollierte Brems- und Beschleunigungsgefühl passen gut zu wiederholbaren Runden. Die MV Agusta Brutale 1000 RS kann ebenfalls Spaß auf dem Track machen, wirkt aber im Vergleich stärker als „dynamisches Spaßgerät“ denn als kompromissloses Rennwerkzeug.
Fahrstil: emotional vs. zielgerichtet
Wer ein Motorrad sucht, das sich emotional anfühlt und zwischen den Kurven „mitdenkt“, findet in der Brutale oft die bessere Passung. Wer dagegen ein Motorrad bevorzugt, das sich sehr zielgerichtet steuern lässt und bei sportlicher Fahrweise maximale Kontrolle vermittelt, wird mit der CBR 600 RR häufiger glücklich.
Fazit:
Die MV Agusta Brutale 1000 RS ist die bessere Wahl für Fahrer, die ein starkes, lebendiges Naked-Bike suchen: viel Durchzug in der Praxis, ein offenes Fahrgefühl und ein Motorrad, das auf Landstraßen besonders leicht zu genießen ist. Ihre Schwäche liegt weniger in der Performance, sondern eher darin, dass sie nicht ganz so „rennstreckengerade“ wirkt wie eine Supersport-Maschine. Die Honda CBR 600 RR ist dagegen die passendere Entscheidung für alle, die sportliche Präzision priorisieren: klares Einlenken, kontrolliertes Bremsen und ein Setup, das Trackdays und ambitionierte Fahrten besonders gut unterstützt. Wer im Alltag eher entspannt unterwegs ist, könnte die CBR schneller als „zu sportlich“ empfinden. Kurz gesagt: Brutale für Charakter und Dynamik im Alltag, CBR für maximale sportliche Zielgenauigkeit und Rennstrecken-Feeling.