UVP 21.200 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 20.299 €
Baujahr von 2013 bis 2025
Die schicke SuperSport-Rakete aus Bella Italia im Test.
Weiter zum Testbericht
Darf es etwas mehr sein?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • markanter Sound
  • drehwilliger Motor
  • technisch in Serie komplett ausgestattet
  • gut funktionierender QuickShifter
  • eigenständiges, italienisches Design
Kontra:
  • kein LED Licht
  • extrem sportliche Sitzposition
Pro:
  • Kraftvoller Motor
  • Stabiles Fahrwerk
  • Bedienung
  • Elektronische Helfer
  • Bremsen
Kontra:
  • Soziustauglichkeit

Abmessungen & Gewicht

Gewicht192kg
Radstand1.380mm
Länge2.030mm
Radstand1.380mm
Sitzhöhe: 830 mm
Gewicht198kg
Radstand1.497mm
Radstand1.497mm
Sitzhöhe: 835 mm

Motor

Motor-Bauart3-Zylinder Reihe, Viertakt
Hubraum798ccm
Hub54mm
Bohrung79mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-Bauart2-Zylinder, 4-Takt, V2 75°
Hubraum1.301ccm
Hub71mm
Bohrung108mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung147 PS bei 13.000 U/Min
Drehmoment88 NM bei 10.100 U/Min
Höchstgeschw.240km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite275km
Leistung180 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment140 NM bei 8.000 U/Min
Höchstgeschw.250km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite287km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrgitter
Federung vorneMarzocchi-Upside-Down-Teleskopgabel mit TiN-Gleitringversiegelung und geringer Reibung; externe Einstellung von Druck-, Zug- und Federvorspannung (Federweg 125)mm
Federung hintenProgressiver Sachs-Einzelstoßdämpfer mit Zug- und Druckstufendämpfung sowie Federvorspannungseinstellung (Federweg 130)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge aus Aluminiumguss
Reifen vorne120/70 - ZR 17
Reifen hinten180/55 - ZR 17
RahmenbauartGitterrohrrahmen, pulverbeschichtet
Federung vorneWP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm
Federung hintenWP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten200/55-17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Stylema Radial-Monoblockbremse mit 4 Kolben ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo mit 2 Kolben ( Ø 220 mm)
Bremsen vorne2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Ich merke gerade beim Schreiben, dass es mir nicht gelingt, das Fahrgefühl des Tests auf Papier zu bringen. Sorry, aber wer erfahren will, wie sich MV anfühlt, muss wohl selbst aufsitzen. Jedenfalls ist die F3 RR in jeder Hinsicht ein extremes Bike und nichts für Jedermann. Wer sich für exklusive SuperSportler interessiert sollte auf jeden Fall mal eine Probefahrt machen und sich seine eigene Meinung bilden.
 
Die Testmaschine haben wir freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg erhalten. Hier steht sie als Vorführer und wer sich traut: PROBEFAHREN!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 21.900 €
  • Verfügbarkeit: ab 11/2021
  • Farben: rot, weiß, weinrot

Fazit - doch kein Biest

Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.

Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.

Ansonsten: Daumen hoch!

Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: 17.099 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): ab 10.000 €
  • Baujahre: seit 2013
  • Verfügbarkeit: sehr gut
  • Farben: schwarz, weiß

MotorradTest.de auf YouTube

MV Agusta F3 800 RR vs KTM 1290 Super Duke R: Vergleich für Kurven, Alltag und Charakter

Wer zwischen MV Agusta F3 800 RR und KTM 1290 Super Duke R schwankt, entscheidet nicht nur über zwei Modelle, sondern über zwei sehr unterschiedliche Philosophien. Die MV Agusta F3 800 RR steht für sportliche Leichtigkeit, präzise Dynamik und einen Motor, der sich wie ein Werkzeug anfühlt: zielgenau, drehfreudig und mit klarer Linie. Die KTM 1290 Super Duke R dagegen ist die Ansage für alle, die maximale Durchzugskraft, souveräne Reserven und ein deutlich aggressiveres Auftreten suchen. Beide Motorräder machen Spaß – aber auf unterschiedliche Weise.

Grundidee im Vergleich: sportlich fokussiert vs. brutal souverän

MV Agusta F3 800 RR: sportliche Kompaktheit

Die F3 800 RR wirkt wie ein Motorrad, das für die aktive Fahrweise gebaut wurde. Die Sitzposition und die Abstimmung zielen darauf, dass sich das Bike schnell in die Linie bringen lässt. Gerade in kurvigen Abschnitten zeigt sich, dass die Fahrdynamik und das Handling im Vordergrund stehen. Das Motorrad fühlt sich dabei nicht wie ein Kompromiss an, sondern wie ein klarer Entwurf.

KTM 1290 Super Duke R: große Leistung, große Wirkung

Die Super Duke R ist dagegen ein Naked Bike mit Anspruch auf Dominanz. Der Motor liefert spürbar mehr „Wucht“ und zieht auch dort noch nach, wo andere Motoren bereits in der Komfortzone landen. Das macht das Motorrad besonders stark, wenn zügiges Fahren, Überholen und dynamisches Beschleunigen im Vordergrund stehen. Gleichzeitig bleibt die KTM nicht nur auf Tempo getrimmt: Die Abstimmung sorgt dafür, dass sie auch bei wechselnden Bedingungen kontrollierbar bleibt.

Motor und Kraftentfaltung: wie sich Leistung anfühlt

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die MV Agusta F3 800 RR setzt auf sportliche Drehfreude und eine Charakteristik, die das Ausdrehen belohnt. Wer gern mit dem Gas arbeitet und den Motor in seinem „Sweet Spot“ hält, bekommt ein sehr direktes Feedback. Die KTM 1290 Super Duke R spielt dagegen die Karte Durchzug und Reserven. Der Motor wirkt weniger wie ein „Drehzahl-Instrument“ und mehr wie ein Kraftpaket, das aus niedrigen bis mittleren Bereichen zügig nach vorn zieht.

Stärken und Schwächen lassen sich hier gut gegenüberstellen: Die MV Agusta punktet mit einem fein abgestimmten Ansprechverhalten und einem sportlichen Gefühl beim Beschleunigen. Die KTM punktet mit der schieren Leistungsreserve und dem souveränen Vorwärtsdrang. Als Schwäche kann man bei der KTM eher den Umstand sehen, dass die Kraft sehr präsent ist und damit eine aktive Dosierung verlangt – wer es gemütlich mag, muss das Tempo und die Gasstellung bewusst managen. Bei der MV Agusta ist die Grenze weniger „Kraft“, sondern eher „Fahrstil“: Wer nicht gern dreht oder selten sportlich fährt, bekommt den Charakter weniger effizient ausgespielt.

Fahrwerk und Fahrdynamik: Kurvenrhythmus vs. Stabilität

Beide Motorräder sind auf Fahrspaß ausgelegt, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die MV Agusta F3 800 RR wirkt in der Kurve agil und vermittelt das Gefühl, dass die Linie schnell gefunden ist. Das Fahrwerk unterstützt eine aktive Fahrweise, bei der das Motorrad auf Eingaben reagiert und den Kurvenrhythmus mitträgt.

Die KTM 1290 Super Duke R liefert dagegen eine andere Art von Sicherheit: Sie wirkt in schnellen Passagen und bei zügigem Tempo besonders stabil. Das Motorrad bleibt auch dann ruhig, wenn die Fahrbahn nicht perfekt ist oder wenn die Fahrweise dynamischer wird. Die Stärke liegt hier in der Kombination aus Kraft und Stabilität. Als mögliche Schwäche kann man sehen, dass die KTM – je nach Fahrstil – weniger „leichtfüßig“ wirkt als die MV Agusta. Wer maximales „Einschwingen“ in enge Kurven sucht, fühlt sich mit der MV Agusta oft schneller im Flow.

Bremsen und Kontrolle: Vertrauen beim Verzögern

Beim Vergleich der Bremsen zeigt sich: Beide Bikes sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, aber mit unterschiedlicher Handschrift. Die MV Agusta F3 800 RR vermittelt beim Verzögern ein sehr direktes Gefühl und unterstützt dadurch eine präzise Linienwahl. Die KTM 1290 Super Duke R punktet ebenfalls mit starker Verzögerung, wirkt dabei aber häufig „großzügiger“ in der Reservenlage. Das ist besonders dann angenehm, wenn aus höheren Geschwindigkeiten zügig und wiederholt gebremst wird.

Schwächen sind hier weniger grundlegend als situationsabhängig: Wer sehr fein dosiert und kurze Bremswege in den Vordergrund stellt, wird an der MV Agusta oft mehr „Feingefühl“ wahrnehmen. Wer dagegen häufig aus dem Alltagstempo in sportliche Situationen wechselt, profitiert bei der KTM von der souveränen Bremsleistung.

Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung oder Eingriff?

Elektronik ist bei beiden Modellen ein Thema, aber die Wirkung unterscheidet sich. Die MV Agusta F3 800 RR setzt auf ein Paket, das die sportliche Linie unterstützt: Traktion, Fahrmodi und Regelung greifen so, dass das Motorrad kontrollierbar bleibt, ohne das Fahrgefühl komplett zu „glätten“. Dadurch bleibt die Verbindung zwischen Hand und Maschine spürbar.

Die KTM 1290 Super Duke R ist ebenfalls modern ausgestattet, aber die KTM-typische Charakteristik bringt mehr „Power“ in die Situation. Die Elektronik hilft, diese Kraft nutzbar zu machen, besonders beim schnellen Herausbeschleunigen. Die Stärke liegt darin, dass das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen nicht aus dem Konzept gerät. Als mögliche Schwäche kann man sehen, dass die KTM je nach Einstellung spürbarer regelt, wenn man sehr aggressiv fährt oder die Haftung nicht optimal ist. Wer gern „hands-on“ fährt, kann das durch passende Fahrmodi und eine bewusste Einstellung gut steuern.

Ergonomie und Alltag: wie gut lässt sich das Motorrad leben?

Im Alltag entscheidet oft nicht nur die Leistung, sondern die Frage, wie entspannt sich das Motorrad bewegen lässt. Die MV Agusta F3 800 RR wirkt sportlich und damit eher auf aktive Nutzung ausgelegt. Das kann im Stadtverkehr oder auf längeren Strecken angenehm sein, wenn die Fahrweise dynamisch bleibt. Wer jedoch sehr lange, gemütliche Touren plant, merkt schneller, dass die sportliche Ausrichtung mehr „Fokus“ verlangt.

Die KTM 1290 Super Duke R ist ebenfalls kein Tourer im klassischen Sinn, bietet aber durch die Kraft und die souveräne Fahrbarkeit häufig ein entspannteres Gefühl beim Cruisen. Das Motorrad verzeiht mehr, weil der Motor auch ohne ständiges Hochdrehen zuverlässig zieht. Als Schwäche kann man hier nennen, dass die KTM durch ihre Präsenz und die Kraftreserven manchmal „zu viel“ sein kann, wenn man eigentlich ruhig fahren möchte.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

MV Agusta F3 800 RR – klare Stärken

  • Sportliche Agilität und ein präzises Kurvengefühl
  • Drehfreudiger Motorcharakter, der aktives Fahren belohnt
  • Direktes Feedback durch eine fahrerorientierte Abstimmung
  • Kontrollierte Elektronik, die das Fahrgefühl nicht komplett überlagert

MV Agusta F3 800 RR – mögliche Schwächen

  • Weniger „entspanntes“ Gefühl für Fahrer, die selten sportlich drehen
  • Sportliche Ausrichtung erfordert mehr Aufmerksamkeit bei sehr gemütlicher Fahrweise

KTM 1290 Super Duke R – klare Stärken

  • Starker Durchzug und spürbare Leistungsreserven
  • Stabilität bei zügigem Fahren und in schnellen Passagen
  • Alltagstaugliche Souveränität durch den kräftigen Motor
  • Elektronik-Unterstützung, die Power nutzbar macht

KTM 1290 Super Duke R – mögliche Schwächen

  • Die Kraft verlangt je nach Fahrstil eine bewusste Dosierung
  • In sehr engen, „leichtfüßigen“ Szenen kann die MV Agusta gefühlt agiler wirken

Welche Entscheidung passt? Kaufberatung nach Fahrprofil

Die Wahl zwischen MV Agusta F3 800 RR und KTM 1290 Super Duke R hängt am Ende stark vom eigenen Fahrprofil ab. Wer gern kurvenorientiert fährt, den Motor spürbar arbeiten lässt und ein Motorrad sucht, das sich wie ein präzises Sportgerät anfühlt, wird mit der MV Agusta häufig zufriedener sein. Wer dagegen maximale Dynamik aus dem Stand heraus, souveränen Durchzug und ein Motorrad möchte, das auch bei wechselnden Situationen „einfach macht“, trifft mit der KTM oft die bessere Wahl.

Auch die Frage nach dem gewünschten Charakter spielt eine Rolle: Die MV Agusta wirkt „sportlich-kultiviert“ und belohnt die aktive Linie. Die KTM wirkt „direkt und dominant“ und macht aus jeder Beschleunigung ein Ereignis.

Fazit:

Die MV Agusta F3 800 RR ist die bessere Wahl für Fahrer, die sportliche Agilität, ein präzises Kurvengefühl und einen drehfreudigen Motorcharakter suchen. Wer gern aktiv fährt, die Linie mit dem Motorrad „ausarbeitet“ und das Gefühl von direkter Rückmeldung schätzt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Die KTM 1290 Super Duke R passt dagegen besonders gut zu allen, die maximale Leistungsreserven, starken Durchzug und eine souveräne Stabilität im dynamischen Alltag wollen. Wer häufig zügig unterwegs ist, gern überholt und auch bei wechselnden Bedingungen entspannt Kontrolle behalten möchte, wird mit der KTM den größeren „Spielraum“ finden. Kurz gesagt: MV Agusta für kurvenorientierte Präzision und sportlichen Fokus, KTM für Durchzug, Reserven und dominanten Fahrspaß.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙