| UVP | 7.270 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wunderschöne, kompromisslose Klassik-Optik
- mittelmässige Bremsleistung
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.475 | mm |
| Länge | 2.318 | mm |
| Radstand | 1.475 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.137 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 648 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | Luft-Öl | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 47 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 52 NM bei 5.650 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 343 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel 43mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 140/70-18 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit
Die neue Royal Enfield 650 hält, was sie verspricht: Das Fahrgefühl eines klassischen Retro-Bikes mit dem Charme einer Vorkriegsmaschine. Sie ist aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern bietet mit ihrem 47 PS Reihentwin auch ordentlich Leistung, die zum Fahrspaß beitragen. Kritikpunkte sind die schwache Bremse vorne sowie das Gewicht, dass gerne etwas geringer hätte ausfallen dürfen. Andererseits: Früher waren Maschinen dieser Art auch nicht leichter und irgendwie darf man das auch als Zeugnis solider Schwermetall-Technik ansehen.Alles in allem ein gelungenes Update zur Classic 350, die sicherlich auch Ihre Schokoladenseiten hat, bei der Leistung aber gegen die 650er Schwester eindeutig den Kürzeren zieht.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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Royal Enfield Classic 650 vs KTM 1290 Super Adventure S – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken, lohnt sich ein genauer Blick. Die Royal Enfield Classic 650 steht für klassisches Design, eine bodenständige Art zu fahren und ein Gefühl, das eher nach „Motorrad“ als nach „Technikpaket“ klingt. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist ein ausgewachsenes Reise- und Leistungswerkzeug: viel Power, moderne Elektronik und ein Anspruch, auch lange Strecken souverän zu beherrschen.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle gegenübergestellt – mit Fokus auf das, was im Alltag und auf Touren wirklich zählt: Motorcharakter, Fahrgefühl, Komfort, Ausstattung, Bremsen, Fahrwerk und die Frage, wie gut sich die jeweiligen Stärken in unterschiedliche Einsatzprofile übersetzen lassen.
Grundcharakter: Klassik vs. High-Performance-Reise
Die Royal Enfield Classic 650 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst auf das Wesentliche reduziert ist. Der Motor und die Art der Kraftentfaltung sind so ausgelegt, dass sich das Fahren natürlich anfühlt. Statt „maximaler“ Dynamik steht ein stimmiges Gesamtpaket im Vordergrund: entspannte Kontrolle, ein ruhigerer Rhythmus und ein Fahrstil, der eher zum Mitnehmen als zum Wegdrücken einlädt.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen auf Tempo, Stabilität und Vielseitigkeit ausgelegt. Hier geht es nicht nur um Leistung, sondern um die Fähigkeit, Leistung kontrolliert abzurufen. Das Motorrad ist für lange Strecken, wechselnde Bedingungen und anspruchsvolle Fahrten gebaut – mit Elektronik und Fahrwerkskonzepten, die das Motorrad auch dann berechenbar machen, wenn es sportlicher wird.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt
Kraftentfaltung der Royal Enfield Classic 650
Bei der Royal Enfield Classic 650 steht die Charakteristik im Vordergrund: Der Motor liefert seine Kraft so, dass sich das Motorrad leicht dosieren lässt. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrten, bei denen nicht jede Beschleunigung „auf Kante“ gefahren werden muss. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen wirkt das Zusammenspiel aus Drehmoment und Getriebe angenehm direkt. Die Stärke liegt weniger im „Anschieben“ aus dem Stand, sondern im gleichmäßigen Vorankommen – und im Gefühl, dass man jederzeit souverän reagieren kann.
Kraftentfaltung der KTM 1290 Super Adventure S
Die KTM 1290 Super Adventure S spielt in einer anderen Liga. Die Leistungsentfaltung ist deutlich aggressiver und bietet mehr Reserven, wenn es zügig werden soll. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das besonders auf Überholmanövern, Autobahnabschnitten und bei flotter Landstraßenfahrt punktet. Gleichzeitig ist die KTM nicht nur „schnell“, sondern durch Elektronik und Abstimmung auch so ausgelegt, dass die Kraft nicht unkontrolliert wirkt. Die Schwäche liegt eher dort, wo man bewusst entspannt fahren möchte: Das Motorrad fordert durch sein Potenzial Aufmerksamkeit und will meist aktiv bewegt werden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Leichtigkeit
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Philosophien. Die Royal Enfield Classic 650 ist auf ein harmonisches, gutmütiges Fahrverhalten ausgelegt. In Kurven fühlt sie sich eher „klassisch“ an: nicht übertrieben nervös, sondern berechenbar. Das ist ein Plus für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich auch bei moderatem Tempo angenehm fahren lässt. Wer allerdings sehr sportlich und aggressiv fährt, wird merken, dass die KTM in Sachen Reserven und Dynamik klar die Nase vorn hat.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt – gerade bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Etappen. Das Handling wirkt präzise, und das Motorrad bleibt auch dann ruhig, wenn die Straße nicht perfekt ist. Die Schwäche: Das Gesamtpaket ist deutlich „größer“ und damit weniger verspielt. In engen Bereichen oder bei sehr langsamen Manövern kann das Gewicht und die Größe spürbar sein.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie in ihrem Einsatzbereich zuverlässig verzögern. Die Royal Enfield Classic 650 bietet dabei ein gut dosierbares Bremsgefühl, das zu ihrem Charakter passt: kontrolliert, stimmig und für den Alltag sehr angenehm. Wer häufig zügig fährt, wird die KTM jedoch als klar überlegen empfinden, weil sie mehr Reserven und ein stärkeres Sicherheitsgefühl bei höheren Geschwindigkeiten vermittelt.
Die KTM 1290 Super Adventure S punktet mit einer Bremsleistung, die auch bei sportlicherem Fahren Sicherheit gibt. Gerade bei wiederholten Verzögerungen auf langen Strecken oder bei dynamischen Fahrten ist das ein Vorteil. Gleichzeitig gilt: Die KTM ist ein Motorrad, das man nicht „nebenbei“ fährt – wer die Möglichkeiten nutzt, profitiert stark davon.
Komfort und Ergonomie: Für kurze Wege oder lange Touren
Royal Enfield Classic 650 – entspannt unterwegs
Die Royal Enfield Classic 650 ist besonders dann im Vorteil, wenn Komfort im Sinne von „entspanntem Fahren“ verstanden wird. Die Sitzposition wirkt eher natürlich, und das Motorrad lädt dazu ein, die Fahrt zu genießen. Auf kürzeren Strecken und in der Stadt ist das ein Plus. Auf sehr langen Etappen kann der Komfort jedoch stärker vom persönlichen Empfinden abhängen, weil die KTM in Sachen Reiseausstattung und Fahrwerks-Feinabstimmung typischerweise mehr Reserven bietet.
KTM 1290 Super Adventure S – Reisefokus
Die KTM 1290 Super Adventure S ist klar auf Langstrecke ausgelegt. Windschutz, Sitz- und Fahrwerkskonzept sowie die generelle Ausrichtung auf Autobahn und Landstraße machen den Unterschied spürbar. Die Ergonomie ist darauf getrimmt, auch nach vielen Stunden noch konzentriert fahren zu können. Wer häufig unterwegs ist und dabei unterschiedliche Streckenprofile fährt, wird die KTM als deutlich „tourentauglicher“ empfinden.
Elektronik und Ausstattung: Modernität vs. Reduktion
Ein großer Unterschied liegt in der Ausstattung. Die Royal Enfield Classic 650 setzt eher auf ein Motorradgefühl, das nicht von komplexer Elektronik dominiert wird. Das ist eine Stärke für alle, die sich nicht von Einstellungen und Modi leiten lassen möchten. Gleichzeitig bedeutet das: Wer maximale Unterstützung bei wechselnden Bedingungen erwartet, findet bei der KTM mehr.
Die KTM 1290 Super Adventure S bringt moderne Elektronik und eine Ausstattung mit, die das Motorrad in vielen Situationen „intelligent“ macht. Das hilft besonders bei wechselndem Grip, bei dynamischer Fahrweise oder wenn das Motorrad mit Gepäck und auf längeren Etappen bewegt wird. Die Schwäche ist eher indirekt: Je mehr Technik, desto mehr muss man sich mit dem Motorrad beschäftigen, um die Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reisen
Im Alltag zeigt sich die Royal Enfield Classic 650 als unkomplizierte Wahl. Das Motorrad wirkt handlich im typischen Stadtverkehr und vermittelt ein ruhiges, vertrautes Fahrgefühl. Auch das Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten ist in der Regel leichter zu meistern, weil das Gesamtpaket weniger „schwer“ im Kopf und in der Bewegung wirkt.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Alltag ebenfalls nutzbar, aber sie spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn die Strecke länger wird. Auf der Landstraße und auf Autobahnabschnitten fühlt sich die KTM wie ein Reisegerät an: stabil, kraftvoll und mit Reserven. Wer vor allem kurze Wege fährt, wird die KTM möglicherweise als „zu viel Motorrad“ empfinden – wer jedoch regelmäßig Touren plant, bekommt genau das, was man von einer Super Adventure erwartet.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Royal Enfield Classic 650 – Stärken
- Stimmiges, klassisches Fahrgefühl mit gut dosierbarer Kraftentfaltung
- Angenehmes Handling für Alltag und moderates Tempo
- Reduzierte Komplexität: weniger „Einstellarbeit“, mehr Fahren
Royal Enfield Classic 650 – Schwächen
- Weniger Reserven für sehr dynamische Fahrten im Vergleich zur KTM
- Komfort auf langen Etappen stärker abhängig von persönlichem Empfinden
KTM 1290 Super Adventure S – Stärken
- Deutlich mehr Leistungs- und Beschleunigungsreserven
- Reiseorientiertes Fahrwerk und souveränes Verhalten bei hohen Geschwindigkeiten
- Moderne Elektronik und Ausstattung für wechselnde Bedingungen
KTM 1290 Super Adventure S – Schwächen
- Größerer „Maschinencharakter“: weniger verspielt, mehr Reisegerät
- Im engen Stadtverkehr kann das Gesamtgewicht spürbarer sein
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrertyp?
Die Royal Enfield Classic 650 ist besonders passend für alle, die ein Motorrad suchen, das sich natürlich anfühlt und Spaß macht, ohne ständig nach „mehr“ zu verlangen. Wer gern entspannt fährt, das klassische Design mag und ein Motorrad möchte, das im Alltag unkompliziert bleibt, findet hier eine stimmige Wahl. Auch für Fahrerinnen und Fahrer, die weniger Technikballast möchten, ist die Classic 650 eine attraktive Option.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Wahl, wenn Touren, Tempo und Komfort im Vordergrund stehen. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, gern zügig unterwegs ist und dabei Unterstützung durch Elektronik und ein reisefokussiertes Setup schätzt, wird die KTM deutlich überzeugender finden. Sie ist ideal für alle, die ein Motorrad wollen, das nicht nur „mitkommt“, sondern aktiv die Fahrt prägt.
Fazit:
Die Royal Enfield Classic 650 überzeugt vor allem durch ihren klassischen Charakter, das ruhige und gut dosierbare Fahrgefühl sowie die unkomplizierte Alltagsnutzung. Sie ist die richtige Wahl für entspannte Fahrten, für Menschen, die Motorradfahren genießen möchten, ohne sich ständig mit Technik und Einstellungen zu beschäftigen, und die ein stimmiges Gesamtpaket suchen, das nicht auf maximale Dynamik getrimmt ist.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Option für alle, die mehr Reserven, mehr Leistung und vor allem mehr Reisekomfort erwarten. Auf langen Etappen, bei flotter Fahrweise und in Situationen, in denen Stabilität und Elektronik wirklich helfen, spielt die KTM ihre Stärken klar aus. Wer ein Motorrad sucht, das Touren dominiert und auch anspruchsvolle Fahrten souverän abfedert, wird mit der KTM deutlich glücklicher.
Kurz gesagt: Classic 650 für den entspannten Genuss – Super Adventure S für die große Tour und die sportliche Reise.