| UVP | 19.200 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 16.150 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Verarbeitung
- Selten
- Fahrkomfort
- kraftvoller Motor
- handlich
- Händlernetz
- bulliger, Sprint- und durchzugsstarker Motor mit viel Charakter
- Intercity-mässige Straßenlage
- sehr komfortabel und Touren tauglich
- viel Platz für Fahrer und Beifahrer
- hochwertie Verarbeitung und Qualitätsanmutung
- schwer
- QuickShifter ruckelig
- Windschild erzeugt Turbulenzen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 215 | kg |
| Radstand | 144 | mm |
| Länge | 2.120 | mm |
| Radstand | 144 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Länge | 2.202 | mm |
| Radstand | 1.530 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.255 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxermotor | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 110 PS bei 10.150 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 7.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 230 | km/h |
| Tankinhalt | 22 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | USD 43 mm (Federweg 160)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 165)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 17 Zoll | |
| Reifen hinten | Reifen 190/55 17 | |
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel (Federweg 140)mm | |
| Federung hinten | WAD Federbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die BMW R 1250 RS ist nach wie vor ein betörend gutes Motorrad. Das Modell 2023 hat nun viele Features in Serie an Bord, die zuvor nur gegen Aufpreis verfügbar waren. Ausstattungsbereinigt ist die RS so gesehen sogar etwas günstiger geworden, auch wenn 15.990 Euro Grundpreis erst einmal nicht so wirken. Sie fährt toll, hat einen bärigen Motor, sieht klasse aus und ist gerade für sportliche Touren zu zweit wie gemacht.Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als vollausgestatteter Vorführer mit allen Paketen und jedweden Schnickschnack für 17.990 Euro. Ein fairer Deal und eine echte Einladung zur Probefahrt. Aber Achtung, vorher Kontostand prüfen, weil kaum jemand wiederstehen können wird...
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MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS vs. BMW R 1250 RS – Vergleich im Motorradtest
Wer auf der Suche nach einem sportlichen Tourer ist, landet schnell bei zwei sehr unterschiedlichen Konzepten: Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS setzt auf italienische Handschrift, einen lebendigen Charakter und ein stimmiges Gesamtpaket aus Design, Fahrgefühl und moderner Elektronik. Die BMW R 1250 RS steht dagegen für souveräne Langstrecken-Tauglichkeit, den typischen Boxer-Drive und eine sehr alltagstaugliche, fein abgestimmte Mischung aus Komfort und Dynamik. Beide Motorräder wollen mehr als nur „von A nach B“ – aber sie tun es auf ihre eigene Art.
Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die aufgelisteten Werte der Modelle in der Praxis zueinander verhalten: Wie wirkt sich die Motorisierung auf das Fahrverhalten aus? Welche Rolle spielen Gewicht, Leistungsauslegung und Drehmomentcharakter? Und wie schlagen sich Ausstattung und Elektronik im Alltag, auf der Landstraße und auf längeren Touren?
Motor und Fahrgefühl: Charakter statt nur Zahlen
MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS wirkt im Vergleich besonders „direkt“. Der Motor ist auf spürbare Reaktion ausgelegt: Gasbefehle werden zügig umgesetzt, und das Motorrad fühlt sich dadurch agil an. Gerade beim Wechsel zwischen Landstraßen-Tempo und zügigem Beschleunigen zeigt sich, dass die 800er Klasse oft genau die richtige Balance aus Leichtigkeit und sportlicher Portion bietet. Die SCS-Technik (je nach Fahrmodus und Abstimmung) unterstützt dabei, die Traktion und das Ansprechverhalten situationsabhängig zu gestalten.
BMW R 1250 RS
Die BMW R 1250 RS bringt den Boxer-Charakter mit: Der Antrieb wirkt in vielen Situationen „satt“ und ruhig zugleich. In den unteren bis mittleren Drehzahlbereichen fühlt sich das Motorrad besonders souverän an, was auf Touren und im Alltag einen großen Unterschied macht. Die RS ist zudem darauf ausgelegt, auch bei konstantem Tempo oder bei moderaten Drehzahlen entspannt zu laufen. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das weniger nach „immer nachlegen“ verlangt und mehr nach „einfach fahren“.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Die MV Agusta punktet vor allem dort, wo es um Agilität, Ansprechverhalten und sportliche Dynamik geht. Die Schwäche liegt eher in Situationen, in denen man viel „Dauer-Tempo“ mit möglichst wenig Drehzahlwechseln fahren möchte – hier spielt die BMW ihre Stärke aus.
Die BMW R 1250 RS ist im Vergleich besonders stark bei Langstrecken-Komfort, gleichmäßigem Schub und entspannter Fahrbarkeit. Als Gegenpol kann die MV Agusta im sportlichen Rhythmus emotionaler wirken, während die BMW eher auf souveräne Effizienz setzt.
Fahrwerk, Handling und Alltagstauglichkeit
Beim Handling entscheidet nicht nur die Motorleistung, sondern auch das Zusammenspiel aus Gewicht, Geometrie und Fahrwerksabstimmung. Die aufgelisteten Werte zeigen: Beide Motorräder sind klar auf Touren ausgelegt, aber mit unterschiedlichem Fokus. Die MV Agusta wirkt im Vergleich leichter und „spritziger“, was sich besonders in kurvigen Abschnitten bemerkbar macht. Die BMW dagegen fühlt sich durch ihre Auslegung oft stabiler an, gerade wenn es um längere Strecken, wechselnde Fahrbahnbeläge und gleichmäßiges Tempo geht.
Kurven, Tempo und Stabilität
In schnellen Passagen und bei zügigem Kurvenfahren zeigt die MV Agusta ihre Stärke: Sie lässt sich spürbar dynamisch bewegen und lädt zum aktiven Fahren ein. Die BMW R 1250 RS spielt ihre Vorteile eher in der Stabilität aus – das Motorrad bleibt auch bei längeren Abschnitten ruhig in der Linie und vermittelt ein sicheres Gefühl, wenn der Fokus auf Strecke statt auf „Kampf um die Linie“ liegt.
Schwächen im Alltag
Die MV Agusta kann dort an Grenzen stoßen, wo man sehr viel Komfort im Sinne von „einfach draufsetzen und durchrollen“ erwartet. Die BMW ist in dieser Hinsicht oft die entspanntere Wahl, kann aber im sportlichen Anspruch weniger „leichtfüßig“ wirken als die MV Agusta.
Elektronik und Assistenzsysteme: Moderne Unterstützung im Vergleich
Beide Motorräder setzen auf moderne Elektronik, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS bringt mit der SCS-Logik eine Unterstützung, die das Fahrverhalten in bestimmten Situationen gezielt beeinflusst. Das kann gerade beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder bei wechselnden Grip-Bedingungen helfen, das Motorrad kontrollierbar zu halten.
Die BMW R 1250 RS ist im Vergleich stark, wenn es um umfassende Fahrmodi, fein abgestimmte Regelung und alltagstaugliche Assistenz geht. Gerade auf Touren, wenn die Streckenführung unvorhersehbar wird, sorgt diese Art von Elektronik dafür, dass das Motorrad auch ohne ständiges Nachjustieren „einfach funktioniert“.
Stärken und Schwächen
Die MV Agusta punktet mit dem Gefühl, dass die Elektronik das sportliche Fahren aktiv begleitet. Die Schwäche ist eher, dass man die Vorteile der Systeme bewusst nutzen muss, um sie wirklich als „Mehrwert“ zu spüren.
Die BMW ist im Vergleich die Maschine, die auch dann überzeugt, wenn weniger „Fahrtechnik-Spiel“ betrieben wird. Die Schwäche kann sein, dass das Motorrad dadurch in sehr sportlichen Momenten weniger „roh und direkt“ wirkt als die MV Agusta.
Komfort, Sitzposition und Windschutz
Gerade bei Sporttourern entscheidet der Komfort über die echte Alltagstauglichkeit. Die aufgelisteten Werte und die typische Auslegung zeigen: Die BMW R 1250 RS ist stark auf Langstrecken-Komfort ausgelegt. Der Windschutz und die Sitzposition zielen darauf ab, auch bei längeren Fahrten die Ermüdung zu reduzieren.
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS ist ebenfalls tourentauglich, aber mit stärkerem Fokus auf sportliche Haltung und Fahrgefühl. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken großartig sein – auf sehr langen Etappen hängt es stärker davon ab, wie die eigene Körpergröße und Sitzgewohnheiten zur Geometrie passen.
Für wen fühlt es sich „richtig“ an?
Wer häufig Touren fährt und dabei möglichst entspannt ankommen möchte, findet in der BMW R 1250 RS oft die passendere Basis. Wer dagegen Wert darauf legt, dass das Motorrad auch unterwegs „Spaß macht“ und sich aktiv bewegen lässt, wird mit der MV Agusta häufig glücklicher.
Ausstattung und Praxis: Was zählt, wenn es ernst wird
Im Vergleich der aufgelisteten Werte wird schnell klar, dass beide Modelle nicht nur auf dem Papier überzeugen wollen. Die BMW R 1250 RS wirkt besonders stimmig, wenn es um Alltag, Reichweite im Kopf und entspannte Nutzung geht. Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS ist dagegen die Wahl für alle, die beim Motorrad nicht nur Funktion, sondern auch Charakter suchen – und die Ausstattung als Teil des Gesamterlebnisses sehen.
Stärken und Schwächen in der Nutzung
Die BMW ist im Vergleich die „sichere Bank“ für regelmäßige Touren, Pendeln und längere Fahrten mit wenig Stress. Die Schwäche liegt eher darin, dass sie weniger emotional „aufgeladen“ wirkt als die MV Agusta.
Die MV Agusta ist im Vergleich die Maschine mit mehr „Motorrad-Feeling“ und einem sportlichen Anspruch. Als Schwäche kann sich zeigen, dass man für den maximalen Nutzen die eigene Fahrweise und die Abstimmung der Systeme gut treffen sollte.
Fazit: Welches Bike passt zu welchem Fahrstil?
Die BMW R 1250 RS ist für viele die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf entspanntem Tourenkomfort, souveränem Antrieb und alltagstauglicher Elektronik liegt. Wer lange Strecken fährt, häufig auch bei wechselnden Bedingungen unterwegs ist und dabei ein Motorrad möchte, das ruhig, stabil und unkompliziert wirkt, findet in der BMW eine sehr stimmige Lösung. Sie eignet sich besonders für Fahrerinnen und Fahrer, die Dynamik wollen, aber nicht ständig „arbeiten“ möchten, um sie abzurufen.
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS spielt ihre Stärken aus, wenn Agilität, direktes Ansprechverhalten und sportlicher Charakter im Vordergrund stehen. Wer Kurven liebt, das Motorrad aktiv bewegen möchte und die Elektronik als Unterstützung für dynamisches Fahren versteht, wird mit der MV Agusta oft mehr emotionale Zufriedenheit erleben. Für sportlich orientierte Touren und Fahrer, die das Fahrgefühl über „maximalen Komfort“ stellen, ist sie die passendere Wahl.
Kurz gesagt: BMW für entspannte Langstrecke, MV Agusta für sportlich-emotionales Reisen.