| UVP | 5.320 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 15.190 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wunderschönes Retro-Design
- solide Bauweise
- sicheres Fahrgefühl, gute Bremsen
- schöner Einzylinder-Sound
- einfache Bedienung, nichts lenkt ab
- Haupt- und Seitenständer Serie
- überschaubare Leistung
- Schalthebel etwas zu tief angebracht
- Bremsen und Fahrwerk
- nicht zu schwer
- technisch gut ausgestattet
- toller Motor mit ordentlich Bums
- handlich dank tiefem Schwerpunkt
- Tank polarisiert optisch
- Turbulenzen und Lärm am Helm
- Tempomat-Schalter zwar vorhanden, Funktion muss aber freigeschaltet werden (Aufpreis)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder 4-Takt | |
| Hubraum | 349 | ccm |
| Hub | 86 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | Luft-/ölgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
| Motor-Bauart | Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 889 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 91 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 20 PS bei 6.100 U/Min | |
| Drehmoment | 27 NM bei 4.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 120 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 494 | km |
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 100 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 239 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 444 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit doppeltem Unterrohr | |
| Federung vorne | Hydraulische Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereo Federbein , sechsfach einstellbare Federvorspannung | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 120/80-18 | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX USD 43mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Monoshock (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Radialfestsattel, Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
So schön kann Motorradfahren sein! Wer gerade 5.100€ über hat und sich ein Motorrad kaufen will: Mache bitte eine Probefahrt mit der Classic 350! Egal, welches andere Bike Du im Visier hattest, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Du Dich am Ende für die RE entscheidest.Das Testbike wurde uns freundlicherweise zur Verfügung getellt von Legendary Cycles / Hamburg. Hier steht die Classic 350 zur Probefahrt bereit, genauso wie alle anderen Modelle von Royal Enfield sowie viele weitere Motorräder von Benelli, Mash, Mondial, Fantic, Moto Morini und Indian.
Fazit - was bleibt hängen?
Mehr Dampf, mehr Technik, mehr Spaß? Diese Eingangsfrage können wir nach unserem Test mit Ja beantworten. Allerdings müssen Inhaber einer 790 Adventure jetzt nicht gleich zum KTM-Händler laufen und sich eine 890er kaufen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Bikes sind nicht so groß, wie KTM es gerne darstellt. Trotzdem: Die 890 Adventure ist das bessere Motorrad.Wettbewerber sind die Triumph Tiger 900, die Suzuki V-Strom 1050 und die Ducati Multistrada 950 - also die Reise-Enduros der gehobenen Mittelklasse. Der Unterschied zu den Oberklasse-Dickschiffen wie BMW GS 1250 und 1290 SAS ist deutlich spürbar, was aber wie oben beschrieben sowohl Vor- als auch Nachteile hat.
Das Test-Motorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad-Ruser aus Haseldorf - vielen Dank.
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Classic 350 vs KTM 890 Adventure: Vergleich für Alltag, Touren und unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Royal Enfield Classic 350 und die KTM 890 Adventure, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem um Charakter: die Art, wie sich das Motorrad anfühlt, wie es sich im Alltag bewegt und wie es mit längeren Strecken oder wechselnden Bedingungen klarkommt. Genau darum geht es hier – mit Blick auf die typischen Vergleichspunkte, die in den Daten und den Fahreindrücken zusammenlaufen.
Grundidee der beiden Motorräder: Retro-Charme vs. Reise-Adventure
Die Royal Enfield Classic 350 steht für entspannte Fahrten, klare Linien und ein Fahrgefühl, das eher nach „einfach losfahren“ klingt. Die KTM 890 Adventure dagegen ist auf Vielseitigkeit ausgelegt: Sie soll sowohl auf der Straße souverän wirken als auch auf Touren und bei Abstechern abseits des Asphalts eine gute Figur machen.
Schon hier zeigt sich der erste große Unterschied: Die Classic 350 ist eher ein Motorrad für ruhige Alltagsmomente und gemütliche Touren. Die 890 Adventure ist eher ein Motorrad, das man auswählt, wenn man regelmäßig größere Strecken plant oder wenn die Route nicht immer nur aus Asphalt besteht.
Motor und Fahrcharakter: entspannter Rhythmus vs. mehr Reserven
Im Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte wird schnell klar, warum sich die beiden Maschinen so unterschiedlich fahren. Die KTM 890 Adventure bietet deutlich mehr „Biss“ und wirkt besonders dann stark, wenn es um zügiges Beschleunigen, Überholen oder das Halten höherer Geschwindigkeiten geht. Das Motorrad fühlt sich dabei oft wie ein „Allrounder mit Reserven“ an: Man kann entspannt starten und hat trotzdem jederzeit die Möglichkeit, mehr Tempo abzurufen.
Die Royal Enfield Classic 350 spielt dagegen ihre Stärken im gleichmäßigen, gutmütigen Vortrieb aus. Die Motorcharakteristik ist weniger auf sportliche Dynamik ausgelegt, sondern auf ein harmonisches Fahren im Alltag. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen wirkt das Motorrad dadurch angenehm unkompliziert: weniger „arbeiten müssen“, mehr „mitfahren“.
Was das in der Praxis bedeutet
Wer häufig kurze Strecken fährt, im Verkehr häufig an- und abbremst und dabei vor allem ein entspanntes Fahrgefühl sucht, wird mit der Classic 350 oft schneller glücklich. Wer dagegen regelmäßig längere Etappen fährt, häufiger zügige Manöver braucht oder sich auch auf unvorhersehbare Strecken freut, profitiert von der KTM-typischen Leistungsbreite.
Getriebe, Schaltgefühl und Alltagstempo
Auch wenn beide Motorräder grundsätzlich für den täglichen Einsatz gedacht sind, unterscheidet sich das „Tempo, bei dem man sich wohlfühlt“. Die KTM 890 Adventure lässt sich in der Regel so fahren, dass sie auch bei höheren Anforderungen souverän bleibt. Das Getriebe und die Motorabstimmung wirken darauf ausgelegt, dass man nicht ständig am Limit arbeiten muss.
Die Classic 350 ist dagegen eher auf einen ruhigen Rhythmus abgestimmt. Das bedeutet nicht, dass sie „langsam“ ist – aber sie vermittelt eher das Gefühl, dass man das Motorrad bewusst im passenden Drehzahlbereich bewegt. Das kann im Alltag sogar Vorteile haben: weniger Stress, mehr Gelassenheit.
Fahrwerk und Handling: leichtfüßig im Alltag vs. Stabilität auf Tour
Beim Fahrwerk und der Abstimmung zeigt sich die unterschiedliche Zielsetzung. Die KTM 890 Adventure ist auf Kontrolle und Stabilität ausgelegt – besonders dann, wenn die Straße schlechter wird oder wenn die Strecke länger dauert. Das Motorrad wirkt häufig wie ein „Fahrwerk mit Sicherheitsgefühl“, weil es Unebenheiten besser wegsteckt und die Linie auch bei wechselnden Bedingungen hält.
Die Royal Enfield Classic 350 ist im Vergleich eher auf ein unkompliziertes Handling ausgelegt. Das Motorrad wirkt dadurch oft besonders angenehm, wenn es um Stadtfahrten, enge Kurven und entspannte Landstraßen geht. Die Fahrdynamik ist weniger „sportlich aggressiv“, sondern eher „harmonisch und berechenbar“.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
- KTM 890 Adventure: Stärke in Stabilität, Reserven und Tourentauglichkeit. Schwäche kann sein, dass sie im reinen Stadtbetrieb oder bei sehr engen Wegen „präsenter“ wirkt als ein leichteres, ruhiger abgestimmtes Motorrad.
- Royal Enfield Classic 350: Stärke in entspanntem Handling und angenehmer Alltagspräsenz. Schwäche kann sein, dass bei sehr ambitioniertem Tempo oder langen Autobahnabschnitten die KTM-typischen Reserven fehlen.
Bremsen und Sicherheit: Performance vs. souveräne Alltagsbremsung
Im Vergleich der Bremsen zeigt sich meist ein klarer Unterschied zwischen den beiden Welten: Die KTM 890 Adventure ist typischerweise auf kräftiges Verzögern und gute Dosierbarkeit ausgelegt, damit man auch bei höheren Geschwindigkeiten oder bei wechselnden Untergründen sicher bleibt. Gerade auf Touren, wenn man häufiger aus höheren Tempi verzögert, spielt das seine Vorteile aus.
Die Classic 350 bietet eine Bremsleistung, die für den Alltag sehr gut passt. Sie ist nicht darauf ausgerichtet, „Sportbremsen“ zu imitieren, sondern eher darauf, zuverlässig und gut dosierbar zu funktionieren. Das ist im Stadtverkehr und auf Landstraßen oft genau das, was man braucht.
Elektronik und Assistenz: moderne Möglichkeiten vs. Fokus auf das Wesentliche
Ein weiterer großer Unterschied liegt in der Elektronik. Die KTM 890 Adventure ist in der Regel deutlich stärker mit Assistenz- und Fahrmodi-Logik ausgestattet, was sich vor allem in der Praxis bemerkbar macht: Traktion, Fahrmodi und die Abstimmung für unterschiedliche Bedingungen können das Motorrad leichter beherrschbar machen, wenn die Strecke nicht planbar ist.
Die Royal Enfield Classic 350 setzt dagegen stärker auf das klassische Fahrerlebnis. Das bedeutet: weniger „Regie“ durch das Motorrad, mehr direkte Rückmeldung. Für viele Fahrer ist das ein Vorteil, weil es das Gefühl vermittelt, das Motorrad sei „einfach da“ und nicht ständig mit Systemen im Hintergrund beschäftigt.
Wo die Elektronik wirklich hilft
Wenn häufig wechselnde Untergründe vorkommen oder wenn man auf Touren auch mal abseits der Komfortzone unterwegs ist, kann die KTM-Elektronik ein echter Pluspunkt sein. Wer dagegen vor allem entspannt fährt und die Technik nicht als Hauptargument braucht, wird die Classic 350 oft als angenehm „pur“ empfinden.
Komfort und Sitzposition: entspannter Cruiser-Vibe vs. Tourensitz
Beim Komfort und der Sitzposition unterscheiden sich die Motorräder deutlich. Die KTM 890 Adventure ist typischerweise so ausgelegt, dass man auch über längere Strecken eine gute Körperhaltung findet. Das hilft besonders dann, wenn man nicht nur 30 Minuten fährt, sondern mehrere Stunden am Stück.
Die Classic 350 ist dagegen eher auf eine entspannte, klassische Haltung ausgelegt. Das kann im Alltag sehr angenehm sein, besonders wenn kurze Wege und gemütliche Fahrten im Vordergrund stehen. Bei sehr langen Etappen kann die KTM durch ihre Tourenorientierung im Vorteil sein.
Reichweite, Verbrauch und Praxis im Alltag
Auch wenn die exakten Werte je nach Fahrweise variieren, zeigt der Vergleich der Kraftstoffeffizienz und der typischen Reichweitenlogik: Die Classic 350 ist häufig die „entspannte“ Wahl, wenn es darum geht, mit wenig Aufwand regelmäßig unterwegs zu sein. Die KTM 890 Adventure kann ebenfalls effizient sein, aber sie ist eher auf Leistung und Vielseitigkeit ausgelegt – und das spürt man bei ambitionierterem Fahren.
Für Pendler und Stadtfahrer ist die Classic 350 oft die unkompliziertere Option. Für Tourenfahrer, die auch mal mehr Strecke planen oder öfter zügig unterwegs sind, spielt die KTM ihre Stärken aus.
Gewicht und Manövrierbarkeit: leichtes Gefühl vs. Reisepräsenz
Im Vergleich der Gewichts- und Größenwirkung zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Classic 350 wirkt im Alltag oft handlicher und „leichter zu bewegen“. Die KTM 890 Adventure bringt mehr Masse mit und fühlt sich dadurch auf der Straße stabiler an – kann aber im engen Stadtverkehr oder beim Rangieren etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahralltag entscheiden:
Royal Enfield Classic 350 – passend für
- Fahrer, die ein klassisches, entspanntes Fahrgefühl suchen
- Menschen, die vor allem Stadt und Feierabend fahren
- Touren, bei denen Gemütlichkeit wichtiger ist als maximale Reserven
- Wer das Motorrad als Alltagsbegleiter sieht und nicht als „Projekt für jede Bedingung“
KTM 890 Adventure – passend für
- Fahrer, die mehr Leistung und mehr Reserven möchten
- Menschen, die regelmäßig längere Strecken fahren
- Wer Touren plant, bei denen Straße und Schotter gemischt vorkommen
- Fahrer, die Elektronik und Fahrmodi als echten Komfortgewinn sehen
Fazit:
Die Royal Enfield Classic 350 ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf entspanntem Fahren, klassischem Motorradgefühl und unkomplizierter Alltagsnutzung liegt. Sie überzeugt vor allem dort, wo Ruhe, Handlichkeit und ein harmonischer Motorcharakter wichtiger sind als maximale Dynamik. Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist oder kurze bis mittlere Touren genießt, findet in der Classic 350 meist die stimmigere Balance.
Die KTM 890 Adventure ist dagegen die passendere Entscheidung, wenn mehr Vielseitigkeit, Stabilität auf Tour und ein deutlich stärkerer Leistungs- und Elektronikfokus gefragt sind. Sie spielt ihre Stärken aus, sobald längere Strecken, zügigeres Fahren oder wechselnde Bedingungen ins Spiel kommen. Kurz gesagt: Classic 350 für den entspannten Alltag mit Retro-Charme – 890 Adventure für alle, die ein Reise- und Abenteuer-Motorrad suchen, das auch bei höheren Anforderungen souverän bleibt.