| UVP | 5.320 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 17.490 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wunderschönes Retro-Design
- solide Bauweise
- sicheres Fahrgefühl, gute Bremsen
- schöner Einzylinder-Sound
- einfache Bedienung, nichts lenkt ab
- Haupt- und Seitenständer Serie
- überschaubare Leistung
- Schalthebel etwas zu tief angebracht
- Motor
- Wertigkeit
- Fahrwerk
- Display / Bedienung
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 237 | kg |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Länge | 2.223 | mm |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.295 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder 4-Takt | |
| Hubraum | 349 | ccm |
| Hub | 86 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | Luft-/ölgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.203 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 20 PS bei 6.100 U/Min | |
| Drehmoment | 27 NM bei 4.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 120 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 494 | km |
| Leistung | 123 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 118 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 220 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit doppeltem Unterrohr | |
| Federung vorne | Hydraulische Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereo Federbein , sechsfach einstellbare Federvorspannung | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 120/80-18 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Sachs USD 43mm Gabel, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Sachs Monofederbein ohne Umlenkung, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 73W | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelbremsscheiben, Brembo 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
So schön kann Motorradfahren sein! Wer gerade 5.100€ über hat und sich ein Motorrad kaufen will: Mache bitte eine Probefahrt mit der Classic 350! Egal, welches andere Bike Du im Visier hattest, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Du Dich am Ende für die RE entscheidest.Das Testbike wurde uns freundlicherweise zur Verfügung getellt von Legendary Cycles / Hamburg. Hier steht die Classic 350 zur Probefahrt bereit, genauso wie alle anderen Modelle von Royal Enfield sowie viele weitere Motorräder von Benelli, Mash, Mondial, Fantic, Moto Morini und Indian.
Es geht ohne Scrambler
Was also ist das Revier der Indian? Lange Reisen eher nicht. Dem stehen der nur 13 Liter fassende (dafür wunderschöne) Tank entgegen, der schon erwähnte fehlende Windschutz und die Tatsache, dass die Sozia nicht gerade verwöhnt wird. Auf dem Platz in der zweiten Reihe ist leiden angesagt, er ist knapp, und die Fußrasten liegen sehr hoch.
Auch hier ähnelte unser Fast Tracker also den Scramblern der Konkurrenz. Ich persönlich würde nie eine Scrambler kaufen: Ob Ducati, Triumph oder BMW – bei allen saß ich auf dem Motorrad. Die Indian hingegen versteht es sehr schön, den Fahrer zu integrieren, er ist stärker als bei der Konkurrenz ins Fahrzeug eingefasst.
Jetzt müsste ich für ein typisches Zweit- oder Hobbybike nur noch knapp 16.000 Euro auftreiben … schön ist sie schon und in ihrer Durchzugskraft … aber ich wiederhole mich, deshalb ist hier jetzt Schluss. Fazit: Alle haben eine Scrambler, nur Indian nicht. Macht nichts: Es gibt ja die FTR 1200 S.
Das Testbike wurden uns von Legendary Motorcycles in Hamburg zur Verfügung gestellt.
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Classic 350 vs Indian FTR 1200 Sport: Vergleich für Alltag, Landstraße und den besonderen Charakter
Wer zwischen Royal Enfield Classic 350 und Indian FTR 1200 Sport schwankt, entscheidet im Grunde nicht nur über zwei Modelle, sondern über zwei sehr unterschiedliche Motorrad-Philosophien. Die Royal Enfield Classic 350 steht für klassisches Design, entspanntes Fahren und einen Einstieg, der sich unkompliziert anfühlt. Die Indian FTR 1200 Sport dagegen ist deutlich sportlicher ausgelegt: dynamischer, kerniger und mit dem Anspruch, auch auf der Landstraße richtig Spaß zu machen.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Vergleichspunkte wie Motorcharakter, Fahrwerk, Bremsen, Sitzposition, Komfort und Ausstattung gegenübergestellt. Dabei geht es weniger um reine Zahlen, sondern darum, was die Unterschiede im Alltag wirklich bedeuten.
Grundcharakter: Retro-Genuss trifft auf sportliche Performance
Royal Enfield Classic 350: entspannt, klassisch, alltagstauglich
Die Classic 350 wirkt wie ein Motorrad, das man gern jeden Tag fährt. Der Motorcharakter ist auf gleichmäßiges Dahingleiten ausgelegt: ruhig, gut dosierbar und angenehm für kurze Wege in der Stadt. Gerade wenn das Tempo nicht im Vordergrund steht, sondern das Fahrgefühl und die Leichtigkeit, spielt die Classic ihre Stärken aus.
Indian FTR 1200 Sport: sportlich, direkt, mit klarer Kante
Die Indian FTR 1200 Sport ist dagegen ein Motorrad, das nach mehr Dynamik verlangt. Der Motor und die Abstimmung zielen auf ein lebendiges Ansprechverhalten. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen eine sportlichere Linie, wodurch sich das Motorrad auf kurvigen Strecken deutlich „präsenter“ anfühlt. Wer gerne zügig fährt oder das Motorrad als aktives Fahrgerät versteht, wird hier eher abgeholt.
Motor und Antrieb: Wie sich die Unterschiede im Alltag anfühlen
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich schnell: Die Indian FTR 1200 Sport ist klar auf mehr Durchzug und stärkere Reserven ausgelegt, während die Royal Enfield Classic 350 auf entspannte Nutzung und kontrollierbares Fahren setzt. Das bedeutet nicht, dass die Classic „langsam“ ist – eher, dass sie ihre Stärken im ruhigen Rhythmus hat.
- Classic 350: wirkt harmonisch im unteren bis mittleren Drehzahlbereich, ideal für entspanntes Cruisen und gleichmäßiges Fahren.
- FTR 1200 Sport: bietet mehr Punch und ein deutlich sportlicheres Ansprechverhalten, besonders spürbar beim Beschleunigen aus Kurven oder beim zügigen Überholen.
Wer häufig im Stadtverkehr unterwegs ist und selten „aufdreht“, profitiert von der unkomplizierten Art der Classic. Wer dagegen regelmäßig Landstraße fährt und das Motorrad auch mal fordernder bewegt, wird die FTR 1200 Sport als deutlich motivierender erleben.
Fahrwerk und Handling: Komfort vs. Agilität
Royal Enfield Classic 350: angenehm und souverän
Die Classic 350 ist auf ein entspanntes Fahrgefühl ausgelegt. Das Fahrwerk vermittelt Stabilität, ohne den Fahrer permanent zu „fordern“. Auf unruhigerem Asphalt bleibt das Motorrad gut kontrollierbar, und die Sitzposition unterstützt ein entspanntes Handling.
Indian FTR 1200 Sport: sportliche Linie und mehr Rückmeldung
Die FTR 1200 Sport spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo es kurvig wird. Das Fahrwerk liefert mehr Rückmeldung, die Maschine lässt sich aktiver bewegen und unterstützt eine sportlichere Fahrweise. Gleichzeitig ist das Motorrad dadurch weniger „weich“ im Gefühl als die Classic – wer Komfort im Sinne von „einfach draufsetzen und rollen“ sucht, muss hier bewusst abwägen.
Bremsen und Sicherheit: Unterschiedliche Prioritäten
Im Vergleich der Bremsen zeigt sich ein typisches Bild: Die Indian FTR 1200 Sport ist auf höhere Dynamik ausgelegt und bietet entsprechend ein Setup, das bei zügiger Fahrt mehr Reserven vermittelt. Die Royal Enfield Classic 350 bremst ebenfalls zuverlässig, wirkt aber eher auf den Alltag und moderates Tempo optimiert.
Für die meisten Fahrer bedeutet das: In der Stadt und auf kurzen Strecken reicht die Classic-Bremse völlig aus. Auf längeren, flotteren Touren oder bei sportlicher Fahrweise fühlt sich die FTR 1200 Sport durch ihre stärkere Performance-Orientierung im Bremsverhalten oft „sicherer“ an.
Sitzposition und Ergonomie: Wer passt besser zu welchem Fahrstil?
Ein großer Unterschied liegt in der Ergonomie. Die Royal Enfield Classic 350 bietet eine Sitzposition, die eher auf entspanntes Sitzen und gute Übersicht ausgelegt ist. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrer, die nicht permanent „sportlich“ sitzen möchten.
Die Indian FTR 1200 Sport hingegen wirkt sportlicher: Die Körperhaltung unterstützt eine aktive Fahrweise. Das ist ein Vorteil, wenn Kurvenfahren und dynamisches Handling im Fokus stehen. Für längere Strecken kann das je nach Fahrertyp und Gewohnheit entweder genau richtig sein oder als etwas fordernder empfunden werden.
Ausstattung und Fahrmodi: Mehr Technik bei der FTR, mehr Einfachheit bei der Classic
Beim Thema Ausstattung zeigt sich ebenfalls eine klare Linie. Die Indian FTR 1200 Sport ist moderner und bietet typischerweise mehr Komfort- und Technikansätze, die das Motorrad vielseitiger machen. Das kann sich in der Praxis in einem „runderen“ Gesamtpaket zeigen, besonders wenn unterschiedliche Fahrbedingungen auftreten.
Die Royal Enfield Classic 350 setzt dagegen stärker auf das Wesentliche. Das ist nicht automatisch schlechter – im Gegenteil: Viele Fahrer schätzen genau diese Reduktion, weil sie sich unkompliziert anfühlt und weniger „Erklärbedarf“ hat. Wer ein Motorrad sucht, das sich nicht wie ein Technikprojekt anfühlt, ist hier oft richtig.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Classic 350 – Stärken
- Charaktervolles, klassisches Fahrgefühl mit entspannter Motorabstimmung.
- Alltagstauglichkeit: gut für Stadt, kurze Strecken und entspanntes Cruisen.
- Einfacher Zugang zum Motorradfahren – ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
Royal Enfield Classic 350 – Schwächen
- Weniger Reserven bei sehr flotter Fahrweise im Vergleich zur FTR 1200 Sport.
- Sportliche Ansprüche werden eher indirekt erfüllt – die Maschine ist nicht auf „Performance“ getrimmt.
Indian FTR 1200 Sport – Stärken
- Deutlich dynamischer: Motor und Abstimmung unterstützen sportliches Fahren.
- Agiles Handling und mehr Rückmeldung in Kurven.
- Mehr Technik- und Komfortansatz, der das Motorrad vielseitiger macht.
Indian FTR 1200 Sport – Schwächen
- Sportlicheres Setup kann für manche Fahrer auf längeren Strecken als fordernder wirken.
- Anspruch an Fahrstil: Wer nur gemütlich rollt, nutzt nicht automatisch das volle Potenzial.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Royal Enfield Classic 350 ist besonders passend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich leicht, klassisch und unkompliziert anfühlt. Sie eignet sich hervorragend für den Alltag, für Stadtfahrten und für Touren, bei denen das Fahrgefühl im Vordergrund steht und nicht die maximale Dynamik. Auch für Einsteiger oder Wiedereinsteiger kann sie eine sehr stimmige Wahl sein, weil sie den Einstieg emotional und praktisch angenehm macht.
Die Indian FTR 1200 Sport richtet sich eher an Fahrer, die mehr Performance wollen: zügiges Fahren auf der Landstraße, aktives Kurvenfahren und ein Motorrad, das spürbar „arbeitet“. Wer gerne die Maschine bewegt und die sportliche Auslegung als Vorteil sieht, wird mit der FTR 1200 Sport deutlich mehr „Motorrad-Action“ erleben.
Fazit:
Die Royal Enfield Classic 350 ist die bessere Wahl, wenn ein klassisches, entspanntes Motorrad gesucht wird: für Stadt, kurze Strecken und Touren mit Fokus auf Ruhe, Charakter und unkompliziertes Handling. Die Indian FTR 1200 Sport ist dagegen die richtige Entscheidung, wenn sportliche Dynamik im Vordergrund steht: mehr Durchzug, agileres Handling und ein Setup, das zügiges Fahren deutlich stärker unterstützt. Wer vor allem gemütlich unterwegs ist, wird die Classic als stimmiger empfinden. Wer dagegen Kurven und Tempo mag und das Motorrad aktiv nutzen möchte, findet in der FTR 1200 Sport den größeren Spaßfaktor. Letztlich entscheidet die Frage: Soll das Motorrad vor allem entspannen oder vor allem fordern und begeistern?