| UVP | 7.270 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 8.499 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- wunderschöne, kompromisslose Klassik-Optik
- mittelmässige Bremsleistung
- Motor
- Verarbeitung
- Fahrkomfort
- Gesamtpaket
- Windschild klein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.475 | mm |
| Länge | 2.318 | mm |
| Radstand | 1.475 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.137 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.404 | mm |
| Länge | 2.138 | mm |
| Radstand | 1.404 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.270 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 648 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | Luft-Öl | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 689 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 47 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 52 NM bei 5.650 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 343 | km |
| Leistung | 75 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 68 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel 43mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 140/70-18 | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 282 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die neue Royal Enfield 650 hält, was sie verspricht: Das Fahrgefühl eines klassischen Retro-Bikes mit dem Charme einer Vorkriegsmaschine. Sie ist aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern bietet mit ihrem 47 PS Reihentwin auch ordentlich Leistung, die zum Fahrspaß beitragen. Kritikpunkte sind die schwache Bremse vorne sowie das Gewicht, dass gerne etwas geringer hätte ausfallen dürfen. Andererseits: Früher waren Maschinen dieser Art auch nicht leichter und irgendwie darf man das auch als Zeugnis solider Schwermetall-Technik ansehen.Alles in allem ein gelungenes Update zur Classic 350, die sicherlich auch Ihre Schokoladenseiten hat, bei der Leistung aber gegen die 650er Schwester eindeutig den Kürzeren zieht.
Einfach gut
Auch zum Schluss unser äußerst vergnüglichen Testkilometer bleibt das Fazit gleich: Dies ist ein gutes Motorrad. Alltagstauglich, auf Langstrecke nerven weder Winddruck noch ein extremer Kniewinkel, bequeme Sitzbank oder eine Bedienung, die Rätsel aufgibt.
Die Yamaha Tracer 700 fährt sich allseits locker, flockig und kontrolliert. Yamaha eben. Das gilt, auch dies dürfte wenig überraschend kommen, für die routinierte und hochwertige Verarbeitung.
Wer seine Tracer werkseitig aufrüsten will, der hat die Auswahl aus verschiedenen Zubehörangeboten und vier Paketen. Da reicht die Spanne vom größeren Windschild, Sportauspuff bis zu verschiedenen Behältern und Taschen. Dann allerdings ist Schluss mit günstig: Volle Ausstattung lässt den Preis auf mehr als 12.000 Euro steigen.
Das Testbike wurde uns von Tecius & Reimers in Hamburg zur Verfügung gestellt.
Extras:
Reise-Paket1248,95 €
Kofferset
Hohes Windschild
Komfortsitzbank
USB Anschluss im Cockpit
Wochenende-Paket772,95 €
ABS-Softtaschen
Hohes Windschild
Tankpad
USB Anschluss im Cockpit
Urban-Paket439,95 €
USB Anschluss im Cockpit
Gepäckbrücke
Top Case
Rückenlehne Sozius
Sport Paket419,95€
Kurzer Kennzeichenhalter
Kettenschutz
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Classic 650 vs Yamaha Tracer 700: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrgefühl
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, liegt das meist nicht nur am Design, sondern an der ganzen Philosophie dahinter. Die Royal Enfield Classic 650 steht für klassisches Motorradgefühl, eine markante Retro-Optik und einen Motor, der eher Charakter als Sportlichkeit in den Vordergrund stellt. Die Yamaha Tracer 700 dagegen ist klar als vielseitiges Touren- und Allround-Motorrad gedacht: mit Fokus auf Komfort, Alltagstauglichkeit und einer Ausstattung, die auf längere Strecken ebenso zielt wie auf die schnelle Runde zwischendurch.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle gegenübergestellt – damit leichter wird, das Motorrad zu finden, das zum eigenen Fahrstil passt.
Grundidee und Einsatzprofil: Retro-Cruiser vs. sportlicher Tourer
Die Royal Enfield Classic 650 ist ein Motorrad, das man gern „einfach fährt“. Es wirkt bewusst reduziert, vermittelt ein traditionelles Fahrgefühl und richtet sich an alle, die Motorradfahren als Erlebnis sehen: mit Stil, ruhigerem Tempo und einem Motor, der sich nicht wie ein Sportgerät anfühlt, sondern wie ein souveräner Begleiter.
Die Yamaha Tracer 700 ist dagegen ein Motorrad, das auf Flexibilität ausgelegt ist. Sie kombiniert eine aufrechte, komfortable Sitzposition mit einer sportlicheren Note und bringt durch ihre tourentaugliche Ausrichtung mehr Schutz und Alltagspraxis mit. Wer häufig pendelt, auch mal längere Strecken fährt oder gern zügig unterwegs ist, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Motorcharakter und Fahrgefühl: Drehmoment-Feeling vs. dynamische Allround-Performance
Beim Motorcharakter unterscheiden sich die beiden Bikes deutlich. Die Royal Enfield Classic 650 setzt auf einen eher „entspannten“ Charakter. Das bedeutet: Der Antrieb wirkt gleichmäßig, lässt sich gut dosieren und macht Spaß, wenn das Tempo nicht ständig maximal sein muss. In der Stadt und auf der Landstraße spielt das Bike seine Stärken aus, weil es nicht auf hektische Beschleunigung getrimmt ist, sondern auf ein angenehmes, kontrollierbares Fahren.
Die Yamaha Tracer 700 wirkt dagegen lebendiger und dynamischer. Der Motor unterstützt zügiges Vorankommen, ohne dass man ständig im oberen Drehzahlbereich arbeiten muss. Gerade beim Überholen oder beim schnellen Wechsel zwischen Landstraße und Autobahnauffahrt zeigt sich die Allround-Qualität: Das Motorrad reagiert spürbar direkt und bleibt dabei insgesamt gut beherrschbar.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Royal Enfield Classic 650: Stärke ist das entspannte, stimmige Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass der Fokus weniger auf sportlicher Dynamik liegt – wer „immer schnell“ fahren will, könnte sich schneller eine sportlichere Abstimmung wünschen.
- Yamaha Tracer 700: Stärke ist die dynamische Vielseitigkeit. Schwäche kann sein, dass das Motorrad weniger „retro-romantisch“ wirkt und eher nach moderner Allround-Logik fährt.
Komfort und Ergonomie: entspannte Sitzhaltung vs. tourorientierter Schutz
Komfort ist bei beiden Motorrädern ein wichtiges Thema, aber auf unterschiedliche Weise. Die Royal Enfield Classic 650 bietet eine Sitzposition, die sich an klassisches Motorradfahren anlehnt. Das kann besonders angenehm sein, wenn kurze bis mittlere Strecken im Vordergrund stehen oder wenn das Motorrad als „Genussmaschine“ genutzt wird. Auf längeren Touren entscheidet dann vor allem, wie gut die eigene Körpergröße und Sitzhaltung zum Setup passen.
Die Yamaha Tracer 700 ist stärker auf Tourenkomfort ausgelegt. Durch die tourorientierte Ausrichtung und den typischen Schutzgedanken (z. B. Windmanagement) wird das Fahren bei höheren Geschwindigkeiten oft entspannter. Auch für Pendler ist das relevant: weniger Ermüdung durch Wind und eine insgesamt alltagstaugliche Ergonomie machen den Unterschied.
Wind und Langstrecke
Im direkten Vergleich ist die Yamaha Tracer 700 im Bereich Windschutz und Langstreckenkomfort im Vorteil, weil sie klar als Reise-Allrounder gedacht ist. Die Royal Enfield Classic 650 kann auf langen Strecken ebenfalls Spaß machen, aber der Komfort hängt stärker davon ab, wie sehr Wind und Fahrtempo zur eigenen Erwartung passen.
Fahrwerk und Handling: ruhige Souveränität vs. präzise Allround-Kontrolle
Das Fahrwerk bestimmt, wie sich ein Motorrad in Kurven, beim Bremsen und auf wechselndem Untergrund anfühlt. Die Royal Enfield Classic 650 vermittelt eher eine ruhige Souveränität. Das ist angenehm, wenn das Motorrad nicht ständig „sportlich“ wirken muss, sondern stabil und gutmütig sein soll. In engen Kurven kann das Bike dennoch Spaß machen, aber der Charakter bleibt eher gelassen.
Die Yamaha Tracer 700 zielt auf präzises Handling. Sie fühlt sich in vielen Situationen kontrolliert an: beim zügigen Richtungswechsel, beim dynamischen Fahren auf Landstraßen und auch dann, wenn die Strecke unruhiger wird. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrer, die gern variieren: mal gemütlich, mal etwas flotter.
Stärken und Schwächen beim Kurvenfahren
- Royal Enfield Classic 650: Stärke ist das entspannte, gutmütige Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass die sportliche Präzision nicht im Vordergrund steht.
- Yamaha Tracer 700: Stärke ist die präzise Kontrolle und die Bereitschaft, zügig mitzugehen. Schwäche kann sein, dass das Fahrgefühl weniger „klassisch“ und mehr „modern-funktional“ wirkt.
Bremsen und Sicherheit: souveränes Verzögern vs. tourentaugliche Reserve
Bei Bremsen geht es nicht nur um „Stoppie“-Potenzial, sondern um Dosierbarkeit, Standfestigkeit und Vertrauen. Die Royal Enfield Classic 650 bremst solide und lässt sich in vielen Situationen gut dosieren. Für den Alltag und moderates Tempo ist das meist ausreichend und fühlt sich natürlich an.
Die Yamaha Tracer 700 spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn mehr Reserve gefragt ist: bei zügigerem Fahren, bei längeren Touren oder wenn das Motorrad öfter im „aktiven“ Modus bewegt wird. Das Gesamtpaket aus Bremsgefühl und Fahrwerksabstimmung sorgt oft dafür, dass man sich auch bei wechselnden Bedingungen sicher fühlt.
Ausstattung und Praxis: weniger „Tech“, mehr Stil vs. tourorientierte Funktion
Die Royal Enfield Classic 650 setzt auf das Wesentliche. Das kann ein Vorteil sein, weil das Motorrad dadurch weniger „überladen“ wirkt und sich wie ein klassisches Bike anfühlt. Wer Wert auf Stil, eine klare Linie und ein Motorrad ohne zu viele Ablenkungen legt, wird das mögen.
Die Yamaha Tracer 700 ist dagegen stärker auf Funktion und Alltagspraxis ausgelegt. Tourenorientierte Details und die moderne Ausrichtung machen sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche genutzt wird.
Für wen ist welche Ausstattung sinnvoll?
Wenn eher das Fahrgefühl im Vordergrund steht und das Motorrad als „Statement“ dienen soll, passt die Royal Enfield Classic 650 oft besser. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das im Alltag zuverlässig funktioniert und auf Touren Komfort bietet, findet in der Yamaha Tracer 700 häufig die passendere Basis.
Wirtschaftlichkeit und Alltagskosten: Wartungsgefühl und Nutzung entscheiden
Bei den laufenden Kosten spielen mehrere Faktoren zusammen: Wartungsintervalle, Verschleißteile, Fahrprofil und wie oft das Motorrad bewegt wird. Beide Motorräder können im Alltag sinnvoll sein, aber die Nutzung entscheidet stark darüber, wie sich die Kosten anfühlen. Die Royal Enfield Classic 650 wirkt oft wie ein Motorrad, das man gern pflegt und bewusst fährt. Die Yamaha Tracer 700 ist eher für „regelmäßige Kilometer“ gemacht, was sie für Pendler und Vielfahrer interessant macht.
Wichtig ist: Nicht nur der Preis, sondern auch die Verfügbarkeit von Service und Ersatzteilen sowie die eigene Bereitschaft zur Pflege beeinflussen die Wirtschaftlichkeit. Wer häufig unterwegs ist, profitiert meist von einem Motorrad, das sich im Alltag unkompliziert anfühlt.
Fazit: Welches Bike passt zu welchem Fahrertyp?
Die Royal Enfield Classic 650 ist die bessere Wahl für alle, die Motorradfahren als Stil- und Fahrgefühlserlebnis sehen. Wer eine klassische Optik mag, ein entspanntes Motor- und Fahrverhalten sucht und das Motorrad vor allem für Stadt, Landstraße und genussvolle Touren einsetzen möchte, findet hier ein stimmiges Gesamtbild. Die Schwäche liegt weniger im Können als im Fokus: Wer maximale Dynamik und tourorientierten Schutz in den Vordergrund stellt, wird eher zur anderen Seite schauen.
Die Yamaha Tracer 700 empfiehlt sich für Fahrer, die ein vielseitiges Motorrad für Alltag und längere Strecken suchen. Mit ihrer tourorientierten Ausrichtung, dem dynamischeren Ansprechverhalten und dem insgesamt komfortableren Gefühl bei höheren Geschwindigkeiten punktet sie besonders bei Vielfahrern, Pendlern und allen, die regelmäßig zwischen gemütlich und zügig wechseln. Wer ein modernes Allround-Paket möchte, das auch auf Touren überzeugt, trifft mit der Tracer 700 meist die passendere Entscheidung.