| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
| UVP | 20.400 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
- Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
- fauchender Triple-Sound
- zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
- volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
- nahezu einzigartiges Design
- sportlich fordernde Sitzposition
- Soziusbetrieb 1b
- Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.120 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Dreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring-Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
| Leistung | 180 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 245 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 246 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen | |
| Federung vorne | Voll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
Fazit - was bleibt hängen
Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.
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MV Agusta Superveloce 800 vs Triumph Speed Triple 1200 RR: Vergleich der Sportnaked-Klasse
Wenn zwei Sportnaked-Bikes aufeinandertreffen, geht es selten nur um Zahlen. Bei der MV Agusta Superveloce 800 und der Triumph Speed Triple 1200 RR treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die eine steht für italienische Handschrift, Charakter und ein besonders stimmiges Gesamtgefühl. Die andere setzt auf britische Performance, moderne Elektronik und eine sehr direkte, kraftvolle Art, Tempo in Vortrieb zu verwandeln. Genau darum lohnt sich der Blick auf die Stärken und Schwächen beider Motorräder – damit klar wird, welches Bike zur eigenen Fahrweise passt.
Grundidee im Vergleich: Charakter vs. kompromisslose Performance
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern erlebt. Das Konzept zielt auf ein agiles Handling und ein sportliches, aber nicht übertriebenes Setup. Dabei bleibt das Bike im Alltag gut handhabbar, ohne den sportlichen Anspruch zu verlieren. Wer gerne kurvig unterwegs ist und das Gefühl von „präzisem Ansprechen“ sucht, findet hier eine klare Linie.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen stärker auf maximale Dynamik ausgelegt. Die Maschine ist spürbar dafür gemacht, zügig zu beschleunigen, schnell aus Kurven heraus zu ziehen und auch bei ambitioniertem Tempo stabil zu bleiben. Das Motorrad wirkt wie ein Werkzeug für Fahrer, die konsequent sportlich unterwegs sind und dabei moderne Assistenzsysteme nicht missen möchten.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Beide Motorräder sind leistungsstark, aber sie liefern diese Leistung auf unterschiedliche Weise. Die MV Agusta Superveloce 800 setzt eher auf ein lebendiges, drehfreudiges Ansprechverhalten. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das sich besonders in der Stadt und auf Landstraßen angenehm dosieren lässt. Das macht sie attraktiv für Touren, bei denen nicht jede Kurve „Vollgas“ bedeutet, sondern Rhythmus und Kontrolle zählen.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es zügig werden soll. Der Antrieb wirkt kräftig und durchzugsstark, sodass Beschleunigung nicht nur aus dem Drehzahlkeller, sondern auch in höheren Bereichen souverän funktioniert. Das ist besonders auf schnellen Strecken und bei Überholmanövern ein Vorteil. Gleichzeitig kann die enorme Leistungsreserve dazu führen, dass man sich an die Kraft erst gewöhnen muss, wenn man von „weniger Biss“ kommt.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
MV Agusta Superveloce 800: Stärke ist das feinfühlige Ansprechen und die sportliche Agilität. Schwäche kann sein, dass wer maximale „Wucht“ sucht, die Triumph als direkter empfindet.
Triumph Speed Triple 1200 RR: Stärke ist die starke Beschleunigung und die souveräne Performance. Schwäche ist, dass das Motorrad bei sehr entspanntem Fahren manchmal „zu viel“ sein kann – nicht im Sinne von unbrauchbar, sondern eher, weil man automatisch schneller wird.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Beim Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die MV Agusta Superveloce 800 vermittelt ein sportlich-kompaktes Gefühl. In Kurven wirkt sie leichtfüßig, und das Einlenken fühlt sich eher spontan an. Das ist ideal, wenn häufig Richtungswechsel anstehen oder wenn man auf kurvigen Strecken gerne „mit dem Motorrad arbeitet“.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen spürbar auf Stabilität und Kontrolle bei höherem Tempo ausgelegt. Das Fahrwerk unterstützt dabei, die Kraft sauber in Bewegung umzusetzen. Gerade wenn die Straße wellig ist oder wenn man zügig durchzieht, bleibt das Motorrad berechenbar. Das macht es besonders interessant für Fahrer, die auch auf längeren Strecken sportlich unterwegs sind.
Bremsen und Fahrstabilität
Auch bei den Bremsen zeigt sich der Unterschied in der Zielsetzung. Die Triumph Speed Triple 1200 RR wirkt in der Bremsperformance sehr „durchsetzungsfähig“: Sie lässt sich kräftig verzögern und bleibt dabei kontrolliert. Die MV Agusta Superveloce 800 bremst ebenfalls sportlich, wirkt aber in der Charakteristik etwas feiner dosierbar. Wer gerne sehr präzise bremst und das Motorrad „mit Gefühl“ führt, wird die Abstimmung oft als angenehm empfinden.
Elektronik: Assistenzsysteme und Fahrmodi im Vergleich
Moderne Elektronik ist bei beiden Bikes ein Thema, aber die Wirkung ist unterschiedlich. Die Triumph Speed Triple 1200 RR setzt stark auf ein Paket, das sportliches Fahren unterstützt und gleichzeitig Sicherheit bietet. Das zeigt sich besonders darin, wie das Motorrad Traktion und Antriebsausgabe in verschiedenen Situationen managt. Dadurch kann man sich schneller auf das eigene Tempo konzentrieren, weil das System bei Bedarf stabilisiert.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt in der Elektronik eher darauf ausgelegt, das Fahrgefühl nicht zu „überformen“. Das Motorrad bleibt dadurch oft direkt und natürlich in der Reaktion. Für viele Fahrer ist das ein Plus, weil man das Motorrad als „eigenständig“ erlebt. Gleichzeitig kann es sein, dass Fahrer, die maximale Assistenz und sehr fein abgestimmte Eingriffe suchen, bei der Triumph mehr „Werkzeug“ finden.
Stärken und Schwächen bei der Elektronik
MV Agusta Superveloce 800: Stärke ist das natürliche Fahrgefühl trotz moderner Technik. Schwäche ist, dass die Triumph in der Bandbreite der Unterstützung noch einen Schritt weiter wirkt.
Triumph Speed Triple 1200 RR: Stärke ist die starke Unterstützung bei sportlicher Fahrweise und die souveräne Kontrolle. Schwäche ist, dass das Motorrad für manche Fahrer im Alltag „zu viel“ sein kann, wenn man eher entspannt unterwegs ist.
Komfort, Sitzposition und Alltagstauglichkeit
Sportnaked-Bikes sind nie reine Langstrecken-Tourer, aber sie können trotzdem alltagstauglich sein. Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt in der Praxis oft als Motorrad, das man gerne auch für kürzere Wege nutzt. Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht so kompromisslos, dass man nach kurzer Zeit „durch“ ist. Für Pendler und Wochenendfahrten ist das ein starker Punkt.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist ebenfalls straßentauglich, aber sie fühlt sich stärker nach „Sport“ an. Wer längere Strecken fährt, profitiert von der Stabilität und dem souveränen Fahrverhalten. Gleichzeitig kann die sportlichere Ausrichtung bei sehr langen Fahrten spürbarer werden – vor allem, wenn man viel im Stadtverkehr steht oder häufig stop-and-go hat.
Design und Motorrad-Charakter: Wer wirkt wie?
Design ist Geschmack, aber es beeinflusst auch, wie man das Motorrad wahrnimmt. Die MV Agusta Superveloce 800 steht für italienische Ästhetik und einen besonderen Look, der im Stand schon Aufmerksamkeit erzeugt. Das Motorrad wirkt wie ein Statement – und genau so wird es oft auch gefahren.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR wirkt dagegen wie ein Performance-Bike mit klarer Ansage. Der Charakter ist aggressiver und technischer, was gut zu Fahrern passt, die gerne die Grenzen ausloten. Wer auf „Show“ und „Substanz“ gleichermaßen steht, findet hier eine stimmige Kombination.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die MV Agusta Superveloce 800 ist besonders passend für Fahrer, die ein sportliches Naked Bike suchen, das sich agil anfühlt und im Alltag nicht überfordert. Wer Kurven liebt, gerne dynamisch fährt, aber dabei Wert auf ein natürliches, feinfühliges Gesamtpaket legt, wird mit der MV Agusta sehr zufrieden sein. Auch für diejenigen, die ein Motorrad möchten, das sich nicht nur auf der schnellen Runde gut anfühlt, sondern auch auf dem Weg dorthin.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist die bessere Wahl für alle, die maximale Performance wollen: kräftiger Vortrieb, starke Bremsen, moderne Elektronik und ein Fahrgefühl, das auch bei hohem Tempo stabil bleibt. Wer häufig zügig unterwegs ist, längere Strecken sportlich fährt oder einfach das Gefühl liebt, jederzeit „mehr“ zu haben, wird die Triumph als besonders überzeugend empfinden.
Typische Entscheidungshilfe
MV Agusta Superveloce 800 passt eher, wenn Agilität, Charakter und ein direktes Fahrgefühl im Vordergrund stehen.
Triumph Speed Triple 1200 RR passt eher, wenn Durchzug, Performance und Elektronik-Unterstützung bei sportlicher Fahrweise wichtiger sind.
Fazit:
Die MV Agusta Superveloce 800 überzeugt vor allem durch ihr agiles, lebendiges Fahrgefühl und die Art, wie sie Leistung dosierbar in Bewegung bringt. Sie ist ideal für kurvige Strecken, für Fahrer, die gerne präzise arbeiten und ein Motorrad suchen, das auch im Alltag Spaß macht, ohne sich wie ein reines „Track-Tool“ anzufühlen. Wer italienischen Charakter und ein natürliches Ansprechverhalten priorisiert, findet in der Superveloce 800 eine sehr stimmige Wahl.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen die bessere Entscheidung, wenn es um maximale Dynamik geht: kräftiger Vortrieb, sehr sportliche Bremsleistung, spürbare Stabilität bei Tempo und eine Elektronik, die sportliches Fahren unterstützt. Sie richtet sich an Fahrer, die häufig zügig unterwegs sind, längere Strecken sportlich fahren oder einfach die Leistungsreserve konsequent nutzen möchten. Kurz gesagt: Agilität und Charakter führen zur MV Agusta, Performance und Unterstützung bei hohem Tempo zur Triumph.