| UVP | 5.320 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 21.390 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wunderschönes Retro-Design
- solide Bauweise
- sicheres Fahrgefühl, gute Bremsen
- schöner Einzylinder-Sound
- einfache Bedienung, nichts lenkt ab
- Haupt- und Seitenständer Serie
- überschaubare Leistung
- Schalthebel etwas zu tief angebracht
- satte Straßenlage
- 1.000 km Stück kein Problem
- luxuriöser Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer
- bäriger Motor mit sattem Durchzug
- voll ausgestattet nicht ganz billig
- schwer -> eingeschränkte Rangierfähigkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 279 | kg |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Länge | 2.222 | mm |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 5 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder 4-Takt | |
| Hubraum | 349 | ccm |
| Hub | 86 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | Luft-/ölgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
Fahrleistungen
| Leistung | 20 PS bei 6.100 U/Min | |
| Drehmoment | 27 NM bei 4.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 120 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 494 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 526 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit doppeltem Unterrohr | |
| Federung vorne | Hydraulische Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereo Federbein , sechsfach einstellbare Federvorspannung | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 120/80-18 | |
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever, Zentralfederbein, Standrohrdurchmesser 37 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | BMW Motorrad Paralever; WAD Federbein (Federweg 136)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
So schön kann Motorradfahren sein! Wer gerade 5.100€ über hat und sich ein Motorrad kaufen will: Mache bitte eine Probefahrt mit der Classic 350! Egal, welches andere Bike Du im Visier hattest, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Du Dich am Ende für die RE entscheidest.Das Testbike wurde uns freundlicherweise zur Verfügung getellt von Legendary Cycles / Hamburg. Hier steht die Classic 350 zur Probefahrt bereit, genauso wie alle anderen Modelle von Royal Enfield sowie viele weitere Motorräder von Benelli, Mash, Mondial, Fantic, Moto Morini und Indian.
Fazit - was bleibt hängen
Wenn ein echter Reise-Tourer, dann RT! Allerdings nur dann, wenn man auf der Straße bleibt. Für Schotter oder Gelände ist die RT gänzlich ungeeignet. Wer aber möglichst komfortabel (und schnell?) von Hamburg nach München kommen will, der wird auf der BMW R 1250 RT nicht nur seinen Spaß haben, sondern auch völlig entspannt ankommen. Da die RT auch statt Kette einen Kardanantrieb hat, muss man auch nicht ständig Kettenpflege betreiben.Die zahlreichen technischen Features inkl. des QuickShifters braucht man vielleicht nicht unbedingt, aber sie funktionieren alle blendend und lassen sich vor allem leicht bedienen. Die Lautsprecher vorne wirken dabei vielleicht ein bisschen nach Alt-Herren-Bike, aber wir müssen zugeben: Wir haben sie genutzt und es genossen. Vielleicht gehören wir aber auch einfach schon zur typischen RT-Generation ...
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Pinneberg - vielen Dank.
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Royal Enfield Classic 350 vs. BMW R 1250 RT: Vergleich für Alltag, Tour und Anspruch
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Royal Enfield Classic 350 und die BMW R 1250 RT, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht um Philosophie: Die Classic 350 steht für entspanntes Cruisen, einfache Bedienung und ein spürbar „mechanisches“ Fahrgefühl. Die R 1250 RT dagegen ist auf Komfort, Effizienz und Langstrecke ausgelegt – mit dem Anspruch, dass eine Tour nicht anstrengend wird, sondern sich wie ein flüssiger Ablauf anfühlt.
Im Folgenden werden die typischen Eigenschaften beider Modelle gegenübergestellt: Wie unterscheiden sich Motorcharakter, Fahrwerk, Bremsen, Ergonomie, Elektronik und der praktische Nutzen im Alltag? Dabei werden die Stärken und Schwächen herausgearbeitet, damit klar wird, welches Motorrad zu welchem Fahrstil passt.
Grundcharakter: „Classic“ zum Genießen vs. „RT“ zum Durchziehen
Royal Enfield Classic 350 – entspannt, nah am Fahrer
Die Royal Enfield Classic 350 ist ein Motorrad, das bewusst auf Ruhe und Alltagstauglichkeit setzt. Der Motor wirkt weniger wie ein „Werkzeug für Tempo“, sondern mehr wie ein Begleiter, der gleichmäßig vorwärts schiebt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn kurze Wege, Stadtverkehr und Landstraßen im Fokus stehen. Auch das Fahrgefühl ist eher direkt: Man spürt, was passiert, und man kommt schnell in einen entspannten Rhythmus.
BMW R 1250 RT – Tourkomfort mit Anspruch
Die BMW R 1250 RT ist dagegen ein ausgewachsener Tourer. Hier steht Komfort im Mittelpunkt: Windschutz, Sitzergonomie und die Art, wie das Motorrad auf der Strecke arbeitet, sind auf lange Abschnitte ausgelegt. Die RT fühlt sich so an, als würde sie „mitdenken“: Stabilität, ruhige Führung und ein insgesamt souveränes Gesamtpaket sind die Stärken. Wer häufig längere Strecken fährt oder auch bei wechselnden Bedingungen entspannt ankommen will, findet in der RT eine klare Ausrichtung.
Motor und Antrieb: Charakter statt reine Vergleichbarkeit
Classic 350: gleichmäßige Kraft für den Alltag
Die Classic 350 liefert eine Art von Antrieb, die sich gut dosieren lässt. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen ist das angenehm: Das Motorrad reagiert ohne hektisches Verhalten und lässt sich leicht in den passenden Gang bringen. Die Stärke liegt weniger im „sportlichen Durchziehen“, sondern im harmonischen Zusammenspiel aus Drehmomentgefühl und kontrollierbarer Beschleunigung.
R 1250 RT: souveränes Vorankommen auf Distanz
Die BMW R 1250 RT ist für das schnelle, entspannte Weiterrollen gemacht. Der Antrieb wirkt kraftvoll und dabei gut beherrschbar, wodurch Überholmanöver und Autobahnabschnitte weniger Stress bedeuten. Besonders auf längeren Strecken zeigt sich der Unterschied: Das Motorrad bleibt ruhig, die Leistungsentfaltung ist gleichmäßig und die Gesamtperformance wirkt „gelassen“ statt anstrengend.
Fahrwerk und Handling: leichtfüßig vs. stabil auf Kurs
Royal Enfield: angenehm im Tempo, unkompliziert in der Bewegung
Das Handling der Classic 350 ist auf Alltag und entspannte Fahrten ausgelegt. In engen Situationen wirkt sie handlich, und das Fahrwerk unterstützt ein eher komfortorientiertes, nicht zu sportlich gezeichnetes Setup. Wer gerne spontan fährt – mal kurz um die Ecke, mal eine Runde über Land – wird die unkomplizierte Art mögen.
BMW RT: Stabilität und Ruhe bei höheren Geschwindigkeiten
Die R 1250 RT spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es „weiter“ wird. Das Motorrad liegt spürbar stabil auf der Linie, und die Abstimmung zielt darauf, dass der Fahrer auch nach vielen Kilometern noch entspannt bleibt. In Kurven fühlt sich das Motorrad kontrolliert an, ohne dass es wie ein reines Sportbike wirkt. Die RT ist eher „präzise Tour“ als „aggressiv sportlich“.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Alltag und auf Tour
Classic 350: solide Basis für kontrolliertes Fahren
Bei der Classic 350 steht eine verständliche Bremscharakteristik im Vordergrund. Das Motorrad lässt sich gut dosieren, was gerade im Stadtverkehr und bei wechselndem Tempo hilft. Die Bremsen sind so ausgelegt, dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann: Linie halten, Blick nach vorn, entspanntes Fahren.
R 1250 RT: mehr Reserven und mehr Systemunterstützung
Die BMW R 1250 RT bietet im Vergleich ein deutlich stärkeres Sicherheits- und Komfortpaket. Neben der Bremsleistung spielt auch die Systemunterstützung eine Rolle: Das Motorrad ist darauf ausgelegt, auch bei längeren Fahrten und unterschiedlichen Bedingungen konstant zu bleiben. Wer häufig unterwegs ist, profitiert davon, dass das Motorrad nicht nur bremst, sondern das Fahrgefühl insgesamt „absichert“.
Ergonomie und Sitzposition: entspannter Cruiser vs. Langstrecken-Setup
Classic 350: nah dran, bequem für kürzere bis mittlere Strecken
Die Sitzposition der Classic 350 ist eher auf entspanntes Cruisen ausgelegt. Das Motorrad wirkt dadurch zugänglich und leicht zu fahren. Für viele Fahrer ist das genau der Punkt: Man sitzt so, dass man nicht „gegen“ das Motorrad arbeitet. Für längere Touren kann das Setup je nach Körperbau dennoch schneller ermüden als bei einem konsequenten Tourer – hier zeigt sich der Unterschied zur RT.
R 1250 RT: Komfortorientiert für viele Kilometer
Die RT ist klar auf Langstrecke getrimmt. Windschutz, Sitzkomfort und die Art, wie die Ergonomie den Fahrer entlastet, sind zentrale Stärken. Gerade wenn die Strecke länger wird oder das Wetter ungemütlich ist, macht sich das bemerkbar. Die RT wirkt wie ein Motorrad, das man nicht „abfährt“, sondern das einen durch die Tour trägt.
Elektronik und Assistenz: einfache Bedienung vs. High-End-Ausstattung
Classic 350: weniger Technik, mehr Fokus aufs Fahren
Die Classic 350 setzt auf ein Motorradgefühl, das nicht von komplexen Menüs dominiert wird. Das ist ein Vorteil, wenn man das Motorrad als unkomplizierten Begleiter versteht. Weniger Ablenkung bedeutet oft: schneller losfahren, schneller ankommen, mehr „Fahrspaß ohne Technikstress“.
R 1250 RT: Elektronik als Komfort- und Sicherheitsfaktor
Die BMW R 1250 RT ist dagegen ein modernes Tourenpaket. Die Elektronik unterstützt das Motorradfahren spürbar – nicht nur als Gimmick, sondern als Teil des Gesamtkomforts. Gerade bei wechselnden Bedingungen oder wenn man längere Strecken in einem Stück fährt, kann die Systemunterstützung den Unterschied machen: Das Motorrad bleibt stabil in seinem Verhalten, und der Fahrer muss weniger „gegensteuern“.
Alltagstauglichkeit: Parken, Rangieren und „Wie fühlt es sich an?“
Classic 350: ideal für Stadt, Feierabend und kurze Ausfahrten
Im Alltag punktet die Classic 350 vor allem durch ihre zugängliche Art. Sie wirkt nicht überfordernd, lässt sich gut bewegen und passt zu Fahrten, bei denen man nicht zwingend maximale Reichweite oder maximale Leistung braucht. Wer ein Motorrad sucht, das schnell verfügbar ist und sich unkompliziert in den Alltag integrieren lässt, findet hier eine stimmige Lösung.
R 1250 RT: Alltag mit Tour-Charakter
Die RT kann natürlich auch im Alltag genutzt werden, aber sie ist vom Charakter her eher „Tour zuerst“. Das merkt man an der Ausrichtung: Komfort, Windschutz und Ausstattung sind auf längere Fahrten optimiert. Wer viel pendelt oder oft kurze Strecken fährt, kann den Mehrwert dennoch genießen – allerdings ist die RT eher dann „am besten“, wenn sie auch wirklich gefordert wird: Landstraße, Autobahn, längere Etappen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Royal Enfield Classic 350
- Entspanntes Fahrgefühl mit gut dosierbarer Leistungsentfaltung
- Unkomplizierte Bedienung und ein eher „klassisches“ Motorrad-Erlebnis
- Alltagstauglich für Stadt, Feierabend und kurze bis mittlere Strecken
Schwächen der Royal Enfield Classic 350
- Weniger Fokus auf Langstrecken-Komfort im Vergleich zur RT
- Begrenzter Anspruch bei sehr hohen Tempi oder langen Autobahnabschnitten
Stärken der BMW R 1250 RT
- Tourkomfort mit starkem Windschutz- und Ergonomie-Fokus
- Souveränes Fahrverhalten auf längeren Strecken
- Moderne Elektronik als Komfort- und Sicherheitsvorteil
Schwächen der BMW R 1250 RT
- Mehr Motorrad fürs „Touren-Setup“: Für reine Kurzstrecken kann der Mehrwert weniger spürbar sein
- Komplexität durch Ausstattung und Technik im Vergleich zur Classic 350
Welche Kaufentscheidung passt? (ohne Zahlen, mit Gefühl)
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahralltag entscheiden. Die Classic 350 ist besonders passend, wenn das Motorrad vor allem als entspannter Begleiter dienen soll: Stadt, Landstraße, gemütliche Ausfahrten und ein Motorrad, das nicht ständig „mehr“ fordert. Sie ist ideal, wenn man das Fahren genießen möchte, ohne sich mit Technik oder komplexen Systemen auseinanderzusetzen.
Die BMW R 1250 RT ist dagegen die richtige Wahl, wenn das Motorrad Reisen erleichtern soll. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wind und Wetter nicht als Hindernis sieht und ein Motorrad sucht, das auch nach vielen Kilometern noch souverän wirkt, wird mit der RT deutlich zufriedener sein. Die RT ist weniger „kurz mal eben“, sondern eher „Tour, egal wie weit“.
Fazit:
Die Royal Enfield Classic 350 ist die bessere Wahl für alle, die ein unkompliziertes, klassisch geprägtes Motorrad suchen: für den Alltag, für Feierabendrunden und für Fahrten, bei denen das Fahrgefühl im Vordergrund steht. Sie punktet mit entspannter Dosierbarkeit, einfacher Handhabung und einem Charakter, der Lust auf regelmäßiges Fahren macht. Wer dagegen vor allem lange Strecken fährt, Windschutz und Komfort ernst nimmt und ein Motorrad möchte, das auch bei höheren Anforderungen ruhig und sicher bleibt, trifft mit der BMW R 1250 RT die passendere Entscheidung. Die RT ist der Tourer, der Kilometer „glättet“: Ergonomie, Stabilität und Elektronik arbeiten zusammen, damit die Reise weniger anstrengend wird. Kurz gesagt: Classic 350 für entspanntes Cruisen – R 1250 RT für komfortorientierte Langstrecke.